Mittwoch, 4. April 2018

Gazpacho – Bravo




Gazpacho – Bravo


Besetzung:

Jan H. Ohme – vocals & backing vocals
Thomas Andersen – keyboards & programming
Jon-Arne Vilbo – guitars & programming
Roy Funner – bass


Gastmusiker:

Mikael Krømer – violins ("Bravo", "The Secret")
Peter Kearns – strings ("Novgorod"), additional vocals ("Bravo")
Kristian Skedsmo – flute ("Bravo")
Geir Digernes – drums
Esther Valentine – additional vocals ("Novgorod")
Line Bækkelund – additional vocals ("Ease Your Mind")
Siv Klynderud – additional vocals ("Sea Of Tranquility", "The Secret")
Sverre Andersen – additional vocals ("The Secret")
Anita Mathiasen – additional vocals ("The Secret")
Yvonne B. Denneche – additional vocals ("The Secret")
Siv Andersen – additional vocals ("The Secret")


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Art Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Desert (5:30)
2. Sea Of Tranquility (5:02)
3. Nemo (3:55)
4. Ghost (5:26)
5. California (3:48)
6. The Secret (5:42)
7. Sun God (4:26)
8. Mesmer (5:43)
9. Novgorod (5:04)
10. Ease Your Mind (5:59)
11. Bravo (6:37)

Gesamtspieldauer: 57:18



Gazpacho sind eine Art-Rock-Band aus Oslo, Norwegen. Die Musiker fanden sich zum Teil bereits im Jahr 1996 zusammen, waren Marillion-Fans und im internationalen Marillion-Fan-Club „The Web“ aktiv. Schließlich begannen die Musiker und Fans selbst Lieder zu schreiben und diese gewannen auch einige Wettbewerbe in Norwegen. Im Jahr 2002 wurde über die Plattform MP3.com schließlich ein Album mit sechs Liedern veröffentlicht. Fünf davon flossen auch in das erste offizielle Studio-Album der Norweger ein. Dieses heißt „Bravo“ und wurde im Jahr 2003 ursprünglich in Eigenproduktion veröffentlicht. Später erschien das Album dann auch auf dem Plattenlabel KScope.

Die Musik von Gazpacho wird häufig mit der von A-ha, Radiohead, Marillion oder Porcupine Tree verglichen. Die Musiker selbst nennen Marillion, Porcupine Tree, Jeff Buckley, Kate Bush, Muse, Pink Floyd, Radiohead, Sigur Rós, Mew, Kraftwerk, Tori Amos, Mr. Bungle, Faith No More, Talk Talk, A-ha und Roger Waters als Inspirationsquellen. Eine ganz schöne Menge an Inspirationen, von denen auf ihrem ersten Album „Bravo“ nur wenige zu vernehmen sind. Am ehesten ist es noch der Gesang von Jan H. Ohme, der zum Teil tatsächlich an den von Morten Harket von A-ha erinnert. Ansonsten hört man auf „Bravo“ sehr eingängigen und melodiösen Art Pop bis Art Rock, der eher melancholisch denn heiter erklingt. Die einzelnen Lieder überzeugen bereits beim ersten Mal des Hörens, die Musik geht sehr gut ins Ohr und verbleibt dort auch.

Gerade zu Beginn findet man einige tolle und überzeugende Lieder auf „Bravo“. „Sea Of Tranquility“ und „Nemo“ sind Stücke, die gleich Spaß machen, ohne dabei irgendwie plump oder platt zu klingen. Trotzdem ist die Musik von Gazpacho hier durchaus massentauglich, obwohl die Massen diese Musik nie zu Gehör bekommen werden. „California“ verfügt über einen Keyboard-Lauf, der so eingängig ist, dass er dazu beitragen würde, dieses Lied in fast jeden westlichen Charts zu platzieren. Bloß kennt die Band eben kaum jemand. „The Secret“ zeigt schließlich sogar Züge des Progressive Rock, um die Spannbreite der Musik von Gazpacho auf ihrem Debut-Album nochmals zu erweitern. Und mit dem Titel „Mesmer“ dringen dann tatsächlich auch mal etwas rockigere und fordernde Töne an das Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Natürlich reißen einen nicht alle der elf Titel absolut mit, doch sie wirken ohne Ausnahme. Diese Mischung aus Rock und Pop klingt einfach beeindruckend leicht und stimmig.

Fazit: Ein sehr gelungenes Album ist die Debut-Platte der norwegische Band Gazpacho geworden. Art Pop bis Art Rock auf hohem Niveau ist auf „Bravo“ zu hören, mit einer gehörigen Portion Abwechslung in und zwischen den einzelnen Liedern. Diese gehen dazu auch noch sehr gut ins Ohr, sind melodisch und hallen nach. Gerade diese Melodiösität steht im Zentrum auf der Platte. Harmonien erklingen praktisch von ersten bis zum letzten Akkord und werden nur durch sehr kurze Augenblicke unterbrochen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sea Of Tranquility, Nemo, The Secret



Dienstag, 3. April 2018

Dennis – Hyperthalamus




Dennis – Hyperthalamus


Besetzung:

Thomas Kretschmer – guitar
Klaus Briest – bass
Jim Wiley – bass
Manne Rörup – keyboards
Michael Kobs – keyboards
Willi Pape – sax, clarinet & flute
Olaf Cassalich – percussion
Carsten Bohn – drums & percussion


Label: Nova Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Instrumental, Jazz Rock


Trackliste:

1. Do Your Own Thing (7:18)
2. Others Do (5:43)
3. Already (4:57)
4. Grey Present Tense (19:07)

Gesamtspieldauer: 37:07




„Hyperthalamus“ von Dennis ist schon ein sehr eigenartiges Album geworden. Zum einen stammt es aus einer Zeit, da es die Band Hyperthalamus schon gar nicht mehr gab, denn diese war 1973 und 1974 aktiv. Hyperthalamus erschien allerdings erst im Jahr 1975 auf dem Plattenlabel Nova Records und wurde auch erst im Jahr 2016 auf Sony Music wiederveröffentlicht. Über die Aufnahmen oder den Aufnahmeort lässt sich auf dem Cover nichts entdecken, doch scheint es sich dabei um Mittschnitte bestimmter Jam-Sessions und Konzerte zu handeln. Zumindest beim Stück „Already“ glaubt man menschliche Stimmen aus dem Zuschauerraum im Hintergrund zu hören, die ganz offensichtlich so nicht von Anfang an eingeplant waren. Auch ist die Aufnahmequalität gut, jedoch nicht über das gesamte Album gleichmäßig geartet. „Hyperthalamus“ ist die erste und gleichzeitig einzige Veröffentlichung von Dennis.

