Samstag, 11. Januar 2014

The Who – It’s Hard




The Who – It’s Hard


Besetzung:

Roger Daltrey – lead vocals, rhythm guitar
John Entwistle – bass guitar, brass, backing vocals, lead vocals on "One At A Time", synthesizer on "Dangerous" and "One At A Time"
Kenney Jones – drums
Pete Townshend – guitars, backing vocals, lead vocals on "Eminence Front", co-lead vocals on "Athena" and "Cooks County", piano and synthesizer on "One Life's Enough"


Gastmusiker:

Andy Fairweather-Low – rhythm guitar on "It's Your Turn"
Tim Gorman – synthesizer and organ on "Dangerous", electric piano on "Eminence Front", synthesizer on "One Life's Enough" and "One At A Time"


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. Athena (3:48)
2. It's Your Turn (3:41)
3. Cooks County (3:52)
4. It's Hard (3:50)
5. Dangerous (3:35)
6. Eminence Front (5:39)
7. I've Known No War (5:57)
8. One Life's Enough (2:22)
9. One At A Time (3:19)
10. Why Did I Fall For That (3:56)
11. A Man Is A Man (3:56)
12. Cry If You Want (5:23)


Bonus Tracks:

13. It's Hard (Live) (4:56)
14. Eminence Front (Live) (5:44)
15. Dangerous (Live) (3:48)
16. Cry If You Want (Live) (7:12)

Gesamtspieldauer: 1:10:57




Bei „It’s Hard“ handelt es sich um das zweite Album, welches nach dem Tod Keith Moons entstand und eingespielt wurde, dem letzten vor der Auflösung der Band und dem zehnten Studio-Album von „The Who“. Die Scheibe ist allgemein sehr umstritten, besonders unter den Fans der Band, dabei hält sie durchaus auch einige Höhepunkte für den Musikfreund parat. Einer davon ist der Titelsong „It’s Hard“. Schöne Melodie, eingängig und die Nummer lebt von den Stimmungswechseln im Lied selbst und der Stimme des Roger Daltrey.

Dann ist da natürlich auch noch eines der besten Lieder der Who überhaupt: „Eminence Front“. Was wie eine Synthie-Popnummer beginnt, mit plastikmäßigem Rhythmus-Sound, entwickelt sich zu einem absolut überzeugenden Rock-Song. Pete Townsend wusste mit Sicherheit, dass dies sein Meisterwerk auf der Platte war, deshalb übernahm er hier auch gleich die Vocals selbst. „Eminence Front“ ist ein unglaublich kraftvoller und mitreißender Rock-Song, der auch nach dem tausendsten Mal des Hörens in keinster Weise langweilig wird. Großes Kino.

Auch der folgende Titel „I've Known No War“ ist eine klasse Nummer. Erneut mit einem Synthesizer-Sound unterlegt, entwickelt sich ein spannendes, rhythmisches und melodiöses Lied, welches auch mit langen Instrumentalpassagen punkten kann. Gar nicht mehr so rockig ist dann „One Life's Enough“. Eine ruhige und getragene Ballade, die ihre Eindringlichkeit erst richtig nach dem mehrmaligen Hören entfaltet. „Dangerous“ ist eine von drei Nummern, die John Entwistle geschrieben hat, der Rest des Albums stammt aus der Feder Pete Townshends. Das Lied ist rockig und punktet vor allem durch den sehr gelungenen Refrain, der sich unmittelbar im Musikzentrum des Hörers festsetzt. Und auch unter den anderen Titeln befindet sich kein Ausfall. Was denn dann mehr oder weniger überzeugt, liegt dabei natürlich ganz am Geschmack des Hörers. 

Ergänzt wurde das Album auf der remasterten CD durch vier Bonustracks in Form von Live-Einspielungen bereits auf der CD vorhandener Titel. Auch diese Lieder können hier in leicht abgeänderter Form überzeugen.

Fazit: „It’s Hard“ ist ein schönes und überzeugendes Rock-Album geworden. Es sollte anschließend vierundzwanzig Jahre dauern, bis die Band erneut ein Studio-Album veröffentlichen sollte. Somit stellt „It’s Hard“ einen gelungenen Abschluss dieser Phase der Band dar. Hier rockt es, mitunter sehr eindringlich, das Gefühl für tolle Melodien und packende Rhythmen zeigt die Band auch auf dieser zehnten Veröffentlichung. Zwar ist „It’s Hard“ nicht mehr zu vergleichen mit den Klassikern der Who aus den frühen 70er Jahren, aber deutlich besser als das, was so manch andere Heroen dieser Musikgeschichte in den 80er Jahren noch veröffentlichten. Neun Punkte.

Anspieltipps: It's Hard, Eminence Front, I've Known No War



Freitag, 10. Januar 2014

Yes – Yes




Yes – Yes


Besetzung:

Jon Anderson – lead singer and incidental percussion
Peter Banks – guitar, vocals
Bill Bruford – drums, vibes
Chris Squire – bass, vocals
Tony Kaye – organ, piano


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Progressive Rock, Pop


Trackliste:

1. Beyond And Before (4:53)
2. I See You (6:48)
3. Yesterday And Today (2:49)
4. Looking Around (4:17)
5. Harold Land (5:42)
6. Every Little Thing (5:42)
7. Sweetness (4:33)
8. Survival (6:19)


Bonus Tracks:

9. Everydays (Single Version) (6:21)
10. Dear Father (Version #2; Previously Unissued) (5:49)
11. Something's Coming (7:07)
12. Everydays (Version #1, Previously Unreleased) (5:15)
13. Dear Father (Early Version #1, Previously Unissued) (5:29)
14. Something's Coming (Early Version, Previously Unissued) (8:02)

Gesamtspieldauer: 1:19:49




Das ist schon so eine Sache mit den Debut-Alben so mancher Band beziehungsweise so manches Solo-Interpreten. Wenn man da an die ersten „Gehversuche“ von David Bowie oder auch Genesis denkt, dann waren diese doch noch sehr im Pop der sechziger Jahre verhaftet und hatten mit dem Stil, den sie in späteren Jahren prägen sollten, noch reichlich wenig zu tun. Ein wenig anders ist das beim Debut von Yes mit dem gleichnamigen Album-Titel. Auch hier gibt es zwar diese reinen Pop-Anleihen, der progressive Ansatz, der ist hier aber schon deutlich bemerkbar.

Zwei Cover-Versionen gibt es auf dem ursprünglichen Album. Da ist zum einen „I See You“ von den Byrds und schließlich noch „Every Little Thing“ von den Beatles. Beide Nummern wurden an den „Yes-Sound“ angepasst und klingen deutlich abweichend vom Original. Trotzdem sind das nicht die Höhepunkte der Platte. Diese beginnt mit „Beyond And Before“. Einem durchaus progressiven Stück, was in der Art der Darbietung liegt, die durch mehrstimmigen Gesang unterfüttert wurde und auch rockige sowie eher schwebende Abschnitte bereithält – also kein Lied, welches nach der Devise Strophe – Refrain etc. funktioniert. „Yesterday And Today“ ist dagegen eine sehr sanfte Nummer und kann deutlich eher dem Genre Pop zugeschrieben werden. Das sieht bei „Looking Around” schon ganz anders aus beziehungsweise hört sich anders an. Hier hört man den späteren Yes-Sound bereits sehr gut heraus und diese Nummer hätte auch auf späteren Veröffentlichungen der Band ihren Platz finden können, ohne stilistisch vom Rest abzuweichen.

