Sonntag, 19. März 2017

J.B.O. – Meister Der Musik




J.B.O. – Meister Der Musik


Besetzung:

Vito C. – Gesang (auch unter Wasser), E- und A-Gitarren, Tröten, Wandverkleidung in Empfangshalle, Schlauchknicken
Hannes “G. Laber” Holzmann – Bebrang und Gesüll, E-Gitarren, Ei, Glastür, Peitsche, Gartenschlauch, Nasser Lappen
Holmer “A Bier” Graap – Schlagzeug, Reis-Schatulle, Reis im Wasserkessel, hohe Chorgesänge
Schmitti – Bass, tiefe Chorgesänge, Essen kochen, Orakelsprüche


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Spaß Metal


Trackliste:

1. Vorwort (0:47)
2. Ällabätsch (2:37)
3. Wir ham ‘ne Party (3:44)
4. Mensch ärgere Dich nicht (4:15)
5. Meister der Musik Teil 1 (2:14)
6. Ich liebe Dir (3:55)
7. Im Verkehr (3:05)
8. Van Halian Harmonists: Jump (3:56)
9. Moderne Dienstleistungen (0:29)
10. Ich schwör‘ (4:07)
11. Bimber Bumber Dödel Dei (3:22)
12. Meister der Musik Teil 2 (2:28)
13. Ein klassischer Tag zum Sterben (6:19)
14. Krieg der Welten (3:35)
15. Heidi Heido Heida (1:04)
16. Ich glaube, Du liebst mich nicht mehr (3:42)
17. Meister der Musik Teil 3 (2:09)
18. Noch ein Meister (1:27)
19. Eine schöne Geschichte (4:08)
20. Verteidiger des Blödsinns (16:28)

Gesamtspieldauer: 1:14:00




„Meister Der Musik“ heißt das dritte Studioalbum der Erlanger Fun Metal Band J.B.O.. Veröffentlicht wurde es im Jahr 1998 auf dem Label BMG. Darauf zu hören gibt es ein muntereres Potpourri aus Eigenkompositionen und Cover-Versionen, die dann mit neuen Texten unterlegt wurden und auf „Frohsinn“ getrimmt wurden.

Nun, was die vier Mitglieder von J.B.O. wahrlich können, das ist Musik machen. Jeder der vier Musiker beherrscht sein Instrument, das wirkt alles sehr professionell. Doch das, was sie da von sich geben, dazu braucht man schon viel Humor, um das lustig finden zu können. „Verteidiger des Blödsinns“ heißt das letzte Lied und von Blödsinn wird nicht nur da gesprochen beziehungsweise gesungen. Allerdings, all das mit „Blödsinn“ zu titulieren, was man hier zu hören bekommt, ist fast schon gewagt und wäre ein Lob. Lustig ist das nämlich nicht besonders, zumindest ich kann damit so überhaupt nichts anfangen. Und man nenne mich prüde, aber man kann es auch mit dem Herausbrüllen von Kraftausdrücken übertreiben. Dazu andauernd diese schlüpfrigen Anspielungen, all das langweilt einfach irgendwann. Ich höre auch englische Texte durchaus bewusst und da ist auch nicht alles sehr geistreich, aber das hier von J.B.O., das ist einfach nur platt und manchmal auch primitiv.

Wenn die Band sich eher auf Metal konzentrieren würde und nicht dauernd über die eigenen „Scherze“ lachen müsste, dann wäre die Musik von J.B.O. deutlich interessanter. Dieses „Fun“ vor dem Metal in der Genre-Bezeichnung macht eine ganze Menge kaputt. Wie singt die Band auch so schön in dem Lied „Ällabätsch“: „Wir scheißen auf jedes Niveau“. Wenn dies das Ziel war, kann man nur zur Zielerreichung gratulieren. Und nochmal, das gilt ausschließlich für gar so „lustigen“ Texte und den ganzen Klamauk darum herum. Die Musik ist gut, jedoch einfach nicht anhörbar, durch den ganzen Quatsch der herum mitproduziert wird.

Fazit: Bekannte und eigene Lieder wurden hier auf „Blödsinn“ getrimmt, wie es J.B.O. selbst so schön sagen. Das mag vielleicht auf einer Live-Bühne noch einigermaßen wirken, auf Platte oder CD funktioniert das nur sehr eingeschränkt. Gerade dieser etwas übertriebene Frohsinn treibt einen fast in den Wahnsinn. Mist, da wird mir klar, warum ich auch keinen Karneval mag, ganz klar mein Fehler, sorry J.B.O.. Drei Punkte.

Anspieltipps: Meister der Musik, alle Teile



Samstag, 18. März 2017

Jaw – No Blue Peril




Jaw – No Blue Peril


Besetzung:

JF Sebastian – sound-aristocracy, samples, beats & 303, cigar-celeb of the year
Pascal Finkenauer – vocals, lyricism, psyche, additional guitars
Kristian Draude – beatboxer


Gastmusiker:

Jörg Sander – guitars
Matthias Boehm – additional guitars
Steven Nietzky – live bass guitar on “Liquefied”
Stefan Pintev – orchestra conduction on “Window” and Two Poems”


Label: Edel Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Electro Pop


Trackliste:

1. Liquefield (Like A Stone) (4:04)
2. Alec Is Amused (3:41)
3. Survive (4:42)
4. Interlude 1 (1:28)
5. Window (4:06)
6. Interlude 2 (0:42)
7. Raid (3:18)
8. Horizon (4:22)
9. Speech For The Defence: Our Love Hates Morality (3:41)
10. Cocoon (3:52)
11. Creature Of Masquerade (3:17)
12. Ride The Wave (4:13)
13. Interlude 3 (2:00)
14. Two Poems (4:30)
15. Ago (3:26)
16. Outro (2:54)

Gesamtspielzeit: 54:21




Jaw war eine Band aus Lüneburg, Deutschland, die im Jahr 2000 ihr erstes und einziges Album veröffentlichte. „No Blue Peril“ heißt dies und erschien auf dem Label Edel Records. Darauf zu hören gibt es Electro Pop, der sowohl manchmal die Grenzen zum Rock wie zum Techno überschreitet.

Die drei Musiker starten gut in das Album. So haben die ersten Titel auf „No Blue Peril“ alle etwas, eine Melodie oder eine Idee, die ins Ohr geht und auch länger hängenbleibt. Das ändert sich im Laufe der Scheibe allerdings leider. Die Titel werden uninteressanter, vor allen Dingen in der Mitte der Scheibe wirken die einzelnen Lieder irgendwie uninspirierter, können einen einfach nicht mehr so einfangen.