Man hört auf „Hyperthalamus“ durchaus seltsame Einsprengsel wie eine lange Ansage am Hamburger Hauptbahnhof oder den Sound eines dahinfliegenden Flugzeuges. Ansonsten ist die Platte ein reines Instrumentalalbum, angefüllt mit Jazz Rock. Auch wirkt das Ganze mitunter sehr improvisiert. Die Musiker beginnen ein Lied und es scheint fast so, als ob sich genau dann erst eines zum anderen entwickelt. Hier wird eine Idee geboren und die Kollegen steigen darauf ein. Dort entwickelt sich ganz beiläufig ein Thema, wird aufgegriffen und ausgearbeitet. Sicherlich ist dem nicht so, doch die Musik auf „Hyperthalamus“ klingt das ein oder andere Mal doch ziemlich improvisiert und irgendwie noch nicht ganz ausgespielt.

Selbstverständlich geht es hier nicht um Melodien, diese Musik ist nicht dazu geschaffen, um hängenzubleiben oder gar Ohrwürmer zu generieren. Es ist Musik für den Moment. Musik die zum Teil groovt, Musik die immer intensiv klingt, Musik die fließt. Vor allen Dingen beim letzten Titel, „Grey Present Tense“, der die ehemalige zweite Schallplattenseite vollständig ausfüllte, ist dies so wahrzunehmen. Spannend hier auch die Sounds, wenn Flöte und Saxophon sich in den Vordergrund spielen, die restlichen Instrumente sich kurz zurücknehmen und eine Art musikalischer Fluss entsteht, der immer weiter anschwillt, um dann plötzlich eine ganz andere Wendung zu nehmen.

Fazit: Ganz bestimmt ist diese Musik keine, für Freundinnen und Freunde der symphonisch-harmonischen Klänge. Die Band Dennis, die übrigens nach dem Sohn von Schlagzeuger, Filmmusikkomponist und Frumpy-Mitglied Carsten Bohn benannt ist, möchte Neues ausprobieren, experimentieren und andere Wege gehen. Diese führen in Richtung zum Jazz. Kompromisslos und speziell, aber durchaus spannend und mal eine neue Erfahrung. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Grey Present Tense



Montag, 2. April 2018

Riverside – Second Life Syndrome




Riverside – Second Life Syndrome


Besetzung:

Mariusz Duda – vocals, bass
Piotr Grudziński – guitar
Michał Łapaj – keyboards
Piotr Kozieradzki – drums


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: ArtRock, RetroProg, Progressive Metal


Trackliste:

1. After (3:31)
2. Volte-Face (8:40)
3. Conceiving You (3:40)
4. Second Life Syndrome (15:40)
5. Artificial Smile (5:27)
6. I Turned You Down (4:34)
7. Reality Dream III (5:01)
8. Dance With The Shadow (11:38)
9. Before (5:23)

Gesamtspieldauer: 1:03:40




„Second Life Syndrome“ heißt das zweite Studio-Album der polnischen Progressive Rock Band Riverside. Es wurde am 8. November im Jahr 2005 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht und war das erste Album der Band, welches sich zumindest in Polen in den Charts platzieren konnte. Riverside spielen auf „Second Life Syndrome“ einen Progressive Rock, der durchaus auch mal in härteren Gefilden fischt, um dann wieder sehr sanft und symphonisch zu klingen.

Somit wären auch die beiden Außenbezirke von „Second Life Syndrome“ definiert. Prog Metal und der symphonische Progressive Rock. Dieses Spiel zwischen diesen zwar ähnlichen, jedoch auch deutlich voneinander unterscheidbaren musikalischen Genres gelingt den Polen sehr gut. Die Musik ist abwechslungsreich, klingt überaus melodiös und geht ins Ohr. Zudem enthält „Second Life Syndrome“ durchaus auch Titel, die bereits beim ersten Mal des Hörens einen gewissen Wiedererkennungswert vermitteln und mit jedem weiteren Durchlauf intensiver klingen. Das Spiel mit unterschiedlichen Atmosphären gelingt den vier Musikern dabei wahrlich und man kann sich von Stimmungen anstecken lassen, in diese ohne Weiteres eintauchen.

Deutlich weniger gelungen klingen die vier Polen, wenn sie versuchen es nur noch Krachen zu lassen, wie beim Stampfer „Artificial Smile“. Hier wird dann lediglich relativ dumpf und stumpf gerockt und nicht mehr gesungen, sondern geschrieen. Das mag man als Auflockerung durchgehen lassen, ist im Gesamtkontext des Albums allerdings doch eher störend. Sehr viel gelungener klingen da die Nummern „After“, „Conceiving You“ oder das letzte Stück des Albums, „Before“. Alles drei Lieder, die eher im sanfteren Bereich angesiedelt sind – auch wenn sich letztgenanntes Lied durchaus steigert. Oder aber das sich ebenfalls steigernde und insgesamt durchaus „harte“ Instrumentalstück „Reality Dream III“. Hier wird allerdings nicht nur wild drauf losgedroschen, sondern fein nuanciert.

Höhepunkt der Platte ist allerdings der Titeltrack „Second Life Syndrome“, der alles enthält, was den Progressive Rock zu einer ganz besonderen Musikrichtung werden lässt. Es ist die Abwechslung, die hier aus jedem Takt, aus jedem Akkord quillt. Sanfte Passagen konkurrieren mit treibenderen Abschnitten. Melodiösität trifft auf harten Rock und passt bestens zusammen, ergänzt sich. Das funktioniert alles perfekt zusammen und weiß zu begeistern. Mit Abstrichen gilt dies auch noch für den zweiten Longtrack der Platte, „Dance With The Shadow“. Hier steht allerdings wieder sehr viel mehr der Metal im Vordergrund, wenn es auch diverse Auflockerungen zu hören gibt.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Album ist „Second Life Syndrome“ der polnischen Band Riverside geworden. Die Platte rockt, weiß allerdings durchaus mit den Atmosphären zu spielen. Somit ergibt sich eine Scheibe, angefüllt mit symphonischem Progressive Rock und Prog Metal, die immer wieder mitreißt und beeindruckt. Langweile kommt beim Hören definitiv nie auf. Elf Punkte.

Anspieltipps: Conceiving You, Second Life Syndrome, Before



Sonntag, 1. April 2018

Wet Wet Wet – End Of Part One: Their Greatest Hits




Wet Wet Wet – End Of Part One: Their Greatest Hits


Besetzung:

Graeme Clark – bass, vocals
Tommy Cunningham – drums, vocals
Neil Mitchell – keyboards, vocals
Marti Pellow – vocals
Graeme Duffin – lead guitar, vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polygram


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Adult Contemporary, Pop


Trackliste:

1. Wishing I Was Lucky (3:52)
2. Sweet Little Mystery (3:42)
3. Angel Eyes (4:30)
4. Temptation (3:58)
5. With A Little Help From My Friends (2:37)
6. Sweet Surrender (4:22)
7. Broke Away (3:59)
8. Hold Back The River (4:43)
9. Stay With Me Heartache (Can't Stand The Night) (4:08)
10. This Time (4:14)
11. Make It Tonight (4:04)
12. Put The Light On (3:56)
13. Goodnight Girl (3:38)
14. More Than Love (4:20)
15. Lip Service (4:27)
16. Blue For You (5:15)
17. Shed A Tear (4:38)
18. Cold Cold Heart (4:12)
19. Love Is All Around (3:57)

Gesamtspieldauer: 1:18:40




Wet Wet Wet ist eine ehemalige Schülerband aus Schottland, die sich im Jahr 1982 gründete und mit einer Unterbrechung von 1997-2004 bis heute existiert. Acht Studio-Alben hat die Band bisher veröffentlicht, das letzte erschien allerdings bereits im Jahr 2007. „End Of Part One: Their Greatest Hits“ ist das erste Kompilationsalbum von Wet Wet Wet und erschien am 8. November 1993 auf dem Plattenlabel Polygram.

