Dienstag, 6. Dezember 2016

Doro – Calling The Wild




Doro – Calling The Wild


Besetzung:

Doro Pesch – vocals


Gastmusiker:

Jürgen Engler – guitars, keyboards, bass
Thomas Franke – drums
Chris Lietz – programming, keyboards
Mario Parillo – guitar solos
Steve Stevens – guitar
Jimmy Harry – guitars, bass, keyboards, programming, drum programming
Lemmy Kilmister – vocals, bass, acoustic guitars
Bob Kulick – guitars
Eric Singer – drums
Joe Taylor – guitars
Michi Besler – drums
Andreas Bruhn – guitars, bass, keyboards
Nick Douglas – bass
Jürgen Engler – guitars
Thomas Franke – drums
Mario Parillo – rhythm guitar
Slash – guitar solo
Al Pitrelli – guitar solo on "Dedication"


Label: SPV/Steamhammer


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock


Trackliste:

1. Kiss Me Like A Cobra (3:18)
2. Dedication (I Give My Blood) (3:53)
3. Burn It Up (2:47)
4. Give Me A Reason (4:20)
5. Who You Love (3:52)
6. Scarred (4:39)
7. Ich Will Alles (2:25)
8. White Wedding (4:36)
9. I Wanna Live (2:43)
10. Love Me Forever (5:16)
11. Fuel (3:53)
12. Constant Danger (3:39)
13. Black Rose (3:43)
14. Now Or Never (Hope In The Darkest Hour) (3:54)
15. Danke (2:57)

Gesamtspieldauer: 56:02



Nachdem Doro Pesh in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bereits vier Studio-Alben mit ihrer ersten Band Warlock aufgenommen hatte, folgten im Anschluss daran zahlreiche Solo-Einspielungen. Bis heute, Stand Dezember 2016, sind das zwölf Solo-Studioalben. Die Platte „Calling The Wild“ ist dabei die siebte Veröffentlichung in dieser Reihe der gebürtigen Düsseldorferin. Das Album wurde im September des Jahres 2000 auf dem Musiklabel SPV/Steamhammer veröffentlicht. In den USA kam die Platte in deutlich veränderter Zusammenstellung auf den Markt. Mit „Love Me Forever“ von Motörhead aus dem Jahr 1991, sowie dem Billy Idol Klassiker „White Wedding“ aus dem Jahr 1982, sind zwei Cover-Versionen enthalten. Englisch ist die vorherrschende Sprache auf „Calling The Wild“. Mit den beiden Stücken „Ich Will Alles“ und „Danke“ singt Doro allerdings auch zwei Nummern in Deutsch ein.

Zu hören gibt es auf „Calling The Wild“ Heavy Metal in Reinkultur, nichts erinnert mehr an elektronische Sounds oder gar Drum-Computer, die es bei Veröffentlichungen von Doro Pesch auch schon zu hören gab. Dazu waren auch einige Größen des Rocks an der Entstehung der Platte mit beteiligt. Lemmy Kilmister von Motörhead ist hier beim Gesang zu hören, Gitaren-Soli wurden unter anderem vom Savatage Gitarristen Al Pitrelli und vom Guns N' Roses Gitarristen Slash eingespielt. Auch der ehemalige Sisters Of Mercy Gitarrist Andreas Bruhn, der sich hier auch als Produzent betätigte, ist auf dem Album zu hören.

Dieser bereits erwähnte Heavy Metal wird lediglich von einigen Balladen unterbrochen, ansonsten ist die Stimmung auf „Calling The Wild“ eine eher harte und kompromisslose. Dass man Heay Metal auch auf Deutsch singen kann, beweist Doro Pesch dabei mit dem Titel „Ich Will Alles“. Selten, dass man auf Deutsch eingesungene Musik in diesem musikalischen Genre zu hören bekommt. Allgemein ist der Heavy Metal der Doro Pesch auf „Calling The Wild“ kein ausufernder, sondern ein sehr melodischer. Bei aller Härte der einzelnen Titel, gehen diese doch gut ins Ohr. Das gilt sogar ganz besonders für die deutlich zurückhaltenderen Balladen, die alle kleine Ohrwürmer darstellen und gleichzeitig schöne Auflockerungen im Gesamtkontext der Scheibe sind.

Fazit: Eingängigen und melodiösen Heavy Metal gibt es auf „Calling The Wild“ von Doro Pesch zu hören. Die Nummern wirken und gehen ins Ohr. Zum Gelingen der Platte konnte Doro einige Größen des Musikbusiness gewinnen, die sich hier nicht in den Vordergrund spielen, sondern das Bild der Scheibe noch weiter abrunden. Nichts auf „Calling The Wild“ wirkt aufgesetzt oder anbiedernd. Ganz im Gegenteil, man hört und spürt ganz deutlich, dass dies die musikalische Heimat der Doro Pesch ist, nicht irgendein „Synthesizer-Gedudel“: Acht Punkte.

Anspieltipps: Scarred, Love Me Forever, Constant Danger