So liegen auch die Höhepunkte der Scheibe größtenteils in der ersten Hälfte der Platte. „Alec Is Amused“, „Survive“ sowie „Interlude 1“ wären da zu nennen. Alles Lieder, die eine gewisse Atmosphäre ausstrahlen und eben gut ins Ohr gehen. Aus dem weiteren Verlauf der Scheibe wäre da schließlich nur noch das sehr sphärische „Interlude 3“ zu nennen, welches bereits im Bereich des Ambient angesiedelt ist. Neben noch ein paar schöneren Momenten klingt der Rest der Scheibe allerdings wie langweiliger Electro Pop, den man nicht mehr unbedingt gehört haben muss.

Fazit: Ein zeitweise schönes und interessantes, an andern Stellen allerdings langweiliges Album ist „No Blue Peril“ von Jaw geworden. Ganz bestimmt keine schlechte Musik, jedoch auch nichts, was das Potential besitzt, zum Lieblingsalbum zu werden. Wer Electro Pop mag, die oder der kann hier durchaus etwas für sich entdecken. Für alle anderen wird das deutlich schwieriger. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Alec Is Amused, Interlude 1, Interlude 3



Freitag, 17. März 2017

Bill Janovitz – Lonesome Bill




Bill Janovitz – Lonesome Bill


Besetzung:

Bill Janovitz – choir, guitar, organ, piano, vocals


Gastmusiker:

Joey Burns – accordion, bass (electric), bass (upright), cello, choir, guitar, mandolin, vocals (background)
John Convertino – bells, choir, drums, percussion, vibraphone
Howe Gelb – piano
Neil Harry – pedal steel
Craig Schumacher – harmonica, vocals (background)
Chris Toppin – vocals


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Rock


Trackliste:

1. Girl's Club (4:29)
2. Think Of All (3:30)
3. Shoulder (4:15)
4. Gaslight (3:18)
5. Ghost In My Piano (2:30)
6. Strangers (3:56)
7. My Funny Valentine (3:44)
8. Peninsula (3:29)
9. Talking To The Queen (3:31)
10. Red Balloon (5:28)

Gesamtspieldauer: 38:14




Die Idee, die hinter dem Album „Lonesome Bill“ von Bill Janovitz stand war, dass er mit seiner Band Buffalo Tom diese Art der Musik nicht veröffentlicht hätte können. Und das Solo–Album des Bill Janovitz, dem Frontmann und Sänger von Buffalo Tom, klingt auch zumindest zum Teil anders, als die Musik „seiner“ Band, nämlich sehr viel mehr der Heimat verbunden. Hört man bei Buffalo Tom noch Alternative Rock, so ist dies bei diesem Solo-Album eher Folk Rock mit diversen Ausflügen hin zum Country.

Joey Burns von Giant Sand und John Convertino von Calexico haben Bill Janovitz bei der Verwirklichung des Albums unterstützt. Somit ist es zumindest nicht ganz überraschend, dass man auch Ausflüge hin zum Country auf „Lonesome Bill“ zu hören bekommt. Des Weiteren ist auf der Scheibe Musik zu hören, die ein klein wenig vom Folk angehaucht wurde, durchaus auch etwas Alternative Rock und schließlich eben immer wieder aber auch Lieder, die schon sehr viel deutlicher nach Country klingen. Über allem schwebt irgendwie der nordamerikanische Kontinent und niemals England.

Nun, egal ob es Folk Musik ist, das Ganze im Country mündet oder Ausflüge hin zum Alternative Rock unternommen werden, sehr überzeugend klingt das alles nicht. Die Lieder gehen weder ins Ohr noch sind sie sonderlich interessant, um es positiv auszudrücken und nicht gleich von langweilig zu sprechen – aber auch dieses Adjektiv würde die Musik des Bill Janovitz auf seinem Solo-Album gut umschreiben. Einzig die Nummer „Shoulder“ kann da zumindest so ein wenig überzeugen. Ein Folk Lied, welches durchaus ins Ohr geht und bereits beim ersten Mal des Hörens klingt. Nur leider ist dies das einzige Lied auf dem Album, welches zumindest etwas überzeugt.

Fazit: Ich schreibe hier über all meine Platten und CD’s. Bald bin ich damit durch, denn die allermeisten werden hier dann besprochen sein. Und ich merke nun, dass es einen Grund gibt, warum mir manche Scheiben nie auffielen und ich sie deutlich weniger hörte, als andere. Ich bin dankbar dafür, alles nochmal durchhören zu können, aber „Lonesome Bill“ von Bill Janovitz wird irgendwie wieder in der Versenkung verschwinden. Das ist keine schlechte Musik, allerdings eine absolut uninteressante Musik. Egal ob Folk, Rock oder Country, mitreißend oder spannend klingt hier nichts. Vier Punkte.

Anspieltipps: Shoulder



Donnerstag, 16. März 2017

Wolf Hoffmann – Classical




Wolf Hoffmann – Classical


Besetzung:

Wolf Hoffmann – guitars


Gastmusiker:

Peter Baltes – bass on 11
Mike Brignardello – bass on 02, 03, 05, 07 & 09
W. Anthony Joyner – bass on 10
Michael Cartellone – drums & percussion
Larry Hall – piano on 11
Dr. Al Kooper – hammond b3 organ on 07


Label: Sound Shop Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Klassische Musik im Rockgewand


Trackliste:

1. Prelude (1:25)
2. In The Hall Of The Mountain King (3:15)
3. Habanera (5:14)
4. Arabian Dance (5:14)
5. The Moldau (4:54)
6. Bolero (8:19)
7. Blues For Elise (4:01)
8. Aragonaise (4:27)
9. Solveig's Song (3:44)
10. Western Sky (4:27)
11. Pomp & Circumstance (3:56)

Gesamtspieldauer: 49:00




Wenn manchen Musikern nichts mehr einfällt, dann versuchen sie Opern zu schreiben, um zu beweisen, dass sie selbst in diesem musikalischen Genre bestehen können. Das Ergebnis interessiert dann nur niemanden, aber man hat es eben mal versucht. Eine andere Möglichkeit ist, dass man seine eigenen Stücke von einem großen Orchester nachspielen lässt, um so zu beweisen, dass sie auch auf diese Art und Weise ganz toll klingen. Die dritte Möglichkeit, sich auch mal anders beweisen zu können, diese hat Wolf Hoffmann gewählt. Ansonsten Gitarrist bei der Hard Rock Combo Accept, spielt er jetzt auf seinem ersten Solo-Album Klassische Musik nach und verrockt diese, da ihm die klassische Musik schon immer am Herzen und im Blut lag, wie man nachlesen kann.

Man fragt sich allerdings, ob so etwas wirklich sein muss. Die Antwort heißt ganz klar: „Nein“. Die Auswahl der Stücke ist Wolf Hoffmann noch gelungen, jedoch klingen diese eben im Original deutlich besser, als mit Rock-Instrumenten interpretiert, sind eben klassische Musik, deren Interpretation auch ein Orchester verlangt. Vielleicht kann diese Scheibe als Einstieg für so manche(n) Hörerin oder Hörer dienen, um zu beweisen, dass es in diesem musikalischen Genre auch schöne Melodien zu hören gibt, das war es dann allerdings schon. Hat man allerdings diese Stücke in ihren ursprünglichen Versionen im Ohr, also so, wie sie wirklich klingen, so sind die Interpretationen des Wolf Hoffmann eine Qual.

