Freitag, 10. Juli 2015

The White Birch – The Weight Of Spring




The White Birch – The Weight Of Spring


Besetzung:

Ola Fløttum – lead vocals, backing vocals, grand piano, upright piano, acoustic guitars, electric guitars, dobro, banjo, bass, samplers, keyboards, violin, recorder


Gastmusiker:

Ole-Henrik Moe – violin, viola, saw
Pål Hausken – drums, percussion, glockenspiel
Morten Barrikmo – clarinet, bass clarinet, soprano saxophone
Ingrid Olava – vocals on “The Weight Of Spring”
Susanna Wallumrød – vocals on “The Hours”
Ellen Dorrit Petersen – vocals on “Lantern”, backing vocals on “Lantern” and “Winter Bride”
Ingar Hunskaar – organ on “Lay Me By The Shore”, sampler and muted piano on “The Fall”


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Slow Core, ArtPop


Trackliste:

1. New York (5:12)
2. The Fall (5:26)
3. Solid Dirt (4:38)
4. Lamentation (4:02)
5. Winter Bride (5:55)
6. The Weight Of Spring (6:03)
7. The Hours (4:31)
8. Lantern (5:10)
9. Love, Lay Me Blind (3:06)
10. Lay Me By The Shore (4:59)
11. Mother (5:11)
12. Spring (6:50)

Gesamtspieldauer: 1:01:09




Wenn mich jemand fragen würde, was das ruhigste Album ist, welches ich kenne, dann würde „The Weight Of Spring“ von The White Birch definitiv mit in der Verlosung landen. The White Birch, das ist inzwischen nur noch Ola Fløttum, der im Alleingang, zehn Jahre nachdem das ursprüngliche Trio „The White Birch“ seine letzte Platte veröffentlicht hat und sich anschließend auflöste, mit „The Wheight Of Spring“ das vierte Studioalbum der Band im Jahr 2015 veröffentlichte.

Welch sanfte und ruhige Musik das ist, die der Norweger hier geschaffen hat. Ganz leise, alles nur hauchzart instrumentiert, immer sehr melodiös und eingängig, scheint diese Musik manches Mal überhaupt nicht von diesem Planeten zu kommen, sondern irgendwo, ganz fern in den Wolken zu entspringen und seinen Weg hinab auf die Erde zu suchen. Das Besondere daran ist, dass man aus diesen Stücken selbst mit dem Lautstärkeregler kaum „laute Musik“ zu schaffen imstande ist, so zurückhaltend klingt das Ganze. Die Lieder von The White Birch auf „The Weight Of Spring“ hören sich melancholisch, sentimental, manchmal auch traurig und sehr, sehr sehnsüchtig an. Ola Fløttum singt dazu meist mit einer überaus zerbrechlich wirkenden Stimme, die immer eine gewisse Nachdenklichkeit transportiert.

Mal ist es das Piano, mal die Gitarre, mal ein Streichinstrument, welches die Begleitung des Gesangs übernimmt. Obwohl so zart, wirkt die Musik gerade wegen ihrer „Stille“ beeindruckend und natürlich bewegend. Selbst ausgesprochene Rock-Fans dürften mit „The Weight Of Spring“ sicherlich keine Schwierigkeiten bekommen, da die Musik niemals flach, kitschig oder schmalzig wirkt. Auch sind die Titel keineswegs langweilig, eher sehr intensiv in ihrer Zurückhaltung, sodass die Scheibe geradezu dazu einlädt, alles von sich zu werfen und in diesen Klängen aufzugehen.

Fazit: „The Weight Of Spring“ von The White Birch, also der „weißen Birke“, ist vor allem für all jene Musikhörer interessant, die auch mal die Stille in der Musik zu schätzen wissen und solch eine Stimmung auch genießen können. Klar gibt es Alben mit sehr viel mehr Abwechslung, denn auf „The Weight Of Spring“ steht immer die Sanftheit der Klänge im Vordergrund. Sicherlich gibt es auch intensivere Sänger als jenen Ola Fløttum, der oftmals seine Worte nur zu hauchen scheint. Trotzdem überzeugt diese Platte mit all ihrer Konsequenz und Harmonie. Einfach ein schönes Album. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: New York, The Fall, Winter Bride



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