Sonntag, 15. September 2019

Kula Shaker – Pilgrims Progress




Kula Shaker – Pilgrims Progress


Besetzung:

Crispian Mills – lead guitars, lead vocals
Alonza Bevan – bass, vocals
Paul Winter Hart – drums, tea
Harry Broadbent – organs, pipes


Gastmusiker:

Audrey Evans – backing vocals
Christian Gerard – cello on “Peter Pan R.I.P” and “Ruby”
Himanesh Goswami – tabla on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”
Vijai Krishna das – tabla on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”
Ben Castle – flute on “When A Brave Needs A Maid”
Sheema Mukherjee – sitar on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”


Label: Strange F.O.L.K.


Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Psychedelic Rock, Rock, Folk


Trackliste:

1. Peter Pan R.I.P. (3:31)
2. Ophelia (3:07)
3. Modern Blues (3:48)
4. Only Love (3:12)
5. All Dressed Up (And Ready To Fall In Love) (3:30)
6. Cavalry (2:02)
7. Ruby (3:06)
8. Figure It Out (3:32)
9. Barbara Ella (3:44)
10. When A Brave Needs A Maid (2:43)
11. To Wait Till I Come (2:58)
12. Winter‘s Call (6:29)

Gesamtspieldauer: 41:49



„Pilgrims Progress“ ist das vierte Studioalbum der englischen Band Kula Shaker und wurde am 28. Juni 2010 auf dem bandeigenen Plattenlabel Strange F.O.L.K. veröffentlicht. Die erste Singleauskopplung des Albums war das erste Lied „Peter Pan R.I.P.“, welches ab dem 22. April 2010 von der Website der Band als MP3 heruntergeladen werden konnte. Der Titel des Albums ist eine bewusste Fehlschreibung von John Bunyans Geschichte „The Pilgrim‘s Progress“.

Auf „Pilgrims Progress“ hört man eine sehr gelungene Mischung aus Rock und Folk, die immer wieder auch Eigenschaften des Psychedelic Rock aufweist. Der indische Einfluss in der Musik, der vor allen Dingen auf den ersten beiden Alben zu hören war, ist noch vorhanden, wurde jedoch deutlich gegenüber den westlichen Klängen zurückgefahren. Der Qualität der Musik tut dies keinen Abbruch, denn diese ist vom ersten bis zum letzten Takt überzeugend, spannend und abwechslungsreich. Kula Shaker scheinen immer den „richtigen Ton“ zu treffen und damit ist die Atmosphäre gemeint, die sie mit ihren Liedern transportieren. Diese ist intensiv und packend. Die einzelnen Titel sind eingängig und melodiös, bleiben schnell im Ohr haften und werden mit zu Lieblingsliedern von Kula Shaker. Dabei gibt es keine Nummer auf der Platte, die nicht überzeugt.

Höhepunkte gibt es dementsprechend jede Menge auf diesem Album. „Peter Pan R.I.P.”, „Ophelia”, „All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”, „Cavalry”, „To Wait Till I Come”, oder „Winter‘s Call“? Welches ist genau der Höhepunkt dieses Albums? Oder ist es doch eines der anderen sechs Titel? Nun, Geschmäcker sind verschieden, jede und jeder mag hier für sich ihr beziehungsweise sein eigenes Highlight entdecken. Wer auf leicht verwunschene und psychedelische Musik steht wird auf „Pilgrims Progress“ ganz sicher fündig. Meine Höhepunkte sind die Titel „Peter Pan R.I.P.” und „Winter‘s Call“, jene beiden Nummern, die die anderen einreihen. Doch ich hätte mich auch anders entscheiden können. Definitiv.

Fazit: Wer den nicht ganz alltäglichen Rock sucht, das Besondere in der Musik schätzt, wird mit „Pilgrims Progress“ von Kula Shaker definitiv fündig werden. Eingängiger Rock der keineswegs platten, sondern vielmehr anspruchsvolleren Ausführung. Musik, abwechslungsreich und unterhaltsam, spannend und melodiös. Sehr zu empfehlen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Peter Pan R.I.P., Winter‘s Call



Donnerstag, 12. September 2019

Nive Nielsen & The Deer Children – Nive Sings!




Nive Nielsen & The Deer Children – Nive Sings!


Besetzung:

Nive Nielsen – vocals, guitar, ukulele


Gastmusiker:

Jan De Vroede – electric guitar, keyboards and much more

The Deer Children:
Alain Auger – guitar, drums, bass, slide (1,3,6,13)
Alden Penner – guitar, bass (4)
Anders Pedersen – guitar (8)
Angu Motzfeldt – vocals, guitar (2, 8)
Eric Craven – drums (6)
Giselle C. Webber – guitar, vocals, bass (10)
Howe Gelb – piano, guitar, vocals (5,11)
John Birdsong – horns (8)
John Parish – drums, guitar, trombone & stuff (2, 5, 7, 10, 11)
Lisa Gamble – saw, banjo (6)
Matt Bauer – banjo (12)
Peter Dombernowsky – drums (8)
Ralph Carney – horns, reeds (3, 7, 12, 14)
Patrick Carney – drums (14)


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsjahr: 2009 / 2012


Stil: Folk, Pop


Trackliste:

1. Room (4:36)
2. Good For You (2:53)
3. Aqqusernit (2:48)
4. Autoharps! (1:19)
5. Pirate Song (2:24)
6. Dear Leopold (3:09)
7. My Coffee Boy (2:33)
8. Circumstances (4:32)
9. Rock’n’Roll (For Abner Jay) (1:37)
10. Vacuum Cleaner Killer (2:31)
11. Done & Gone (3:59)
12. Winter Song (2:47)
13. Uulia (3:21)
14. Tuttukasik (2:52)

Gesamtspieldauer: 41:29



Musik aus Grönland hört man auch nicht alle Tage. Ich muss zugeben, ich habe bisher noch keine Musik von der größten Insel der Erde gehört. Als in dann die Debut CD von Nive Nielsen und ihren Deer Children eingelegt habe, hörte ich etwas, was ich so nicht erwartet hatte. Auf „Nive Sings!“ hört man eine folkige, manchmal leicht poppige musikalische Mischung, die einem verträumt, verspielt, mitunter auch irgendwie kindlich sanft um das Ohr herumschwebt. Das klingt nach Mystik und Elfen, nach dem Norden und doch auch wieder sehr bodenständig. Nive Nielsen hat es auf „Nive Sings!“ geschafft vierzehn Lieder zu vereinen, die sie allesamt selbst geschrieben hat und die einen einnehmen und vom ersten bis zum letzten Takt überraschen. Dabei ist die musikalische Spannbreite der Titel weit gefächert und sorgt jederzeit für Abwechslung.