Hier etwas hervorzuheben fällt mir absolut schwer, da die einzelnen Stücke allesamt vergewaltigt klingen. Das ist schöne Musik und Wolf Hoffmann ist ein guter Gitarrist, jedoch passt das auf „Classical“ alles irgendwie nicht zusammen. Ich höre Grieg, Tchaikovsky, Bizet oder van Beethoven manchmal ganz gerne, aber dann doch bitte im Original. Und der allergrößte Knaller ist schließlich noch, dass an zehnter Stelle wahrlich sogar noch eine Eigenkomposition des Wolf Hoffmann zu hören ist, die sich zwischen die klassischen Titel schob. Nun, Selbstbewusstsein hat dieser Wolf Hoffmann.

Fazit: „Schuster bleib bei Deinen Leisten“, heißt es so schön. Das hat Wolf Hoffmann hier irgendwie ignoriert. Die Stücke sind alle alles wunderbare Themen der klassischen Musik. Diese werden auch von Wolf Hoffmann perfekt gespielt und sogar seine Eigenkomposition kann sich hören lassen, trotzdem ist dies keine Musik, die ich anhören kann, da mir bei solch einer Vergewaltigung von Musik das Herz blutet. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Bolero



Mittwoch, 15. März 2017

Headcrash – The Overdose Remixes




Headcrash – The Overdose Remixes


Besetzung:

Shane Cooper – motor mouth
Roger Ingenthron – weepin’ and cryin’ guitar
Allen Wright – fresh vocals
Herwig Meyszner – loud & eardisturbing g’s
Nico Berthold – groovin’ rhythm’s
Ulrich Joachim Franke – masterplans
Otto van Alphen – phonkee beatin’ bass


Label: Collective 5


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Hip Hop, Funk Metal


Trackliste:

1. Plugged In (Hyperdose Mix) (5:45)
2. Imitation Of Life (Overdose Mix) (6:56)
3. King Of The Chrome (Ypsilon Mix) (4:38)
4. Decapitated (Consequences Mix) (6:58)
5. Free Your Mind (Divisadero Mix) (3:58)
6. Freedom (Re-Edit) (5:01)
7. Safehouse Live (5:26)
8. Plugged In Live (4:49)
9. Decapitated Live (4:05)
10. Freedom Live (5:42)
11. Scapegoat Live (5:18)
12. Stains Live (4:03)
13. Joe Cocker Ain’t Nuthin (1:08)

Gesamtspieldauer: 1:03:52




Headcrash war beziehungsweise ist eine deutsch-amerikanische Crossover-Band, die im Jahr 1993 in Pirmasens gegründet wurde. Mit Unterbrechungen besteht Headcrash wohl auch heute noch, obwohl die letzte Veröffentlichung bereits aus dem Jahr 2006 stammt. „The Overdose Remixes“ wurde 1996 auf dem Label Collective 5 veröffentlicht und stellt das dritte „Studioalbum“ der Band dar.

Darauf zu hören gibt es sechs Titel, die mit Phantasie-Remix-Namen versehen wurden. Dazu gibt es dann noch sechs Live-Nummern, in zwei Fällen von Liedern, die bereits in Studio-Versionen vorhanden sind. Beendet wird dieses Album zuletzt mit einem etwa einminütigen „Spaß“, bei dem gejammt wird und ein Schrei wohl Reminiszenzen zur Stimme Joe Cockers hervorrufen soll. Zu hören gibt es auf „The Overdose Remixes“ eine Mixtur aus Hip Hop und Funk Metal, die sich weder gut anhört, melodiös ist noch sonst irgendwie Spaß macht. Es gibt sie definitiv, die Musik, bei der man den Raum verlassen muss. In meinem Fall ist dies hier erreicht. Dazu sind das alles keine neuen Titel, wie die Namen bereits ausdrücken, sondern Mixe früherer Nummern. Wenn man ein neues Album veröffentlichen will, dann kann man das, egal ob man Material hat oder eben nicht.

Fazit: Vielleicht finden Hip Hop Freunde hier etwas für sich. Hip Hop ist definitiv nicht meine Richtung, doch trotzdem, manches Mal finde ich auch in diesem Genre etwas für mich. Allerdings nicht bei Headcrash. Hier höre ich nur aggressive und langweilige Stücke, die nichts haben, was es auch nur Bruchteile einer Sekunde schaffen würde, mich irgendwie zu überzeugen. Ganz im Gegenteil, meist hoffe ich, dass eine Nummer schnell vorbeigeht und der nächste Titel kommt. Und dann kommt das nächste Lied und es geht wieder von vorne los… Leider absolut nichts für einen Hip Hop-Banausen wie mich. Ein Punkt.

Anspieltipps: King Of The Chrome


(Kein Video verfügbar)

Dienstag, 14. März 2017

The Audience – Hearts




The Audience – Hearts


Besetzung:

Bernd Pflaum – vocals
Michael Arnold – bass and vocals
Florian Helleken – drums and percussion
Johannes Preiss – organ
Sebastian Wild – guitars and vocals


Label: Hazelwood


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Rock


Trackliste:

1. We Belong To Boys (3:38)
2. Endless Wall (3:41)
3. Wolves (3:36)
4. Waves (7:23)
5. Burning (4:11)
6. The Lesser Things (3:27)
7. We Are Just The Hearts (2:53)
8. Sirens (4:30)
9. Looming (4:30)
10. We Won’t Get Home (2:39)
11. Thrill (3:11)
12. Blinding Beams (5:22)

Gesamtspieldauer: 49:07




The Audience war eine Rockband aus Hersbruck bei Nürnberg, die von 2003 bis 2012 aktiv war. Drei vollständige Alben veröffentlichte die Band. „Hearts“ war dabei die letzte Scheibe der fünf Musiker und diese erschien 2012 auf dem Label Hazelwood. Zu hören gibt es darauf guten und eingängigen Rock, der schon beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht und immer wieder angenehm überzeugt.

Überraschend ist immer wieder, dass solche Bands wie zum Beispiel The Audience nicht mehr Erfolg haben. Denn das, was da auf ihrem dritten Album zu hören ist, klingt wirklich absolut überzeugend und begeistert sogar an der einen oder anderen Stelle. Rock Musik bekommt man hier vorgesetzt, melodiös und eingängig, dabei niemals einfältig oder anbiedernd. Die einzelnen Titel variieren und auch wenn The Audience damit kein neues musikalisches Genre erfinden, so klingt das, was auf „Hearts“ zu hören ist doch frisch und spannend.

