Montag, 5. März 2012

Incubus – Morning View





Incubus – Morning View


Besetzung:

Brandon Boyd – vocals, guitar, percussion
Michael Einziger – guitar, vocals
DJ Kilmore – keyboards
Dirk Lance – bass, vocals
Jose Pasillas II – drums, percussion


Gastmusiker:

Joel Derouin, Mario De Leon, Peter Kent, Gerry Hilera, David Stenske, Eve Butler – violin
Evan Wilson, Karie Prescott – viola
Larry Corbett, Dan Smith – cello
Jon Clarke – woodwinds
Dawn Beckman, Stephanie Alexander – background vocals on “Are You In?”


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock


Trackliste:

1. Nice To Know You (4:43)
2. Circles (4:09)
3. I Wish You Were Here (3:35)
4. Just A Phase (5:31)
5. 11am (4:14)
6. Blood On The Ground (4:35)
7. Mexico (4:21)
8. Warning (4:41)
9. Echo (3:34)
10. Have You Ever (3:15)
11. Are You In? (4:24)
12. Under My Umbrella (3:32)
13. Aqueous Transmission (7:47)



„Morning View“ aus dem Jahr 2001, ist das vierte Album der kalifornischen Rockband Incubus. Dreizehn Stücke haben sie dieses Mal auf die CD gepackt und das, was auf „Morning View“ vorherrscht, das ist die Abwechslung. Auf dem Album gibt es „harte“ Stücke zu hören, genauso wie die ruhigeren und verträumteren Nummern.

Eröffnet wird die Platte mit einem der wohl bekanntesten Stücke der US-Amerikaner. „Nice To Know You“ kracht nach dreißig Sekunden sphärischen Vorgeplänkels so richtig los, sodass jeder Hard Rock Fan seine Freude haben dürfte. Aber das Lied knallt nicht durchgehend, sondern weiß auch mit melodischen und ruhigeren Parts aufzuwarten. „Circles“ greift die härtere Stimmung dann erneut auf und zieht diese, mit Ausnahme einer kurzen Sequenz, das ganze Lied über durch. „Wish You Were Here“, der dritte Titel des Albums, ist eine Rocknummer, die ebenfalls mit schnelleren und langsameren Teilen aufwarten kann. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Titel das „Scratchen“ von DJ Kilmore, welches bei diesem Song gut in das Lied eingebettet ist und einfach perfekt passt.

„Just A Phase“ ist eine ruhige Nummer, die mitunter sogar ein wenig schräg klingt und bei der jede Menge Streicher zum Einsatz kommen. „11 am“, im Anschluss daran, ist ebenfalls eher ein Lied der sanfteren Töne und wieder sehr melodisch, wohingegen „Blood On The Ground“ wieder sehr viel stärker rockt. Ein Höhepunkt wartet anschließend mit „Mexico“ auf den Hörer. Erneut eine eher stillere Nummer, dominiert durch die Akustik-Gitarre und den eindringlichen Gesang Brandon Boyds. Und um das Ganze rund zu machen, dürfen bei diesem Titel natürlich die Streicher in Form der Cellisten ebenfalls nicht fehlen.

„Warning“ stellt dann im Anschluss einen schönen Gegenpol dar. Beginnt das Stück zunächst noch verhalten, so steigert es sich im weiteren Verlauf immer mehr und wird zu einer groovenden Rocknummer, die dann allerdings auch immer wieder von ruhigeren Passagen durchzogen wird. „Echo“, Stück Nummer neun des Albums, ist ein Titel, der wieder ruhiger und fast ein wenig leicht schwebend wirkt, dafür allerdings auch ein wenig langweilig ist. Dafür kracht dann „Have You Ever“ sofort richtig los und reißt einen aus jedweder Lethargie – ohne dabei jedoch besonders gelungen oder besonders schlecht zu sein.

„Are You In?“ beginnt anschließend ein wenig sphärisch und wird dann fast ein schon ein bisschen poppig. Ein Eindruck, der wohl durch die Snare und den Gesang vermittelt wird. Dazu gesellt sich schließlich wieder das Scratchen Kilmores, was hier auch nicht so richtig zünden will. Wahrlich kein Highlight des Albums. Der vorletzte Track der Platte „Under My Umbrella“, ist dann eine deutlich härtere und treibendere Nummer, die immer wieder von Synthie-Pop-Klängen durchzogen wird, um schließlich erneut loszuschlagen. Mit „Aqueous Transmission“ wartet abschließend, ganz am Ende der Platte, noch ein weiterer Höhepunkt auf den Zuhörer. Das Stück ist knapp siebendreiviertel Minuten lang und auch wenn die letzte Minute nur noch aus Krötengequake besteht, so weiß das Stück trotzdem zu gefallen. Vielleicht liegt es an der Überraschung, die das Lied verursacht, denn es ist so ganz anders als alles andere auf dem Album oder von Incubus überhaupt. Sehr fernöstlich hört sich der Titel an und wirkt so unendlich relaxt und entspannt. Richtig gut gemacht.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Rock-Album haben Incubus mit „Morning View“ vorgelegt. Es gibt auf dem Album viele schöne Melodien zu entdecken und auch mitreißende Rocksongs, sowie Überraschungen, wie das letzte Lied der Platte. Nicht alle Titel des Albums können restlos überzeugen, trotzdem gibt es hier viel Interessantes zu entdecken und es macht immer wieder Spaß der Musik zu lauschen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Nice To Know You, Mexico, Aqueous Transmission