„Harold Land” ist erneut eine Mixtur der Genres. Das Lied beginnt treibend und orgeldominiert und entwickelt sich dann zu einem sehr eingängigen und melodiösen Stück, welches durchaus auch Vergleiche zu den frühen Genesis aufkommen lässt. Bei „Sweetness“ spielt zunächst auch wieder die Orgel des Tony Kaye eine große Rolle, dann wird es sehr ruhig und der Lied-Titel „Sweetness“ passt hier dazu perfekt. So richtig überzeugen kann die Nummer allerdings nicht. Bliebe noch „Survival“ von der ursprünglichen Plattenzusammenstellung. Jetzt bewegt sich die Band wieder auf dem Terrain der progressiven Musik und sogar jazzige Ansätze sind hier zu vernehmen, bis alles wieder sehr schwebend und „luftig“ wird.

Auf der remasterten Fassung gibt es schließlich noch sechs Zugaben, wobei es sich bei vier Titeln davon um Cover-Versionen handelt, „Everydays“ von Stephen Stills gibt es dabei sogar in zwei unterschiedlichen Einspielungen. Lediglich „Dear Father“ stammt aus der Feder Jon Andersons und Chris Squires. Das Lied gibt es ebenfalls in zwei verschiedenen Versionen zu hören und passt stilistisch uneingeschränkt zum Rest der Platte. Die Orgel spielt wieder eine wichtige Rolle, ansonsten ein ruhiger Song, der hauptsächlich während der Instrumentalpassagen an Fahrt gewinnt. Bei den Covers legen die Musiker von Yes sogar noch ein wenig mehr Wert auf die progressiven Ansätze und lassen ihrem Spieltrieb freien Lauf.

Fazit: Zwar ist das Album qualitativ noch nicht vergleichbar mit späteren Veröffentlichungen wie „Close To The Edge“, „The Yes Album“ oder „Fragile“, dazu wirkt es manches Mal noch nicht bis zum Ende konsequent durchdacht und durchgezogen, die Ansätze, die die Musik von Yes zu etwas Besonderem werden lassen, diese Ansätze sind jedoch bereits vorhanden. Wer auf die frühen Yes steht, der findet hier jede Menge für sich. Wer eher etwas mit Titeln wie „Owner Of A Lonely Heart“ anzufangen weiß, für die oder den ist diese Platte definitiv nicht geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Looking Around, Harold Land



Donnerstag, 9. Januar 2014

Uriah Heep – Demons And Wizards




Uriah Heep – Demons And Wizards


Besetzung:

David Byron – lead vocals
Mick Box – lead guitar, vocals
Ken Hensley – acoustic, electric and slide guitar, vocals, keyboards, percussion
Lee Kerslake – drums, percussion, vocals
Gary Thain – bass guitar
Mark Clarke – bass guitar, lead vocals ("The Wizard")


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. The Wizard (3:03)
2. Traveller In Time (3:27)
3. Easy Livin' (2:38)
4. Poet's Justice (4:18)
5. Circle Of Hands (6:27)
6. Rainbow Demon (4:28)
7. All My Life (2:48)
8. Paradise / The Spell (12:42)

Gesamtspieldauer: 39:51




„Demons And Wizards” nannten die englischen Rocker von Uriah Heep ihr viertes Album, welches 1972 veröffentlicht wurde. Und auch auf dieser Veröffentlichung gibt es wieder jede Menge gut gemachten Hard Rock zu hören, der allerdings nicht mehr diese Höhepunkte bereithält, die man auf den Vorgängerplatten immer wieder finden konnte. Trotzdem hält die Scheibe einige gute Titel parat, die mit jedem weiteren Hören zu schönen Begleitern werden können.

Das bekannteste Stück des Albums ist wohl „Easy Livin'“. Eine treibende und rockige Nummer, die auch mit vom genialen Sound der fetten Orgel Ken Hensleys lebt. Das Stück geht einem sofort in die Beine, die unweigerlich mitwippen möchten. Ebenfalls überaus gelungen ist „Traveller In Time”. Das Lied setzt sich aus sanfteren und sehr rockigen Abschnitten zusammen, ist dabei überaus melodiös und geht schnell ins Ohr. Dies gilt auch für „Circle Of Hands”, wobei hier wieder der Orgel Ken Hensley eine dominierende Rolle zufällt. Gerade in den ruhigeren Passagen kommt auch die Stimme David Byrons klasse zur Geltung. Die Orgel steht auch beim darauffolgenden Song „Rainbow Demon” zunächst im Mittelpunkt. Schwer und kraftvoll wirkt sie hier und es entwickelt sich schließlich eine etwas getragenere und durchaus auch melodiöse Nummer, die sich schnell im Ohr festsetzt.

Den Ausschlag nach unten bildet die vorletzte Nummer „All My Life“. Das wiederum liegt nicht nur an der Musik alleine, die es irgendwie nicht schafft, den Hörer einzufangen. Es ist auch dieser schleimig, schmalzige Text, der einen vor allen gegen Ende des Liedes, nach dem hundertsten „I will love you all my live“, fast schon Reißaus nehmen lässt. Es folgt als letztes Lied, das mit knapp dreizehn Minuten Spieldauer gleichzeitig längste Stück des Albums ist: „Paradise / The Spell”. Auch hier gibt es sehr schöne und begeisternde Abschnitte zu hören, dann allerdings auch wieder Passagen, die einen sehr viel weniger zu packen verstehen. Da gibt es so einen Part, der ein wenig an „Boogie Woogie“ erinnert, so gar nicht zum Rest des Liedes passen will und somit wirkt die Nummer hier auch ein kleinwenig „zusammengestöpselt“ – ist sie wohl auch, da sie sogar zwei verschiedene Titel hat und anscheinend auf späteren Veröffentlichungen durch ein wenig Stille getrennt wurde.

Fazit: Die Höhepunkte gibt es auf „Demons And Wizards“. Dabei auch nur wenig „Ausschussware“ und ein paar Songs, die in die Richtung „Mittelmaß“ tendieren. Trotzdem lohnenswert, für all diejenigen Musikfreunde, die auf etwas härteren Rock der frühen 70er Jahre stehen und natürlich auch für alle Uriah Heep Fans. Neun Punkte.

Anspieltipps: Circle Of Hands, Rainbow Demon



Mittwoch, 8. Januar 2014

David Bowie – David Bowie






David Bowie – David Bowie


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar, etc.


Gastmusiker:

Jede Menge, nicht weiter aufgeführte Musiker.