Für den Rock Freund gibt es auf der Platte einiges zu entdecken. Die Höhepunkte in meinen Ohren heißen „We Belong To Boys“, „Burning“, „Thrill“ und „Blinding Beams“. Im Grunde genommen hätte ich hier allerdings auch drei, vier völlig andere Nummern aufzählen können, enttäuscht wird man von keinem Lied auf „Hearts“. Ganz gleich ob rockig oder doch etwas poppiger, Spaß macht das irgendwie alles zu hören. Besonders überzeugend ist dabei auch immer wieder der Sound und solch eine fette Orgel, wie die in der Musik von The Audience, hört man heutzutage auch nicht mehr so oft – leider.

Fazit: Unfassbar viele Bands machen gute Musik und trotzdem hört man nie etwas von ihnen. Ab und zu fällt einem dann aber doch mal wieder eine jener Scheiben in die Hände, die einfach nicht beachtet wurden und werden. Eine davon ist das Album „Hearts“ von The Audience. Es ist gar nichts so Außergewöhnliches, was man auf der Scheibe zu hören bekommt. Einfach nur zum größten Teil gut gemachter Rock. Was will man eigentlich mehr? Zehn Punkte.

Anspieltipps: We Belong To Boys, Burning, Thrill, Blinding Beams



Montag, 13. März 2017

Fetish 69 – Atomized




Fetish 69 – Atomized


Besetzung:

Christof Baumgartner – bass
Rainer Binder-Krieglstein – drums
Garfield – samples, percussion, programming
Christian Fetish – vocals
Robert Lepenik – guitar


Label: Doxa


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Electronic, Trip Hop


Trackliste:

1. Metallic Sleep (4:32)
2. Omega-Tier (5:01)
3. Cocoon (4:53)
4. Strain (4:22)
5. Cancer Days (4:34)
6. All That Sex (4:16)
7. Body Control (4:22)
8. Enter The Hollow (3:34)
9. Hyper-Real (1:54)
10. Detox (6:54)
11. We Are All Prostitutes (4:41)

Gesamtspieldauer: 49:08




„Atomized“ nannte die Wiener Band Fetish 69 ist viertes und wohl auch letztes Studioalbum, welches im Jahr 2003 auf dem Label Doxa veröffentlicht worden war. Seitdem gab es meines Wissens nach keine neue Scheibe mehr. Zu hören gibt es auf „Atomized“ allerdings keinen Industrial Metal mehr, für den die Österreicher auch mal standen, sondern sehr viel eher elektronische Musik, die immer wieder auch mal im Trip Hop Zuhause ist.

So richtig überzeugend klingt die Musik von Fetish 69 auf „Atomized“ allerdings kaum. Der durchgehend fast schon geflüsterte Gesang, der wohl so klingen soll, als ob er aus einer Gruft kommt oder von irgendwelchen Zombies oder Untoten eingesungen worden ist, nutzt sich mit der Zeit als Stilmittel deutlich ab. Und auch die Musik klingt größtenteils eher langweilig als anregend. Ziemlich experimentell das Ganze, wobei man dabei dann auch nicht überrascht sein darf, dass Fetish 69 auf „Atomized“ keineswegs melodiös oder eingängig klingen.

Manchmal hört es sich sphärisch an, dann wird es auch etwas interessanter, da hier zumindest eine gewisse Atmosphäre transportiert wird. Oftmals steht der Rhythmus eines Liedes im Vordergrund, aber zum Mitwippen reicht das oftmals leider auch nicht. Am Überzeugendsten klingt da noch die Nummer „Cocoon“. Hier wird einem zumindest eine nette Melodie geboten und die Gitarre klingt so schön sehnsüchtig. Ansonsten hört sich „Atomized“ eher langweilig an.

Fazit: Ziemlich viele elektronische Klänge präsentieren Fetish 69 auf ihrem vierten Album „Atomized“ ihren Hörerinnen und Hörern. Das klingt zwar manches Mal experimentell, leider allerdings allzu oft auch langweilig. Trip Hop ist das mal am Rande und diese Gruselstimme bringt es auch nicht über die Dauer der ganzen Scheibe. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Cocoon



Sonntag, 12. März 2017

The Pineapple Thief – Tightly Unwound




The Pineapple Thief – Tightly Unwound


Besetzung:

Bruce Soord – vocals, guitar and keyboards
Jon Sykes – guitar
Keith Harrison – drums
Steve Kitch – keyboards


Label: Kscope


Erscheinungsdatum: 2008 (mit Bonus CD: 2013)


Stil: Art Rock, Alternative Rock, Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. My Debt To You (5:11)
2. Shoot First (4:11)
3. Sinners (4:51)
4. Tightly Wound (6:31)
5. The Sorry State (4:10)
6. My Bleeding Hand (4:13)
7. Different World (10:53)
8. And So Say All Of You (4:07)
9. Too Much To Lose (14:49)


CD2 (Bonus CD der Wiederveröffentlichung im Jahr 2013):

1. Bitter Day (4:50)
2. Second Chance (5:09)
3. Too Far Gone (3:52)
4. Freefall (5:42)
5. February 13th (6:07)
6. The West Coast (2:36)
7. Shoot First (Acoustic) (3:25)
8. Tightly Wound (Acoustic) (5:36)

Gesamtspieldauer CD1 (59:02) und CD2 (37:20): 1:36:26




„Tightly Unwound“ heißt das siebte Studioalbum der englischen Band The Pineapple Thief. Ursprünglich wurde das Album im Mai des Jahres 2008 veröffentlicht. Im Jahr 2013 ist „Tightly Unwound“ schließlich wiederaufgelegt worden und erschien dann mit einer Bonus CD. „Tightly Unwound“ war das erste Album von The Pineapple Thief, welches auf dem Label Kscope veröffentlicht wurde. Alle vorherigen Platten waren ursprünglich auf Cyclops Records erschienen. Zwischen den beiden Veröffentlichungen 2008 und 2013 lagen für Bruce Soord Welten, wie er in dem schön gestalteten Booklet der Wiederveröffentlichung schreibt. Mit ihrer Unterschrift bei Kscope, unter Vermittlung von Steven Wilson, kam es nach seiner Aussage zu einer Art Wiedergeburt der Band, die übrigens die erste war, die bei Kscope unterzeichnete. Denn während Bruce Soord das Album in seinem Studio remasterte, dachte er fünf Jahre zurück, als sie das ursprüngliche Album vorstellten und dabei vor vierzig Zuhörern in einem Londoner Pub spielten.