Zumeist sind die Lieder der Nive Nielsen angefüllt mit Melodiösität. Das Lied über ihren Staubsauger („Vacuum Cleaner Killer“) stellt da eine Ausnahme dar, da in diesem Stück sogar deutlich dissonantere Töne zu hören sind. Bei diesem Liedtitel jedoch sicher durchaus erwartbar. Ansonsten ist die Platte angefüllt mit Harmonien und Eingängigkeit. Dazu erklingt die ein wenig unbeholfen und naiv klingende Stimme der Grönländerin und fertig ist das melodiöse Album, welches einen Tag sanft ausklingen lässt und auch sonst ziemlich entspannend wirkt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man lediglich eine akustische Gitarre zur Begleitung des Gesangs zu hören bekommt. An der ein oder anderen Stelle wird die Scheibe durchaus rockig, das Lied „Uulia“ steht dafür exemplarisch und einige Blasinstrumente tragen zusätzlich zur Abwechslung bei.

Höhepunkt auf „Nive Sings!“ ist für mich der Titel „Dear Leopold“. Eine wunderschöne und sanfte Nummer mit einer Melodie zum Dahinschmelzen. Von der Instrumentierung her kommt in diesem Titel das Banjo wunderschön zum Tragen und eine singende Säge rundet den Gesamteindruck zusätzlich perfekt ab. Doch auch der Opener „Room“, das spannende „Circumstances“ oder das sanfte „Winter“ überzeugen sehr. Im Grunde genommen lässt sich kein Ausfall auf „Nive Sings!“ entdecken. Und wenn es an der einen oder anderen Stelle mal etwas schräger klingt, so lockert dies das Album lediglich zusätzlich auf.

Fazit: Das Debut Album der Grönländerin Nive Nielsen wurde zunächst im Jahr 2009 im Eigenverlag veröffentlicht. Im Jahr 2012 kam es dann zur Wiederveröffentlichung auf dem Plattenlabel Glitterhouse Records und somit wurde „Nive Sings!“ erst damit einem breiteren Publikum zugänglich. Wer auf melodiösen Folk steht, der allerdings noch Ecken und Kanten aufweist, die oder der ist mit dieser Platte sehr gut bedient. Und wer kennt denn sonst schon Musik aus Grönland? Elf Punkte.

Anspieltipps: Room, Dear Leopold, Circumstances, Winter Song



Dienstag, 10. September 2019

The Slow Show – Lust And Learn




The Slow Show – Lust And Learn


Besetzung:

Robert Goodwin – vocals, guitar
Frederik ‘T Kindt – keyboards
Joel Byrne-McCullough – guitar
Christopher Hough – drums


Gastmusiker:

Kesha Ellis – additional vocals
The Hallé Youth Choir – vocals
Lucy Ormrod – soprano solos
Maria Bonner – violin
Margit van der Zwan – cello
Matthew Palmer – trumpet & flugelhorn


Label: PIAS Recordings


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Indie Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Amend (3:03)
2. Eye To Eye (4:52)
3. Low (4:51)
4. Hard To Hide (3:40)
5. St Louis (3:55)
6 Loser’s Game (4:07)
7. Breath:Air (1:43)
8. The Fall (3:41)
9. Vagabond (3:54)
10. Sharp Scratch (3:53)
11. Exit Wounds (3:49)
12. Places You Go (5:04)

Gesamtspieldauer: 46:39




Am 30. August 2019 erschien das dritte Studioalbum der englischen Indie Pop Band The Slow Show. Das Album trägt den Titel „Lust And Learn“ und veröffentlicht wurde die Scheibe auf dem Plattenlabel PIAS Recordings. In Bezug auf die letzten beiden Alben von The Slow Show hat es eine Veränderung bezüglich der Besetzung gegeben. James Longden war als Bassist ausgestiegen, sein Part wurde unter den restlichen Mitgliedern aufgeteilt.

Einmal mehr hört man auf einem Album der im Jahr 2010 in Manchester gegründeten Band sehr intensive Musik. Dunkel und zumeist sanft klingt diese und wird von der außergewöhnlichen und sonoren Stimme des Robert Goodwin beherrscht. Viele der Titel auf „Lust And Learn“ wurden orchestral untermalt, wodurch sich die Musik von The Slow Show auch dem Genre des Kammer-Pop immer wieder annähert. In der Kombination mit der Stimme des Sängers, der Instrumentierung, den Chören und Begleitstimmen sowie den transportierten Atmosphären klingt die Musik von The Slow Show ganz sicher außergewöhnlich. Dabei verströmen die Lieder eine entspannte Stimmung, die man als langweilig – oder aber trotz oder gerade wegen der vorhandenen Ruhe als packend empfinden kann. Ich tendiere ganz klar zu zweiter Einschätzung.

Es gibt viele wunderschöne Melodien auf „Lust And Learn“ zu entdecken. Melodien, die das Ohr umschmeicheln und sich schnell darin festsetzen. Lediglich der Titel „St Louis“ versteht nicht so richtig durchzustarten, die restlichen elf Nummern überzeugen. „Amend“, „Low“, „Breath:Air“ und „Vagabond“ sind die Höhepunkte der Scheibe. Lieder, die sich noch ein wenig schneller und intensiver in das musikalische Zentrum der Hörerin oder des Hörers spielen. Doch jede und jeder wird hier für sich ihre und seine eigenen Höhepunkte finden – wenn es gelingt, sich auf diese „andere“ Musik einzulassen.

Fazit: „Lust And Learn“ setzt die Reihe gelungener Alben der britischen Formation The Slow Show fort. Der Name der Band ist auch Programm in deren Musik. So wirken auch die Lieder auf „Lust And Learn“ eher entschleunigt, getragen und zum Teil auch dunkel. Für Menschen, die auf Melodiösität in der Musik stehen und gerne mal etwas anderes hören wollen bestens geeignet. Elf Punkte.

Anspieltipps: Amend, Low, Breath:Air



Montag, 9. September 2019

Novalis – Augenblicke




Novalis – Augenblicke


Besetzung:

Detlef Job – Gitarren, Gesang
Fred Mühlböck – Gesang, Gitarren, Querflöte, Variophon „GIG“
Heino Schünzel – Bass
Lutz Rahn – Tasteninstrumente, PPG Wave Computer
Hartwig Biereichel – Gretsch Drums, Paiste Cymbals


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1981


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Danmark (3:34)
2. Ich hab‘ noch nicht gelernt zu lieben (3:32)
3. Cassandra (3:28)
4. Herbstwind (4:49)
5. Mit den Zugvögeln (3:16)
6. Sphinx (3:26)
7. Als kleiner Junge (5:18)
8. Magie einer Nacht (3:58)
9. Begegnungen (4:48)

Gesamtspieldauer: 36:12




Im Jahr 1981 erschien das siebte Studioalbum der Hamburger Band Novalis. Dieses trägt den Namen „Augenblicke“ und stellt erneut eine Mischung aus Liedern dar, die zum einen instrumental gehalten sind, zum anderen mit sehr poetischen Texten versehen wurden, die nicht aus der Zeit der 80er Jahre zu stammen scheinen.

