Donnerstag, 26. Juli 2012

Spock’s Beard – X





Spock’s Beard – X


Besetzung:

Nick D’ Virgilio – drums, vocals, additional guitar, timpani, xylophone
Alan Morse – guitar, vocals
Ryo Okumoto – keyboards
Dave Meros – bass, vocals, additional keyboards


Gastmusiker:

John Boegehold – additional keyboards, guitar, voices
Jimmy Keegan – backing vocals
Danielle Ondarza – french horn
Denis Jiron – trombone, bass trombone
Eric Gorfain – violin
Daphne Chen – violin
Lauren Chipman – viola
Richard Dodd – cello


Label: Music Theories Recordings


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. Edge Of The In-Between (10:32)
2. Kamikaze (4:14)
3. The Emperor's Clothes (6:02)
4. From The Darkness (17:10)
Part 1: The Darkness
Part 2: Chance Meeting
Part 3: On My Own
Part 4: Start Over Again
5. The Quiet House (9:15)
6. The Man Behind The Curtain (7:46)
7. Jaws Of Heaven (16:23)
Part 1: Homesick For The Ashes
Part 2: Words Of War
Part 3: Deep In The Wondering
Part 4. Whole Again

Gesamtspieldauer: 71:20




Spock’s Beard sind mit „X“ aus dem Jahr 2010 ein bisschen einen Schritt zurückgegangen in Richtung ihrer Anfänge in den 90er Jahren. Oder soll man etwa sagen in Richtung der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts? Aber genau in diesem Dunstkreis bewegt sich „X“. Natürlich hätte es dieses Album zur damaligen Zeit nicht so geben können, denn jede Menge neuere Einflüsse lassen sich ebenfalls entdecken. Da wird einmal fast schon gerappt und ganz allgemein ist die Platte auch deutlich härter als vergleichbare Alben der 70er. Trotzdem gibt es auf dieser Platte immer wieder Stellen, die einen unweigerlich an King Crimson, Genesis oder Yes denken lassen, die einen an die Musik in der Hochphase der progressiven Rockmusik erinnern.

Ja, dieses Album rockt! Und in diesem Umstand liegt auch der größte Unterschied zu den oben genannten Bands und ihrer damaligen Musik. Gar nicht selten bekommt man auf „X“ die härteren Gitarrenklänge kredenzt, immer bleibt es dabei allerdings melodisch und eingängig. Gerade Letzteres ist eine Stärke dieser Platte. Spock’s Beard schaffen es auf „X“ wunderschöne Melodien zu kreieren. Melodien, die sich langsam entwickeln und herauskristallisieren und schließlich richtiggehend mitreißend werden. Dazu tragen tolle Gitarrenläufe bei, ein anderes Mal ein kurzes Piano-Solo oder aber die Streicher, die alles so wundervoll episch und voll klingen lassen.

Spock’s Beard ist es hier perfekt gelungen eine Melange aus Härte und Eingängigkeit zu erzeugen, die niemals aufgesetzt, gekünstelt oder aber konstruiert klingt. Vielmehr hört sich dieses Album so an, als müsste es sich genau so und kein bisschen anders anhören. Und wenn man all dies kumuliert genießen möchte, dann sei derjenigen Hörerin oder demjenigen Hörer das letzte Stück „Jaws Of Heaven“ empfohlen. Dieser Titel kann quasi stellvertretend für die Musik auf „X“ stehen, denn alle Zutaten der Platte sind in diesem Lied vereinigt. Treibende Parts, melodiöse und ruhige Abschnitte, härtere Töne, kurze, etwas frickelige Anleihen und ganz viele Ideen. Der Höhepunkt des Albums.

Fazit: „X“ von Spock’s Beard ist ein großes Album geworden, wenn man auf Progressiven Rock oder Retro Prog steht. Alle Ingredienzien dieser Musikrichtung sind auf „X“ enthalten und werden hier in bester Qualität präsentiert. Ein tolles Album - 13 Punkte.

Anspieltipps: The Emperor's Clothes, From The Darkness, The Man Behind The Curtain, Jaws Of Heaven



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