Label: DERAM (Universal)


Erscheinungsdatum: 1967 (1975, 1997, 2010)


Stil: Pop


Trackliste:

1. Rubber Band (Single Version) (2:05)
2. The London Boys (3:23)
3. The Laughing Gnome (3:03)
4. The Gospel According To Tony Day (2:50)
5. Uncle Arthur (2:10)
6. Sell Me A Coat (3:01)
7. Rubber Band (2:20)
8. Love You Till Tuesday (3:12)
9. There Is A Happy Land (3:15)
10. We Are Hungry Men (3:00)
11. When I Live My Dream (3:24)
12. Little Bombardier (3:27)
13. Silly Boy Blue (3:53)
14. Come And Buy My Toys (2:10)
15. Join The Gang (2:20)
16. She's Got Medals (2:26)
17. Maid Of Bond Street (1:45)
18. Please Mr. Gravedigger (2:40)
19. Love You Till Tuesday (Single Version) (3:02)
20. Did You Ever Have A Dream (2:09)
21. Karma Man (3:06)
22. Let Me Sleep Beside You (3:27)
23. In The Heat Of The Morning (2:59)
24. Ching-A-Ling (2:05)
25. Sell Me A Coat (Remixed Version) (2:54)
26. When I Live My Dream (Version 2) (3:52)
27. Space Oddity (Original Version) (3:47)

Gesamtspieldauer: 1:17:42




Drei Cover, im Grunde genommen eine Platte, die sich allerdings trotzdem in ihren Zusammenstellungen beziehungsweise Anordnungen der Lieder unterscheiden. Das ursprünglich 1967 veröffentlichte erste Album David Bowies mit selbigem Titel, beinhaltete insgesamt vierzehn Lieder. Auf den Nachveröffentlichungen und Zusammenstellungen der damaligen Zeit wurden diese noch um weitere, bisher nicht auf einem Album erschienene Singles erweitert. Bei „Images“ handelt es sich um eine Doppel-LP, die wohl nie auf CD erschienen ist, ohne zusätzliche Mixe auskommt, dafür beim Aufklappen des Covers mit sehr fantasievollen Comic-Bildern aufwartet, welche jeweils einem Lied entsprechen. „The Deram Anthology 1966-1968“ ist dagegen ziemlich deckungsgleich mit der remasterten und erweiterten Version vom Album „David Bowie“. Unterschiede finden sich in der Art der „alternativ“ hinzugefügten Songs, die beim Album „David Bowie“ auch die Mono-Versionen der Lieder enthalten sowie diverse Mixe und den Titel „London, Bye, Ta Ta“. Währenddessen wird auf „The Deram Anthology 1966-1968“ noch die ursprüngliche Version von „Space Oddity“ wiedergegeben. Deshalb auch das „1966 – 1968“ im Titel des Albums. Alle anderen Lieder entstanden nämlich 1966 oder 1967 und wurden zu dieser Zeit auch veröffentlicht. Die oben angegebene Trackliste zeigt übrigens die Anordnung auf „The Deram Anthology 1966-1968“.

Zur Musik ist zu sagen, dass es sich hierbei um englischen sechziger Jahre Pop handelt, der nicht allzu tiefgründig ist. Ein klein wenig klingt es manchmal auch nach englischsprachigem Schlager, ein anderes Mal dann sehr skurril, wie bei „The Laughing Gnome“ oder „Please Mr. Gravedigger“. Bei ersterem fühlt man sich unweigerlich an das „Lied der Schlümpfe“ mit Vadder Abraham erinnert. Die Musik ist zwar nicht gleich, jedoch „unterhält“ sich David Bowie hier mit einem „Gnom“, der mit seiner Stimme sehr an Donald Duck erinnert. Bei „Please Mr. Gravedigger“ hört man dann Glockengeläut, Donnergrollen, Regen, viel „Gegrabe“, einen verschnupften David Bowie und keine Begleitmusik. Sicherlich experimentell für die damalige Zeit. Auf den beiden CD-Versionen bekommt man David Bowie übrigens in dem Song „Ching-A-Ling“ auch in der Formation „Feathers“ zu hören. Diese bestand kurzfristig aus David Bowie selbst, seiner Freundin Hermione Farthingale (an die auf „Space Oddity“ der Titel „Letter To Hermione“ erinnert) sowie John Hutchinson. Alle Drei singen hier auch und es ist so ein typischer Pop-Titel für die damalige Zeit.

Nun, es findet sich wie bereits erwähnt jede Menge sechziger Jahre Pop auf den Alben. Oftmals nicht sehr weltbewegend, aber durchaus mit einigen Höhepunkten durchsetzt. Da ist zunächst das schöne und getragene „The London Boys“, welches bereits einen Vorgeschmack auf zukünftige Veröffentlichungen des David Bowie macht und stilistisch auch auf „Diamond Dogs“ seinen Platz hätte finden können. Sehr eingängig ist „Rubber Band“, was nicht zuletzt auch an der Instrumentierung mit diversen Bläsern liegt. Hier ist allerdings definitiv die Album-Version besser gelungen, als die Single-Version. Ein tolles und spannendes Stück und auf seine Art außergewöhnlich. In die Richtung Folk geht die Nummer „Come And Buy My Toys“. Wunderbar eingängig und melodiös. Auch sehr gelungen: “In The Heat Of The Morning”. Was zunächst ebenfalls wie ein Pop-Song beginnt, wird im weiteren Verlauf sogar noch ein wenig rockig.

Fazit: Dieses erste Album des David Bowie ist anders, als alles, was da noch folgen sollte. Wer auf 60ies Pop steht, wird viel Spaß an der Scheibe haben. Wer David Bowie Fan ist sollte durchaus auch mal ein Ohr riskieren, denn hier gibt es durchaus Ungewöhnliches des Musikers zu hören. Interessant sind auf jeden Fall die Ansätze, die David Bowie hier bereits seinen Hörern zeigt. Nichts Weltbewegendes – zugegeben, trotzdem irgendwie „nett“. Neun Punkte.

Anspieltipps: The London Boys, Rubber Band, Come And Buy My Toys, She's Got Medals, In The Heat Of The Morning



Dienstag, 7. Januar 2014

Deep Purple – The Book Of Taliesyn




Deep Purple – The Book Of Taliesyn


Besetzung:

Rod Evans – vocals
Ritchie Blackmore – lead guitar
Jon Lord – organs & vocals
Nick Simper – bass guitar & vocals
Ian Paice – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Rock


Trackliste:

1. Listen, Learn, Read On (4:05)
2. Wring That Neck (5:14)
3. Kentucky Woman (4:45)
4. Exposition/We Can Work It Out (7:08)
5. Shield (6:06)
6. Anthem (6:32)
7. River Deep, Mountain High (10:13)


Bonus Tracks:

8. Oh No No No (Studio Out Take) (4:25)
9. It's All Over (BBC Top Gear Session) (4:14)
10. Hey Bop A Re Bop (BBC Top Gear Session) (3:32)
11. Wring That Neck (BBC Top Gear Session) (4:43)
12. Playground (Remixed Instrumental Studio Out Take) (4:30)