Auf „Tightly Unwound“ bekommt man alles zu hören, was man an The Pineapple Thief so liebt. Hier gibt es tollen und eingängigen Alternative Rock mit sehr viel Melancholie und einem immer wieder variablen Ablauf in den einzelnen Liedern. Funktionieren die etwas kürzeren Titel noch nach dem Schema Strophe – Refrain – Strophe und so weiter, so ist dies bei den längeren Titeln nicht mehr der Fall, die sehr viel verschachtelter und auch vielschichtiger aufgebaut sind. Dazu spielt Bruce Soord, der erneut Texte und Musik im Alleingang komponierte, so herrlich mit Stimmungen und Atmosphären und schafft es die Musik von The Pineapple Thief so wunderbar intensiv werden zu lassen. Dazu wirkt das Ganze nie platt und gewöhnlich, sondern immer begeisternd und packend. Alle neun Titel auf „Tightly Unwound“ gehen schnell ins Ohr. Besonders gelungen sind dabei die ersten beiden Stücke, der Fast-Titeltrack „Tightly Wound“ sowie die beiden längeren Lieder „Different World“ und „Too Much To Lose“.

Mit der Wiederauflage des Albums wurde diesem eine zweite CD hinzugefügt. Acht Lieder sind darauf enthalten. Sind die letzten beiden Nummern dabei „lediglich“ akustische Versionen zweier Titel des ursprünglichen Albums, so sind die ersten sechs Stücke dieser Bonus CD zweier EP’s entnommen, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurden und die Namen „The Dawn Raids Volume 1“ sowie „The Dawn Raids Volume 2“ tragen. Diese sechs Stücke ergänzen die Lieder auf „Tightly Unwound“ perfekt, entsprechen diesen stilistisch und hätten dementsprechend ursprünglich auch selbst auf diesem Album enthalten sein können.

Fazit: „Tightly Unwound“ ist ein typisches The Pineapple Thief Album geworden. Hier gibt es spannenden und eingängigen Alternative Rock zu hören, der viel Melancholie ausstrahlt und immer wieder Wendungen aufweist, sodass die Musik nie Gefahr läuft, Massenware zu sein, alltäglich zu wirken oder irgendwo im Mainstream zu versinken. Von daher passt auch solch eine Überschrift wie New Art Rock deutlich besser zu dieser Musik. Auch mit „Tightly Unwound“ enttäuscht Bruce Soord mit seiner Band The Pineapple Thief keineswegs. Zehn Punkte.

Anspieltipps: My Debt To You, Shoot First, Tightly Wound, Different World, Too Much To Lose, February 13th



Samstag, 11. März 2017

Fiddler's Green – Nu Folk




Fiddler's Green – Nu Folk


Besetzung:

Ralf Albi Albers – Gesang, Gitarre, Irische Bouzouki
Rainer Schulz – Bass
Stefan Klug – Akkordeon, Bodhrán
Tobias Heindl – Geige, Gesang
Frank Jooss – Schlagzeug, Percussion
Peter Pathos – Gitarre, Mandoline, Banjo, Flöte


Label: Deaf Shepherd Recordings


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Folk Rock, Speed Folk


Trackliste:

1. Tarry Trousers (3:06)
2. Wild Life (4:08)
3. Shut Up And Dance (3:44)
4. Goldwatch Blues (3:53)
5. Fragile (4:31)
6. Johnson Boys/Cotton-Eyed Joe (3:34)
7. I'll Be There (3:03)
8. 1000 Million Pieces (5:23)
9. Nu Chicks (5:15)
10. Celebrate (3:10)
11. Popcorn (3:42)
12. Lullaby (5:01)
13. Make No War (3:26)
14. Part Of It (3:30)
15. Silence (4:13)
16. Jigs For Free (6:15)

Gesamtspieldauer: 1:06:01




„Nu Folk“ nannte die Erlanger Folk Rock Band ihr bereits achtes Studioalbum, welches im Jahr 2003 auf dem Musiklabel Deaf Shepherd Recordings veröffentlicht wurde. Zu hören sind darauf sechzehn Lieder, die dem irischen Folk angelehnt sind. Mit Speed Folk wird das Ganze auch häufig umschrieben, passend wäre dabei auch die einzelnen Titel mit Gute-Laune Folk oder manchmal auch Spaß Folk zu charakterisieren.

Das Tempo ist überwiegend relativ hoch gehalten auf „Nu Folk“, ein Albumtitel, der seinem Namen durchaus alle Ehren macht, denn neu und frisch klingt das durchaus, was man hier von Fiddler’s Green zu hören bekommt. Mitunter werden dabei auch deutsche Worte in den ansonsten immer englischen Text eingestreut, der Spaß-Faktor kommt auch durch diverse Gimmicks nicht zu kurz. Die einzelnen Titel preschen meistens nach vorne und die Violine spielt eine nicht unerhebliche Rolle in der Musik der Band. Das kann mitunter auch Ausmaße annehmen, die die Musik der Band noch ein wenig treibender werden lassen. Wenn dieses instrumentale Stilmittel allerdings zu oft eingesetzt wird, kann hier auch der Bogen mal überspannt wirken.

Höhepunkte sind für mich die Stücke „Wild Life“, „Fragile“, „1000 Million Pieces“ sowie „Lullaby“. Alles Lieder, die nicht ganz so diesen „Speed Folk“ verkörpern, sondern auch mal die Musik ein wenig ruhig erklingen lassen und sich dabei deutlich melodiöser anhören als manch anderer Titel auf der Platte. Und da ist auch gleich dieser berühmte Knackpunkt an der Musik von Fiddler’s Green auf „Nu Folk“. Diese ist mitreißend, wenn sie live gespielt wird, sodass ein Konzert der Band zum Erlebnis wird. Auf einem Album und im eigenen Wohnzimmer gehört, kann das Ganze dann manchmal leider nicht mehr ganz so überzeugen – zumindest nicht die schnellen Titel, sehr wohl allerdings die ruhigeren Stücke.

Fazit: Fiddler’s Green machen auf „Nu Folk“ irischen Folk, der oftmals rockt und Geschwindigkeit aufnimmt. Speed Folk umschreibt dieses Genre ganz gut. Und wenn dann noch Späße mit eingebaut werden, dann ist für gute Laune gesorgt. Allerdings nur, wenn man diese Musik laut hört und am besten geht das auf einem Fiddler’s Green Konzert. Und so sind es eher die langsameren Stücke, die auf „Nu Folk“ auch Zuhause, in den eigenen vier Wänden überzeugen können. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Wild Life, Fragile, 1000 Million Pieces, Lullaby



Freitag, 10. März 2017

Glamourboys – Glamourboys




Glamourboys – Glamourboys


Besetzung:

Toshi T. – vox, guitar
Hendrik Labuhn – guitar
Achim Fischer – bass
Thomas Hellriegel – drums


Label: InterPool Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Redeem Yourself (3:39)
2. Draggin' Around (2:51)
3. Petrified (6:01)
4. Going Under (4:13)
5. Things In Heaven (3:28)
6. Me & Myself (1:14)
7. The Real Thing (4:42)
8. Unreachable (7:23)
9. Personal Jesus (3:42)
10. Amber (2:37)
11. Happy Day (3:49)
12. Helpless (4:28)
13. Nameless Recall (5:42)
14. The Stinking Rose (6:13)

Gesamtspieldauer: 1:00:09




Die Glamourboys waren eine deutsche Band, die Ende des 20. Jahrhunderts wohl ihr einziges Album veröffentlichten, mehr habe ich über die vier Musiker nicht gefunden. Das Album hatte denselben Titel wie die Band selbst, „Glamourboys“ eben, erschien im Jahr 1999 auf dem Label InterPool Records und ist angefüllt mit durchaus eingängigem Alternative Rock, der den Glamourboys allerdings wohl doch nicht zum Durchbruch verhalf.

