Donnerstag, 29. Dezember 2011

Yes – Drama





Yes – Drama


Besetzung:

Trevor Horn – vocals and bass on „Run Through The Light“
Geoff Downes – keyboards and vocoder
Chris Squire – bass, vocals and piano on „Run Through The Light“
Steve Howe – guitars and vocals
Alan White – percussion an vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Machine Messiah (10:28)
2. White Car (1:21)
3. Does It Really Happen? (6:36)
4. Into The Lens (8:32)
5. Run Through The Light (4:43)
6. Tempus Fugit (5:22)


Bonus Tracks:

7. Into The Lens (I Am A Camera) (Single Version) (3:48)
8. Run Through The Light (Single Version) (4:31)
9. Have We Really Got To Go Through This (3:43)
10. Song No. 4 (Satellite) (7:32)
11. Tempus Fugit (Tracking Session) (5:40)
12. White Car (Tracking Session) (1:11)
13. Dancing Through The Night (3:17)
14. Golden Age (5:58)
15. In The Tower (2:55)
16. Friend Of A Friend (3:38)

Gesamtspieldauer: 1:19:15



Wieder mal eine neue Besetzung von „Yes“. Jon Anderson und Rick Wakeman hatten die Band verlassen, da sie die Aktivitäten der Band nach „Tormato“ für nicht gut genug hielten. Die restlichen drei, Howe, Squire und White wollten jedoch weitermachen. Und so passierte es, dass die „Buggles“ in Gestalt von Trevor Horn und Geoff Downes, die gerade mit „Video Killed The Radio Star“ einen großen Hit gelandet hatten und im selben Studio Aufnahmen tätigten, den drei restlichen Yes-Mitgliedern einen Song verkaufen wollten. Dieser wurde geprobt, fand allerdings nicht seinen Weg auf die Platte, stattdessen wurden Horn und Downes kurzerhand als Ersatz für Anderson und Wakeman engagiert. Eine Bandzusammenstellung, die es so nur auf „Drama“ gab.

Was die Fünf da allerdings ablieferten ist ganz große Musik. Die CD ist klasse und wohl die letzte von „Yes“, die uneingeschränkt dem Progressive Rock zugeordnet werden kann.

Es beginnt mit „Machine Messiah“, einem Stück in alter Yes-Manier. Wunderschöne Melodien gepaart mit Rhythmus- und Stilwechseln. Bombast gepaart mit ganz leisen Tönen, perfekt eingespielt. Ein Stück, was von der ersten bis zur letzten Minute Spaß macht. Und ist „Machine Messiah“ mit seinen knapp zehneinhalb Minuten das längste Stück des Albums, so folgt mit „White Car“ gleich der kürzeste Track. „White Car“ ist orchestral instrumentiert, ein schöner, kleiner und ruhiger Song, ein perfektes Gegenstück zum Bombast des Vorgängers.

„Does It Really Happen?“ beginnt mit einem Basslauf und stellt danach einen typischen Yes-Song der 70er Jahre da. Verschachtelt und schräg verlassen die Töne jetzt die Boxen und es ist auch längst nicht mehr so melodiös wie bei den beiden vorherigen Nummern. Trotzdem eine gute Nummer.

Was dann folgt, ist eines der Höhepunkte des Albums: „Into The Lens“. Eine herrlich schwebende Nummer, abwechslungsreich und von der ersten bis zur letzten Sekunde perfekt durchkomponiert. Schräg ist dieses Mal der Text: „I Am A Camera“, was „Yes“ uns damit wohl sagen wollen? Das Stück geizt nicht mit tollen Melodien und ist jedes Mal wieder ein absolutes Hörerlebnis.

Auch das nächste Stück weiß zu überzeugen. „Run Through The Light“ ist ein Track, der meist mehrstimmig in einer Art Chor der Musiker eingesungen wurde. Klasse auch hier die Tempiwechsel, treibende Teile wechseln sich dabei mit herrlich schwebenden Passagen ab, die ihrerseits dann nur mit Gitarre und Keyboard instrumentiert sind.

Bliebe noch das letzte Stück der Platte: „Tempus Fugit“. Und wie die Zeit verging, beim Hören dieses Albums. Und sie vergeht jetzt noch rasanter, denn „Tempus Fugit“ rockt geradezu. Es ist die schnellste Nummer auf dem Album, nicht die beste, allerdings sicherlich auch kein Ausfall.

Fazit: Ein klasse Album ist „Yes“ da zu Beginn der 80er gelungen. Und es klingt wesentlich mehr nach „Yes“ als nach den „Buggles“. Wer auf die etwas anspruchsvollere Rockmusik steht, der die tollen Melodien aber trotzdem nicht abgehen, der ist mit diesem Album bestens bedient.

Noch was. Die üppigen Bonustracks auf der RHINO-Edition lohnen auch. Zum Teil bekommt man alternative Versionen zu hören, zum Teil Stücke aus der „Tormato-Zeit“, auf denen dann auch Jon Andersen singt. Und hier fällt es auch zum ersten Mal richtig auf, das Andersen auf der Platte sonst gar nicht vertreten war. Da hat Trevor Horn seine Sache anscheinend richtig gut gemacht.

Für die vielen Bonustracks lege ich sogar noch einen Punkt drauf, damit bekommt „Drama“ nun vierzehn Punkte, fast perfekt.

Anspieltipps: Machine Messiah, White Car, Into The Lens





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