Gesamtspieldauer: 1:05:25




Das zweite Album von Deep Purple „The Book Of Taliesyn”, ursprünglich 1968 veröffentlicht, wurde im Jahr 2000 in einer remasterten Fassung mit einigem Bonus-Material erneut aufgelegt. Vom Stil her hat diese Platte auch nur am Rande etwas damit zu tun, für was die Band in den 70ern stehen sollte. Klar ist das hier Rock, zum Teil auch bereits Hard Rock, dieser ist allerdings sehr viel verspielter, als auf den späteren Veröffentlichungen der Band. Die Scheibe stellt eine Art Einleitung zum nächsten Album „Deep Purple“ dar, in dem sie diesen progressiven Hard Rock noch verfeinern sollte. Wie beim Debut, so haben die Musiker auch hier Cover-Versionen bereits bekannter Titel beigefügt. Dieses Mal bediente sich Deep Purple bei Neil Diamond („Kentucky Woman“), bei den Beatles („We Can Work It Out”) und bei Ike und Tina Turner mit dem Titel „River Deep, Mountain High“. Und natürlich wurden diese Nummern an den Stil Deep Purples angepasst, wobei allerdings vor allem der Beatles-Titel in dieser Version nicht so recht überzeugen kann.

Die Musik bewegt sich auf „The Book Of Taliesyn“ allgemein zwischen den Ansätzen des Pop der 60er Jahre, den ersten Ausflügen des Hard Rock und progressiven, freieren Abschnitten, die oftmals durch lange Soloeinlagen an der Orgel oder der Gitarre gekennzeichnet sind. Und genau in diesen Teilen liegt auch die Stärke des Albums. Immer dann wenn die fünf Musiker ihrer Spielfreude kein Limit zu setzen scheinen, dann wirkt die Scheibe am Überzeugendsten. Das ist im Grunde genommen nie durchgängig der Fall, immer wieder jedoch phasenweise. Besonders dann allerdings, wenn die einzelnen Stücke mit Instrumentalabschnitten unterfüttert werden, die häufig den eigentlichen Reiz des Liedes ausmachen.

Die Scheibe beginnt mit der durchaus rockigen Nummer „Listen, Learn, Read On”. „Wring That Neck” ist im Anschluss daran ein Instrumentalstück, währenddessen sich Jon Lord und Ritchie Blackmore so richtig austoben. Fetter Orgelsound und ein ausschweifendes Gitarren-Solo in einem durchweg groovendem Stück. Es folgt die bereits erwähnte Cover-Version von „Kentucky Woman”. Sicherlich nicht der Höhepunkt des Albums – auch wenn es hier wieder zwei längere Soloparts von Jon Lord und Ritchie Blackmore zu hören gibt. Richtig gut gelungen ist dagegen „Exposition”. Eine zunächst sehr getragene Instrumentalnummer, die im weiteren Verlauf viel Fahrt aufnimmt. Sehr viel mehr gelungen als die bereits erwähnte Version von „We Can Work It Out“, in den das Stück nach einem Break schließlich übergeht. „Shield“ ist im Anschluss daran ein Lied, welches sich irgendwo zwischen Pop und Psychedelic bewegt und ganz klar mit jedem weiteren Hören wächst. Darauf folgt mit „Anthem“ eine Nummer, die bereits ein bisschen vorwegnimmt, was Deep Purple auf der nächsten Platte mit dem Stück „April“ in Vollendung darbringen sollten: die Verknüpfung von Klassik und Rock. Wie der Name schon ausdrückt, ist das Lied eine Art Hymne, etwas getragen, melodiös und eingängig, unzweifelhaft der damaligen Zeit zuzuordnen, jedoch kann es noch längst nicht so überzeugen, wie die Nummer auf dem Nachfolgealbum. Bliebe noch „River Deep, Mountain High”, mitunter etwas psychedelisch und pathetisch angehaucht und gerade in den Bereichen mit Gesang, nicht zuletzt aufgrund des etwas seltsamen Chorgesangs, durchaus gewöhnungsbedürftig.

Die fünf Zugaben sind soundtechnisch nicht immer erste Sahne, wobei hier vor allen die drei BBC Top Gear Sessions negativ auffallen. Die beiden Studio Outtakes können dagegen wieder etwas mehr überzeugen.

Fazit: „The Book Of Taliesyn” kommt nicht an den Nachfolger heran. Es scheint ein wenig so, dass hier noch ein bisschen probiert wurde, was dann auf „Deep Purple“ in Vollendung zelebriert werden konnte. Aber trotzdsem wahrlich kein schlechtes Album. Auch „The Book Of Taliesyn“ hat seine tollen Stellen und gerade in der Mitte des Albums auch Titel, die es sich als Rock-Fan zu hören lohnt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Shield, Anthem



Montag, 6. Januar 2014

Fleetwood Mac – Bare Trees




Fleetwood Mac – Bare Trees


Besetzung:

Danny Kirwan – guitar, vocals
Bob Welch – guitar, vocals
Christine McVie – keyboards, vocals
John McVie – bass guitar
Mick Fleetwood – drums, percussion


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Child Of Mine (5:28)
2. The Ghost (4:02)
3. Homeward Bound (3:24)
4. Sunny Side Of Heaven (3:11)
5. Bare Trees (5:05)
6. Sentimental Lady (4:36)
7. Danny's Chant (3:19)
8. Spare Me A Little Of Your Love (3:48)
9. Dust (2:41)
10. Thoughts On A Grey Day (1:43)

Gesamtspieldauer: 37:16




Nachdem es in den Jahren zuvor immer wieder Änderungen im Line-Up der Band gegeben hatte, wurde dieses Mal „Bare Trees“ mit denselben Musikern eingespielt, wie schon der Vorgänger „Future Games“. Mit „Child Of Mine“ rockt das Album dann auch gleich ganz nett los. Und es ist nicht sehr verwunderlich, dass dieser Song aus der Feder Danny Kirwans stammt, der in dieser Phase der Band für die rockigeren Töne zuständig war. Nach diesem Album wurde er allerdings von den restlichen Mitgliedern aus der Band entlassen. Er hatte ein Alkohol-Problem und war schließlich vor einem Konzert mit Bob Welch aneinander geraten, hatte anschließend mit Kopf und Fäusten gegen die Wand gehämmert und sich schließlich geweigert, mit auf die Bühne zu gehen. Er sah sich stattdessen den Gig an und verhehlte hinterher seine Kritik an dem Auftritt der restlichen Musiker nicht, worauf keiner der verbleibenden Mitglieder mehr etwas mit ihm zu tun haben wollte und man sich schließlich entschloss ihn zu entlassen.

Doch zurück zur Musik auf „Bare Trees“. Der nächste Titel des Albums stammt von Bob Welch und lebt vor allen Dingen vom Sound der Querflöte. Das gibt dem Song eine gewisse Entspanntheit. „Homeward Bound“ von Christine McVie ist wohl mit bluesigem Rock ganz gut zu beschreiben, worauf mit „Sunny Side Of Heaven“ eine Instrumentalnummer folgt, die ein wenig nach Weite und Freiheit klingt. Alles ganz okay, allerdings ohne jegliche Höhepunkte. Die Musik rauscht so ein klein wenig durch, ohne es zu schaffen, den Hörer wirklich etwas länger zu packen.

