Sonntag, 28. Juni 2015

Hoelderlin – Rare Birds




Hoelderlin – Rare Birds


Besetzung:

Hans Bäär – bass guitars
Michael Bruchmann – drums, percussion
Christian von Grumbkow – lyrics, supervision
Joachim von Grumbkow – keyboards, vocals
Christoph Noppeney – viola, vocals, acoustic guitar
Pablo Weeber – guitars, vocals


Gastmusiker:

Manfred von Bohr – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Häktik Intergaläktik (8:31)
2. Sky-Lift (4:18)
3. Before You Lay Down (7:36)
4. Rare Bird (7:34)
5. Necronomicon (6:27)
6. Sun Rays (9:00)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

7. Blackbird (Demo) (0:57)
8. You Are The One (Demo) (2:28)

Gesamtspieladuer: 46:55




„Rare Birds“ ist das vierte Studio-Album der Wuppertaler Band Hoelderlin und es erschien im Jahr 1977. Erneut haben es die jetzt sechs festen Bandmitglieder geschafft, eine Platte zu veröffentlichen, randvoll angefüllt mit Progressive Rock, jedoch jener Ausprägung, die absolut auf die Harmonie im Stück setzt. Alles klingt auf „Rare Birds“ und zwar sehr, sehr eingängig. Melodiös ist diese Scheibe bis hinein in den letzten Takt jedes einzelnen Liedes. Wobei für die Musik nur fünf Musiker zuständig waren. Christian von Grumbkow wollte nun eher für die organisatorischen Dinge zuständig sein und beteiligte sich auch noch am Kompositionsprozess, jedoch nicht mehr am Einspielen der Platte. Trotzdem wird er auf „Rare Birds“ noch als festes Bandmitglied geführt. Seinen Part an der Gitarre übernahm der Spanier Pablo Weeber.

Der erste Titel „Häktik Intergaläktik“ ist sehr rhythmisch gehalten und überzeugt mit einer, ein klein wenig schräg klingenden Melodieführung, die das Lied allerdings sehr interessant und durchaus auch außergewöhnlich werden lässt. Auch bei Titel Nummer 2, „Sky-Lift“, spielt die Rhythmik durchaus noch eine Rolle, während sie beim wahrlich verträumten „Before You Lay Down“ phasenweise deutlich in den Hintergrund gedrängt wird. Es folgt schließlich das Titellied der Platte, „Rare Bird“, hier allerdings im Singular. Eine wunderschöne, vom Piano stark beeinflusste Nummer, welche so wunderschön mystisch klingt. Auch der Gesang kann hier gar nicht positiv genug herausgestellt werden. Wahrlich gelungen, voller Melodiösität, voller schöner Einfälle. Mit „Necronomicon“ wird es dann wieder ein wenig verschrobener und sogar rockiger, bis die Platte mit „Sun Rays“ sanft ausklingt. Und auch, wenn zumindest bei „Necronomicon“ das Tempo etwas angezogen wird, so steht doch über allem die Harmonie und Melodiösität in den einzelnen Stücken.

Der remasterten Albumfassung wurden noch zwei sehr kurze Demos hinzugefügt, wobei vor allem „You Are The One“ eine wunderschöne Nummer ist, bestehend aus Gesang und der dazugehörenden Piano-Begleitung. Wirklich sehr hörenswert.

Fazit: Wer die melodische Ausrichtung des Progressive Rocks zu schätzen weiß, die oder der kommt hier voll auf ihre / seine Kosten. „Rare Birds“ ist angefüllt mit Wohlklang, allzu viel Abwechslung ist dabei auf der Platte zwar nicht enthalten, aber man braucht ja auch nicht immer Aufregung oder den berühmten Kick. „Rare Birds“ ist für die stillen Stunden des Lebens gedacht, in denen man entspannen oder ganz in Ruhe nachdenken möchte. Zwölf Punkte.



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