Vom Progressive Rock hatten sich Novalis inzwischen größtenteils entfernt – wie inzwischen fast alle Bands, die in diesem musikalischen Genre ursprünglich Zuhause waren. Mitunter klingt die Musik auf dem Album durchaus auch geradliniger, nach Deutsch Rock beziehungsweise Deutsch Pop. Als Beispiel hierfür steht solch eine Nummer wie „Ich hab‘ noch nicht gelernt zu lieben“. Doch ganz so weit, wie viele Kollegen, hatten sich Novalis noch nicht von ihren Ursprüngen wegentwickelt. Auch auf „Augenblicke“ kann man noch Melodien und Lieder entdecken, die vom herkömmlichen 08/15-Aufbau „Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Solo-Refrain“ deutlich abweichen und spannender klingen und auch ins Ohr gehen.

„Danmark“, „Cassandra“, „Mit den Zugvögeln“ und „Sphinx“ sind allesamt Instrumentalstücke. Gerade das Lied „Mit den Zugvögeln“ kann hier am meisten überzeugen. Eine sanfte, irgendwie schwebende Melodie, die sehr sentimental bis melancholisch klingt und den Höhepunkt auf „Augenblicke“ darstellt. Die anderen Lieder ohne Gesang funktionieren ebenfalls gut. Bei den mit Text versehenen Stücken ist dies nicht immer der Fall. Diese leichte Melancholie schwebt zwar über allen Titeln, doch die Texte selbst lassen einen zum Teil etwas ratlos zurück und suhlen sich mitunter in Pathos oder Kitsch. Die Musik überzeugt dabei durchaus noch, die Texte einmal mehr nicht mehr.

Fazit: Wahrlich kein schlechtes Album ist „Augenblicke“ geworden. Die Musik trifft immer noch ins Ohr und unterhält bestens, wenn diese auch etwas rockig-poppiger klingt als noch in den 70er Jahren. Die Texte der Band lassen einen jedoch ab und an Verzweifeln. Diese sind nicht aus der heutigen Zeit, irgendwie jedoch auch nicht aus den 80ern und zum Teil fast peinlich. Trotzdem hat „Augenblicke“ noch einige Stellen zu bieten, die das Album hörenswert werden lassen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Mit den Zugvögeln



Samstag, 7. September 2019

Various Artists – Music Of The German Immigrants




Various Artists – Music Of The German Immigrants


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Divers



Das Auswärtige Amt hat dafür ein Deutschlandjahr in den Vereinigten Staaten ausgerufen. Überall im Land wird daran erinnert, was uns verbindet. Die Projekte reichen von gemeinsamen Festen über Ausstellungen, Konzerte, Konferenzen bis hin zu Radiosendungen mit Musikthemen, wie ich sie hier präsentiere. Neben AFN, Rammstein, Bear Family Records, den Einstürzenden Neubauten, den zeitlosen Liedern über die Moorsoldaten und Lili Marleen ist nun das wohl wichtigste Thema in dieser Sendereihe dran: die Musik der deutschen Einwanderer.

Von Huttwil in der Schweiz nach Wisconsin, von Trossingen in Schwaben nach Michigan, von St. Pölten in Niederösterreich nach Illinois: Mit den deutschsprachigen Einwanderern kam Anfang des 20. Jahrhunderts auch ihre Musik und ihre zünftige Art zu feiern in die USA. Spuren dieser Musik sind bis heute in der US-Volksmusik zu finden. Schweizer, Deutsche und Österreicher zog es in den Mittleren Westen, vor allem nach Wisconsin – «Swissconsin» wie der «deutscheste» aller Bundesstaaten auch gerne genannt wurde. Österreicher liessen sich in Chicago nieder und bildeten dort die grösste österreichische Gruppe im Ausland.

All die Einwanderer aus den deutschsprachigen Ländern wurden kurz „Germans“ genannt. Sie kamen nicht nur zum Arbeiten, sie wollten sich in der Neuen Welt eine neue Heimat aufbauen und brachten ihre Kultur, ihre Lebensweise, ihre Eigenarten mit. Und feiern das konnten sie. Die Feste der „Deutschen“ waren beliebt und sind es bis heute noch. Mit Bier, Tanz und vor allem der zünftigen Musik wurde ausgelassen gefeiert.

Mit dem Beginn der Plattenindustrie in den USA, wurden auch mehr und mehr „ethnic“ Schallplatten veröffentlicht, darunter viele mit Jodlern, Blaskapellen, Chören. Die großen deutschsprachigen Gemeinden brachten sich nicht nur ein in den „Melting Pot“ USA, sondern sie beeinflussten auch auf ihre Weise die amerikanische Musik. Man denke an den Country, den Blues, Hillbilly und Cajun. Und genau diesen Spuren geht diese Radio Goethe „Wunderbar Together“ nach. Und wohl keine andere Episode in dieser Sendereihe zeigt besser auf, wie sehr Deutschland mit den USA verbunden ist.


Freitag, 6. September 2019

Rise Twain – Rise Twain




Rise Twain – Rise Twain


Besetzung:

Beck – piano, lead and backing vocals
Brett William Kull – guitars, bass, percussion, keyboards, lead and backing vocals


Gastmusiker:

John Bicer – drums (“Golden”, “Lit Up”, “Oh This Life”, “Falling Skies”, “Into A Dream”)
Jordan Perlson – drums (“Everspring”, “The Range”, “Lit Up”, “Death Of Summer”, “Prayers”, “That Is Love”)
Molly Hafner – backing vocals (“Lit Up”)
Adam Beck – backing vocals (“Prayers”)
Ray Weston – backing vocals (“That Is Love”)


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Alternative Rock, Rock


Trackliste:

1. Everspring (3:21)
2. Golden (6:11)
3. The Range (4:42)
4. Lit Up (5:03)
5. Death Of Summer (6:29)
6. Oh This Life (3:12)
7. Prayers (4:48)
8. Falling Skies (5:49)
9. Into A Dream (5:39)
10. That Is Love (5:03)

Gesamtspieldauer: 50:22




Rise Twain heißt die Band und gleichzeitig das Debut-Album des aus Philadelphia stammenden Duos bestehend aus Brett William Kull und Jeremy David Beck. Brett William Kull kennt man als Gitarrist von Echolyn und war bei Grey Eye Glances und Francis Dunnery's New Progressives beteiligt. Jeremy David Beck war Teil des Duos Beck-Fields und der Band The Scenic Route. Das Album „Rise Twain“ erscheint am 6. September 2019 auf dem Plattenlabel InsideOut Music.

In unterschiedlichen musikalischen Genres waren die beiden Musiker mit ihren Bands und Projekten bisher in ihrer Karriere involviert – und genau das hört man auch auf „Rise Twain“ von Rise Twain. Spannende und abwechslungsreiche Rock Musik wird der Hörerin und dem Hörer auf dem Album geboten. Diese reicht von der sanften Ballade über Folk-Anleihen und eher geradlinigem Alternative Rock bis hin zu Ausflügen in die Grenzgebiete des Progressive Rocks. Neben den variierten musikalischen Stilen sind es auch die unterschiedlichen Atmosphären und Stimmungen, die in der Musik von Rise Twain transportiert werden und ebenfalls zur Abwechslung beitragen. Eher helle Töne gehen in nachdenklichere über und finden den Weg wieder zurück. Trotz der Abwechslung und Mannigfaltigkeit der Musik klingt „Rise Twain“ niemals konstruiert oder uneinheitlich. Die zehn Lieder des Albums wirken bei aller Variation wie für einander bestimmt und ergeben letztendlich ein wahrlich gelungenes Gesamtbild der Scheibe. Positiv zu erwähnen ist an dieser Stelle auch der häufig mehrstimmige Gesang, perfekt arrangiert und aufeinander abgestimmt. Spannend.