Und so reiht sich Titel an Titel, mal rockiger, mal etwas bluesiger, mal sogar ein klein wenig poppig. All dies jedoch in einer Art und Weise, dass hier mal ein schönes Solo dabei ist, man da eine schöne Harmonie für sich entdeckt, allerdings die Songs nie durchgängig punkten können. Beschlossen wird das Album schließlich von den Gedanken der Mrs. Scarrott mit ihren „Thoughts On A Grey Day“, ein Titel, der bei der Dame zu Hause, in ihrem Wohnzimmer aufgenommen wurde. Eine Nummer ohne Musik, die das Gesamtbild auch nicht unbedingt nach oben treibt.

Fazit: Klar, es gibt schlechtere Musik. Auch von Fleetwood Mac. Allerdings haftet „Bare Trees“ schon eine gewisse Belanglosigkeit an. So richtig zünden will das Album auch nach dem zwanzigsten Mal des Hörens nicht so recht. Alles irgendwie ganz nett und okay, aber leider auch nicht mehr. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Child Of Mine, The Ghost, Sentimental Lady



Sonntag, 5. Januar 2014

Ben Harper – Welcome To The Cruel World




Ben Harper – Welcome To The Cruel World


Besetzung:

Ben Harper – vocals, acoustic guitar, dobro


Gastmusiker:

Rock Deadrick – percussion, drums, background vocals
John McKnight – bass, accordion
Clarence Butler – background vocals
Clabe Hangan – background vocals
Kenneth Mcdaniel – background vocals
John Taylor – background vocals
Richard Cook – uillean pipes
Suzie Katayama – cello
Gail Deadrick – piano
Jelani Jones – background vocals
Clyde Allen – background vocals
Kevin Williams – background vocals


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Blues, Folk, Country


Trackliste:

1. The Three Of Us (2:36)
2. Whipping Boy (5:31)
3. Breakin' Down (4:01)
4. Don't Take That Attitude To Your Grave (4:25)
5. Waiting On An Angel (3:54)
6. Mama's Got A Girlfriend Now (2:29)
7. Forever (3:24)
8. Like A King (4:18)
9. Pleasure And Pain (3:47)
10. Walk Away (3:50)
11. How Many Lies Must We March (3:09)
12. Welcome To The Cruel World (5:37)
13. I'll Rise (6:17)

Gesamtspieldauer: 53:19




Ben Harper lässt den Hörer auf seinem 1994 erschienenen Debut-Album „Welcome To The Cruel World“ unter Umständen sogar ein wenig ratlos zurück. Das liegt bei diesem sanften, ruhigen und weichen Album ein bisschen an der Mischung der Musik, die es hier zu hören gibt. Darauf gibt es wahrlich schöne Folk-Musik zu hören, dann wieder deutlich mehr blueslastige Stücke und auch der Country-Freund wird ein bisschen bedient. Das klingt im ersten Moment nach Spannung und Abwechslungsreichtum, da sich dabei allerdings auch immer wieder Stücke mit einschleichen, die schon sehr gewöhnungsbedürftig sind, ist der Hörgenuss wahrlich nicht uneingeschränkt.

Als Ausschläge nach unten wären da zu nennen „Breakin‘ Down“, das irgendwie übertrieben fröhlich oder lustig klingende „Mama's Got A Girlfriend Now“, welches genau den Scheitelpunkt zwischen Folk und Country in sich trägt oder aber das schwülstige „I’ll Rise“, welches nicht zuletzt durch den Hintergrundgesang schwer in die Richtung Gospel driftet. Dabei läuft letztgenannter Titel und läuft und läuft und man wartet irgendwie darauf, dass er doch endlich mal beginnen möge. Macht er aber nicht. Das Ganze dauert dann so bis 3:35 und schließlich gibt es mal wieder diese unsägliche Stille, die auf einen Hidden Track hinweist. Der heißt dann „By And By I'm Going To See The King”, dauert etwa eine halbe Minute, ist ein Blues und wahrlich kein Grund darauf zu warten.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es aber auch die schönen Stellen auf „Welcome To The Cruel World“. Eine davon ist sicherlich das überaus sanfte und eindringliche „Waiting On An Angel“. Man hört lediglich Ben Harper, der sich selbst auf der Akustik-Gitarre begleitet und trotz dieser spartanischen Instrumentierung eine sehr schöne, sentimentale, melancholische und durchdringende Atmosphäre erschafft. Klasse gelungen. „Forever“ geht in eine ähnliche Richtung. Wieder nur sehr zart instrumentiert, dieses Mal allerdings mit ganz leichter Perkussion versehen, entwickelt sich auch hier ein träumerischer Song, der bestens geeignet ist für die ruhigeren Stunden des Tages. Auch „Pleasure And Pain” passt in diese Schublade. Hier wird die Stimmung allerdings zusätzlich noch durch Streicher untermalt.

Aber nicht nur die ganz ruhigen Titel können hier gefallen. „Whipping Boy” und “How Many Lies Must We March” sind sehr viel treibendere Stücke, die zwar ebenfalls eine gewisse Melancholie ausstrahlen, allerdings mit deutlich „vollerer“ Instrumentierung aufwarten können. Nicht unerwähnt bleiben soll hier auch die Eröffnung des Albums, denn diese ist für ein Debut garantiert nicht selbstverständlich oder die Norm. „The Three Of Us” ist ein Instrumentalstück bestehend aus Akustik- und Slide-Gitarre. Sehr verträumt und mit ganz viel trauriger Stimmung versehen. Das wirkt.

Fazit: „Welcome To The Cruel World” ist wahrlich kein schlechtes Album, zumal es ein Debut darstellt und wenn man daran denkt, was da schon so alles veröffentlicht wurde… Die Platte hat ihre Stärken in diesen ruhigen Momenten, die einfach wirken. Dann gibt es da aber auch immer solch Stellen, die einfach nicht zünden wollen und auch nicht gelungen sind. Aber ich weiß, dass liegt natürlich ganz im und am Ohr des Hörers. Geschmackssache eben. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Three Of Us, Waiting On An Angel, Pleasure And Pain



Samstag, 4. Januar 2014

Rory McLeod – Travelling Home




Rory McLeod – Travelling Home


Besetzung:

Rory McLeod – slide guitar, vocals, harmonica, tap shoes, finger cymbals, trombone, wooden chair, hi-hat, cabassa, spoons, drum


Gastmusiker:

Elliet Mackrell – fiddle, violin
Paul Rodden – banjo
Steve Grocott – mandolin
Tim Walmsley – percussion, timbales, tambourine, floor tom, big tambourine, shaker, cow bell
Alan Dunn – piano-accordian, accordian
Sam Kelly – drums
Bob Morgan – tenor saxophone, clarinet, percussion, keyboards, marimba
Richard Sadler – baritone saxophone, bass
John Cutliffe – bass
East Side Flash – bass keyboards
Tomas Lynch – irish pipe drone, uilean pipes
Lee Fergusson – bass
Charlie Llewellin – drums
Jean-Marie Carrol – accordion
Lawrence Docherty – irish-afro drum
Sian Daniels – vocals


