Dienstag, 8. März 2016

Fields Of The Nephilim – The Nephilim




Fields Of The Nephilim – The Nephilim


Besetzung:

Carl McCoy – vocals
Peter Yates – guitar
Paul Wright – guitar
Tony Pettitt – bass
Alexander Wright – drums


Label: Beggars Banquet Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. Endemoniada (7:15)
2. The Watchman (5:31)
3. Phobia (3:37)
4. Moonchild (5:40)
5. Chord Of Souls (5:08)
6. Shiva (4:50)
7. Celebrate (6:25)
8. Love Under Will (7:31)
9. Last Exit For The Lost (9:47)


Bonus Track der remasterten Albumveröffentlichung:

10. Celebrate (Second Seal) (7:53)

Gesamtspieldauer: 1:03:41



„The Nephilim“ ist das zweite Studioalbum der englischen Gothic Rock Band Fields Of The Nephilim und erschien im September 1988 auf dem Label Beggars Banquet Records. Diese Scheibe wäre ein sehr gutes Beispiel dafür, möchte man jemanden von der Qualität und Klasse des Gothic Rocks überzeugen wollen. Denn „The Nephilim“ ist absolut gelungen und begeisternd. Die Atmosphäre, die hier vermittelt und transportiert wird, ist mächtig dunkel und schaurig. Das alles wird verpackt in deftigem, zum Teil auch hartem Rock, macht diese Scheibe so überaus hörenswert. Eher schaurig sind dagegen die Texte gehalten, in denen man schmalzige Liebesschwüre oder Anwandlungen von Liebeskummer selbstverständlich vergebens sucht. Sehr viel eher kann man hier kleinen Horrorgeschichten lauschen und sich ein wenig gruseln.

Dieser dichte Klang der Gitarren, dazu der gruselig schöne Gesang des Carl McCoy machen diese Platte zum einem Höhepunkt im Genre des Gothic Rock. Die einzelnen Stücke rocken dabei, gehen zudem auch ins Ohr oder versetzten einen durch Mantra-artige Redundanzen einzelner Akkorde oder Abschnitte in ein musikalisches Nirwana. Alles scheint in der Musik der Fields Of The Nephilim auf „The Nephilim“ in Bewegung zu sein, scheint zu vibrieren und zu pulsieren. Das klingt nicht selten mitreißend, mystisch und magisch, manches Mal auch durchaus etwas unheimlich.

Einzelne Lieder dabei hervorzuheben, fällt einem fast schwer, da die Stücke allesamt über eine hohe Qualität verfügen und im Grunde genommen kein Titel großartig gegenüber dem anderen qualitativ abfällt. Es werden also immer nur Nuancen sein, die einen eher dieses oder eher jenes Stück bevorzugen lassen. Mir persönlich haben es da die Nummern „The Watchman“, „Celebrate“ und „Love Under Will“ angetan. „The Watchman“ ging mir dabei sofort ins Ohr, wohingegen „Celebrate“ ein wenig aus der Reihe fällt, da es eines der eher raren ruhigen Lieder der Scheibe darstellt, sich jedoch ebenfalls schnell beim Hörer festzusetzen versteht. „Love Under Will“ überzeugt hingegen durch seine Abwechslung, da die Musiker hier mit verschiedenen Intensitäten innerhalb des Stückes spielen, was ebenfalls sehr überzeugend klingt.

Fazit: „The Nephilim“ von Fields Of The Nephilim ist eines der überzeugendsten Gothic Rock Platten überhaupt geworden. Mit jedem Mal des Hörens verstärkt sich dieser Eindruck noch. Sehr intensive und dunkle Musik gibt es hier zu hören, die rockt und ins Ohr geht. Ein dichter und voller Sound prägt zudem die Lieder der Scheibe, die durch den dominierenden Gitarreneinsatz zusätzlich etwas Besonderes in der Musik der 80er Jahre darstellt. So gibt es hier auch völlig andere Texte zu hören, die eben nicht von Liebe und Eifersucht handeln. Eine wirklich überzeugende Platte. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Watchman, Celebrate, Love Under Will