Die beiden Musiker vergessen beim Komponieren und Einspielen der Titel niemals die Wichtigkeit der Melodie. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die meisten der zehn Nummern des Albums sehr schnell ins Ohr gehen und melodiös und eingängig nachhallen. Meine Favoriten auf „Rise Twain“ sind das zu Beginn eher rockige „Golden“, welches in einen langsameren Part mündet, in dem die gesanglichen Fähigkeiten der beiden Musiker begeistern. „Death Of Summer“ ist dagegen eine zunächst leicht folkig angehauchte Nummer, die mit einer wunderschönen Melodie überzeugt.

Fazit: Das selbstbetitelte Debut-Album von Rise Twin ist eine sehr überzeugende und abwechslungsreiche Scheibe geworden. Verschiedene rockige musikalische Genres werden auf der Platte bedient, die alle perfekt miteinander verwoben sind und ein stimmiges und gelungenes Gesamtbild ergeben. Intelligente Musik, abseits des Mainstreams, da deutlich besser. Elf Punkte.

Anspieltipps: Golden, Death Of Summer



Montag, 2. September 2019

New Model Army – From Here




New Model Army – From Here


Besetzung:

Justin Sullivan – vocals, guitar, keyboards, synthesizer
Michael Dean – drums, percussion, backing vocals
Dean White – guitars, keyboards, backing vocals
Marshall Gill – guitars, backing vocals
Ceri Monger – bass, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Tobias Unterberg – cello


Label: ear Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Alternative Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Passing Through (5:58)
2. Never Arriving (4:59)
3. The Weather (4:46)
4. End Of Days (4:10)
5. Great Disguise (4:34)
6. Conversation (4:09)
7. Where I Am (3:53)
8. Hard Way (5:19)
9. Watch And Learn (3:38)
10. Maps (3:50)
11. Setting Sun (5:59)
12. From Here (7:57)

Gesamtspieldauer: 59:17




„From Here“ heißt das fünfzehnte Studioalbum der britischen Rockband New Model Army. Es erschien am 23. August 2019 einmal mehr auf dem bandeigenen Plattenlabel Attack Attack Records in Großbritannien und bei EarMUSIC im Rest der Welt.

Kauft man eine New Model Army-Platte, weiß man, was einen erwartet. Da hört man melodiösen Independent Rock, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Man bekommt einmal mehr die eindringliche und unverwechselbare Stimme des Justin Sullivan geboten und Lieder versehen mit Texten, die weit über das übliche „Ich liebe Dich und hoffe Du liebst mich auch“ hinausragen. Geschichten werden erzählt, Probleme angesprochen oder muss man hier „angesungen“ sagen? Egal, Justin Sullivan sagt was er meint und denkt und das immer direkt und überzeugend.

All diese Ingredienzien der Musik bekommt man auch auf „From Here“ geboten. Aber warum lohnt der Erwerb dieser Scheibe dann doch, obwohl die Zutaten eines New Model Army Albums alle bekannt sind und bereits gehört wurden? Es lohnt deshalb, weil Justin Sullivan und seine Musiker einen immer wieder einzufangen verstehen, immer wieder neue Melodien und Harmonien präsentieren, die einen begeistern und beeindrucken. Mal ist es das sanfte Lied, getragen und ruhig, mal ist es der rhythmisch nach vorne pressende Rock-Titel, der einen beeindruckt. Enttäuschend klingt auf „From Here“ nichts, doch Vieles dagegen sehr überzeugend.

Die Höhepunkte des Albums, welches mit jedem weiteren Durchlauf noch zu wachsen versteht, sind die Titel „Passing Through“, „Never Arriving”, „Hard Way”, „Maps” und das Titellied „From Here”. Oder sind es doch die sieben anderen Nummern des Albums? Nun jede und jeder mag sich hier seine eigenen Höhepunkte herauspicken, wer eingängigen und gut gemachten Rock mag, wird auf dem Album sicherlich fündig werden – und einen Ausfall konnte ich nicht heraushören.

Fazit: Nein, New Model Army haben auf „From Here” nicht das musikalische Genre gewechselt oder sind in die experimentelle Schiene abgeglitten. Auf „From Here” hört man alle Zutaten der Musik, die auch die vorherigen Alben von New Model Army überzeugend klingen ließen. Doch die Lieder auf diesem Album erweitern nochmals die Reihe an Titeln der Band, die es lohnt gehört zu werden. New Model Army Fans können – falls nicht „Vengeance“ (1984) oder „No Rest For The Wicked“ (1985) ihre Lieblingsalben sind, die noch deutlich punkiger klangen – mit „From Here” nichts falsch machen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Passing Through, Maps



Freitag, 30. August 2019

Hellsingland Underground – A Hundred Years Is Nothing




Hellsingland Underground – A Hundred Years Is Nothing


Besetzung:

Patrik Jansson – drums, percussion & backing vocals
Martin Karlsson – bass & backing vocals
Thomas Petterson – piano, mellotron, hammond, wurlitzer, rhodes & synthesizers
Jerry Ask – guitars & backing vocals
Peter Henriksson – acoustic, electric, baritone guitars & vocals
Charlie Granberg – lead and backing vocals, additional synthesizers, sound effects, whips & carrots


Label: Wild Kingdom Records / Sound Pollution


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Rock


Trackliste:

1. Carnival Beyond The Hills (5:03)
2. Strangelands (5:38)
3. Criminal Summer (4:28)
4. The Blessing & The Curse (4:41)
5. Rainbow‘s Gold (3:35)
6. Elephant (4:19)
7. A Hundred Years Is Nothing (4:05)
8. I Win, You Lose, I Guess (3:29)
9. Pig Farm (2:47)
10. From Here To The Grave (3:28)
11. Bloodlines (3:34)

Gesamtspieldauer: 47:03




Hellsingland Underground ist eine aus Schweden stammende Rockband, die im Jahr 2006 gegründet wurde. Seitdem hat die Band, deren Wurzeln im Blues, Folk und Rock liegen, vier Studioalben veröffentlicht. Am 30. August 2019 erscheint nun die fünfte Platte des Sextetts unter dem Titel „A Hundred Years Is Nothing”, angefüllt mit rockiger und musikalischer Vielfalt.

