Samstag, 24. Dezember 2011

Porcupine Tree – Deadwing








Porcupine Tree – Deadwing

Besetzung:

Steven Wilson – vocals, guitars, piano, keyboards, hammered dulcimer, bass guitar on 1, 3, 5, (middle section) 7
Richard Barbieri – keyboards and sythesizers
Colin Edwin – bass guitar
Gavin Harrison – drums and percussion


Gastmusiker:

Adrian Belew – solo guitar on 1 and 4
Mikael Akerfeldt – harmony vocals on 1, 3, 5, second guitar solo on 5


Label: WEA International Inc.


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Alternative / Progressive Rock


Trackliste:

1. Deadwing (9:47)
2. Shallow (4:17)
3. Lazarus (4:19)
4. Halo (4:39)
5. Arriving Somewhere But Not Here (12:02)
6. Mellotron Scratch (6:57)
7. Open Car (3:47)
8. The Start Of Something Beautiful (7:40)
9. Glass Arm Shattering (6:17)




Mit ihrem 2005 erschienen Werk “Deadwing” haben Porcupine Tree eine tolle CD hingelegt. Abwechslung pur erwartet einen auf dieser Scheibe. Und was sich in „In Absentia“ schon andeutete, setzt sich hier konsequent fort: Schwere Gitarren à la Hardrock finden noch mehr Einzug in die Musik von Porcupine Tree.

Deutlich wird das sofort beim ersten Stück, bei dem es sich gleichzeitig auch um den Titeltrack handelt. „Deadwing“ erinnert zwar noch beim mehrstimmigen Gesang und dem sphärischen Mittelteil an vorangegangene Veröffentlichungen, aber die zum Teil abgefahrenen Gitarren lassen eher an eine Heavy Metal Band erinnern, als an Porcupine Tree.

Ähnlich geht es dann mit „Shallow“ weiter. Ebenfalls ein Heavy Metal Stück, bei dem nur die Zwischenteile die alten Porcupine Tree aufleben lassen. Für alteingesessene Fans sicherlich schwerer zu verdauende Kost. Aber keine Sorge, schon geht es weiter in alter „Porcupine Tree Manier“. „Lazarus“ ist ein Track, der so herrlich schwebend daherkommt und auch auf einem Album wie „Lightbulb Sun“ seinen Platz gefunden hätte.

Bei „Halo“ wird es dann sofort wieder ganz anders. Schräg und abgefahren und auch wieder härter tönt der Song aus den Boxen. Ob die Geschichte mit dem Heiligenschein (Halo) jetzt ironisch oder ernst gemeint ist, will ich einfach mal so stehen lassen.

Und dann kommt es, das Stück des Albums und eines der besten Lieder, die Porcupine Tree jemals geschrieben haben: „Arriving Somewhere But Not Here”. Klingt der Anfang wunderbar schwebend, wie viele Songs in der Karriere der Band, so folgt dann bei 6:18 wieder ein Heavy Metal Teil, der zunächst so gar nicht zum Rest des Liedes passen will. Wie dieser dann aber aufgelöst wird und bei 8:07 wieder in einen sehr melodiösen und immer noch schnellen Part mündet, das ist aller Ehren wert und fast schon genial umgesetzt. Daran schließt sich ein Teil an, der stark an Pink Floyd erinnert, was nicht nur am Gitarrenspiel Steven Wilsons liegt. Die Nummer klingt nun fast wie eine Reminiszenz an David Gilmour. Anschließend verklingt das Lied genauso, wie es auch begonnen hat: Herrlich schwebend mit mehrstimmigen Gesang.

Es folgt „Mellotron Scratch“ ebenfalls wieder mehrstimmig eingespielt und von der Stimmung her wieder bei früheren Veröffentlichungen. „Open Car“ ist anschließend hauptsächlich wieder ein Heavy Metal Song, der immer wieder von ruhigeren Passagen durchbrochen wird.

Umgekehrt präsentiert sich da „The Start Of Something Beautiful”. Hier ist der Refrain “heavy” und der Rest des Liedes wirkt getragen, aber schön getragen. Bleibt noch „Glass Arm Shattering“. Den Abschluss des Albums bildet damit ein Lied, welches ganz auf härtere Töne verzichtet. Träumerisch schwebend wird damit ein kontrastreiches, wie auch abwechslungsreiches Album, beschlossen.

Fazit: Ein tolles Album ist Pocupine Tree da gelungen. Manchmal hätte man sich vielleicht gewünscht, dass ein Stil während eines Liedes einfach mal durchgezogen worden wäre. Aber das stimmt irgendwie auch nicht, denn gerade diese Wechsel machen das Album aus. Wer auf gut gemachte Rockmusik mit Prog-Ansätzen steht, der kann hier überhaupt nichts falsch machen. Für dieses Album vergebe ich zwölf Punkte.

Anspieltipps: Lazarus, Arriving Somewhere But Not Here, Mellotron Scratch





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