Montag, 12. Mai 2014

The Beatles – Abbey Road




The Beatles – Abbey Road


Besetzung:

John Lennon – vocals, acoustic (six and twelve-string) and electric guitars, acoustic and electric pianos, hammond organ and moog synthesizer, white noise generator and sound effects, percussion
Paul McCartney – vocals, acoustic, electric and bass guitars, acoustic and electric pianos, hammond organ and moog synthesizer, sound effects, handclaps and percussion
George Harrison – vocals, acoustic, electric and bass guitars, hammond organ, harmonium and moog synthesizer, handclaps and percussion
Ringo Starr – drums, handclaps and percussion, background vocals, lead vocals and piano (on "Octopus's Garden")


Gastmusiker:

George Martin – piano, electric harpsichord, electronic organ, harmonium and percussion
Billy Preston – hammond organ (on "Something" and "I Want You (She's So Heavy)")
Mal Evans – "anvil" (on "Maxwell's Silver Hammer")


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Come Together (4:21)
2. Something (3:03)
3. Maxwell's Silver Hammer (3:27)
4. Oh! Darling (3:27)
5. Octopus's Garden (2:51)
6. I Want You (She's So Heavy) (7:47)
7. Here Comes The Sun (3:06)
8. Because (2:46)
9. You Never Give Me Your Money (4:02)
10. Sun King (2:26)
11. Mean Mr Mustard (1:06)
12. Polythene Pam (1:13)
13. She Came In Through The Bathroom Window (1:58)
14. Golden Slumbers (1:32)
15. Carry That Weight (1:37)
16. The End (2:20)
17. Her Majesty (0:23)

Gesamtspieldauer: 47:24




„Abbey Road“ heißt das elfte Album der Beatles und wurde 1969 veröffentlicht. Die Band befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Auflösungsprozess, die persönlichen und geschäftlichen Differenzen, vor allem zwischen Paul McCartney und John Lennon, waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu überbrücken. „Abbey Road“ ist zwar das elfte veröffentlichte Album der Beatles, eingespielt wurde es allerdings nach der zwölften Veröffentlichung „Let It Be“, welche dann jedoch erst zeitgleich zum gleichnamigen Film, ein Jahr später auf dem Markt erschien. Auf „Abbey Road“ betätigte sich auch wieder George Martin als Produzent, wohingegen diesen Job, beim vorher produzierten und später veröffentlichten „Let It Be“, Phil Spector übernommen hatte.

Musikalisch ist die Platte zweigeteilt. Befanden sich auf der ehemaligen ersten Seite acht Titel, die wiederum einige Klassiker an Beatles-Kompositionen bereithalten, so besteht die ehemalige zweite Seite des Albums aus einem Medley, welches hauptsächlich aus sehr kurzen Titeln zusammensetzt. Auf der ehemaligen ersten Seite ist hierbei das geniale „Come Together“ herauszuheben. Ein Lied, bei dem man den Text einfach nicht verstehen kann, welches allerdings mit einer unverwechselbaren Rhythmusfraktion ausgestattet wurde, die einen absoluten Wiedererkennungswert besitzt und der auch ein Alleinstellungsmerkmal innewohnt. Dann gibt es da natürlich auch noch das wunderschöne „Here Comes The Sun“ aus der Feder George Harrisons. Klasse eingängige Melodie – ein Lied zum Dahinschmelzen.

Sicherlich auch erwähnenswert ist „I Want You (She's So Heavy)“. Der Titel beginnt ein wenig bluesig und wechselt dann immer wieder zwischen dieser Passage und rockigeren Abschnitten hin und her. Schließlich wird die Nummer in einem dreiminütigen, melodiösen und rockigen Teil ausgeblendet. Sehr eindrucksvoll. Das gilt auch für „Because“, dem letzten Lied der ehemaligen ersten Seite. Mit einem, an ein Cembalo erinnernden Sound, wird der Titel eingeleitet und besticht dann durch tolle Gesangsarrangements, die Queen ein paar Jahre später noch weiterentwickeln sollte.

Die zweite Seite beginnt mit dem zunächst verträumten „You Never Give Me Your Money“. Auch hier lassen sich wieder aufwendig gestaltete Gesangspassagen erhören. Der Titel ist im weiteren Verlauf aus verschiedenen Abschnitten aufgebaut, die mal rockiger, mal poppiger klingen, alle jedoch überaus melodiös. Es folgen eine ganze Reihe relativ kurzer Nummern und man ist überrascht, wie viel Kreativität immer noch in dieser Band steckte, bei der sich vor allem John Lennon und Paul McCartney nicht mehr „grün“ waren. Andere Bands hätten auch aus diesen kurzen Titeln ein ganzes Album gezaubert. Den Beatles genügte es hier jedoch, alles irgendwie nur ganz kurz anzureißen, um dann in einen neuen Rhythmus, eine neue Melodie, ein neues Lied überzugehen.

Fazit: Wirklich beeindruckend, was die Beatles hier, in dieser Situation noch an Ideen hatten und wie sie diese umsetzten. Müßig darüber zu spekulieren, was von dieser Band noch alles gekommen wäre, wenn sie weiterhin freundschaftlich verbunden geblieben wären und weitergemacht hätten. Vielleicht lag allerdings auch genau in dieser angespannten Situation eine treibende Kraft für diese ausdrucksstarke Musik. „Abbey Road“ ist auf jeden Fall ein tolles Album geworden, durch welches man in den Beatles-Kosmos perfekt einsteigen kann. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Come Together, Carry That Weight, Here Comes The Sun



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