Mittwoch, 28. März 2018

Wobbler – From Silence To Somewhere




Wobbler – From Silence To Somewhere


Besetzung:

Lars Fredrik Frøislie – hammond c3, mellotron, mini moog, chamberlin, hohner clavinet, rhodes, william de blaise spiner, arp pro soloist, arp axxe, solina string ensemble, optigan, wurlitzer, marxophone, grand piano, backing vocals
Kristian Karl Hultgren – bass, bass pedals, wood winds
Martin Nordrum Kneppen – drums, woodwinds
Marius Bergom Halleland – 6 and 12 string electric and acoustic guitars, backing vocals
Andreas Wettergreen Strømman Prestmo – vocals, electric and acoustic guitars, glockenspiel, percussion, brass bell, children's toy


Gastmusiker:

Ketil Vestrum Einarsen – flute on „From Silence To Somewhere“ and „Foxlight“
Øystein Bech Gadmar – crumhorn on „Foxlight“
Renato Manzi – the old man on „Fermented Hours“


Label: Karisma Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Retro Prog


Trackliste:

1. From Silence To Somewhere (21:01)
2. Rendered In Shades Of Green (2:05)
3. Fermented Hours (10:12)
4. Foxlight (13:19)

Gesamtspieldauer: 46:38




Steht man auf den klassischen englischen Progressive Rock und kann auch damit leben, dass dieser nicht in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand, sondern in der heutigen Zeit, dann sollte man sich definitiv mal Zeit für die norwegische Band Wobbler nehmen. Das vierte Studioalbum der Retro-Progger aus dem Norden heißt „From Silence To Somewhere“ und erschien im Herbst des Jahres 2017 auf dem Plattenlabel Karisma Records – acht Jahre nach der letzten Platte „Rites At Dawn“.

„From Silence To Somewhere“ wimmelt nur so von Reminiszenzen an Prog-Größen der 70er Jahre. Genesis hört man fast an jeder Stelle der Scheibe heraus, angefangen vom wahrlich epischen Titellied bis hin zum Ausklang mit „Foxlight“. Aber auch Gentle Giant, Yes und Emerson, Lake & Palmer schimmern immer wieder durch – und ganz bestimmt noch jede Menge andere Bands. Dies alles jedoch in einer keinesfalls störenden Art und Weise, denn die Musik ist spannend, melodiös, abwechslungsreich und spielt mit den Emotionen, die beim Hören dieser „Erinnerungen“ zwangsläufig aufkommen müssen. Einen kleinen und intensiven Ausflug in die Melancholie stellt dabei ebenfalls das kurze „Rendered In Shades Of Green“ dar. Dieses traurige Stückchen Musik geht in seinem kurzen Verlauf fast in David Bowies „Warszawa“ über, dass einem die Tränen in die Augen schießen – vor Rührung.

Bei Musikliebhaberinnen und -liebhabern ist solche Musik, wie diese zitierende von Wobbler auf „From Silence To Somewhere“ häufig umstritten. Wie viel darf denn überhaupt „zitiert“ werden? Wie viele neue Ideen muss solch ein Album des Retro Prog enthalten? Komischerweise stellt sich für mich im Falle dieser Veröffentlichung diese Frage überhaupt nicht. Die vier auf „From Silence To Somewhere“ enthaltenen Lieder klingen so überzeugend und mitreißend, dass sie eher eine Art Ergänzung der Musik der Heroen der End-60er bis Mid-70er darstellen, als dass sie lediglich zusammengesetzte Kopien schon längst veröffentlichter Stücke wären. Die hier wiedergegebenen Zitate wirken.

Fazit: Ein Retro-Prog-Album der allerfeinsten Sorte haben die norwegischen Musiker von Wobbler mit ihrem vierten Album „From Silence To Somewhere“ veröffentlicht. Wer Spaß daran hat, in den Klängen der frühen 70er Jahre zu schwelgen, die oder der wird hier auf das Allerbeste bedient. Die Musik ist abwechslungsreich, spannend, sehr melodiös und schafft es einen zu packen. Alles schon mal dagewesen? Na und? In der Zusammenstellung wie auf „From Silence To Somewhere“ nämlich ganz bestimmt noch nicht. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: From Silence To Somewhere und die restlichen Lieder



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