„End Of Part One: Their Greatest Hits“ umfasst die ersten vier Studioalben „Popped In Souled Out“ (1987), „The Memphis Sessions“ (1988), „Holding Back The River“ (1989), „High On The Happy Side“ (1992) und die meisten bis zu dieser Zeit veröffentlichten Singles. „Blue For You“ stammt dagegen vom Live-Album „Live At The Royal Albert Hall (1993). Dazu gibt es mit den beiden Titeln „Shed A Tear“ und „Cold Cold Heart“ noch zwei neue Nummern auf diesem „Best Of…“-Album, die nun ihrerseits daraus als Singles veröffentlicht wurden. Diese Masche, wegen zwei neuen Liedern den Fans nochmals Geld aus der Tasche zu ziehen, obwohl diese die restlichen Lieder bereits besitzen, war auch nicht an Wet Wet Wet vorübergegangen.

Wet Wet Wet sind keine gecastete Boy-Group, klingen allerdings genauso und hatten als Zielhörerschaft selbige Fangemeinde, wie die vielen andern britischen Boy-Groups. Man hört auf diesem Kompilationsalbum Pop mit einer Prise R&B und Funk sowie Soul. Die Lieder wurden alle von den Bandmitgliedern geschrieben und auch eingespielt, trotzdem macht es diese Platte nicht besser, die allerhöchstens belanglos nebenher läuft und schließlich ausklingt. Die Texte sind sehr schlecht, die Musik ist es ebenfalls und klingt nur an ganz wenigen Stellen erträglich.

Fazit: Sehr sanften und süßlichen Pop hört man auf diesem „Best Of…“-Album der schottischen Band Wet Wet Wet. Die Texte handeln von der Liebe, die Melodien zünden nicht, gehen nicht ins Ohr, sind nicht interessant. Schließlich werden auch noch bisher unveröffentlichte Titel auf dieses Kompilationsalbum hinzu gemischt, um den Fan nochmals zur Kasse zu bitten. Schwierig. Hörbar ist im Grunde genommen lediglich das Beatles-Cover „With A Little Help From My Friends“ sowie das Reg Presley-Cover „Love Is All Around“. Deutlich zu wenig. Null Punkte.

Anspieltipps: Angel Eyes



Samstag, 31. März 2018

Motorpsycho – Angels And Daemons At Play




Motorpsycho – Angels And Daemons At Play


Besetzung:

Bent Sæther – vocals, bass, electric & acoustic guitars, piano, mellotron, rhodes, moog taurus, percussion, drum solo on "Sideway Spiral I"
Hans Magnus Ryan – vocals, electric & acoustic guitars, bass, double bass, piano, organ, vibraphone, moog taurus, percussion, drums on "Atlantic Swing"
Håkon Gebhardt – drums, percussion, banjo, piano, vocals


Gastmusiker:

Ole Henrik Moe – alto + soprano saw, piano, violin
Deathprod (Helge Sten) – oscillators, echoplex, reverators, ring modulators
Morten Fagervik – guitar on „Atlantis Swing“
Knut Ålefjær – thundersheets
Marius Søbye – thundersheets
Winnifred Ryan – vocals


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Rock, Progressive Rock


Trackliste:

CD1 (Angels And Daemons At Play Vol. 1 The Original Album - Baby Scooter): 

1. Sideway Spiral I (2:33)
2. Walking On The Water (4:19)
3. Heartattack Mac (7:41)
4. Pills, Powders And Passion Plays (Miss Mitchell In The Ladies Room) (3:24)
5. In The Family (4:51)

CD2 (Angels And Daemons At Play Vol. 2 The Original Album - Have Spacesuit, Will Travel):

1. Have Spacesuit, Will Travel (29:58)

Un Chien Despace
Have Spacesuit, Will Travel
Ohms Concerto For Alto And Soprano Saw

CD3 (Angels And Daemons At Play Vol. 3 The Original Album - Lovelight):

1. Sideway Spiral II (3:22)
2. Like Always (3:39)
3. Stalemate (4:55)
4. Starmelt / Lovelight (3:30)
5. Timothy's Monster (4:14)
6. Untitled (1:35)

CD4 (Angels And Daemons At Play Vol. 4 The Ones That Got Away: B-Sides, Rarities & Live Recordings):

1. Starmelt / Lovelight (3:52)
2. Up Our Sleeves (3:36
3. Wishing Well (5:06)
4. Flick Of The Wrist (8:51)
5. Instamatic (3:06)
6. Back To Source (6:37)
7. Caterpillar (4:50)
8. King Bong Hop (2:48)
9. Star Dancer Vs Car Cancer (3:07)
10. La'Moen Rag (2:01)
11. Baby Jesus II (2:07)
12. Mad Sun (3:02)
13. Nature's Way (2:18)
14. Syk (2:18)
15. Un Chien D'Espace (17:17)
16.Timothy In The Magic City (3:44)

CD5 (Angels And Daemons At Play Vol. 5 Rockefeller, March 14, 1997 Part 1):

1. Komet (26:48)
2. S. T. G. (11:40)
3. Kill Some Day (5:52)
4. Like Always (3:46)
5. Heartattack Mac (9:38)
6. Pills, Powders And Passion Plays (4:23)
7. The Nerve Tattoo (4:59)
8. Young Man Blues (5:42)
9. Starmelt / Lovelight (3:35)

CD6 (Angels And Daemons At Play Vol. 6 Rockefeller, March 14, 1997 Part 2):

1. Un Chien D'Espace (17:44)
2. Sideway Spiral II (3:30)
3. You Lied (4:35)
4. Hogwash (11:06)
5. The One That Went Away (3:18)
6. Nothing To Say (11:57)
7. Into The Sun (7:11)
8. The Golden Core (15:21)

Gesamtspieldauer: CD1 (22:50) und CD2 (29:58) und CD3 (21:18) und CD4 (1:14:48) und CD5 (1:16:27) und CD6 (1:14:45): 5:00:06




Bei den Plattenveröffentlichungen der norwegischen Band Motorpsycho durchzusteigen ist nicht ganz so einfach. Neben einer ganzen Menge an Nebenprojekten wurden bis zum Jahr 2002 auch insgesamt fünfzehn EPs veröffentlicht, die zum Teil auch wieder in reguläre Alben mit einflossen. Das Album „Angels And Daemons At Play“ ist solch eine Platte, denn die Scheibe ist nicht nur das sechste vollständige Studioalbum von Motorpsycho, sondern setzt sich aus drei EPs zusammen. „Angels And Daemons At Play“ erschien im Jahr 1997 auf dem Plattenlabel Stickman Records, die drei zugrundeliegenden Scheiben „Babyscooter“ (veröffentlicht am 27. Januar 1997, „Have Spacesuit Will Travel“ (3. Februar) und „Lovelight“ (10. February) ebenfalls. Von diesen EPs wurden nur je 500 Kopien gedruckt und sind bei Fans begehrte Sammlerobjekte. Alle drei zusammen ergeben das Album „Angels And Daemons At Play“.

