Donnerstag, 30. April 2015

Shiny Gnomes – Garage X




Shiny Gnomes – Garage X


Besetzung:

Dorit – drums, backing vocals
Gasi – piano, organ, synthesizer
Limo – vocals, guitars, synth & noises
Manna – bass, synthesizer, guitar


Label: Fuego


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Rock


Trackliste:

1. Pink Heaven (3:10)
2. Don't Stop (5:23)
3. High Time August (4:13)
4. Fontana Sun (6:40)
5. Garage Life (3:46)
6. Riding With The Wind (5:42)
7. Station Of Drifters (5:03)
8. Real Thing (4:34)
9. This Cruel World (4:44)

Gesamtspieldauer: 43:19



Warum eigentlich in die Ferne schweifen, wenn das Gute oftmals so nahe liegt? Die Shiny Gnomes haben wieder mal – nach sieben langen Jahren – eine Platte veröffentlicht und man möchte fast sagen: Endlich. Nach dem Hören der Silberscheibe, gleichzeitig das zehnte Studioalbum der Shiny Gnomes mit dem Titel „Garage X“, muss man dieses „Endlich“ sogar noch unterstreichen, denn wieder einmal haben die vier Franken eine wahrlich sehr hörenswerte Platte aufgelegt.

Allzu viel wird auf „Garage X“ nicht experimentiert. Das hörte sich auf manch einem Vorgänger dieser Scheibe schon mal anders an. Dafür ist es Limo, der sich wieder einmal sowohl für die Musik wie für die Texte verantwortlich zeigt, einmal mehr gelungen, Lieder zu schreiben, die ziemlich schnell ins Ohr gehen und genau dort auch sehr schnell zu zünden verstehen. Die Titel setzen sich unverzüglich fest und wirken bereits nach wenigen Durchläufen des Albums wie gute und vertraute Bekannte, die zu kennen man sehr genießt. Stilistisch ist die Auswahl auf „Garage X“ breit gefächert. Klar ist das Rock-Musik, jedoch auch mit einigen poppigen Ausschlägen. Mitunter klingt es dann aber auch mal psychedelisch und sogar Reggae-Klänge sind auf dem Album zu vernehmen. Diese Mannigfaltigkeit in der Musik trägt mit dazu bei, dass niemals Langeweile bei den Shiny Gnomes auf „Garage X“ aufkommt. Alles passt bestens zusammen, klingt rund und einnehmend. Kein Titel fällt irgendwie ab, sodass dem Hörvergnügen keine Grenzen gesetzt sind.

Ein Wort noch kurz zur Instrumentierung. Auch diese überzeugt sowohl in den leisen Momenten, wie in den treibenderen Abschnitten. Die Musik wird auf den Punkt gespielt und wenn Gasi seinen fetten Orgelsound hinterlegt, wie zum Beispiel beim Refrain zu „Station Of Drifters“, so kommen da Reminiszenzen zu längst vergangenen musikalischen Zeiten auf – und dann lässt sich auch perfekt in alten musikalischen Erinnerungen schwelgen.

Fazit: Eine tolle, eingängige und spannende Platte legen die Shiny Gnomes hier vor. Alles klingt, alles wirkt und alles hinterlässt Spuren. Jede Menge Melodien gibt es auf „Garage X“ zu erhören, die sich schnell im Musikzentrum des Hörers festsetzen. Auf mich wirkt die Scheibe fröhlich und hinterlässt ein irgendwie positiv geartetes Gefühl. Bleibt im Grunde genommen nur zu hoffen, dass nicht wieder sieben Jahre bis zum nächsten Album der Shiny Gnomes vergehen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Fontana Sun, Riding With The Wind, Station Of Drifters