Samstag, 18. Juni 2011

Yes – Close To The Edge

 



 Yes – Close To The Edge


Besetzung:

Jon Anderson – vocals
Bill Bruford – percussion
Steve Howe – guitars, vocals
Chris Squire – bass, vocals
Rick Wakeman – keyboards


Label: WEA International Inc.


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Close To The Edge (18:45)
    I. The Sold Time Of Change
    II. Total Mass Retain
    III. I Get Up I Get Down
    IV. Seasons Of Man
2. And You And I (10:12)
    I. Cord Of Life
    II. Eclipse
    III. The Preacher The Teacher
    IV. Apocalypse
3. Siberian Khatru (8:53)

Gesamtspieldauer: 37:50 



„Close To The Edge“ ist das Album der progressiven Rockmusik und im Umkehrschluss, wer „Close To The Edge“ von Yes nicht kennt, der kennt auch nicht die progressive Rockmusik. Wahrlich, dieses grüne Meisterwerk, das vierte Werk der fünf Engländer, ist ein Meilenstein.

Als erstes befindet sich gleich der Titeltrack auf der CD. Ein Stück, welches früher die erste Seite der Platte eingenommen hat. Und gleich beginnt sie, diese volle, dichte, facetten- und abwechslungsreiche Musik, die man so wohl nur von Yes zu hören bekommt. Es startet reichlich schräg dieses Werk, denn da quellen zunächst fast schon verstörende Töne des Keyboards und der Gitarre aus den Lautsprechern. Unterstützt wird diese Stimmung noch durch ein absolut dichtes Bassspiel Chris Squires im Hintergrund, sowie durch ein ziemlich abgefahrenes Schlagzeug von Bill Bruford. Das Ganze dauert bis 2:52 und löst sich dann vollständig in Wohlklängen auf. Ab hier wird das Lied jetzt melodisch aber auch experimentell, symphonisch und bombastisch. Es wird sphärisch, aber auch dicht. Ein absolutes Meisterwerk ist dieses Stück Musik, welches man unbedingt gehört haben muss.

Und es wird sogar noch besser, wenn das überhaupt noch geht – und zwar mit: „And You And I“. Das Lied beginnt, als ob sich Steve Howe gerade die Gitarre stimmen würde. Und dann folgen Gitarrenakkorde und der glasklare Gesang Jon Andersons, wie er kaum mehr zu toppen ist. Und ebenfalls Rick Wakeman weiß sich hier perfekt einzubringen, mit Klangteppichen, die dem Stück noch zusätzlich Fülle verleihen. Alle vier Teile des Liedes verströmen so einen Wohlklang, so eine entspannte Stimmung, dass man dieses Lied einfach nur genießen kann. Alles ist dabei perfekt aufeinander angestimmt, eine Perfektion, die in keinster Weise störend ist, sondern das Lied viel eher in den Himmel der progressiven Rockmusik hebt.

Bliebe zum Schluss noch „Siberian Khatru“, das mit knapp neun Minuten kürzeste Lied auf der Platte. Es ist auch der schnellste Track auf der Platte und das Lied fällt ein kleinwenig gegenüber den beiden Vorgängern ab. Aber natürlich, das ist wieder mal „Jammern auf allerhöchstem Niveau“. Auch hier ist der Sound dicht und abwechslungsreich, allerdings weist er nicht so wunderschöne Melodien auf, wie seine beiden Vorgänger.

Fazit: Ein absolut tolles Album ist Yes da gelungen, wobei sich „Close To The Edge“ und „And You And I“ besonders hervorheben. Und wer dieses Album nicht kennt, der hat etwas verpasst. Progressiven Rock auf seinem Höhepunkt gibt es hier zu hören. Wer nicht nur auf radiotauglicher Musik steht, der wird auch an diesem Album seine Freude finden. Das ist eine glatte Eins, also vierzehn Punkte.

Anspielttipps: Close To The Edge, And You And I



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