Mittwoch, 26. März 2014

The Beatles – Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band




The Beatles – Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band


Besetzung:

John Lennon – lead, harmony and background vocals, lead, rhythm and acoustic guitars, piano and hammond organ, harmonica, tape loops, sound effects and comb and tissue paper, handclaps, tambourine and maracas
Paul McCartney – lead, harmony and background vocals, lead and bass guitars, piano, lowrey and hammond organs, handclaps, vocalisations, tape loops, sound effects and comb and tissue paper
George Harrison – lead, rhythm and acoustic guitars, sitar, lead, harmony and background vocals, tamboura, harmonica and kazoo, handclaps and maracas
Ringo Starr – drums, congas, tambourine, maracas, handclaps and tubular bells, lead vocals, harmonica, final piano e chord


Gastmusiker:

Neil Aspinall – tamboura and harmonica
Geoff Emerick – tape loops and sound effects
Mal Evans – counting, bass harmonica, alarm clock and final piano e chord
Matthew Deyell – tambourine
George Martin – tape loops and sound effects, harpsichord on "Fixing A Hole", harmonium, lowrey organ and glockenspiel on "Being For the Benefit of Mr. Kite!", hammond organ on "With A Little Help From My Friends", piano on "Getting Better" and the solo in "Lovely Rita", final harmonium chord
Neil Sanders – french horn on "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"
James W. Buck – french horn on "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"
John Burden – french horn on "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"
Tony Randall – french horn on "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"
und jede Menge andere, nicht extra aufgeführte Session-Musiker


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock, Pop


Trackliste:

1. Sgt. Pepper Lonely Hearts Club Band (2:02)
2. With A Little Help From My Friends (2:44)
3. Lucy In The Sky With Diamonds (3:28)
4. Getting Better (2:48)
5. Fixing A Hole (2:37)
6. She's Leaving Home (3:35)
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite! (2:37)
8. Within You Without You (5:05)
9. When I'm Sixty-Four (2:38)
10. Lovely Rita (2:42)
11. Good Morning Good Morning (2:41)
12. Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (Reprise) (1:19)
13. A Day In The Life (5:34)

Gesamtspieldauer: 39:51




„Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band” ist das achte Studio-Album der Beatles und gilt für viele Musik-Kenner als „das” Pop-Album schlechthin. Nicht umsonst wurde es von der amerikanischen Musikzeitschrift Rolling Stone auch in der Liste der „500 Greatest Albums Of All Time“ an die erste Stelle gesetzt. Nun, was macht diese Platte jetzt aber zu so etwas Besonderem? Wenn heute jemand diese Scheibe hört, der noch nie etwas von den Beatles gehört hat – wenn es solche Menschen denn geben sollte – dann wird dieser Hörer mit Sicherheit feststellen, dass sich auf der Scheibe jede Menge melodiöse und eingängige Titel befinden, neben Nummern, die für die Pop-Musik auch heute noch reichlich ungewöhnlich sind. Gut gemachte Pop-Musik der sechziger Jahre mit experimentellen Ansätzen.

Aber das ist es eben nicht nur – okay, vielleicht für jemanden, der die Beatles nicht kennt und schon gar nichts von deren Bedeutung weiß. Denn genau darin liegt auch das Besondere dieses Albums. Nicht nur, dass es eines der ersten Konzeptalben der Pop-Musik war – hier geht es um die fiktive Band des Sergeant Pepper, der den Beatles danach alle Türen in Bezug auf freies Schaffen eröffnen sollte – auch die Tatsache, dass es sehr viel umfangreicher arrangiert wurde, als alle Alben diverser Bands davor, trägt zu seiner Ausnahmestellung bei. Hier gibt es Pop-Musik zu hören, orchestral untermalte populäre Musik, psychedelische Musik und auch indisch angehauchte Musik. Somit ein ganz breites Spektrum an verschiedenen Einflüssen, die diese Platte zu einer außergewöhnlichen Reise werden lassen. Zumindest für die damalige Zeit.

Die Musik auf dem Album ist gut, wenn auch nicht überragend. Jedoch finden sich hier viele Titel, die das Spektrum der Herangehensweise an das Komponieren von Pop-Musik sehr erweiterten und damit ganze Generationen von Musikern stark beeinflussten. Und natürlich beinhaltet die Platte auch einige Klassiker im Songkatalog der Beatles wie „Lucy In The Sky With Diamonds“. Das Stück brachte den Beatles auch einigen Ärger ein, denn es wurde hineininterpretiert, dass hier ein LSD-Trip verherrlicht werden würde, abgeleitet aus einigen Anfangsbuchstaben des Titels. John Lennon behauptete dagegen immer, dass der Text durch eine Zeichnung seines vierjährigen Sohnes Julian inspiriert wäre. Das glaubte vor allem die BBC nicht so ganz und boykottierte das Lied in ihrem Programm. Nicht unerwähnt bleiben soll hier auch die letzte Nummer des Albums „A Day In The Life“, eines der besten Lieder überhaupt im Schaffen der Fab Four. Hier wird auch der psychedelische Ansatz in der Musik überdeutlich. Verschiedene Abschnitte werden hier miteinander verwoben und es entsteht ein spannendes Stück, welches immer wieder die Richtung zu wechseln scheint. Grandios.

Fazit: Klar, es gibt tolle Musik auf „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band”. Aufwendig arrangierte und komponierte Pop-Musik, die nun nicht mehr immer nur nach der Devise Strophe-Refrain-Strophe-Refrain funktioniert. Und selbst, wenn man auf indische Folklore steht, bekommt man hier etwas für das Ohr. Die Mannigfaltigkeit macht es aus, diese Diversität an verschiedenen Stilen, Instrumenten, Stimmungen. Vom Songmaterial her gibt es über die ganze Platte gesehen aber sogar noch bessere Beatles-Scheiben. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Lucy In The Sky With Diamonds, Being For The Benefit Of Mr. Kite!, A Day In The Life



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