Ob es an dem wahrlich seltsamen Namen der Band lag, dass es mit dem Bekanntheitsgrad nicht weiter nach vorne ging, glaube ich eher weniger. Die Lieder der vier Musiker sind auch durchaus hörbar und unterhalten. Die einzelnen Nummern gehen dabei durchaus ins Ohr, allerdings besitzen sie nicht dieses gewisse Etwas, was sie zu „besonderen“ Liedern werden lässt. „Ganz nett“, möchte man fast sagen, aber das war es dann auch schon. „Glamourboys“ von den Glamourboys enthält zwar keine Ausreißer nach unten, allerdings eben auch nicht die Titel, die ein Album zu etwas ganz Wichtigem werden lassen.

Trotzdem, gut anhören lässt sich diese Platte, bei der man an keiner Stelle in Versuchung gerät, die Fernbedienung in die Hand zu nehmen und ein Lied zu überspringen. Auf „Glamourboys“ gibt es die sanfteren Lieder neben den harten Rockern, wie zum Beispiel das sehr kurze „Me & Myself“. Dabei kann festgestellt werden, dass die ruhigeren Titel von den Glamourboys besser ausgespielt wirken und klingen. Eine weite Spannbreite des Alternative Rock wird den Hörerinnen und Hörern auf jeden Fall geboten.

Fazit: Alternative Rock aus Deutschland gibt es für die Hörerinnen beziehungsweise Hörer auf „Glamourboys“ von den vier Glamourboys zu hören. Die Musik fegt einen nicht aus dem Raum, hat aber etwas und lässt sich immer wieder gut auflegen. Es gibt jede Menge Bands aus dem englischsprachigen Raum, die das nicht so hinbekommen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Real Thing, Unreachable



(Kein Video vorhanden)

Donnerstag, 9. März 2017

Excrementory Grindfuckers – Fertigmachen Szeneputzen!




Excrementory Grindfuckers – Fertigmachen Szeneputzen!


Besetzung:

Rob – guitars, bass, vocals, programming, pimple-keys
Him – vocals, programming, pimple-keys, trumpet, flute


Gastmusiker:

Miriam Kanter – sweet female voice appearance
Michael “Millo” Wolf – guest grunting
David “Metalgreg” Gregori – guest hossa-barking
Christian “Christus” Sander – guest burner
Jan Koslowski – guest burner


Label: Selbstveröffentlichung


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Grindcore, Schlager


Trackliste:

1. Prelude: Szene Putzen (0:33)
2. Intro (0:31)
3. Back In Anal Territory (0:51)
4. Interlude: Wauzi (0:04)
5. Marder, Hund Und Schwein (0:58)
6. Mexicore (1:28)
7. Interlude: Segel (0:11)
8. Grindfuckers (0:32)
9. Im Graben Vor Mir (2:59)
10. Interlude: Muße (0:23)
11. Grindcore Joe (0:37)
12. How To Make A Grind (1:18)
13. Grind Gehört Zu Core (0:36)
14. Interlude: Pilze (0:11)
15. Excrementory G.Punkt (1:44)
16. I Like My Grindcore (0:33)
17. Interlude: Harry’s Po (0:04)
18. Verdammter Grindcore (2:39)
19. Grindcore(a)sozialprodukt (0:11)
20. Interlude: Yippie (0:08)
21. Karamba Karacho Ein Grindcore (2:43)
22. Neue Deutsche Soziale Härte (0:42)
23. Kraft Zum Leben (3:01)
24. Da-da-da (Party Remix) (0:04)
25. Enter Madman 1 (0:47)
26. Enter Bluesman 2 (2:40)
27. Interlude: Tee (0:11)
28. Greiscore 666 (0:23)
29. Untitled (0:04)
30. Wann Spielt Ihr Endlich Wieder Grindcore? (3:08)
31. Interlude: Puppen (0:12)
32. Ungrind My Heart (1:29)
33. Interlude: Schnee Im Koppe (0:04)
34. Thrash Is Fresh (1:24)
35. Grindfuckers Lügen Nicht (0:29)
36. Zlatcore (1:44)
37. Güllepille (2:22)
38. Interlude: Schlüpfer (0:11)
39. Burner (2:28)
40. Das Haar (0:16)
41. Interlude: Das Ende (0:05)
42. For Whom The Shit Rolls (1:41)
43. Grindcore Jack (0:18)
44. The Meshuggles – Yellow Breed Machine (0:30)
45. Mr. Grind (0:41)
46. Interlude: Fahrschein (0:11)
47. Dröhnung Light (0:24)
48. Untitled (0:04)
49. Supermarket Knight (3:20)
50. Grindcore Machen Lohnt Sich Nicht, My Darling (0:16)
51. Interlude: Muße Chocolat (0:10)
52. Grindcore For The Masses (1:59)
53. Sweet Grind Alabama (0:25)
54. Idiotic (0:33)
55. Der Turmkacker (1:56)
56. Anitas Tod (1:16)
57. Interlude: Ballerboost (0:28)
58. I Will Always Ultra (0:40)
59. Grindfuckers Out Of Hell (2:19)
60. Grindcore Im Gummiboot (0:18)
61. Nebelmacht – Ganz In Grind (3:12)
62. Interlude: Schipse (0:07)
63. Another Grindcore Of Us (0:17)
64. Untitled (0:12)
65. Ganz In Grind (Reprise) (1:20)
66. Untitled (0:21)
67. Entengrind (0:18)
68. Ein Grind, Ein Guter Grind (0:19)
69. Grindcore Is Love (3:42)
70. Interlude: Petersilie (0:17)
71. Hallo Bomme (2:44)
72. 99 Grindcoresongs (Part 01) (0:04)
73. 99 Grindcoresongs (Part 02) (0:04)
74. 99 Grindcoresongs (Part 03) (0:04)
75. 99 Grindcoresongs (Part 04) (0:04)
76. 99 Grindcoresongs (Part 05) (0:04)
77. 99 Grindcoresongs (Part 06) (0:04)
78. 99 Grindcoresongs (Part 07) (0:04)
79. 99 Grindcoresongs (Part 08) (0:04)
80. 99 Grindcoresongs (Part 09) (0:04)
81. 99 Grindcoresongs (Part 10) (0:04)
82. 99 Grindcoresongs (Part 11) (0:04)
83. 99 Grindcoresongs (Part 12) (0:04)
84. 99 Grindcoresongs (Part 13) (0:17)
85. 99 Grindcoresongs (Part 14) (0:04)
86. 99 Grindcoresongs (Part 15) (0:04)
87. 99 Grindcoresongs (Part 16) (0:04)
88. 99 Grindcoresongs (Part 17) (0:04)
89. 99 Grindcoresongs (Part 18) (0:04)
90. 99 Grindcoresongs (Part 19) (0:04)
91. 99 Grindcoresongs (Part 20) (0:04)
92. 99 Grindcoresongs (Part 21) (0:04)
93. 99 Grindcoresongs (Part 22) (0:04)
94. 99 Grindcoresongs (Part 23) (0:04)
95. 99 Grindcoresongs (Part 24) (0:04)
96. 99 Grindcoresongs (Part 25) (0:04)
97. 99 Grindcoresongs (Part 26) (0:04)
98. 99 Grindcoresongs (Part 27) (0:04)
99. 99 Grindcoresongs (Part 28) (0:04)