Die Wiederveröffentlichung der Scheibe wartet mit jeder Menge zusätzlichem Material auf. Ursprünglich wurde das Album in drei verschiedenen Ausgaben veröffentlicht, was auch den Plattenfirmen Sony und Stickman Records Schweißperlen auf die Stirn trieb. Eine Doppel-LP-Ausgabe für die Vinyl-Fans, eine gekürzte Single-CD-Version sowie eine dreifach CD-Box, die nun auch auf der Wiederveröffentlichung vorhanden ist. Diese CD-Box entspricht den ersten drei CDs der CD-Box aus dem Jahr 2016. Dazu kommt eine vierte CD. Diese beinhaltet Lieder der EP „Starmelt“ (Titel 1-5), ebenfalls ursprünglich veröffentlicht im Jahr 1997. Die Titel 5-8 sind Outtakes aus den Sessions zu „Angels And Daemons At Play“ beziehungsweise deren entsprechenden EPs. Die Titel 9-11 waren Teil einer Benefiz-Platte mit dem Namen „Mot Riving“. Die Lieder 12-16 vervollständigen und ergänzen diese CD unter anderem mit Späßen („Syk“), Improvisationen („Timothy In The Magic City“), Live-Einspielungen („Mad Sun“) bis allerersten Aufnahmen („Un Chien d’Espace“) von Stücken. Damit ergibt sich ein breites, jedoch nicht zusammengestückeltes Sammelsurium verschiedenster Lieder. Die CDs 6 und 7 beinhalten schließlich den Live-Mitschnitt eines Konzertes am 14. März 1997. Die Aufnahmequalität ist dabei nicht die beste und bewegt sich eher auf mittlerem Bootleg-Niveau. „Deathprod“ alias Helge Sten ist hier zu Beginn mit dem Titel „Komet“ zu hören, bevor Motorpsycho übernimmt. Im beiliegenden Booklet wird auch auf die zum Teil weniger gute Qualität der Aufnahmen hingewiesen, mit dem Vermerk, dass man sich aus „historischen“ Gründen entschloss, der Nachwelt und der Fangemeinde das Erlebnis dieses Konzertes zu erhalten.

Musikalisch gesehen hinterlässt „Angels And Daemons At Play“ einen etwas durchwachsenen Eindruck. Die Musik bewegt sich auf der Scheibe irgendwo zwischen relativ „normaler“ Rock Musik, bis hin zu durchaus progressiven Ansätzen. Dabei steht auf diesen verschiedenen CDs die „singende Säge“ stark im Fokus, die immer wieder ihre Auftritte erhält. Dies hält auch die Musik auf „Angels And Daemons At Play“ stilistisch etwas zusammen. Ins Ohr gehen nicht unbedingt alle Titel – auch nicht nach mehreren Durchläufen. Einiges auf dem Album klingt austauschbar, wenn es sich dabei auch durchaus um gut gemachten Rock handelt. Von den Alben der späteren Jahre sind die Norweger hier allerdings musikalisch gesehen noch sehr weit entfernt.

Von den drei auf „Angels And Daemons At Play“ enthaltenen EPs kann am ehesten „Have Spacesuit, Will Travel“ mit seinen drei Abschnitten „Un Chien Despace“, „Have Spacesuit, Will Travel“ sowie „Ohms Concerto For Alto And Soprano Saw“ überzeugen. Während die ersten beiden Teile über dreizehn Minuten lang erklingen, so dauert das „Sägen-Lied“ keine zwei Minuten an. In diesen ersten beiden Abschnitten klingen Motorpsycho dabei nicht nur mitreißend und abwechslungsreich, sondern auch progressiv – und sie sind es auch. Die singende Säge ist hier ebenfalls präsent und begleitet sehr abwechslungsreiche und mitreißende Stücke, die nach wenigen Malen des Hörens sogar sehr gut ins Ohr gehen. Gerockt wird hier, schräg und doch wieder direkt und solch eine lange „Wah Wah“-Passage wie auf dem eigentlichen „Have Spacesuit, Will Travel“ bekommt man sonst auch nicht alle Tage zu hören.

Auf CD3, der EP „Lovelight“, überzeugt am meisten das eher sanfte und ein wenig nach den 60ern klingende „Stalemate“. Auf der vierten CD sind es die Nummern „Wishing Well“ und „Back To Source“. „Wishing Well“ klingt so wunderschön entspannt und bei „Back To Source“ wechseln sich die rockigen und sanfteren Parts auf perfekte Art und Weise ab. Dieser letzte Titel war sogar auf der Vinyl-Ausgabe des Albums enthalten, auf der digitalen Ausgabe der Platte dann nicht mehr. Schwer zu verstehen, denn das Lied ist ein Höhepunkt des Albums, während dem die ganze Welt zu explodieren scheint. Bleiben schließlich noch die beiden Live-CDs. Auch wenn der Klang hier sicherlich nicht der beste ist, das Publikum-Gebrabbel stört doch manchmal sehr, so geben diese beiden CDs doch sehr schön die Live-Atmosphäre eines Motorpsycho-Albums wieder. Eine schöne Zugabe.

Fazit: Es gibt so viel zu hören, auf einem neu aufgelegten Motorpsycho Album. Im Falle des sechsten Albums der Band, „Angels And Daemons At Play“, sind das gleich insgesamt über fünf Stunden Musik. Drei EPs gibt es hier zu hören, auf der vierten CD noch eine vierte EP dazu und jede Menge weiteres Bonusmaterial. Hinzu kommt noch ein vollständiger Konzertmitschnitt auf den CDs 5 und 6. Die Musik von Motorpsycho ist dabei noch nicht immer ganz so innovativ, wie auf den Veröffentlichungen im 21. Jahrhundert, der Weg der Band kristallisierte sich allerdings bereits deutlich heraus. „Angels And Daemons At Play“ ist alles andere als Massenware, Rock und Progressive Rock, der überzeugt – in beiden Fällen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Have Spacesuit Will Travel, Stalemate, Wishing Well, Back To Source



Freitag, 30. März 2018

Diez & Bischof – Daybreak




Diez & Bischof – Daybreak


Besetzung:

Peter Bischof – lead vocals
Frank Diez – guitar, slide guitar (4, 10,) bass (6), mellotron (6)


Gastmusiker:

Jackie Diez – backing vocals
Linda Fields – backing vocals
Dave King – bass (2, 4, 5), double bass – (7, 9)
Tato Gomez – bass (1, 3, 7, 9, 10)
Kristian Schultze – clavinet (1, 2, 6)
Curt Cress – drums, percussion
Kristian Schultze – electric piano (5, 7, 9), organ (2, 3, 5, 7, 8), piano (3, 4, 10)


