Sonntag, 17. August 2014

Marius Müller-Westernhagen – Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz




Marius Müller-Westernhagen – Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz


Besetzung:

Marius Müller-Westernhagen – Gesang, Mundharmonika, Perkussion, Chor


Gastmusiker:

Karl Allaut – Gitarre
Nick Woodland – Gitarre, Perkussion, Chor
Jean Jaques Kravetz – Keyboards
Lothar Meid – Bass
Jean Paul Zimbris – Schlagzeug, Perkussion, Chor
Olaf Kübler – Saxophon


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: DeutschRock


Trackliste:

1. Mit 18 (5:10)
2. Zieh' Dir Bloss Die Schuhe Aus (3:01)
3. Willi Wucher (4:08)
4. Oh, Margarethe (2:59)
5. Alles In Den Wind (3:41)
6. Mit Pfefferminz Bin Ich Dein Prinz (2:47)
7. Dicke (4:05)
8. Giselher (5:34)
9. Grüss Mir Die Genossen (3:46)
10. Johnny Walker (3:27)

Gesamtspieldauer: 38:27




Im Jahr 1978 erschien das vierte Album des Marius Müller-Westernhagen unter dem etwas seltsamen Titel „Mit Pfefferminz Bin Ich Dein Prinz“. Von dieser Platte kann man zweifelsohne behaupten, dass sie eine der bekanntesten und erfolgreichsten des DeutschRock darstellt – und gleichzeitig war sie auch der endgültige Durchbruch des Düsseldorfers. Rein und unverfälscht klingt die Musik, die Marius Müller-Westernhagen hier seinen Hörern präsentiert.

Gleich mehrere Klassiker im Songkatalog des Musikers und Schauspielers befinden sich auf dieser Scheibe. Das fängt gleich mit dem ersten Titel „Mit 18“ an. Eine rockige Nummer, die sofort in die Beine geht und zum Mitwippen oder Mittanzen animiert. Wunderbar einfach und gleichzeitig genial wurde dieses Lied zu einer Art Hymne auf die Jugend und die Sorglosigkeit. Geradezu lustig geht es mit „Zieh' Dir Bloss Die Schuhe Aus“ weiter. Im Grunde genommen ebenfalls ein Lied über die Jugend und wie sich eben manchmal alles weiter- oder auch anders entwickelt. Witzige Musik, genauso geglückter Text. Schließlich wird es mit „Willi Wucher“ sogar funkig. Die mag manchem gefallen, trotzdem irgendwie gewöhnungsbedürftig. Was jedoch nicht für den Text gilt, der zaubert einem ein Lächeln auf die Lippen.

Ebenso jener von „Oh, Margarethe“. Hier liegt der Musik nun ein Rock’n’Roll zu Grunde, der sehr gelungen ist. Mit „Alles In Den Wind“ folgt dann Lied Nummer 1 in Bezug auf die Auseinandersetzung des Marius Müller-Westernhagen mit dem Thema Alkohol. Der zweite Beitrag mit diesem Bezug ist die letzte Nummer des Albums „Johnny Walker“. Beides ruhige und sehr melodiöse Lieder, wobei vor allem „Johnny Walker“ früher an vielen Lagerfeuern von „dem Jungen mit der Klampfe“ zum Besten gegeben wurde. Bei „Mit Pfefferminz Bin Ich Dein Prinz“, dem Titellied, wird erneut dem Rock’n’Roll gefrönt. Der Text ist dabei absolut sinnfrei, obwohl die Zeile „Pipi ist kein Name und auch kein Getränk und mancher muss schon rennen, wenn er nur an Pipi denkt“ in vielen Kreisen fast schon Kultstatus erreichte. Es folgt das wohl politisch unkorrekteste deutsche Lied der 70er Jahre: „Dicke“. Als etwas fülligere Person benötigt man bei dieser Nummer auf jeden Fall eine gehörige Portion Humor. Ansonsten ein absolut toller Song.

Mit „Giselher“ gibt es schließlich sogar noch ein trauriges, sehr melodiöses und sentimentales Liebeslied. Und dann ist da noch „Grüss Mir Die Genossen“. Ein Titel, ganz in der Zeit Ende der 70er Jahre verwurzelt, versehen mit einem erneut witzigen und doch nachdenklichen Text. Tolle Nummer mit eingängiger Melodie.

Fazit: Mit diesem Album hat Marius Müller-Westernhagen völlig zu Recht seinen musikalischen Durchbruch geschafft. Die Platte ist vollgepackt mit Ideen, mit Wortwitz und mitreißenden sowie wunderschönen Melodien. Sehr viel Abwechslung bekommt man als Hörer hier auf die Ohren. Auf „Mit Pfefferminz Bin Ich Dein Prinz“ passt wirklich fast alles. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Mit 18, Dicke, Johnny Walker



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