Montag, 20. Oktober 2014

David Bowie – Heathen




David Bowie – Heathen


Besetzung:

David Bowie – vocals, keyboards, guitars, saxophone, stylophone, backing vocals, drums


Gastmusiker:

Tony Visconti – bass guitar, guitars, recorders, string arrangements, backing vocals
Matt Chamberlain – drums, drum loop programming, percussion
David Torn – guitars, guitar loops, omnichord
The Scorchio Quartet:
     Greg Kitzis – 1st violin
     Meg Okura – 2nd violin
     Martha Mooke – viola
     Mary Wooten – cello
Carlos Alomar – guitar
Sterling Campbell – drums, percussion
Lisa Germano – violin
Gerry Leonard – guitar
Tony Levin – bass guitar
Mark Plati – guitar, bass guitar
Jordan Rudess – keyboards
The Borneo Horns:
     Lenny Pickett
     Stan Harrison
     Steve Elson
Kristeen Young – vocals, piano
Pete Townshend – guitar on "Slow Burn"
Dave Grohl – guitar on "I've Been Waiting for You"


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Sunday (4:46)
2. Cactus (2:55)
3. Slip Away (6:05)
4. Slow Burn (4:41)
5. Afraid (3:28)
6. I've Been Waiting For You (3:00)
7. I Would Be Your Slave (5:14)
8. I Took A Trip On A Gemini Spaceship (4:07)
9. 5:15 The Angels Have Gone (5:02)
10. Everyone Says “Hi” (3:58)
11. A Better Future (4:11)
12. Heathen (The Rays) (4:19)

Gesamtspieldauer: 51:44




„Heathen” heißt das dreiundzwanzigste Studio-Album des David Bowie, welches im Juni des Jahres 2002 veröffentlicht wurde. Und keine Frage, diese Platte gehört mit zu den Höhepunkten im Schaffen des David Bowie. Sehr viel besser als fast alles, was dieser Musiker, der sich immer wieder selbst erfindet, zumindest in den letzten über zwanzig Jahren veröffentlichte. Nur Anfang bis Mitte der 70er Jahre war David Bowie vielleicht noch ein wenig innovativer, was den Stellenwert dieser Scheibe hier allerdings in keinster Weise schmälern soll.

„Heathen“ ist nämlich ebenfalls innovativ, hier wird mit Stilen gespielt und jongliert, obwohl die rockige Grundstimmung immer beibehalten wird. Dazu gesellen sich jetzt Melodien, die praktisch durchgängig immer sofort ins Ohr gehen und sich dort glücklicherweise auch längerfristig festzusetzen verstehen. Die Titel grooven, sind angefüllt mit Harmonien und weisen auch immer wieder sehr geistreiche und überdenkenswerte Texte auf.

Tony Visconti war zurückgekehrt, jener Produzent, mit dem Bowie einige sehr erfolgreiche Alben in den 70ern aufnahm. Zuletzt war dieser bei „Scary Monsters“ mit an Bord. Die erneute Zusammenarbeit scheint sich hier voll auszuzahlen. Und auch jene mit Pete Townshend, der auf „Heathen“ bei der Nummer „Slow Burn“ an der Gitarre zu hören ist. Das letzte Mal, dass er mit David Bowie zusammengearbeitet hat war übrigens ebenfalls auf „Scary Monsters“. Und auch sonst gibt es einige bekannte Musiker zu hören. Tony Levin von King Crimson, der auch zur Band Peter Gabriels gehört, ist hier vertreten. Genau wie David Grohl von den Foo Fighters und vormals Nirvana oder Jordan Rudess, der Keyboarder von Dream Theater.

Keine Ahnung, was hier genau den Ausschlag gegeben hat. Ob es die wieder entfesselte Kreativität des David Bowie war, die erneute Zusammenarbeit mit Tony Visconti oder all jenen ebenfalls sehr erfolgreichen Musikern? Vielleicht auch, dass diese Platte während und nach den Geschehnissen von 9/11 entstand. Ganz egal, das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Das ist Rock- und Pop-Musik, wie sie klingen soll: spannend, unterhaltend, eingängig, innovativ und auch neue Wege beschreitend, die irgendwie oftmals auch auf älteren aufzubauen scheinen.

Fazit: Ein unverwechselbares David Bowie Album. Wenn man sich dann überlegt, was dieser Musiker noch in den 80ern und 90ern veröffentlichte, dann kommt einem diese Scheibe wie eine Offenbarung vor. Offensichtlich scheint es wirklich noch Musiker zu geben, die nach so vielen Jahren des Veröffentlichens, noch Höhepunkte kreieren können. Das ist aber sehr selten. David Bowie bewies mit seinem Album „Heathen“ im Jahr 2002 allerdings, dass das durchaus möglich ist. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Sunday, Cactus, Afraid



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