Donnerstag, 18. Dezember 2014

Fischer-Z – Going Deaf For A Living




Fischer-Z – Going Deaf For A Living


Besetzung:

John Watts – lead vocals, guitar
Steve Skolnik – keyboards
David Graham – bass
Steve Liddle – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: New Wave, Rock


Trackliste:

1. Room Service (3:45)
2. So Long (5:02)
3. Crazy Girl (4:26)
4. No Right (2:39)
5. Going Deaf For A Living (3:32)
6. Pick Up / Slip Up (2:38)
7. Crank (3:06)
8. Haters (4:08)
9. Four Minutes In Durham (With You) (4:06)
10. Limbo (2:15)

Gesamtspieldauer: 35:00



Rockigen New Wave mit einem leichten Reggae-Einschlag, dafür standen Fischer-Z schon immer. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man genau diesen Stil auch auf ihrer zweiten Platte „Going Deaf For A Living“ aus dem Jahr 1980 zu hören bekommt. Sehr prägend ist dabei auch wieder der Gesang des John Watts, der etwas höher angelegt ist und durchaus auch ein wenig weinerlich klingt. Dies ist allerdings nicht negativ gemeint, lediglich beschreibend.

„Going Deaf For A Living“ brachte Fischer-Z die ersten Chartplatzierungen und stellt somit den endgültigen Durchbruch der Band dar. Bei Fans wird dieses Album mit dem Nachfolgealbum „Red Skies Over Paradise“ in einem Atemzug genannt, wenn es darum geht, die besten Platten von Fischer-Z zu benennen. Nun, der Hit der Platte war „So Long“, für den sogar erstmals ein Video produziert wurde (welches ich unten auch verlinkt habe) – an das Nachfolgealbum reicht „Going Deaf For A Living“ jedoch nicht heran. Man hört hier zwar absolut typische Fischer-Z Musik, die man bereits nach dem dritten Takt nur dieser Band zuordnen kann, qualitativ machten Fischer-Z und allen voran natürlich John Watts, noch einen riesigen Sprung, wenn es um das Songwriting geht. Dies wurde mit der nächsten Platte überdeutlich.

Trotzdem ist „Going Deaf For A Living“ natürlich keine schlechte Scheibe. Es groovt an allen Ecken und Enden, die einzelnen Lieder sind auch durchaus eingängig, wenn auch nicht ganz so, wie sie es später noch sein sollten. Zumeist befindet sich die Musik im Mid-Tempo, mitunter ist das auch sehr gut tanzbar und kommt auch bei so mancher 80ies-Revival-Party zum Einsatz.

Fazit: „Going Deaf For A Living“ ist irgendwie ein Gute-Laune-Album geworden. Hier gilt es nicht groß nachzudenken. Einfach die Scheibe ein- oder auflegen und schon kann es losgehen und die Füße zucken ganz automatisch ein wenig mit. New Wave Fans dürften diese Platte lieben, Freunden von Fischer-Z gefällt das, wie bereits erwähnt, sowieso sehr gut. Mir sagt die Musik, die da noch kommen sollte, allerdings noch mehr zu, auch wenn „Going Deaf For A Living“ sicherlich kein schlechtes Album ist. Acht Punkte.

Anspieltipps: So Long