Dienstag, 29. März 2016

Eloy – Live




Eloy – Live


Besetzung:

Frank Bornemann – Gesang, Gitarre
Klaus-Peter Matziol – Bass, Gesang
Detlev Schmidtchen – Keyboards
Jürgen Rosenthal – Schlagzeug, Stimme


Label: Harvest


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Progressive Rock, Live


Trackliste:

1. Poseidon's Creation (11:37)
2. Incarnation Of Logos (8:46)
3. The Sun-Song (8:30)
4. The Dance In Doubt And Fear (7:26)
5. Mutiny (7:36)
6. Gliding Into Light And Knowledge (4:24)
7. Inside (6:34)
8. Atlantis' Agony At June 5 Th - 8498, 13 P.M. Gregorian Earthime (20:54)

Gesamtspieldauer: 75:47



Im Jahr 1978 wurde „Live” veröffentlicht, welches bis zum Jahr 2014 das einzige Live-Album Eloys bleiben sollte. Erst dann wurde mit „Reincarnation On Stage“ eine zweite solche Konzertscheibe veröffentlicht. Auf „Live“ ist vor allen Dingen das Album „Ocean“ vertreten. Außer dem Lied „Decay Of The Logos“ sind alle drei weiteren Nummern der Platte vertreten. Aus dem Album „Dawn“ gibt es drei weitere Titel, eines aus „Power And The Passion" sowie ein weiterer Titel aus dem zweiten Album „Inside“.

„Live“ vermittelt im Grunde genommen eine tolle Übersicht über das Schaffen von Eloy Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Zu hören ist hier sehr melodiöser Progressive Rock, absolut verspielt und überaus eingängig. Nahezu alles auf „Live“ klingt harmonisch und bombastisch. Die Musiker schwelgen in ihrem vollen Sound, zelebrieren ihre Musik und errichten hier wundervolle Klangwelten, die einen einfach einzunehmen verstehen.

Natürlich hört sich das alles auf den jeweiligen Studio-Alben noch etwas voller an, trotzdem klingt der Sound auch auf diesem Live-Album ausgereift und dicht. Man kann sehr gut eintauchen in die musikalische Welt der deutschen Progressive Rocker, die gerade in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts so innovativ und überzeugend klangen. Aber auch eine Neuerung gibt zu hören. Vor dem Titel „Sun-Song“ wird eine Einleitung in Deutsch gesprochen. Man wünschte sich, das wäre immer so gewesen, denn dann hätte man sich zum Beispiel den Beginn der Scheibe erspart, bei dem sehr pathetisch ein Eingangstext zu „Poseidon's Creation“ gesprochen wird – auf Englisch. Oder sollte man doch besser sagen „Denglisch“. Es klingt einfach nicht gut, wenn Deutsche mit diesem Akzent versuchen Englisch zu sprechen. Gut, irgendwie gehört das auch zur Musik von Eloy dazu, aber es klingt einfach nicht gut…

Fazit: „Live“ von Eloy ist eine sehr gelungene Scheibe, die einen guten Überblick über die Musik der Band im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens liefert. Der Sound kommt für eine Live-Platte ebenfalls gut rüber, auch von daher sind dem Klangerlebnis also keine Grenzen gesetzt. Die Musik von Eloy klingt auf „Live“ verspielt, voll, melodiös und auch ein wenig bombastisch. Für alle, die diese Ausprägung des Progressive Rock mögen natürlich eine tollen Scheibe. Ein kleiner Nachteil ist wieder mal die etwas seltsame Aussprache, aber das hatten wir ja schon zu genüge. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Sun-Song, The Dance In Doubt And Fear, im Grunde genommen alles.



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