Die schwedischen Musiker sind sich auf ihrem neuesten Werk musikalisch treu geblieben. Auf „A Hundred Years Is Nothing” hört man eine rockig-bluesige Mischung, die im Falle des Titels „Pig Farm“ sogar mal das Genre des Country streichelt. Dies bleibt allerdings die Ausnahme, ansonsten bewegen sich Lieder des Albums eher in rockigeren Gefilden. Die Musik auf „A Hundred Years Is Nothing” klingt überwiegend frisch, optimistisch und nach Aufbruch. Keine Zeit zum Trübsal blasen, viele der Titel regen sehr viel eher zum Mitwippen an. Doch es gibt sie ebenfalls auf dem Album, die eher ruhigen, nachdenklichen Momente, sodass auch für atmosphärische Abwechslung gesorgt ist. Einige der Nummern gehen einem gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr und verfügen über diesen speziellen Wiedererkennungsfaktor, der manche Lieder zu Freunden werden lässt.

Ein Höhepunkt des Albums ist gleich der Opener „Carnival Beyond The Hills“, mit dem Hellsingland Underground sofort ihre musikalische Vielfalt untermalen. Als weiteres Highlight ist das wunderschöne und zunächst sanfte „Criminal Summer“ zu nennen, ausgestattet mit einer Melodie zum Dahinschmelzen, welche eine überraschende Wendung für Hörerin und Hörer parat hält. Schließlich sei an dieser Stelle noch der Titel „From Here To The Grave“ erwähnt, der ganz im Gegensatz zu seinem Namen musikalisch eine eher fröhliche Atmosphäre verströmt – Melodiösität und Eingängigkeit erneut inbegriffen.

Fazit: Ein schönes und eingängiges Album ist Hellsingland Underground mit „A Hundred Years Is Nothing” gelungen. Das Genre Rock wird auf der Platte nicht neu erfunden, doch man wird bestens unterhalten und viele der Lieder setzen sich unmittelbar im Ohr fest. Moderner und abwechslungsreicher Rock, der zu allen Lebenslagen und Tageszeiten passt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Criminal Summer, From Here To The Grave



Dienstag, 27. August 2019

Heather Nova – Pearl




Heather Nova – Pearl


Besetzung:

Heather Nova – vocals, acoustic guitar, melodica


Gastmusiker:

Vincent Lions – electric guitars
Midori Jaeger – cello and piano
Geoff Dugmore – drums and percussion
Youth – bass


Label: Saltwater


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Pop, Folk, Rock


Trackliste:

1. The Wounds We Bled (3:51)
2. All The Rivers (4:00)
3. Rewild Me (4:13)
4. Some Things Just Come Undone (3:38)
5. After All This Time (4:34)
6. Over The Fields (4:27)
7. Just Kids (4:39)
8. Don‘t Worry What The Experts Say (4:23)
9. See Yourself (5:18)
10. Vincent (4:56)
11. Your Words (3:43)

Gesamtspieldauer: 47:46



„Pearl“ nannte die ursprünglich aus Bermuda stammende Musikerin und Sängerin Heather Nova ihr zehntes Studioalbum. Das Album wurde am 28. Juni 2019 auf dem Plattenlabel Saltwater veröffentlicht. 25 Jahre nach der Veröffentlichung von „Oyster“ greift Heather Nova thematisch auch auf ihre musikalischen Anfangsjahre zurück. So stehen zum Beispiel die Lieder „Island“ auf „Oyster“ und „Over The Fields“ auf „Pearl“ im engen inhaltlichen Zusammenhang, da sie sich mit dem Missbrauch der Sängerin und ihrer Vergebung gegenüber dem Täter dreißig Jahre später befassen.

Musikalisch gesehen bleibt Heather Nova ihrem Stil treu. Sanfte poppige, folkige, häufig von der Akustik-Gitarre getragene Klänge, die nur selten mal in den Bereich des Rocks hineinreichen. Die Melodie steht bei Heather Nova immer im Vordergrund – neben ihrer sehr schönen, einnehmenden und wandlungsreichen Stimme. Die Lieder wirken weich und warm und man bekommt auf „Pearl“ einmal mehr unaufgeregte und sehr weibliche Titel geboten, die sanft das Ohr umschmeicheln und das Gefühl treffen.

Höhepunkt der Platte ist das Lied „Some Things Just Come Undone“. Instrumentiert mit akustischer Gitarre, Cello und dem intensiven und packenden Gesang der Heather Nova wird dieser Titel zu einem besonderen Lied, welches sich unverzüglich im Ohr festsetzt. Dabei rockt die Nummer sogar ein wenig mehr, als manch anderes Lied des Albums. Auch „See Yourself“ gehört mit zu den Highlights der Platte. Eine schöne Melodie und die sehnsüchtig klingende Stimme der Musikerin sind dieses Mal die Zutaten, die das Lied nachhallen und sich festsetzen lassen. Unter den restlichen Nummern findet sich überdies ebenfalls kein Ausfall, sodass sich „Pearl“ sehr entspannt und ohne Zuhilfenahme einer Fernbedienung genießen lässt.

Fazit: Nein, es gibt nichts Neues auf dem zehnten Album der Heather Nova zu entdecken. Man hört darauf jede Menge Musik, die nach Heather Nova klingt und genau dieselben Zutaten enthält, die schon ihre vorherigen Platten zu gelungenen Alben werden ließ, wenn man auf zumeist sanfte und weibliche Klänge steht. Ein Album, welches unterhält und ins Ohr geht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Some Things Just Come Undone, See Yourself



Samstag, 24. August 2019

Procol Harum – Exotic Birds And Fruit




Procol Harum – Exotic Birds And Fruit


Besetzung:

Gary Brooker – vocals, piano
Mick Grabham – guitar
BJ Cole – pedal steel guitar
Chris Copping – organ
Alan Cartwright – bass guitar
B. J. Wilson – drums


Label: Esoteric Recordings


Erscheinungsjahr: 1974


Stil: Symphonic Rock, Art Pop, Rock


Trackliste:

CD1:

1. Nothing But The Truth (3:13)
2. Beyond The Pale (3:06)
3. As Strong As Samson (5:08)
4. The Idol (6:40)
5. The Thin End Of The Wedge (3:43)
6. Monsieur R. Monde (3:43)
7. Fresh Fruit (3:05)
8. Butterfly Boys (4:25)
9. New Lamps For Old (4:14)

Bonus Tracks:

10. Drunk Again (4:31)
11. As Strong As Samson (Alternative Version) (5:21)


CD2:

1. Conquistador (BBC Radio One In Concert 1974) (6:32)
2. Whaling Stories (BBC Radio One In Concert 1974) (8:51)
3. Bringing Home The Bacon (BBC Radio One In Concert 1974) (4:28)
4. New Lamps For Old (BBC Radio One In Concert 1974) (4:43)
5. Beyond The Pale (BBC Radio One In Concert 1974) (3:22)
6. As Strong As Samson (BBC Radio In Concert 1974) (6:12)
7. Simple Sister (BBC Radio One In Concert 1974) (6:22)
8. The Idol (BBC Radio One In Concert 1974) (7:09)
9. Grand Hotel (BBC Radio One In Concert 1974) (7:05)
10. Butterfly Boys (BBC Radio One In Concert 1974) (5:09)
11. Nothing But The Truth (BBC Radio One In Concert 1974) (3:41)