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Pop, Folk, Country


Trackliste:

1. Daybreak (3:39)
2. Out Of My Mind (3:52)
3. The Day Looks Good (3:22)
4. I Just Killed A Stranger (2:49)
5. Time Passed By (3:34)
6. Turnaround (2:54)
7. Skyman (3:33)
8. Stealing The Show (3:44)
9. Salon Imaginaire (4:54)
10. Stars In My Eyes (5:31)

Gesamtspieldauer: 37:56



Gitarrist Frank Diez und Sänger Peter Bischof spielten zuvor bereits bei der Fusion Formation Emergency zusammen. Als diese sich auflöste, beschlossen die beiden im Jahr 1975 eine eigene Platte aufzunehmen. So wurde „Daybreak“ geboren und ursprünglich bei Atlantic veröffentlicht, im Jahr 2017 schließlich auf dem Plattenlabel Warner Music wiederveröffentlicht. Das Album fiel glatt durch, erregte keinerlei Aufsehen und so ging man nach dieser Zusammenarbeit auch wieder getrennte Wege. Während von Peter Bischof anschließend nichts mehr zu hören war, war Frank Diez dreißig Jahre lang Gitarrist und Produzent der Peter-Maffay-Band und auch sonst bei einigen anderen Musikern als Studio- oder Live-Gitarrist engagiert.

Auf „Daybreak“ hört man unfassbar belanglose Musik, die in den Bereichen Pop, Rock, Blues, Soul, Rock’n’Roll, Folk, Country und noch Vielem mehr fischt. Ach ja, gibt es eigentlich das Genre Krautpop? Genauso uneinheitlich wie dieser Genre-Mix, so schlecht sind sie auch die einzelnen Titel, die sich hauptsächlich dadurch auszeichnen, dass sie oft mit einem fetten Hintergrundgesang untermalt wurden. Die Lieder gehen weder ins Ohr, noch wissen sie sonst irgendwie zu packen. Langeweile pur. Und gibt es doch mal einen schönen Ansatz, einen interessanten Beginn, so wird dieser schnell, nach wenigen Sekunden Spieldauer, bereits wieder zerstört. Irgendwie klingen die einzelnen Titel kitschig und dies wird durch so manche Textkapriole auch noch unterstrichen.

Als wirklich einziges Lied muss man hier den Titel „Salon Imaginaire“ ausnehmen. Eine Instrumentalnummer, in der Frank Diez‘ Gitarre sehnsüchtig und melancholisch klingt. In diesem Fall hört sich das gut an, ohne großartige Rhythmus-Fraktion, ohne Gesang, ohne diesen Hintergrundchor. Allerdings ist diese Nummer ein weiterer Stilmix der Platte, die einfach nicht weiß, wem sie gefallen möchte.

Fazit: Es gibt so viel gute Musik auf dieser Welt und wir haben alle nur eine begrenzte Lebenszeit. Warum diese also sie mit Musik von Diez & Bischof anfüllen? Mir fällt wahrlich kein Grund ein. Man kann sich auf diese Musik nicht einlassen, da sie sich laufend ändert, von Lied zu Lied. Dazu kommt, dass die Lieder alles andere als hörenswert sind. Die Ausnahme gibt es allerdings mit „Salon Imaginaire“. Doch dieses überzeugende Stück Musik macht „Daybreak“ noch lange nicht zu einem guten Album. Vier Punkte.

Anspieltipps: Salon Imaginaire



Donnerstag, 29. März 2018

Kaipa – Inget Nytt Under Solen




Kaipa – Inget Nytt Under Solen


Besetzung:

Ingemar Bergman – drums, temple blocks, rattle and vocals
Tomas Eriksson – bass guitar, synthesizer bass and the voice of the Almighty
Roine Stolt – electric guitar, 6 & 12 string acoustic guitar and rattle
Hans Lundin – grand piano, fender rhodes piano, hammond organ, mellotron, synthesizers, string synthesizer, clavinet, vibraphone, marimba, honky-tonk piano and vocals


Gastmusiker:

Lars Hoflund – lead vocals on tracks 7, 9 & 10


Label: Tempus Fugit


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Skenet Bedrar (It's Not What It Seems) (21:43)
     a) Uppvaknandet (Awakening) (2:43)
     b) Bitterheten (Bitterness) (3:10)
     c) Hoppfullheten (Hopefulnes) (4:44)
     d) Överheten (The Authorities) (8:12)
     e) Vilseledd (Lead Astray) (2:52)
2. Ömson Sken (How Might I Say Out Clearly) (3:17)
3. Korståg (Crusade) (5:20)
4. Stengrodornas Parad (The Parade Of The Stone Frogs) (0:56)
5. Dagens Port (The Gate Of Day) (2:36)
6. Inget Nytt Under Solen (Nothing New Under The Sun) (6:14)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

7. Awakening / Bitterness (6:10)
8. How Might I Say Out Clearly (3:40)
9. The Gate Of Day (2:27)
10. Blow Hard All Tradewinds (6:19)

Gesamtspieldauer: 58:47




Kaipa ist eine schwedische Progressive Rockband, die Mitte der 70er Jahre bis zum Beginn der 80er Jahre fünf Studio-Alben veröffentlichte. Schließlich löste sich die Band wieder auf, um zwanzig Jahre später wiederbelebt zu werden und bis heute Platten zu veröffentlichen. „Inget Nytt Under Solen“, was so viel bedeutet wie „Nichts Neues unter der Sonne“, ist das zweite Studio-Album der Schweden und wurde im Jahr 1976 eingespielt und auch veröffentlicht. Ursprünglich war „Inget Nytt Under Solen“ auf dem Plattenlabel Decca erschienen. Es erfolgte 1993 eine Wiederveröffentlichung auf dem Label Musea und schließlich erschien die Platte im Jahr 2005 ein drittes Mal. Dieses Mal war es das Label Tempus Fugit, welches das Album erneut in die Plattenläden brachte.

Auf „Inget Nytt Under Solen“ hört man klassischen Progressive Rock, der stark an die Musik der englischen Vorbilder Genesis und Yes angelehnt ist, ohne diese jedoch einfach plump zu imitieren. Kaipa haben durchaus ihren eigenen und unverwechselbaren Stil, der nicht nur durch die schwedischen Texte definiert wird. Die Musik klingt sehr verspielt, ist mit zahlreichen kleineren Gimmicks angereichert und quillt fast über vor Melodiösität und Harmonie. Wenn man Spaß daran hat, in zumeist warme und eingängige Mellotron-, Keyboard- und Gitarrenklängen einzutauchen, findet man genau dies auf „Inget Nytt Under Solen“. Den ganz jungen Roine Stolt kann man hier zudem hören, der bei den Aufnahmen zur Platte noch nicht einmal zwanzig Jahre alt war. Er und Keyboarder Hans Lundin sind die Hauptkomponisten des Albums, wobei der Longtrack „Skenet Bedrar“ von Hans Ludin alleine geschrieben wurde.

