Dienstag, 1. April 2014

Strawbs – Ghosts




Strawbs – Ghosts


Besetzung:

Dave Cousins – vocals, acoustic and electric guitars, recorder
Dave Lambert – vocals, electric and acoustic guitars
John Hawken – piano, electric piano, harpsichord, mellotron, moog synthesizer, hammond organ, pipe organ
Chas Cronk – bass, acoustic guitar, backing vocals
Rod Coombes – drums, congas, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Claire Deniz – cello on "Starshine/Angel Wine"


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Folk Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Ghosts (8:31)
    a. Sweet Dreams
    b. Night Light
    c. Guardian Angel
2. Lemon Pie (4:03)
3. Starshine / Angel Wine (5:15)
4. Where Do You Go (When You Need A Hole To Crawl In) (3:03)
5. The Life Auction (6:52)
6. Don't Try To Change Me (4:28)
7. Remembering (0:55)
8. You And I (When We Were Young) (4:04)
9. Grace Darling (3:55)


Bonus Track:

10. Changes Arrange Us (3:55)

Gesamtspieldauer: 45:01




„Ghosts“ nannte die britische Band Strawbs ihr siebtes Studio-Album, welches im Jahr 1975 veröffentlicht wurde. Wenn man ein wenig recherchiert, dann findet man diese Platte immer unter dem Genre „Progressive Rock“ eingeordnet. Wenn man diese Scheibe allerdings kennt und bereits öfters gehört hat, dann scheint dieses „Label“ nur teilweise zuzutreffen. Die Musik fällt eher unter die Überschrift Folk-Rock und trägt Züge des Progressive Rock hauptsächlich noch im Titel-Lied und ebenfalls in der Nummer „The Life Auction“. Beide Titel sind sehr viel komplexer aufgebaut als der Rest der Platte, besitzen fordernde und auch beim ersten Hören sehr eingängige Passagen. Hier lässt sich dieser Einteilung durchaus zustimmen.

Hört man die gesamte Platte durch, so fällt einem durchaus die Mannigfaltigkeit und das breite Spektrum der Musik auf, was ebenfalls wieder eher in die progressive Schiene des Gesamtwerks weist. Trotzdem überwiegen hier die Folk-Rock- bis -Pop-Momente, die „Ghosts“ ebenfalls den Stempel aufdrücken. Dieser Umstand lässt das Album allerdings keineswegs an Intensität verlieren, denn die Lieder sind fast durch die Bank weg überaus gelungen und können überzeugen. Sie wirken, verbreiten eine gewisse Wärme und tragen dazu bei, dass diese Platte zu einer sehr eingängigen wird.

Fast alle Titel haben dabei ihre Qualität. Ein klein wenig belanglos wird es am ehesten noch bei „Where Do You Go“ und „Don't Try To Change Me“, bei denen noch ein wenig mehr auf die Karte der schnellen Eingängigkeit gesetzt wurde. Der Rest - und das ist die überwiegende Mehrheit der Titel - überzeugt und wirkt. Es gibt auf „Ghosts“ zwar nicht diesen einen „Übertitel“, wie man ihn oftmals auf einem Album der Strawbs entdecken darf, jedoch hat alles seine Qualität, welche eine durchaus hohe ist. Und auch der Bonus Track der remasterten Veröffentlichung reiht sich hier mit ein. Das Besondere daran ist, dass hier nicht Dave Cousins oder Dave Lambert beim Gesang zu hören sind, sondern Drummer Rod Coombes, der seine Sache diesbezüglich ebenfalls sehr gut macht.

Fazit: „Ghosts“ ist ein schönes Album geworden, wenn man dieser Musik der 70er Jahre etwas abgewinnen kann. Und es ist auch eine intelligente Platte, bei der viel Wert auf die Details gelegt wurde. Alles passt perfekt zusammen und hüllt den Hörer immer wieder in dieses wohlige Gefühl der Wärme ein, die gute Musik auch in der Lage ist zu erzeugen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Ghosts, The Life Auction, Grace Darling



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