Samstag, 27. April 2013

Jon Anderson – Olias Of Sunhillow




Jon Anderson – Olias Of Sunhillow


Besetzung:

Jon Anderson – vocals, all instruments


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Ocean Song (3:05)
2. Meeting (Garden Of Geda) / Sound Out The Galleon (3:34)
3. Dance Of Ranyart / Olias (To Build The Moorglade) (4:19)
4. Qoquaq Ën Transic / Naon / Transic Tö (7:09)
5. Flight Of The Moorglade (3:24)
6. Solid Space (5:21)
7. Moon Ra /Chords / Song Of Search (12:49)
8. To The Runner (4:30)

Gesamtlaufzeit: 44:12




Mal hymnisch, mal episch, mal symphonisch, mal progressiv und immer harmonisch, ausgestattet mit wunderschönen Melodien – so klingt Jon Andersons erstes Solo-Projekt, welches 1976 veröffentlicht wurde. Warme Synthesizer-Teppiche breiten sich vor dem Hörer genauso aus, wie rhythmische Abschnitte, die mal mehr, mal weniger treibend ausgestattet wurden.

Lagen über Lagen wurden von Jon Anderson auf „Olias Of Sunhillow“ platziert. Lagen über Lagen an Instrumenten und seiner eindringlichen sowie unverwechselbaren Stimme. Alles klingt voll und dicht, mitunter sogar etwas pathetisch, jedoch nie kitschig. Das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente wie auch das Arrangement der verschiedenen Gesangsstimmen lassen dabei das Herz des progressiven Musikfreundes höherschlagen. Interessant zudem, dass Jon Anderson angeblich kein Instrument richtig spielen kann, auf dem Album jedoch alle eingesetzten Musikinstrumente selbst eingespielt hat. Wie das wohl funktioniert hat? Das Ergebnis ist allerdings mehr als überzeugend.

„Olias Of Sunhillow“ ist eine musikalische und sehr melodische Reise, die allein schon durch den Gesang des Jon Anderson an Yes erinnert. Progressiv ist das natürlich auch, jedoch unterscheidet sich die Musik durchaus von der Musik, die Yes zu dieser Zeit, davor und danach veröffentlichte. Es wird weniger experimentiert, da gibt es zwar die Wechsel in Tempo, Rhythmus, Takt und Stimmung, alles jedoch immer vor dem Hintergrund der absoluten Melodiösität, die an keine Stelle des Albums zu kurz kommt.

Fazit: Melodischen und progressiven Rock bekommt man auf „Olias Of Sunhillow“ zu hören. Das Album klingt von der ersten bis zur letzten Minute und eröffnet dem Hörer mit jedem weiteren Durchgang neue, bisher noch überhörte, noch nicht entdeckte Feinheiten und Harmonien. Dieser Umstand macht die Platte schon nach wenigen Durchläufen zu etwas sehr Vertrautem, lässt das Album zu einem Rückzugsgebiet werden, welches sich am besten ganz entspannt auf dem Sofa genießen lässt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Einzelne Lieder herauszupicken ist hier sehr schwierig, da das Album irgendwie ein großes Ganzes darstellt. Muss man durchhören.





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