Und dieses „Skenet Bedrar“ ist auch gleichzeitig das längste Lied und der Höhepunkt des Albums. Hier lebt der Abwechslungsreichtum in der Musik von Kaipa und des Progressive Rocks allgemein. Schwärmerische Passagen werden von rockigeren Abschnitten abgelöst, um dann genau wieder darin zu münden. Dazu die Klänge des Mellotrons, des Clavinets, der Hammond Orgel, des Xylophons und so weiter. Schnell schmiegen sich die Melodien ins und ans Ohr, die immer wieder durch kleine stimmliche oder musikalische Spielereien ergänzt und untermalt werden. Das ist Abwechslungsreichtum schlechthin, der diese Art der Musik so unglaublich spannend werden lässt. Auch die restlichen Stücke des Albums lohnen gehört zu werden und stellen für alle Freundinnen und Freunde des Progressive Rocks sehr hörenswerte Lieder dar.

Ergänzt wird die Wiederveröffentlichung durch vier Titel, von denen die ersten drei bereits auf dem offiziellen Album enthalten sind, dieses Mal allerdings in englischer Sprache eingesungen wurden. Dazu gesellt sich die Nummer „Blow Hard All Tradewinds“. Ein ebenfalls von Roine Stolt geschriebenes Lied, welches von Lars Hoflund eingesungen wird. Dieses stellt eine schöne Ergänzung des Albums dar und fällt in keiner Weise gegenüber den restlichen Liedern ab.

Fazit: Ein melodiöses und eingängiges Album ist „Inget Nytt Under Solen“ der Band Kaipa geworden. Ein Album vollgepackt mit symphonischen Progressive Rock, wie man ihn Anfang bis Mitte der 70er Jahre hauptsächlich von englischen Bands hörte. Die Musik von Kaipa klingt dabei durchaus eigenständig und nicht nach einem Nachahmen von bereits vorhandener Musik. Viel Melodiösität und Abwechslungsreichtum wird einem auf „Inget Nytt Under Solen“ geboten. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Skenet Bedrar



Mittwoch, 28. März 2018

Wobbler – From Silence To Somewhere




Wobbler – From Silence To Somewhere


Besetzung:

Lars Fredrik Frøislie – hammond c3, mellotron, mini moog, chamberlin, hohner clavinet, rhodes, william de blaise spiner, arp pro soloist, arp axxe, solina string ensemble, optigan, wurlitzer, marxophone, grand piano, backing vocals
Kristian Karl Hultgren – bass, bass pedals, wood winds
Martin Nordrum Kneppen – drums, woodwinds
Marius Bergom Halleland – 6 and 12 string electric and acoustic guitars, backing vocals
Andreas Wettergreen Strømman Prestmo – vocals, electric and acoustic guitars, glockenspiel, percussion, brass bell, children's toy


Gastmusiker:

Ketil Vestrum Einarsen – flute on „From Silence To Somewhere“ and „Foxlight“
Øystein Bech Gadmar – crumhorn on „Foxlight“
Renato Manzi – the old man on „Fermented Hours“


Label: Karisma Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Retro Prog


Trackliste:

1. From Silence To Somewhere (21:01)
2. Rendered In Shades Of Green (2:05)
3. Fermented Hours (10:12)
4. Foxlight (13:19)

Gesamtspieldauer: 46:38




Steht man auf den klassischen englischen Progressive Rock und kann auch damit leben, dass dieser nicht in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand, sondern in der heutigen Zeit, dann sollte man sich definitiv mal Zeit für die norwegische Band Wobbler nehmen. Das vierte Studioalbum der Retro-Progger aus dem Norden heißt „From Silence To Somewhere“ und erschien im Herbst des Jahres 2017 auf dem Plattenlabel Karisma Records – acht Jahre nach der letzten Platte „Rites At Dawn“.

„From Silence To Somewhere“ wimmelt nur so von Reminiszenzen an Prog-Größen der 70er Jahre. Genesis hört man fast an jeder Stelle der Scheibe heraus, angefangen vom wahrlich epischen Titellied bis hin zum Ausklang mit „Foxlight“. Aber auch Gentle Giant, Yes und Emerson, Lake & Palmer schimmern immer wieder durch – und ganz bestimmt noch jede Menge andere Bands. Dies alles jedoch in einer keinesfalls störenden Art und Weise, denn die Musik ist spannend, melodiös, abwechslungsreich und spielt mit den Emotionen, die beim Hören dieser „Erinnerungen“ zwangsläufig aufkommen müssen. Einen kleinen und intensiven Ausflug in die Melancholie stellt dabei ebenfalls das kurze „Rendered In Shades Of Green“ dar. Dieses traurige Stückchen Musik geht in seinem kurzen Verlauf fast in David Bowies „Warszawa“ über, dass einem die Tränen in die Augen schießen – vor Rührung.

Bei Musikliebhaberinnen und -liebhabern ist solche Musik, wie diese zitierende von Wobbler auf „From Silence To Somewhere“ häufig umstritten. Wie viel darf denn überhaupt „zitiert“ werden? Wie viele neue Ideen muss solch ein Album des Retro Prog enthalten? Komischerweise stellt sich für mich im Falle dieser Veröffentlichung diese Frage überhaupt nicht. Die vier auf „From Silence To Somewhere“ enthaltenen Lieder klingen so überzeugend und mitreißend, dass sie eher eine Art Ergänzung der Musik der Heroen der End-60er bis Mid-70er darstellen, als dass sie lediglich zusammengesetzte Kopien schon längst veröffentlichter Stücke wären. Die hier wiedergegebenen Zitate wirken.

Fazit: Ein Retro-Prog-Album der allerfeinsten Sorte haben die norwegischen Musiker von Wobbler mit ihrem vierten Album „From Silence To Somewhere“ veröffentlicht. Wer Spaß daran hat, in den Klängen der frühen 70er Jahre zu schwelgen, die oder der wird hier auf das Allerbeste bedient. Die Musik ist abwechslungsreich, spannend, sehr melodiös und schafft es einen zu packen. Alles schon mal dagewesen? Na und? In der Zusammenstellung wie auf „From Silence To Somewhere“ nämlich ganz bestimmt noch nicht. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: From Silence To Somewhere und die restlichen Lieder



Dienstag, 27. März 2018

Ed Sheeran – X




Ed Sheeran – X


Besetzung:

Ed Sheeran – lead vocals, acoustic guitar, electric guitar, handclaps on "I'm A Mess" and "Nina", instrumentation and programming on "Don't", violin on "I See Fire", production on "I See Fire"


Gastmusiker:

