Donnerstag, 6. Dezember 2012

Queen – Queen II




Queen – Queen II


Besetzung:

Freddie Mercury – vocals, piano / harpsichord
Brian May – guitars, piano, vocals, bells
John Deacon – bass guitar, acoustic guitar
Roger Meddows-Taylor – percussion, vocals


Label: Universal International Music


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Procession (1:13)
2. Father To Son (6:14)
3. White Queen (As It Began) (4:36)
4. Some Day One Day (4:22)
5. The Loser In The End (4:06)
6. Ogre Battle (4:09)
7. The Fairy Feller's Master-Stroke (2:41)
8. Nevermore (1:19)
9. The March Of The Black Queen (6:33)
10. Funny How Love Is (2:51)
11. Seven Seas Of Rhye (2:49)

Gesamtspieldauer: 40:52



„Queen II“ taufte die englische Band Queen sinnigerweise ihr zweites Album, welches acht Monate nach ihrem Debutalbum im März 1974 veröffentlicht wurde. Und mit „Queen II“ steigerten sich die vier Briten sogar noch im Hinblick auf ihre erste Platte. Dieser so typische Queen-Stil, der vom außergewöhnlichen Gitarrensound des Brian May gekennzeichnet ist, der mit wunderschönen komplexen und harmonischen Hintergrundgesängen ausgestattet und von immer wieder neuen Ideen und Einfällen geprägt ist, diesen Stil gibt es auf „Queen II“ in Perfektion zu hören.

„Queen II“ verkaufte sich bereits deutlich besser als „Queen“ ein Jahr zuvor und enthält mit „Seven Seas Of Rhye“ sogar den ersten kleinen Hit der Band. Das Stück gab es bereits in einer kurzen Instrumentalversion auf dem Debut-Album zu hören und erreichte in der gesungenen Fassung auf „Queen II“ immerhin Platz zehn der englischen Charts. Vom Aufbau her ist das Album derart gestaltet, dass die ehemalige zweite Seite der Platte komplett aus der Feder Freddie Mercurys stammt. Die ersten vier Stücke der früheren ersten Plattenseite schrieb Brian May und den Abschluss, Lied Nummer 5, „The Loser In The End“, steuerte Roger Taylor hinzu.

Auf „Queen II“ wird auch noch gerockt. Deutlich mehr als auf späteren Alben der Band. Allerdings auch schon weniger als auf der ersten Platte. „Father To Son“, „The Loser In The End“, „Ogre Battle“ und auch noch „Seven Seas Of Rhye“ rocken überwiegend. Dabei entfalten diese Stücke jedoch auch eine Melodiösität, die eigentlich nicht so ohne Weiteres mit Hard-Rock in Verbindung gebracht werden kann. Queen schafft das jedoch hier in einer wirklich beeindruckenden Weise.

Die andere, die sanftere Seite, zeigen die vier Musiker mit den wunderschönen Balladen „White Queen (As It Began)“ und „Nevermore“. Dann gibt es da auch noch die progressiven Ansätze in der Musik von Queen, die im Stück „The March Of The Black Queen“ ausgelebt werden. Häufige Rhythmus- und Tempowechsel, genau wie das Vorhandensein gerader und ungerader Takte zeichnen dieses Lied aus. Und dieser Titel beinhaltet auch diesen für Queen so typischen mehrstimmigen Gesang und ist damit bereits ein Vorgeschmack darauf, was die Band diesbezüglich auf „A Night At The Opera“ noch vervollkommnen wird.

Schließlich gibt es auf „Queen II“ noch Songs, die einzig und allein von Queen stammen können. Ein Alleinstellungsmerkmal, Musik, welche in dieser Art und Weise von keiner anderen Band so bisher produziert wurde. Musik mit Wiedererkennungswert. Als Beispiel seien hier „The Fairy Feller's Master-Stroke“ und „Funny How Love Is“ genannt. Da wird es wie im ersteren Fall mal hektisch, mal ruhiger, mal treibender und über allem steht dieser mehrstimmige Gesang, der mitunter Höhen erreicht, welche man sich einem Mann nur schwerlich zuzuschreiben wagt.

Fazit: Es ist die Einmaligkeit, die die Musik von Queen in den 70er des letzten Jahrhunderts so besonders macht. Keine andere Band hat diesen Sound. Keine andere Band singt so überzeugend. Dieses Zusammenspiel von Freddie Mercury, Brian May und Roger Taylor, alle drei wahre Vokalakrobaten, ist einfach beeindruckend. Dazu gesellen sich noch klasse Melodien, schöne Harmonien und immer wieder überraschende Rhythmus- und Tempowechsel. Spannende Musik. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Father To Son, White Queen (As It Began), The Loser In The End, The Fairy Feller's Master-Stroke, The March Of The Black Queen