Sonntag, 31. Mai 2015

Tool – Lateralus




Tool – Lateralus


Besetzung:

Maynard James Keenan – vocals
Adam Jones – guitar
Justin Chancellor – bass guitar
Danny Carey – drums, percussion, samples


Label: Zoo Entertainment


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Progessive Metal


Trackliste:

1. The Grudge (8:36)
2. Eon Blue Apocalypse (1:04)
3. The Patient (7:13)
4. Mantra (1:12)
5. Schism (6:47)
6. Parabol (3:04)
7. Parabola (6:03)
8. Ticks & Leeches (8:10)
9. Lateralus (9:24)
10. Disposition (4:46)
11. Reflection (11:07)
12. Triad (8:46)
13. Faaip De Oiad (2:39)

Gesamtspieldauer: 1:18:57




„Lateralus“ heißt das dritte Studioalbum von Tool, welches im Mai 2001, erschien. Dies passierte nach zahlreichen, falsch gestreuten Ankündigungen der Band, um Benutzern von File-Sharing-Software das Leben zu erschweren. Von den Fans begeistert aufgenommen, erntete die Scheibe auch von den meisten Musikkritikern sehr viel Lob. Erneut ist es der harte Metal, gepaart mit schwebenden, mitunter sphärischen Momenten, die diese Platte prägen.

Ich liebe diese Monotonie, diese Redundanz, die so oft der Musik von Tool innewohnt. Immer und immer wieder wird ein Riff wiederholt, mal hart, mal sanft, um dann jedoch auch wieder möglichst brutal loszubrechen. Mit ordentlicher Lautstärke gehört, kann man sich dieser meditativen, bis fast schon hypnotischen Wirkung der Musik dieser Band kaum entziehen. Kritiker führen bei Tool auch immer wieder an, dass das Ganze viel zu sehr konstruiert klänge und oftmals einfach nur kalt. Stimmt definitiv beides. Die Lieder von Tool sind konstruiert und hier klingt auch nichts warm und einnehmend, sondern eher, ja genau, kalt. Das wiederum macht jedoch das Besondere in der Musik von Tool aus, weshalb diese Band schon ein gewisses Allleinstellungsmerkmal aufweist.

Viele der Titel werden dem Hörer um die Ohren geknallt, sind extrem hart, sehr konsequent und kompromisslos. Dabei sind die Nummern allerdings niemals langweilig, denn hier kommt auch dieser progressive Ansatz in der Musik von Tool mit zum Tragen. Bei aller Härte wird hier experimentiert und auch variiert. Das ist kein Hard Rock à la Deep Purple oder Metal. Es ist dieser Bluesansatz, dieses Fundament, der all den Hard Rock Heroen früherer Tage anhaftet, der hier, bei Tool, absolut fehlt. Tool scheint zu rocken, um des Rocks Willen, ganz bestimmt nicht für ein irgendwie geartetes Bluesgefühl. Dabei sind alle vier Musiker wahre Meister ihres Instruments. Allein das Schlagzeugspiel des Danny Carey ist da den Kauf von „Lateralus“ bereits wert. Kein anderer Drummer scheint ungerade Takte irgendwie schöner zu spielen.

Fazit: Auch „Lateralus“ ist ein außergewöhnliches Album einer außergewöhnlichen Band geworden. Vielleicht weiß manch eine Hörerin oder Hörer nichts mit dieser „meditativen“ Monotonie oder der manchmal brachialen Härte anzufangen, aber genau das sind die Zutaten, neben der unfassbar guten Perkussion, die diese Band eben zu etwas Besonderem werden lassen. Auch auf „Lateralus“ haben die vier Musiker von Tool die Speicherkapazität der CD wieder vollständig ausgeschöpft. Es gibt also viel wunderbare Monotonie auf „Lateralus“ zu erlauschen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Shism, Reflection



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