Jake Gosling – drums on "One", "I'm A Mess", "Nina", "The Man", "Thinking Out Loud", "Shirtsleeves" and "Even My Dad Does Sometimes", percussion on "I'm A Mess", "Nina", "Thinking Out Loud" and "Shirtsleeves", piano and handclaps on "I'm A Mess" and "Nina", synths on "Nina", rhodes on "The Man", strings and horns on "One", bass guitar on "Even My Dad Does Sometimes"
Pharrell Williams – background vocals on "Sing"
Benny Blanco – instrumentation and programming on "Don't"
Rick Rubin – instrumentation and programming on "Don't"
Johnny McDaid – programming on "Afire Love", keys on "Tenerife Sea" and "Bloodstream", guitars, bass, backing vocals, percussion, piano, hammond on "Afire Love"
Jeff Bhasker – piano, keys and bass guitar on "Photograph"
Foy Vance – backing vocals on "Afire Love"
Amy Wadge – piano on "Even My Dad Does Sometimes"
Chris Leonard – guitars and bass guitar on "I'm A Mess", "Nina" and "Thinking Out Loud", guitars on "The Man" and "Even My Dad Does Sometimes", handclaps on "I'm a Mess" and "Nina"
Andrew Coleman – additional guitars on "Sing" and "Runaway"
Jason Lader – keyboards and bass guitar on "Don't", keyboards on "Bloodstream" and "Tenerife Sea", bass guitar on "Tenerife Sea"
Eric Lynn – keyboards on "Bloodstream" and "Tenerife Sea"
Adam MacDougall – keyboards on "Don't" and "Bloodstream"
Lenny Castro – percussion on "Don't", "Bloodstream" and "Tenerife Sea"
Luis Conte – percussion on "Don't", "Bloodstream" and "Tenerife Sea"
Matthew Gooderham – assistant engineer on "Nina"
Ed Howard – handclaps on "Nina"
Emile Haynie – drum programming on "Photograph"
Tyler Sam Johnson – electric guitar and drum programming on "Photograph"
Davide Rossi – string arrangement on "Photograph", live strings on "Afire Love"
Chris Dave – drums on "Bloodstream" and "Tenerife Sea"
Blake Mills – guitar on "Tenerife Sea"
Peter Gosling – piano on "Thinking Out Loud"
Geoff Leaa – drums on "Afire Love"
Coco Arquette – additional vocals and gang percussion on "Afire Love"
Courteney Cox – additional vocals and gang percussion on "Afire Love"
Eamon Harkin – additional vocals and gang percussion on "Afire Love"
Nigel Collins – cello on "I See Fire"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Pop, HipHop


Trackliste:

1. One (4:12)
2. I’m A Mess (4:04)
3. Sing (3:55)
4. Don’t (3:39)
5. Nina (3:45)
6. Photograph (4:19)
7. Bloodstream (5:00)
8. Tenerife Sea (4:01)
9. Runaway (3:25)
10. The Man (4:10)
11. Thinking Out Loud (4:41)
12. Afire Love (5:14)


Bonus Tracks “Deluxe”-Edition:

13. Take It Back (3:28)
14. Shirtsleeves (3:10)
15. Even My Dad Does Sometimes (3:48)
16. I See Fire (4:58)
17. All Of The Stars (3:57)

Gesamtspieldauer: 1:09:53




„X“ (ausgesprochen: „multiply“) heißt das zweite Studio-Album des englischen Sängers und Songwriters Ed Sheeran. Es erschien am 20. Juni im Jahr 2014 auf dem Plattenlabel Atlantic Records. Das Album wurde zum großen Erfolg für Ed Sheeran, konnte sich in fünfzehn Ländern auf Platz 1 der Charts platzieren – auch in Deutschland, England und den USA. Bis heute verkaufte sich die Platte weltweit über vierzehn Millionen Mal. Fünf Singles wurden aus „X“ ausgekoppelt, um den Erfolg weiter anzukurbeln. Diese hießen „Sing“, „Don‘t“, „Thinking Out Loud“, „Bloodstream“ und „Photograph“.

Auf „X“ hört man eine Mischung aus Pop und HipHop, die manchmal, jedoch nicht immer eingängig klingt. Auch R&B und folkige Passagen gibt es auf „X“ zu hören, sodass ganz sicher auch ein breites Publikum angesprochen wird. Steht man auf Rock Musik, klingen solche Titel wie „Sing“ zwangsläufig gewöhnungsbedürftig. Diese Mischung aus Pop und HipHop, angereichert mit jeder Menge Falsett-Gesang, wirkt nicht unbedingt bei jeder und jedem. Bei der breiten Masse der Hörerinnen und Hörer allerdings ganz sicher, da hier wirklich für jede und jeden etwas dabei ist, die Musik dazu meist sanft klingt, die Melodien umso harmonischer.

Für mich ist diese Musik wahrlich schwer zu beurteilen, passt sie doch so überhaupt nicht in mein musikalisches „Beuteschema“. Diese Lieder packen mich nicht, leider unterhalten sie mich auch nicht, sie langweilen, klingen belanglos. Das hört sich alles wie aufgewärmt an und um etwas anders zu klingen, noch mit einer hohen männlichen Stimme versehen. Gerade die Mischungen aus Pop und HipHop wurden als Single veröffentlicht, kamen überwiegend sehr gut an und trugen nicht zuletzt auch zum Erfolg des gesamten Albums bei. Wenn die Musik vom Pop allerdings leicht in den Folk abzudriften scheint, geht sie besser ins Ohr, klingt eingängiger, überzeugt mehr. „I’m A Mess“ sei an dieser Stelle genannt, genau wie „Tenerife Sea“ und das mit reichlich Streichern unterlegte „Afire Love“. Richtiggehend begeisternd klingt das allerdings nicht, ganz nett dafür schon. Inhaltlich schlecht und langweilig sind allerdings durchweg die Texte geraten, welche – wie nicht anders zu erwarten – das Thema der Liebe immer wieder aufgreifen. Wenn mir nichts einfällt und ich nichts zu sagen habe, dann zieht das Wörtchen „Love“ immer.

Fazit: Überaus erfolgreich und trotzdem auch überaus langweilig ist „X“ von Ed Sheeran geworden. Fans werden das definitiv anders sehen. Etwas Neues, Innovatives oder Besonderes gibt es in der Musik des Briten jedoch nicht zu entdecken. Die Stücke platzen auch nicht vor Melodiösität, lassen sich zumeist aber gut anhören – nebenbei. Mich langweilt das Gehörte zum allergrößten Teil. Sechs Punkte.

Anspieltipps: I’m A Mess, Tenerife Sea, Afire Love



Montag, 26. März 2018

Gary Barlow – Since I Saw You Last




Gary Barlow – Since I Saw You Last


Besetzung:

Gary Barlow – vocals, backing vocals, piano, keyboards


Gastmusiker:

Sam Dixon – bass
Dave Bronze – bass
David Catlin-Birch – bass, backing vocals, guitar
Karl Brazil – drums
Ryan Carline – keyboards
Pete Davis – keyboards
Fergus Gerrand – percussion
Rohan Onraet – percussion
Andy Duncan – percussion
Ben Mark – guitar
Tim Van Der Kuil – guitar, banjo, pedal steel guitar, mandolin
John Parricelli – guitar
Gary Nuttall – guitar
Neil Taylor – guitar
Massimo Restaino – accordion
Ami Richardson – backing vocals
Andy Caine – backing vocals
John Shanks – backing vocals
Jeremy Stacey – bass drum, drums
David Arch – piano
Elton John – vocals
Caroline Dale – cello


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Pop


Trackliste:

1. Requiem (4:43)
2. Let Me Go (3:38)
3. Jump (4:08)
4. Face To Face (3:33)
5. God (5:04)
6. Small Town Girls (3:19)
7. 6th Avenue (5:00)
8. We Like To Love (5:26)
9. Since I Saw You Last (3:32)
10. This House (3:58)
11. Dying Inside (4:33)
12. More Than Life (3:50)

Gesamtspieldauer: 50:51



„Since I Saw You Last“ heißt das dritte Studio-Album des englischen Sängers, Songschreibers und Take That-Mitglieds Gary Barlow. Das Album erschien am 22. November im Jahr 2013 auf dem Plattenlabel Polydor Records. Ganze vierzehn Jahre lagen zwischen dieser Veröffentlichung und seinem zweiten Studio-Album „Twelve Months, Eleven Days“ aus dem Jahr 1999.