Gesamtspieldauer: 1:14:01




Rob und Him sind mit Sicherheit ganz gute Musiker, das hört man immer wieder in Ansätzen auf „Fertigmachen Szeneputzen!“, dem zweiten Studio-Album der Excrementory Grindfuckers, welches als Selbstveröffentlichung im Jahr 2004 erschienen ist. Darauf zu hören ist eine Mischung aus Grindcore und deutschem Schlager, die es so wohl kein zweites Mal zu hören gibt.

Nun, 99 Lieder auf ein Album zu packen ist sicherlich eine nette Idee, dazu sind auch einige Ansätze auf „Fertigmachen Szeneputzen!“ ganz witzig. Trotzdem, wenn ich alle meine Platten durchhöre und mir überlege, welches wohl die schlechteste davon ist, so lande ich immer wieder bei „Fertigmachen Szeneputzen!“ von den Excrementory Grindfuckers. Das wiederum liegt daran, dass die Scheibe absolut unhörbar ist. Ein unfassbares und aggressives Geschrei, neben deutschen Schlagern, das ist kaum auszuhalten. Dazu Lieder im Minutentakt, die sich jeweils noch unterbieten.

Klar, man kann natürlich auch sagen, dass sei experimentell und hier werden Grenzen ausgetestet. Das stimmt alles absolut, jedoch bewegt sich die Band bei dieser „Grenzaustestung“ in einem Bereich, der einfach nicht mehr erträglich ist. Dazu dieser schwachmatische Bandname und das ergibt in Kombination etwas Schreckliches. Musik kann so toll sein, aber auch so grausam. Nicht alle der 99 „Lieder“ sind absolut fies, manches wie das rockige „Supermarket Knight“ klingt sogar gelungen, jedoch ist es eben nur ein kleiner Baustein in der Umgebung von ganz viel Trash.

Fazit: Wie immer ist Musik natürlich reine Geschmackssache. Grindcore sowie deutscher Schlager sind zwei musikalische Stilrichtungen, die man entweder mag oder nicht. Wenn man auf beides nicht so steht und hier dann auch noch die Kombination dieser musikalischen Genres hört, dann wird es wahrlich schwierig. Und es ist nicht der deutsche Schlager, der hier dem Fass unten den Boden ausschlägt. Und auch wenn es den ein oder anderen kleinen Höhepunkt gibt, so bleibt „Fertigmachen Szeneputzen!“ doch unhörbar. Null Punkte.

Anspieltipps: Keine



Mittwoch, 8. März 2017

Serge Gainsbourg – Du Jazz Dans Le Ravin




Serge Gainsbourg – Du Jazz Dans Le Ravin


Besetzung:

Ohne Angaben


Gastmusiker:

Ohne Angaben


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Französisches Chanson gepaart mit Jazz


Trackliste:

1. Angoisse (2:38)
2. Du Jazz Dans Le Ravin (2:11)
3. Requiem Pour Un Twisteur (2:39)
4. Chez Les Ye-Ye (3:20)
5. Black March (1:37)
6. Black Trombone (2:36)
7. Ce Mortel Ennui (2:56)
8. Générique (1:28)
9. Coco And Co (3:01)
10. Intoxicated Man (2:37)
11. Elaeudanla Teiteia (1:37)
12. Le Talkie Walkie (2:02)
13. Some Small Chance (1:58)
14. Quand Tu T'y Mets (1:46)
15. La Fille Au Rasoir (2:16)
16. Quand Mon 6,35 Me Fait Les Yeux Doux (1:53)
17. Fugue (1:06)
18. Machins Choses (3:17)
19. Negative Blues (1:31)
20. Wake Me At Five (2:44)

Gesamtspieldauer: 45:22




Ich bin der absolute Kunstbanause. Ich kann nämlich nichts mit einer der Ikonen des französischen Chansons, einem quasi Nationalhelden der Franzosen anfangen. Zumindest nicht, wenn dieser sich auch im Jazz versucht, was eine seiner musikalischen Lieblingsstilrichtungen war. Der Pianist war zunächst durchaus im Bereich des Jazz unterwegs und genau dieses Engagement soll die 1997 auf dem Label Mercury Records veröffentlichte Zusammenstellung „Du Jazz Dans Le Ravin“ widerspiegeln.

Die Aufnahmen stammen allesamt aus den Jahren 1958 bis 1964. Kompositeur und Texter ist dabei Serge Gainsbourg selbst, lediglich bei den Nummern „Angoisse“ und „Générique“ wurde er von Alain Goraguer unterstützt. Dies sind beides Instrumentalstücke, genau wie vier weitere Nummern auf diesem Kompilationsalbum. Beim Rest singt Serge Gainsbourg und dann wird es ganz schwierig. In meinen Ohren klingt das weder gelungen noch irgendwie empathisch, ich bin eben ein Kunstbanause. Melodien sind größtenteils nicht auszumachen, was allerdings beim Jazz auch nicht unbedingt erforderlich ist. Wenn dann jedoch ein zum Teil swingender Groove in Verbindung mit Chanson-Gesang erklingt, wirkt das eher aufgesetzt und absolut nicht mehr überzeugend.

Definitiv nicht meine Musik, da das Ganze irgendwie nervig klingt und dabei doch entspannt klingen soll. Es wirkt allerdings übertrieben entspannt. Nur ganz zum Schluss, mit dem letzten Stück, da hat mich Serge Gainsbourg auch eingefangen. Er singt nicht und „Wake Me At Five“ klingt gut. Aber dafür ein Album kaufen?