Label: Cooking Vinyl


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Country, Folk, Pop, Calypso


Trackliste:

1. Going Song (5:52)
2. Spring Is Returning / Dosvedanya (5:59)
3. Black, Brown, White (3:22)
4. Defending Our Homes (6:44)
5. Cold Sun Shining (5:44)
6. Compatibility (5:47)
7. The Dreams We Breathe Through (4:45)
8. Touchable (4:02)
9. Sleep Tonite (7:09)
10. Farming Womans War (5:29)
11. India Matea (4:57)
12. The Right Mistake (1:16)
13. Back To Donegal (7:04)

Gesamtspieldauer: 1:08:09




Die hier besprochene Platte hat nichts mit dem Snooker-Spieler mit selbigem Namen zu tun. Rory McLeod heißt auch ein englischer Singer und Songwriter, der bisher zehn Platten veröffentlicht hat. 1992 erschien sein fünftes Werk mit dem Titel „Travelling Home“. Dieses Album ist dabei ein Sammelsurium aus verschiedensten musikalischen Genres. Da gibt es Folk zu hören, natürlich auch amerikanischen Country, Pop, Calypso und im Falle von „Compatibility“ auch ein Duett mit Sian Daniels, welches fatal an Filmmusik der 50er Jahre erinnert. Ginger Rodgers und Fred Astaire legen eine heiße Sohle auf das Parkett und trällern dabei dieses Lied – überraschend wäre das nicht gewesen.

Nun, genau dieses bunte Kaleidoskop lässt diese Platte überaus anstrengend werden. Was wollte uns Rory McLeod nur damit sagen? Dass er sich in vielen Musikstilen zu Hause fühlt? Dass er nicht so genau weiß, was er eigentlich will? Oder vielleicht, dass er gerne mal ausprobiert? Man weiß es nicht, was man jedoch feststellen kann ist, dass diese Musik auch in ihren einzelnen Stilen nie zu überzeugen weiß. Das wirkt irgendwie alles zusammengestöpselt und einfach nicht überzeugend, sondern, ganz im Gegenteil sogar, überaus langweilig. Keine Melodie, die einem ins Ohr geht und wenn dann doch mal etwas wie ein schöner Abschnitt zu beginnen scheint, dann wird dieser mit völlig unnötigem und überaus anstrengendem Kopfstimmengesang zunichte gemacht, wobei diese einzelnen Töne überhaupt nicht zum Rest des Liedes passen wollen.

Am angenehmsten wirkt die Musik des Rory McLeod immer dann, wenn er in die folkige Ecke abdriftet, dann kann man zumindest ab und an eine schöne Stelle in der Musik des Briten entdecken. Gelungen ist auch das Stück „India Matea”. Dieser Song klingt so schön sehnsüchtig und kann mit der erzeugten Stimmung überzeugen. Ob das vielleicht daran liegt, dass hier nicht gesungen wird?

Fazit: Wer „Travelling Home“ von Rory McLeod nicht kennt, der hat nicht wirklich etwas verpasst. Manche schöne Ansätze gibt es zwar, aber diese Platte in einem durchzuhören ist wahrlich nicht einfach. Ich kenne keine andere Scheibe von Rory McLeod, habe allerdings auch keine Lust, da noch tiefer einzusteigen. Vier Punkte.

Anspieltipps: Cold Sun Shining, India Matea



Ich kann hier leider kein Video verlinken, dies lässt YouTube bei Rory McLeod nicht zu. Man kann sich allerdings einige Lieder von ihm auf dieser Plattform anhören und auch ansehen.

Freitag, 3. Januar 2014

Angus And Julia Stone – Down The Way




Angus And Julia Stone – Down The Way


Besetzung:

Angus Stone – electric and acoustic guitar, vocals, harmonica, marching drum, banjo, bazooki
Julia Stone – guitar, piano, vocals, wurlitzer, mellotron, trumpet, melodica


Gastmusiker:

Mitchell Connelly – drums
Clay McDonald – bass
Sally Herbert – violin
Louisa Fuller – violin
John Metcalfe – viola
Ian Burdge – viola
Mason Ingram – drums
Rob Calder – drums
Kieran Kelly – electric guitar, timpani
Jon Mizrachi – programmed beats
Tommy Elchmann – moog, mellotron, piano
Glen Absolum – drums
Chris Warsey – cello
Matt Johnson – drums, percussion
Melvin Duffy – pedal steel, lap steel
Kimon Kirk – bass, vocals
Brad Albetta – bass, piano
CJ Camerieri – trumpet
Hanna Oblikov – cello
Cameron Whipp – bass
Ian Pritchell – bass
James Perryman – bass
Ali Friend – double bass
Bethany Porter – cello


Label: Pias UK


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Folk, NeoFolk


Trackliste:

CD1: Down The Way

1. Hold On (4:25)
2. Black Crow (3:51)
3. For You (5:20)
4. Big Jet Plane (3:59)
5. Santa Monica Dream (5:30)
6. Yellow Brick Road (7:37)
7. And The Boys (4:10)
8. On The Road (4:05)
9. Walk It Off (3:24)
10. Hush (4:22)
11. Draw Your Swords (6:36)
12. I'm Not Yours (3:59)
13. The Devil's Tears (8:51)

Gesamtspieldauer „Down The Way": 1:06:08


CD2: Memories Of An Old Friend

1. Private Lawns (3:06)
2. Babylon (5:02)
3. Paper Aeroplane (3:43)
4. Take You Away (3:50)
5. My Malakai (3:07)
6. Lonely Hands (3:47)
7. Little Bird (4:29)
8. Chocolates & Cigarettes (3:56)
9. Old Friend (4:06)
10. Choking (5:47)
11. Mango Tree (3:46)
12. Heart Full Of Wine (4:28)
13. All Of Me (5:22)
14. You're The One That I Want (3:15)

Gesamtspieldauer „Memories Of An Old Friend": 57:44

Spieldauer CD1 und CD2: 2:03:52




Wer auf richtig gut gemachten Folk steht, der nicht in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts entstanden ist, die oder der sollte unbedingt mal ein Ohr bei Angus und Julia Stone riskieren. Die beiden australischen Geschwister bringen diese Art der Musik auf ihrem 2010 erschienen Album „Down The Way“ absolut perfekt auf den Punkt. Ruhige Musik, überaus eingängig und melodiös, mit intelligenten Texten und jeder Menge Atmosphäre.