CD3:

1. Conquistador (Live At Dallas Sound Studio) (5:08)
2. Bringing Home The Bacon (Live At Dallas Sound Studio) (4:25)
3. Long Gone Geek (Live At Dallas Sound Studio) (4:58)
4. Homburg (Live At Dallas Sound Studio) (4:26)
5. Cerdes (Outside The Gates Of) (Live At Dallas Sound Studio) (7:02)
6. Beyond The Pale (Live At Dallas Sound Studio) (3:34)
7. Power Failure (Live At Dallas Sound Studio) (5:31)
8. As Strong As Samson (Live At Dallas Sound Studio) (6:20)
9. The Idol (Live At Dallas Sound Studio) (5:13)
10. Butterfly Boys (Live At Dallas Sound Studio) (5:01)
11. Mabel (Live At Dallas Sound Studio) (2:28)
12. Nothing But The Truth (Live At Dallas Sound Studio) (3:24)
13. New Lamps For Old (Live At Dallas Sound Studio) (4:17)

Gesamtspieldauer: CD1 (47:12) und CD2 (1:03:40) und CD3 (1:01:54): 2:52:47



„Exotic Birds And Fruit“ heißt das siebte Studioalbum der britischen Band Procol Harum. Die Platte erschien ursprünglich im April 1974 auf dem Plattenlabel Chrysalis. Im Juni 2018 wurde das Album schließlich auf Esoteric Records wiederveröffentlicht, wobei das ursprüngliche Album gleich um zwei weitere CDs und damit um sehr viel Bonusmaterial erweitert wurde. Der Titel „Nothing But The Truth“ war vor der Veröffentlichung des eigentlichen Albums bereits als Single erschienen. Das Cover-Artwork für das Album stammt von Jakob Bogdani (1658 – 1724), einem ungarischen Künstler, dessen Gemälde häufig exotische Vögel und Früchte zieren.

„Exotic Birds And Fruit“ war musikalisch gesehen deutlich anders strukturiert und angelegt als noch die Vorgängerplatten. Laut Gary Brooker hatte die Band, nach den zwei stark vom Orchester dominierten Platten „In Concert With The Edmonton Symphony Orchestra“ und „Grand Hotel“ erst mal genug von dieser aufwendigen Instrumentierung und die Musiker erklärten „Exotic Birds And Fruit“ zu einer „Zurück zu den Wurzeln“-Angelegenheit. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Platte sehr unspektakulär wie ein Mainstream-Rock-Pop-Album klingt. Ganz sicher ist „Exotic Birds And Fruit“ dabei nicht das Album geworden, welches Procol Harum auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zeigt. Die Platte beinhaltet wenige Höhepunkte, dazu einige, fast schon nichtssagende Titel und leider auch ein bis zwei Ausfälle.

So gar nicht überzeugen können die beiden Stücke „The Thin End Of The Wedge“ und das fast schon nervige „Fresh Fruit“. Richtig gelungen sind dagegen die beiden Nummern „As Strong As Samson“ und „The Idol“. Zwei wahrlich gelungene poppig-rockige Lieder, die eben nicht gleich nach dem Aushallen wieder vergessen sind, sondern deutlich länger nachhallen. Die restlichen fünf Titel des Originalalbums bewegen sich dagegen eher im Bereich von „ganz nett“ bis „nichtssagend“.

Die Wiederveröffentlichung im Juni 2018 hinterlässt leider einen sehr faden Beigeschmack. Natürlich wurden hier noch zwei CDs hinzugefügt und man kann sich damit fast drei Stunden lang mit Procol Harum Musik berieseln lassen. Und freilich ist solch ein Lied wie zum Beispiel „Conquistador“ ein klasse Titel, einer der Höhepunkte im Schaffen von Procol Harum. Doch all dieses zusätzliche Material hat wohl nur den Zweck, den Preis für das ursprüngliche Album in die Höhe zu treiben. Einen Mehrwert gibt es dadurch nämlich kaum bis gar nicht. Die Lieder von „Exotic Birds And Fruit“ stehen weder beim „BBC Radio One In Concert 1974“ (CD2) noch bei „Live At Dallas Sound Studio“ (CD3) im absoluten Fokus und alle Nummern werden fast 1:1 wie die Studioversionen wiedergegeben. Doch wie viele fast identische Wiederholungen von „Conquistador“ oder „As Strong As Samson“ muss man sich anhören, um festzustellen, dass es gute und überzeugende Stücke sind? In meinem Fall reicht eine Studio-Version oder auch mal eine abgewandelte Live-Ausführung – doch genau dies gibt es auf den Zusatz-Scheiben nicht zu hören. Beide zusätzlichen CDs sind angefüllt mit Wiederholungen. Schade.

Fazit: „Exotic Birds And Fruit“ ist ein Mainstream-Pop-Rock-Album von Procol Harum geworden, welches in dieser Veröffentlichung durch quasi aufgezwungenes Bonus-Material einen faden Beigeschmack hinterlässt, da man das Album inzwischen nur noch in dieser Ausführung erwerben kann. „Exotic Birds And Fruit“ ist ganz bestimmt kein Höhepunkt in der Diskographie der Band, eher Durchschnitt, besitzt trotzdem noch hörenswerte Titel, die aus dem Allerlei des Mittelmaßes herausragen. Mainstream bleibt das Ganze jedoch leider immer. Acht Punkte.

Anspieltipps: As Strong As Samson, The Idol



Mittwoch, 21. August 2019

Novalis – Flossenengel




Novalis – Flossenengel


Besetzung:

Lutz Rahn – Tasteninstrumente
Heino Schünzel – Bass und Gesang
Fred Mühlböck – Gitarren und Gesang
Detlef Job – Gitarren und Gesang
Hartwig Biereichel – Schlagzeug und Perkussion


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1979


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Atlanto (4:40)
2. Im Brunnen der Erde (4:27)
3. Brennende Freiheit (2:19)
4. Im Netz (8:10)
5. Flossenengel (3:28)
6. Walzer für einen verlorenen Traum (3:28)
7. Sklavenzoo (5:05)
8. Alle wollen leben (5:07)
9. Rückkehr (6:32)
10. Ob Tier, ob Mensch, ob Baum (1:50)

Gesamtspieldauer: 45:11




Auf dem sechsten Studioalbum der Hamburger Band Novalis mit dem Titel „Flossenengel“ wird die Geschichte des Wals „Atlanto“ erzählt, der zunächst gefangen wird, im Zoo landet und dort quasi ausgestellt von allen Menschen betrachtet werden kann. Doch die Geschichte nimmt eine positive Wendung, denn seine Fänger, die inzwischen von Gewissensbissen geplagt sind, entlassen das Tier schließlich wieder ins Meer. „Flossenengel“ erschien im Jahr 1979 ursprünglich auf dem Plattenlabel Brain, wurde unter anderem auf Vertigo Records wiederveröffentlicht.

