Samstag, 18. Januar 2014

Van Der Graaf Generator – The Least We Can Do Is Wave To Each Other




Van Der Graaf Generator – The Least We Can Do Is Wave To Each Other


Besetzung:

Peter Hammill – acoustic guitar and lead vocals; piano on "Refugees"
Hugh Banton – farfisa organ, piano and backing vocals
Nic Potter – bass guitar and electric guitar
Guy Evans – drums and percussion
David Jackson – tenor and alto sax, flute and backing vocals


Gastmusiker:

Gerry Salisbury – cornet on “White Hammer”
Mike Hurwitz – cellos on “Refugees”




Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Darkness (11/11) (7:28)
2. Refugees (6:23)
3. White Hammer (8:16)
4. Whatever Would Robert Have Said? (6:07)
5. Out Of My Book (4:08)
6. After The Flood (11:28)


Bonus Tracks:

7. The Boat Of Millions Of Years (3:53)
8. Refugees (Single Version) (5:18)

Gesamtspieldauer: 53:00



„The Least We Can Do Is Wave To Each Other” ist das zweite Album der britischen Band Van Der Graaf Generator, es erschien im Februar 1970 und beinhaltet progressive Rockmusik in Reinkultur. Diese ist auf der Platte in einer weitestgehend sehr melodischen Form vertreten. Zwar wird es auch mal schrill, wenn wie gegen Ende von „White Hammer“, welches von der Hexenverfolgung im Mittelalter handelt, David Jackson alles aus seinem Saxophon herauszuholen versucht. Das ist jedoch eine von zwei Ausnahmen. Die zweite ist der letzte und längste Titel „After The Flood“. Dieser weißt zwar ebenfalls sehr harmonische und melodiöse Passagen auf, beinhaltet allerdings auch einen sehr verstörenden Teil, bei dem der Gesang des Peter Hammill stark übersteuert wiedergegeben wird. Alles wirkt hier wirr, schräg, gehetzt – eine wahre Kakophonie. Aber dann fügt sich alles wieder in Harmonie zusammen.

Nun, es geht allerdings auch ganz anders. Da ist zum einen das wunderschöne „Refugees“, welches eher an ein Weihnachtslied, denn an einen Rock-Song erinnert. Flöten und Geigen klingen gerade so, als ob sich der Himmel auftun würde und Peter Hammill singt hier butterweich und hoch, wahrlich beeindruckend und keineswegs kitschig. „Darkness (11/11)“, welches übrigens so heißt, da hier die Version verwendet wurde, die die Band am 11.11.1969 aufgenommen hat, beginnt mit Windgeheul. Und auch bei diesem Lied entblättert sich dann ein sehr melodiöses und zunächst weiches Stück, welches zwar auch treibendere Passagen enthält, trotzdem nie den Weg der Eingängigkeit verlässt. Absolut gelungen ist auch hier ein weiteres Mal der Bläserpart, den David Jackson zum Titel beisteuert.

Auch bei „Whatever Would Robert Have Said?” spielt das Saxophon eine große Rolle. Die Nummer ist ein klein wenig mehr im Midtempo angesiedelt und lebt von den Wechseln, die mal getragener und im Moll verhaftet und dann wieder treibender aus den Boxen strömen. Bliebe noch „Out Of My Book“, ebenfalls wieder ein sehr ruhiges Stück, vielleicht nicht ganz so überzeugend wie „Refugees“, dennoch ebenfalls durchaus gelungen, was nicht zuletzt durch die hier im Vordergrund stehende Flötenuntermalung erreicht wird.

Auf der remasterten Ausgabe der Platte wurden noch zwei Zugaben hinzugefügt. Zum einen ist das die Single-Version von „Refugees“ und die ehemalige B-Seite dieser Single, der Titel „The Boat Of Millions Of Years“. Beide Nummern sind ebenfalls ganz nett anzuhören.

Fazit: Wer eher auf die „gemäßigteren“ und harmonischen Töne in der Musik von Van Der Graaf Generator steht, den wird diese Platte begeistern. Zum Teil gibt es hier himmlische und überaus friedvolle Musik auf die Ohren, mit der man träumen kann. Trotzdem gibt es auch hier die musikalischen Ausbrüche der Band, die hier auf „The Least We Can Do Is Wave To Each Other“ für sehr viel Abwechslungsreichtum steht. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Darkness (11/11), Refugees



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