Dabei hat diese Folk-Musik so rein gar nichts mehr mit dem Folk der 60er Jahre zum Beispiel eines Bob Dylan zu tun. Das ist jetzt Folk, der im 21. Jahrhundert angekommen ist, ohne hier etwas Negatives über Bob Dylan sagen zu wollen, der diese Musik in der damaligen Zeit perfektioniert hat. Die Musik geht bei Angus und Julia Stone in dieselbe Richtung, kann durchaus unter dieser Überschrift subsummiert werden, klingt allerdings trotzdem anders. Genauso eingängig, aber eben irgendwie moderner, was nicht zuletzt auch an der breiteren Instrumentierung der Lieder des Duos liegt. Und außerdem können beide definitiv besser singen.

Die Titel gehen durch die Bank weg ziemlich schnell ins Ohr, denn über allem schwebt diese Harmonie, diese Eingängigkeit und Melodiösität. Laute und auch schräge Töne sucht man daher vergeblich auf „Down The Way“, alles ist in sich stimmig und obwohl sich die so transportierte Stimmung über die ganze Platte hinweg nicht großartig ändert, so kommt doch keine Langeweile beim Hören auf – zu fesselnd sind einfach die sich ausbreitenden und häufig fast schon schwebenden Klangteppiche und Harmonieaneinanderreihungen.

Dazu gibt es auf der Limited Edition noch das Album „Memories Of An Old Friend“ mitgeliefert. Ein klein wenig, allerdings nicht viel, fallen diese Titel qualitativ gegenüber dem Album „Down The Way“ ab. Das liegt jedoch mit Sicherheit im und am Ohr des Hörers. Bei „Memories Of An Old Friend“ handelt es sich anscheinend um eine Kompilation, mehr ist darüber nicht zu erfahren. Die Lieder stammen wieder von Angus und Julia Stone, bis auf das letzte Stück „You're The One That I Want“. Olivia Newton-John und John Travolta lassen grüßen. Vielleicht auch Didi Hallervorden und Helga Feddersen – aber nein, mit deren Interpretierung des Songs hat diese Version hier gar nichts zu tun.

Fazit: Sehr eindringliche und sehr unaufgeregte Musik machen Angus und Julia Stone hier auf ihrem zweiten offiziellen Album „Down The Way”. Dieses gibt es jetzt auch in Verbindung mit „Memories Of An Old Friend " für nur einen sehr geringen Aufpreis. Somit bekommt der Folk-Freund hier über zwei Stunden richtig gute und fesselnde Musik präsentiert, die einen nicht nur während eines grauen Novemberabends begeistern kann. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hold On, And The Boys, Walk It Off, Draw Your Swords



Donnerstag, 2. Januar 2014

Patty Moon – Clouds Inside




Patty Moon – Clouds Inside


Besetzung:

Patty Moon – vocals


Gastmusiker:

Tobias Schwab – keyboards, guitar, bass, clarinet, melodica and percussion
Daniel Hansmann – drums (1, 4, 7, 8, 9 and 11)
Oliver Kaiser – drums (2, 5, 6, 10 and 12)
Isabel Eichenlaub – cello (5 and 8)
Holst Sinfonietta Freiburg – strings (2, 3, 10 and 12)
Götz Ertle – soprano saxophone (5 and 7)
Christian Simon – flugelhorn (5 and 7)


Label: Traumton Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Post Rock, ArtPop


Trackliste:

1. Mister Sky (3:32)
2. Second Winter (3:34)
3. Me and the Moon (3:17)
4. Borderline (4:28)
5. Humming (5:59)
6. Stop and Go (3:40)
7. Possibly Lucifer (3:25)
8. Composing (3:41)
9. Dragon Heart (5:20)
10. Harmony (3:44)
11. Marlena's Hand (4:56)
12. Horses Getting Weak (3:28)

Gesamtspieldauer: 49:05




Träumerisch, ein klein wenig verspielt, überaus harmonisch und melodiös, so präsentiert Patty Moon alias Judith Heusch ihre Musik auf dem Debut-Album mit dem Titel „Clouds Inside“. Im Jahre 2004 veröffentlicht, hält diese Scheibe einiges für den Hörer parat. Denn wenn man ein Synonym für schöne Musik suchen müsste, dann würde sich diese Platte hier bestens dazu anbieten, stellvertretend für viele andere Alben genannt zu werden - auf „Clouds Inside“ gibt es jede Menge „schöne“ Musik zu entdecken.

Judith Heusch hat beim Schreiben ihrer Lieder das Gespür für die eingängige Melodie, für die packende Harmonie, sodass ein Album entstand, welches durch seine überzeugende und warme Stimmung punkten kann, die auch am regnerischsten Tag des Novembers wirkt oder aber einen kalten Januar Morgen deutlich wärmer und angenehmer erscheinen lässt. Die Lieder auf „Clouds Inside“ klingen nach Melancholie und zudem nach Sehnsucht und sind dabei perfekt von Tobias Schwab in Szene gesetzt worden. Ob es nun das sanfte Piano, das ergreifende Cello oder gleich das ganze Orchester mit seinen Streichern ist, alles passt und untermalt immer wieder sehr schön die weiche und eindringliche Stimme der Patty Moon.

Doch trotz dieser Eingängigkeit und Melodiösität, punktet die Musik auf „Clouds Inside“ auch mit dem dann doch überraschenden Akkord, der erst nach mehrmaligem Hören perfekt in seine Umgebung hineinpasst. Dies lässt das Album zusätzlich an Spannung gewinnen und führt dazu, dass mit jedem neuen Einlegen der CD in den Player neue Facetten der einzelnen Lieder erhörbar werden.

Fazit: Patty Moon macht klasse Musik. Musik die mit ihrer Eingängigkeit punkten kann, ohne dabei platt und oberflächlich zu wirken. Sogar ganz im Gegenteil, hier gibt es nicht diesen „Ohrwurm“, der gleich beim ersten Hören von einem Besitz ergreift, auf „Clouds Inside“ wird eine warme und vertraute Stimmung entwickelt, die sich mit jedem weiteren Hören noch zu steigern weiß. Bei mir ist sie gerade bei elf Punkten angekommen. Ich bin gespannt, wie das noch weitergeht.

Anspieltipps: Humming, Marlena's Hand



Mittwoch, 1. Januar 2014

Gong – You




Gong – You


Besetzung:

Mike Howlett – bass guitar
Pierre Moerlen – drums, percussion
Mireille Bauer – percussion
Benoit Moerlen – percussion
Steve Hillage – lead guitar
Didier Malherbe – wind instruments and vocals
Tim Blake – moog and ems systhesisers and mellowdrone
Daevid Allen – vocal locust and glissandoz guitar
Gilli Smyth – poems and space whisper
Miquette Giraudy – wee voices and chourousings


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Spacerock, Jazzrock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Thoughts For Naught (1:33)
2. A PHP's Advice (1:45)
3. Magick Mother Invocation (1:57)
4. Master Builder (6:21)
5. A Sprinkling Of Clouds (8:58)
6. Perfect Mystery (2:29)
7. Isle Of Everywhere (10:22)
8. You Never Blow Your Trip Forever (11:32)


Bonus Track:

9. A PHP's Advice (Alternate Version) (1:48)

Gesamtspieldauer: 46:44




„You“ ist der dritte Teil der „Radio Gnome Trilogie“ von Gong, nachdem im Jahr zuvor bereits Teil 1 „Flying Teapot“ und Teil 2 „Angel’s Egg“ veröffentlicht worden waren. Auf „You“ hört man nun Space Rock in Vollendung – zumindest bei den Titeln „A Sprinkling Of Clouds” und „Isle Of Everywhere”. Um dies in seiner ganzen musikalischen Pracht genießen zu können, sucht man sich am besten einen bequemen Platz, setzt die Kopfhörer auf, schließt die Augen und ab geht sie, die Reise durch die endlosen Weiten des Alls. In diesen Titeln verbergen sich übrigens auch immer wieder Abschnitte, die dann deutlich in die Richtung Jazz Rock gehen. Beim ursprünglich letzten Titel der Platte „You Never Blow Your Trip Forever“ kann man dies dann noch ein wenig mehr genießen, wenn man denn ein Ohr für diese Art der Musik hat, bei der es durchaus auch mal atonaler und schräger klingen kann.