Die Musik auf „Flossenengel“ klingt noch sehr überzeugend nach spannendem Progressive Rock, abwechslungs- und ideenreich. Keine Selbstverständlichkeit mehr zur damaligen Zeit, als die ehemaligen Heroen des Progressive Rocks stark die Richtung hin zum einfachen Pop eingeschlagen hatten. So weit, so gut. Trotzdem fällt einem das Hören von „Flossenengel“ nicht leicht – auch falls man hier seine Lieblingsmusikrichtung hört. Das liegt zum Teil am sehr theatralischen Gesang des Fred Mühlböck und noch viel mehr an den heute fast schon peinlich klingenden Textzeilen. Sehr viel Pathos wurde auf „Flossenengel“ in den Inhalt der Lieder gesteckt und textlich sowie gesanglich umgesetzt. Was musikalisch noch sehr überzeugend klingt, lässt einen etwas überrascht bis frustriert zurück, wenn man sich auch auf die Texte und den Gesang konzentriert.

Absoluter Höhepunkt der Platte ist gleichzeitig das längste Lied auf „Flossenengel“, die Nummer „Im Netz“. Das Stück stellt eine sehr abwechslungsreiche Reise durch verschiedene Melodien dar, die aneinandergereiht ein sehr überzeugendes Gesamtwerk ergeben. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass auf den über acht Minuten Spieldauer des Liedes kaum gesungen wird. Es ist die Musik, die hier im Fokus steht und bestens überzeugt. Auch viele der restlichen Stücke haben musikalisch durchaus ihren Reiz und unterhalten diesbezüglich gut. „Atlanto“ und „Walzer für einen verlorenen Traum“ sind zudem reine Instrumentalnummern, die von den vermittelten Atmosphären leben.

Fazit: Wäre „Flossenengel“ ein reines Instrumentalalbum, würde es noch überzeugender klingen. Wäre das Album in einer unverständlichen Sprache eingespielt worden, so bliebe immer noch der manchmal etwas überzogene, theatralische Gesang. Dieser nimmt im Zusammenspiel mit den ausformulierten Sätzen etwas vom Reiz dieses Albums. Musikalisch gesehen ist die Scheibe ein Höhepunkt des Progressive Rock im Jahr 1979. In seiner Gesamtheit betrachtet allerdings nur noch ein gutes Album. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Im Netz



Sonntag, 18. August 2019

Hüma Utku – Gnosis




Hüma Utku – Gnosis



„Gnosis“ ist wahrlich eine Erkenntnis. Und zwar die, dass sich Musik im Kopf abspielt. Das, was man auf dieser Platte der türkischen Wahlberlinerin Hüma Utku hören kann, rast durch die Ohrmuschel entlang der Windungen und Verzweigungen durchs ganze Gehirn und erfüllt einen komplett. Utku startet hier einen Frontalangriff auf den primären Cortex und eröffnet mit ihren phänomenalen Schallwellen einen wahren Klangkosmos.

„Gnosis“ ist in einer Vinylauflage von gerade mal 300 Exemplaren bei Karlrecords erschienen, dazu gibt es den Download über bandcamp, einem Musikportal, auf dem ich mich schon oft genug verloren habe. Hier findet man unglaublich viel, gute und neue Musik. Die CD ist einfach „out“. Vinyl klingt besser, ist was für Sammler, dazu die kostengünstigeren Download Möglichkeiten.

Hüma Utku verbindet Istanbul und Berlin, zwei Weltstädte mit ihren reichen Kulturen, die die Musikerin offensichtlich geprägt haben. Ihr Sound umfasst Ambient, Industrial, Drone, das alles verpackt in einem elektronischen Mantel voller Tiefe und Düsternis. Titel wie „All the universe conspires“ und „A gift from the dark ages“ drücken genau das aus, was man hier hören, erfühlen, erfahren kann. „Ich sehe mich als Istanbulerin, aber Berlin ist mein Zuhause“, erzählte sie der taz in einem Interview. Utku lebt seit nunmehr sieben Jahren in der deutschen Hauptstadt, in der viele türkische Kulturschaffende eine neue oder eine vorübergehende Wahlheimat gefunden haben. Hüma Utku spielt bewusst mit dem musikalischen Grenzüberschreiten und Grenzverschieben. Ihre Musik ist eine Herausforderung, der man sich stellen muss. Zeit, Ruhe und der Wille, ihren Klangvorgaben zu folgen. Dann erlebt man Musik in ganz neuen Tönen. „Gnosis“ ist ein fantastisches Album, ein „Highlight“ dieses Jahres.



Freitag, 16. August 2019

Kula Shaker – Strangefolk




Kula Shaker – Strangefolk


Besetzung:

Alonza Bevan – bass, vocals, acoustic guitar
Paul Winter Hart – drums
Crispian Mills – lead vocals, guitar, harmonica
Harry Broadbent – piano, hammond organ, vocals


Gastmusiker:

Ben Castle – sax (“Song Of Love / Narayana”)
Nichol Thompson – trombone (“Song Of Love / Narayana”)
Dominic Glover – trumpet (“Song Of Love / Narayana”)
Anthony Bevan – violins (“Shadowlands”)
Bethany Porter – cello (“Persephone”)
Kate Robey – cello (“Persephone”)
Emma Hooper – viola (“Persephone”)
Johnny Kalsi – dhol drum (“Song Of Love / Narayana”)
Indira Dasi, Gwyn, Larli, Geary, Lalit, Krishna, Sudevi & Kishori, Dodge, Shep, Harry and Fleas – backing vocals


Label: Strange F.O.L.K.


Erscheinungsjahr: 2007


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Out On The Highway (3:53)
2. Second Sight (3:44)
3. Die For Love (3:26)
4. Great Dictator (Of The Free World) (3:14)
5. Strangefolk (1:27)
6. Song Of Love / Narayana (5:31)
7. Shadowlands (4:10)
8. Fool That I Am (3:55)
9. Hurricane Season (6:03)
10. Ol’ Jack Tar (3:37)
11. 6ft Down Blues (3:55)
12. Dr. Kitt (4:38)

Bonus Track:

13. Persephone (4:40)

Gesamtspieldauer: 52:19




„Strangefolk“ heißt das dritte Studioalbum der englischen Band Kula Shaker und gleichzeitig das erste Album nach der Auflösung im Jahr 1999. „Strangefolk“ erschien am 27. Juni 2007 auf dem Plattenlabel von Kula Shaker, welches sie nach dem Albumnamen selbst mit „Strange F.O.L.K.“ betitelten. Besonders gut gerieten die Kritiken zum Album auf den einschlägigen Kanälen oder in den entsprechenden Musikzeitschriften nicht. Kula Shaker waren mit „Strangefolk“ auch in eher unspektakulären Gefilden des Alternative Rock angekommen.

