Dienstag, 30. April 2013

16 Horsepower – Sackcloth ’n’ Ashes




16 Horsepower – Sackcloth ’n’ Ashes


Besetzung:

David Eugene Edwards – vocals, guitar, banjo, bandoneon, lap steel
Jean-Yves Tola – drums, backup vocals
Keven Soll – stand up bass, flat top acoustic bass, cello, backup vocals


Gastmusiker:

Gordon Gano – fiddle


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative Country


Trackliste:

1. I Seen What I Saw (3:26)
2. Black Soul Choir (3:52)
3. Scrawled In Sap (2:48)
4. Horse Head (3:03)
5. Ruthie Lingle (2:46)
6. Harm's Way (3:23)
7. Black Bush (3:17)
8. Heel On The Shovel (3:13)
9. American Wheeze (3:34)
10. Red Neck Reel (2:44)
11. Prison Shoe Romp (3:13)
12. Neck On The New Blade (3:17)
13. Strong Man (4:21)

Gesamtspieldauer: 42:56




Eines gleich vorweg, ich kann mit Country-Music nichts anfangen. So ziemlich gar nichts. 16 Horsepower produzierten in der Zeit ihres Bestehens von 1992 bis 2005 zwar Alternative Country – das ist jedoch eine ganz andere Baustelle. Klar gibt es hier auch ein Banjo, die „Fiddle“ oder auch mal eine Lap Steel Gitarre zu hören, doch diese Musik ist so ganz anders, als man sich Country vorstellt beziehungsweise sich Country anhört. Das, was 16 Horsepower auf ihrem ersten offiziellen Studio-Album "Sackcloth ’n’ Ashes" aus dem Jahr 1995 da heraushauen klingt nach mitreißendem Rock, der zusätzlich, auf in der Country-Music eingesetzte Instrumente zurückgreift.

Die Musik groovt, ist nie zu hart, ist meistens vom Mid-Tempo beseelt und wirkt irgendwie melancholisch fröhlich. Die Texte haben zumeist einen christlichen Hintergrund, wollen den Hörer jedoch nicht zum christlichen Glauben missionieren, jedenfalls kann ich das den Texten nicht entnehmen. Alles an der Musik von 16 Horsepower ist melodisch und harmonisch. Die Melodien treffen den Hörer und dazu gesellt sich die Stimme David Eugene Edwards, die immer wieder auch mal ein wenig überschlägt oder aber zusätzlich leicht elektronisch verfremdet aus den Boxen kommt ohne, dass sich dies in irgendeiner Weise negativ anhören würde.

Und so ein mitreißendes Lied wie „American Wheeze“, welches mit dem Akkordeon sowie der Geige ziemlich eintönig eingeleitet wird und dann immer voller und voller wird, ist einfach ein Erlebnis. Hier wird im weiteren Verlauf richtig gerockt, aber so melodisch, dass man dies kaum in Verbindung bringen kann. Hier groovt und wippt alles, einfach genial gelöst, aufeinander abgestimmt und zusammengesetzt. Oder dann gibt es auch mal schrägere Töne wie bei dem Titel „Prison Shoe Romp“ zu hören, die allerdings ebenfalls wieder rocken. Trotzdem auf eine ganz andere Art und Weise, als die vorherigen Stücke. Abwechslung pur.

Fazit: Wer offen ist für einmal etwas völlig anderes, das sich zwar immer noch Rock nennt, jedoch Rock einer ganz speziellen Sorte darstellt, der sollte sich mal an 16 Horsepower versuchen. Man benötigt noch nicht einmal viele Durchgänge der Scheibe, damit einen die Musik trifft und nicht mehr loslässt. Dies geschieht bei den meisten Hörern bereits beim ersten Mal. Ungewöhnlich anders und dadurch so speziell und interessant. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Black Soul Choir, Harm's Way, American Wheeze, Prison Shoe Romp





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