Fazit: Hörerinnen und Hörer, die mit dem Jazz-Gen in Verbindung mit einem Faible für das französische Chanson geboren wurden, werden hier ganz, ganz viel Spaß haben. Fehlt es an einem der beiden Zutaten, wird es unfassbar schwierig, dieser Scheibe etwas abzugewinnen. Dieses Gesäusel klingt manchmal nach Fahrstuhlmusik, dann wieder nach Hintergrundmusik in einem französischen Möbelhaus und schließlich einfach konstruiert. Schwierig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Wake Me At Five



Dienstag, 7. März 2017

Gov’t Mule – Dark Side Of The Mule




Gov’t Mule – Dark Side Of The Mule


Besetzung:

Warren Haynes – guitar, vocals
Matt Abts – drums, percussion, vocals
Danny Louis – keyboards, guitar, backing vocals
Jorgen Carlsson – bass


Gastmusiker:

Machan Taylor – background vocals
Sophia Ramos – background vocals
Dunga McBroom-Hudson – background vocals
Ron Holloway – saxophone
Leslie Bloom – sound effects


Label: Mascot Music


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Rock


Trackliste:

CD1:

1. Brighter Days (7:54)
2. Bad Little Doggie (3:43)
3. Brand New Angel (7:06)
4. Gameface (12:02)
5. Trane / Eternity's Breath / St. Stephen Jam (19:17)
6. Monkey Hill (5:34)
7. Child Of The Earth (6:18)
8. Kind Of Bird (14:30)


CD2:

1. One Of These Days (6:15)
2. Fearless (5:37)
3. Pigs On The Wing, Pt. 2 (1:36)
4. Shine On You Crazy Diamond, Pts. 1 - 5 (13:57)
5. Have A Cigar (6:30)
6. Speak To Me (1:00)
7. Breathe (In The Air) (2:54)
8. On The Run (3:41)
9. Time (6:47)
10. The Great Gig In The Sky (5:24)
11. Money (7:15)
12. Comfortably Numb (6:26)


CD3:

1. Shine On You Crazy Diamond, Pts. 6 - 9 (14:00)
2. Wish You Were Here (7:38)
3. Million Miles From Yesterday (3:44)
4. Blind Man In The Dark (10:43)

Gesamtspieldauer CD1 (1:16:28) und CD2 (1:07:29) und CD3 (36:07): 3:00:05


DVD:

Konzertvideo (1:16:04) + (1:42:59): 2:59:03




Gov’t Mule ist eine US-amerikanische Rockband, die 1994 durch zwei Mitglieder der The Allman Brothers Band gegründet wurde. Gitarrist und Sänger Warren Haynes sowie Bassist Allen Woody gründeten Gov’t Mule zusammen mit dem Schlagzeuger Matt Abts. „Dark Side Of The Mule“ ist ein Live-Album, welches am 8. Oktober des Jahres 2008 im Orpheum Thaetre, Boston aufgenommen und 2014 unter anderem in einer sehr aufwendigen Deluxe Edition mit drei CDs und einer DVD veröffentlicht wurde. Die Band steht im Grunde genommen für Southern Rock, Blues Rock, Jam Rock und Hard Rock. Auf „Dark Side Of The Mule“ gibt es eigene Stücke sowie Cover-Versionen, hauptsächlich von Pink Floyd zu hören. Den Southern oder Blues Rock findet man auf „Dark Side Of The Mule“ allerdings kaum. Southern Rock so gut wie gar nicht, Blues Rock ab und an. Vielmehr wird bei den eigenen Stücken eher gejamt und etwas härter gerockt, wohingegen die gecoverten Pink Floyd Lieder relativ nahe bei den Originalen angesiedelt sind.

Auf der CD1 befinden sich vor allem eigene Stücke von Gov’t Mule, neben je einer Cover-Version eines John McLaughlin Stücks sowie einer Nummer von Grateful Dead. Das ist auch die CD des Albums, auf der am meisten gejamt wird. Die Musiker leben sich hier an ihren Instrumenten wahrlich aus, scheinen mitunter gar kein Ende mehr finden zu können und schaffen es gerade in diesen epischen Instrumentalpassagen zu begeistern. Hier hört man den Spaß, den die Musiker an ihrem Auftritt haben wunderbar heraus. Wermutstropfen an der Geschichte ist leider, dass die Zuschauer auch ihren Spaß zu haben scheinen. Soweit sicherlich nichts Schlimmes, sondern eher sogar erwünscht. Dass dazu allerdings fast ununterbrochen in die Lieder hineingegrölt und geschrien werden muss, senkt das Hörerlebnis doch schon. Zwar hört man die Zuschauer nur an den ruhigeren Stellen lauter hineinschreien, jedoch weiß man, dass sie dies auch in den lauteren Passagen machen und bemerkt dies dann auch bei genauerem Hinhören beziehungsweise entsprechender Lautstärkewiedergabe.

Auf CD2 sind dann nur Pink Floyd Titel zu hören. Diese werden eher nachgespielt denn interpretiert. Nur manchmal entfernen sich die Musiker etwas weiter von der ursprünglichen Vorlage. Das wiederum bewirkt natürlich, dass man die Lieder noch mehr mit dem Original vergleicht. Guv’t Mule machen das ganz bestimmt nicht schlecht, aber ein wenig Variation oder Interpretation hätte ihren Versionen an mancher Stelle ganz gut getan, denn an das Original reichen sie eben nicht heran. Trotzdem klingt das gelungen. Auch hier ist allerdings das Zuschauergeschrei wieder ein Punkt, der das Hörerlebnis schmälert.

CD3 ist dann ein Mix aus Pink Floyd Covern und Guv’t Mule Tracks. Hier gilt im Grunde genommen dasselbe, was für CD1 und CD2 gegolten hat: Guv’t Mule sind immer dann am überzeugendsten, wenn sie jamen und die Musik laufen lassen. Die beiden Pink Floyd Titel sind ebenfalls gelungen, sodass sich auch diese Seite des Albums lohnt. Genau wie auch die ebenfalls enthaltene DVD, auf der man das Gehörte sogar noch mit bewegten Bildern untermalt serviert bekommt. Der hier enthaltene Film rundet das Gesamtbild und Erlebnis des Albums perfekt ab.

Fazit: Sehr viel zu hören gibt es auf „Dark Side Of The Mule“, dem Live-Album von Guv’t Mule. Drei Stunden Musik und dann dieselbe Menge noch mal als Konzertmittschnitt. Die Musik von Guv’t Mule ist immer dann wirklich beeindruckend, wenn sie zu jamen scheinen und sich in endlosen Soli verlieren. Auch die Cover-Versionen von Pink Floyd haben was, schaffen es jedoch nicht, an die Originale heranzureichen. Gut und überzeugend zu hören ist das jedoch allemal. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Gameface, Trane