Dabei ist „Strangefolk“ keineswegs ein schlechtes Album geworden. Man hört darauf zwar keinen außergewöhnlichen Alternative Rock oder gar Psychedelic Rock mehr, doch immerhin Musik, die ins Ohr geht und bestens unterhält. Der indische Einfluss in der Musik der Briten ist stark zurückgefahren worden, die Musik von Kula Shaker klingt „normaler“, alltäglicher und auch ein wenig massentauglicher. Die Lieder bewegen sich größtenteils im Mid-Tempo, beinhalten allerdings auch Ausflüge in härtere und sanftere Bereiche des Rocks. Viele der Lieder erschließen sich einem gleich beim ersten Mal des Hörens – richtige Ausfälle gibt es auf der Platte ebenfalls nicht zu beklagen, sodass Freundinnen und Freunde des Alternative Rocks beim Hören von „Strangefolk“ sicherlich auf ihre Kosten kommen werden.

Besonders gelungen klingt das mitreißende „Hurricane Season“. Ein Lied voller Melodiösität, welches sich langsam in seiner Intensität steigert, wieder etwas ruhiger zu werden scheint, um sich schließlich doch wieder zu steigern. Ein stetiges Hin und Her an Tempo und Atmosphäre beinhaltet dieses Lied, versehen mit einem tollen Groove. „Dr. Kitt“ beginnt dagegen wie eine kleine Kammer-Nummer mit Harfen- und Flötenklängen. Die gängigeren Rock-Instrumente setzen ein und ergänzen sich mit der ursprünglichen Instrumentierung. Auch dieses Mal ist es wieder die Melodie, in die sich einzutauchen lohnt und die einen packt. Schließlich sei an dieser Stelle auch noch das letzte Lied des Albums erwähnt, was eigentlich lediglich eine Zugabe, einen Bonus Track darstellt. Doch „Persephone“ geht schnell ins Ohr, lebt ebenfalls von seiner Instrumentierung, bei der zwei Celli im Mittelpunkt stehen. Sanft und eingängig rundet dieses Lied das Album sehr schön ab.

Fazit: Sicherlich ist „Strangefolk“ nicht das spannendste oder innovativste Album der englischen Band Kula Shaker geworden. Doch genauso sicherlich ist diese Scheibe wahrlich keine schlechte Platte geworden. Auf „Strangefolk“ hört man Alternative Rock, der ins Ohr geht und unterhält. Weniger spektakulär vielleicht als die anderen Kula Shaker Platten, weniger indische Einflüsse in der Musik sind hier zu hören, weniger Experimente flossen allgemein in diese Platte mit ein. Nichtsdestotrotz ist „Strangefolk“ sehr hörenswert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Hurricane Season, Dr. Kitt, Persephone



Mittwoch, 14. August 2019

Novalis – Vielleicht Bist Du Ein Clown?




Novalis – Vielleicht Bist Du Ein Clown?


Besetzung:

Detlef Job – Elektrische und akustische Gitarren, Slide-Gitarre, Gesang
Fred Mühlböck – Gesang, elektrische Gitarre, 12-saitige Gitarre und akustische Gitarre, Querflöte
Lutz Rahn – Hammond h-100, akustischer und elektrischer Flügel, Stringensemble, Mellotron, PPG Synthesizer, D6 Clavinet
Hartwig Biereichel – Schlagzeug, Pauken und Perkussion
Heino Schünzel – Bass, Gesang


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1978


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Der Geigenspieler (8:17)
2. Zingaresca (5:15)
3. Manchmal fällt der Regen eben lang (3:53)
4. Vielleicht bin ich ein Clown? (6:26)
5. City Nord (6:11)
6. Die Welt wird alt und wieder jung (4:37)

Gesamtspieldauer: 34:42




Ihr fünftes Studioalbum versah die Hamburger Band Novalis mit dem etwas ungewöhnlichen Titel „Vielleicht Bist Du Ein Clown?“. Dieses erschien im Jahr 1978 ursprünglich auf dem Plattenlabel Brain, um später auf diversen anderen Labeln wiederveröffentlicht zu werden. Die Mitglieder von Novalis waren dieselben wie schon auf den letzten beiden Veröffentlichungen. Die Band hatte sich dementsprechend gefunden.

Mit „Brandung“ war die Ära der Konzeptalben für Novalis abgeschlossen. Die Plattenfirma verlangte nach Musik, die auch im Radio gespielt werden konnte. Man sollte kompakter und geradliniger klingen. Noch eine Änderung gab es auf „Vielleicht Bist Du Ein Clown?“. Dieses Mal wurde kein Text mehr des frühromantischen Dichters Friedrich Freiherr von Hardenberg alias Novalis vertont, auf dem neuen Album war es die musikalische Umsetzung des Gedichts „Die Welt wird alt und wieder jung“ von Friedrich Schiller, die es auf das Album schaffte. Die Musik hat sich, trotz der zumindest kleinen Abkehr vom komplizierteren Liedaufbau, dagegen nicht großartig verändert. Musik mit wunderschönen Melodien, die sich schnell festsetzen. Die Lieder waren dabei zwar etwas kompakter geworden, doch immer noch gibt es Instrumentalnummern sowie Lieder mit Texten – und genau diese Texte wirken auch auf „Vielleicht Bist Du Ein Clown?“ für die heutige Zeit an der einen oder anderen Stelle etwas überholt.

Gar nicht „überholt“ klingt dagegen die Musik selbst. Diese ist eingängig, geht ins Ohr und dabei jederzeit abwechslungsreich und spannend gestaltet. Nichts ist ohne Weiteres vorhersehbar, nichts wirkt langweilig, keiner Nummer fehlt es an der gewissen Spannung. Auch die Atmosphären von sanft bis rockig werden bedient, sodass eine „Vielleicht Bist Du Ein Clown?“ eine schöne musikalische Reise darstellt, die lohnt angetreten zu werden. Absoluter Höhepunkt ist das „Quasi“-Titellied „Vielleicht bin ich ein Clown?“. Diese Nummer ist eher ein frischer Rock-Titel denn ein progressives Rock Lied. Macht nichts, denn gute Musik bleibt es. Novalis waren zu der Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und so stellt diese Platte eine kleine Mischung aus eher „typischen“ Novalis-Nummern und dem etwas massentauglicheren Rock-Bereich dar. Weiterer Höhepunkt ist das sanfte und bereits erwähnte „Die Welt wird alt und wieder jung“. In diesem Lied klingen Novalis nochmals wie in den Jahren zuvor und zeigt die Abwechslung auf der Platte. Auch hier sehr gelungen.

Fazit: Eine schöne und überzeugende Scheibe ist „Vielleicht Bist Du Ein Clown?“ geworden. Diese enthält Musik, die noch an die frühere Zeit der Band erinnert und beinhaltet ebenso bereits Stücke, die eher radiotauglich klingen. Progressive Rock mit geradlinigen Rock-Einschüben gibt es auf dem Album zu hören. Die Mischung passt, klingt und macht Spaß. Für Novalis-Fans sicherlich ein Höhepunkt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Vielleicht bin ich ein Clown?, Die Welt wird alt und wieder jung