Gesungen wird auf „You“ kaum. Wenn denn wirklich mal eine Stimme zu hören ist, dann ist sie nicht selten so eine Art Sprechgesang. Ein wenig in die progressive Ecke driften die ersten, kürzeren Nummern. Dabei ist vor allem das erste Stück des Albums „Thoughts For Naught“ ein wunderschönes, melodiöses, verträumtes und irgendwie mystisch geartetes Lied. „A PHP's Advice” klingt da schon eher wie eine Spielerei, die auf der remasterten Fassung gleich nochmals als Zugabe in einer alternativen Version dazugepackt wurde. Auch „Magick Mother Invocation” kann überzeugen. Hier ist es die Atmosphäre, die dieses Stück erzeugt und den Hörer einfängt, die überaus gelungen ist. Das Lied erinnert an nepalesische Tempel auf mindestens viereinhalbtausend Metern Höhe, in dem irgendetwas ganz Seltsames abläuft. Gruselig.

Blieben noch „Master Builder” und „Perfect Mystery”. Ersteres Stück ist eine experimentelle Jazz-Rock-Nummer, die man sich schwerlich immer geben kann. „Perfect Mystery” ist dagegen schon eine kleine Pop-Komposition, etwas schräg zwar, jedoch durchaus hörenswert.

Fazit: Gong-Musik ist irgendwie anders. Sehr schön kann man das auf „You“ hören. Wahrlich keine radiotaugliche Musik, die hier aus den Boxen kommt. Musik, die manchmal nicht unbedingt einfach ins Ohr geht und einem andererseits trotzdem Trips ohne jegliche halluzinogene Substanzen ermöglicht, wenn man sich denn der Schwerelosigkeit des Space Rocks auszusetzen weiß. Spannend ist die Scheibe obendrein, sodass sich hier ein Ohr für alle diejenigen Musikhörer lohnt, die das Unerwartete und das Besondere in der Musik lieben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: A Sprinkling Of Clouds, Isle Of Everywhere



Dienstag, 31. Dezember 2013

CocoRosie – La Maison De Mon Rêve




CocoRosie – La Maison De Mon Rêve


Besetzung:

Bianca “Coco” Casady – all instruments and vocals
Sierra “Rosie” Casady – all instruments and vocals


Label: Touch And Go Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Post Rock, Art Pop, Freak Folk


Trackliste:

1. Terrible Angels (4:10)
2. By Your Side (4:00)
3. Jesus Love's Me (3:11)
4. Good Friday (4:23)
5. Not For Sale (1:20)
6. Tahiti Rain Song (3:37)
7. Candy Land (2:56)
8. Butterscotch (3:09)
9. West Side (1:25)
10. Madonna (3:49)
11. Hatian Love Songs (4:56)
12. Lyla (4:04)

Gesamtspieldauer: (41:00)




Was soll eigentlich „Freak Folk“ sein? Nun, wenn man dem Debut Album, der beiden in Paris lebenden amerikanischen Schwestern „La Maison De Mon Rêve“ lauscht, dann weiß man, was damit gemeint ist. Ganz sanfte Musik, äußerst spartanisch instrumentiert, unterfüttert mit quietschenden Geräuschen, Rattern, Rauschen, Fiepsen, Vogelzwitschern oder aber Klängen, die man so gar nicht mehr zuordnen kann. Dazu gibt es immer wieder einen Gesang zu hören, der oftmals zwischen Mickey Mouse und kleines Mädchen hin- und herwechselt, dann wieder sehr weiblich klingt.

Nun, Folk Musik ist das in gewissem Sinne schon noch, allerdings in einer sehr experimentellen Art und Weise. Das Ganze klingt im Grunde genommen niemals atonal, obwohl dem Hörer eine richtiggehende melodiöse Struktur in den einzelnen Titeln auch nicht sofort ins Ohr springt. Und dann, nach dem mehrmaligen Hören scheint das Feld bestellt zu sein, denn auch wenn die einzelnen Lieder zunächst nur sanft, weich und zerbrechlich klingen, tritt mit jedem weiteren Durchlauf auch die den Titeln innewohnende Harmonie immer deutlicher zutage. Es wird eine sehr intensive Stimmung geschaffen, die ihresgleichen sucht. Alles wirkt zudem traurig und ein wenig depressiv, was nicht zuletzt auf diese sehr zurückhaltende Instrumentierung in Verbindung mit dem außergewöhnlichen Gesang zurückzuführen ist.

Richtig schön eingängig, obwohl ebenfalls „verziert“ mit allerhand seltsamen Geräuschen, wird es bei „Good Friday“. Hier kann man diese folkige Stimmung bestens genießen und in ihr eintauchen. Das andere „Extrem“ wäre dagegen zum Beispiel die Nummer „Tahiti Rain Song“. Hier hört man zu Beginn einen Regenguss und es wird, bis auf ein klein wenig sehr gedämpfte Perkussion, im weiteren Verlauf weitestgehend auf eine Instrumentierung verzichtet. Eine Flöte füllt zwar die Parts aus, an denen der sehr weit entfernt wirkende Gesang nicht zu hören ist, was jedoch nichts mehr an der experimentellen Struktur dieses Liedes ändert. Lieblicher wird es danach gleich wieder mit „Candy Land”, hier ist schließlich, erneut neben einigen undefinierbaren Hintergrundgeräuschen, eine sehr schöne Harfenmelodie zu hören, die angefüttert wurde mit dezentem, textlosen Soprangesang.

Fazit: „La Maison De Mon Rêve” ist ein sehr weibliches und sanftes Album geworden. Trotz der einheitlichen und tieftraurigen Atmosphäre, hält diese Platte sehr viel Abwechslung für den Hörer parat. Auf der Scheibe findet sich Musik, die man sicherlich nicht immer und auch nicht bei jeder Gelegenheit hören kann, die allerdings in den ruhigen Momenten des Tages ihre Stärke ausspielt. Es sind schon sehr spezielle und irgendwie „anders“ geratene Töne, die uns die beiden Schwestern hier präsentieren – und zwar in einer sehr spannenden Art und Weise. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Terrible Angels, Good Friday, Candy Land