Überraschend an „Since I Saw You Last“ ist, dass Gary Barlow auf dieser Platte seinen Hörerinnen und Hörern deutlich anderen Pop präsentiert, als er das mit Take That, für die er ebenfalls der Songschreiber ist, zu machen pflegt. Dieses unfassbar süßliche Gesäusel bei Take That, das gibt es auf „Since I Saw You Last“ kaum zu hören. Diese Scheibe ist eine eher „normale“ Pop-Platte geworden, bestückt mit zwölf sanften Pop-Liedern, von denen einige sogar ganz nett klingen und ins Ohr gehen. Die Kritik an diesem Album fiel allerdings zumeist sehr schlecht aus und das Album erreichte auch längst nicht die Verkaufszahlen eines Take That-Albums.

Freilich hört man auf „Since I Saw You Last“ nichts sonderlich Bewegendes, doch die Platte kann nebenbei laufen ohne, dass man fluchtartig den Raum verlassen müsste. Vergisst man auch die Texte, die zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig sind und hauptsächlich das Thema der Liebe abhandeln, so finden sich auf der Platte mit den Liedern „Requiem“, „Let Me Go“, „Small Town Girls“ und „This House“ sogar vier Titel, die melodiös und eingängig ins Ohr gehen.

Fazit: „Since I Saw You Last“ ist auszuhalten. Kein Boy-Group-Schmachtfetzen. Auf der Platte befindet sich aktueller Pop, der zum Teil sogar ganz gut ins Ohr geht. Nichts, was man mit auf die berühmte einsame Insel nehmen würde, jedoch auch nichts, was man zur Hölle wünscht. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Requiem, Let Me Go, Small Town Girls, This House



Sonntag, 25. März 2018

Tom Jones – Welterfolge mit Tom Jones




Tom Jones – Welterfolge mit Tom Jones


Besetzung:

Tom Jones – vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polystar


Erscheinungsdatum: 1989 (Musik aus den Jahren 1964 – 1969)


Stil: Pop, Oldies


Trackliste:

1. It's Not Unusual (2:02)
2. Help Yourself (2:54)
3. What's New Pussycat? (2:06)
4. Hold On, I'm Coming (3:18)
5. It's A Man's Man's Man's World (2:41)
6. Detroit City (3:33)
7. (It Looks Like) I'll Never Fall In Love Again (4:14)
8. Sixteen Tons (3:07)
9. I'm Coming Home (3:22)
10. Funny Familiar Forgotten Feelings (2:58)
11. Riders In The Sky (3:05)
12. Delilah (3:23)
13. Green Green Grass Of Home (3:05)
14. Without Love (There Is Nothing) (3:46)
15. Don't Fight It (2:53)
16. Memphis Tennessee (2:42)
17. Once Upon A Time (2:09)
18. With These Hands (2:43)
19. Not Responsible (2:12)
20. Love Me Tonight (3:13)
21. Little Green Apples (4:20)
22. Wichita Lineman (2:50)
23. Thunderball (2:44)
24. A Minute Of Your Time (2:56)

Gesamtspieldauer: 1:12:27



Der Waliser Tom Jones hat in den Jahren von 1965 bis 1969 unfassbare zwölf Studioalben veröffentlicht. Damals wurden so manchem Sänger und mancher Sängerin die Titel massenweise auf den Leib geschrieben oder diese interpretierten einfach die Stücke anderer Komponisten. Bands wie die Beatles, die ihre Titel selbst komponierten, konnten solch einen Output natürlich nicht vorweisen, dafür jedoch jede Menge musikalische Qualität. Diese wiederum leidet, wie im Falle des Tom Jones, bei allzu großer Quantität nur zu natürlich.

„Welterfolge mit Tom Jones“ ist ein Kompilationsalbum speziell für den deutschsprachigen Raum, welches die Anfänge des Tom Jones beleuchtet und zu dessen Füllung, mit zwölf Studioplatten, natürlich reichlich Material zur Verfügung stand. Die Scheibe erschien als Doppel-LP sowie als CD im Jahr 1989 auf dem Plattenlabel Polystar. Man erhältt mit „Welterfolge mit Tom Jones“ eine ganz gute Übersicht über die Musik des Tom Jones, der sich damals in den 60ern, Mitte bis Ende zwanzig Jahre alt, noch zu Beginn seiner Karriere befand. Man sollte definitiv Oldies lieben, um mit dieser Art der Musik auch „warm“ werden zu können. Einige Evergreens“ befinden sich glücklicherweise ebenfalls auf der Zusammenstellung, allerdings auch jede Menge süßliches Gesäusel, welches heutzutage nur noch schwer zu ertragen ist. Beispiele hierfür wären die Nummern „(It Looks Like) I'll Never Fall In Love Again“ oder „With These Hands“. Wahrlich hart an der Schmerzgrenze und schon darüber hinaus.

Doch genug genörgelt, Tom Jones hat eine schöne Stimme und interpretiert viele der Lieder auch sehr überzeugend. Einige der Titel werden auch so gut wie jeder und jedem bekannt sein, die oder der öfters Musik im Radio hört. An manchen Nummern kommt man einfach nicht vorbei – sie werden auch heute noch manchmal gespielt. „It's Not Unusual“, „Help Yourself“, „Hold On, I'm Coming“, „It's A Man's Man's Man's World“, „Riders In The Sky“ oder „Delilah“ sind alles mehr oder weniger bekannte Stücke. Der ganze Rest dieser Zusammenstellung ist dagegen eher unbekannt, zumindest mir.

Fazit: Um eine Übersicht über die Anfangsjahre der Musik des Tom Jones zu erhalten, dazu eignet sich „Welterfolge mit Tom Jones“ gut. Ansonsten ist diese Scheibe nicht mehr sonderlich interessant. Die Musik klingt für heutige Ohren oftmals überholt und altbacken und sehr langweilig. Oldie-Fans werden das freilich ganz anders sehen. Was bleibt ist der überzeugende Bariton des Walisers sowie einige schöne Interpretationen sehr bekannter Lieder. Fünf Punkte.

Anspieltipps: It's A Man's Man's Man's World, Riders In The Sky, Delilah