Sonntag, 18. September 2011

Blind Melon – Blind Melon

 


Blind Melon – Blind Melon


Besetzung:

Shannon Hoon – vocals
Christopher Thorn – guitar
Rogers Stevens – guitar
Brad Smith – bass, backing vocals
Glen Graham – drums, percussion


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Rock


Trackliste:

1. Soak The Sin (4:01)
2. Tones Of Home (4:27)
3. I Wonder (5:33)
4. Paper Scratcher (3:14)
5. Dear Ol' Dad (3:02)
6. Change (3:42)
7. No Rain (3:37)
8. Deserted (4:21)
9. Sleepyhouse (4:29)
10. Holyman (4:48)
11. Seed To A Tree (3:29)
12. Drive (4:41)
13. Time (6:03)

Gesamtspieldauer: 55:27 



Ein sehr abwechslungsreiches Debut-Album haben die fünf Musiker von „Blind Melon“ da 1992 veröffentlicht. Blues-, Southern Rock-, Folk- und Funk-Elemente lassen sich in den dreizehn, immer abwechslungsreichen Titeln, ausmachen.

Wer auf gut gemachten Gitarrenrock steht, kann mit dieser Platte nichts falsch machen. Und das bekannteste Lied der Band „No Rain“ steht dabei in keinster Weise exemplarisch für den Rest der Musik. Ist „No Rain“ ein eingängiges Stück, was fast schon in die Richtung Pop geht, so sucht man einen ähnlichen Titel vergeblich unter den restlichen Stücken.

Hier findet sich jedoch treibender Rock wie auf dem Opener „Soak The Sin“, dem Stück „Dear Ol' Dad” oder „Deserted“, genauso wie auf dem verhalten beginnenden „.Holyman“. Funkige Anleihen finden sich auf „Tones Of Home“ und auf „Paper Scratcher“, wohingegen die Nummern „I Wonder“, „Change“ oder „Drive“ eher folkig angehaucht sind. Aber die Abwechslung geht noch weiter mit der „Rhythm And Blues-Nummer“ „Seed To A Tree“ und dem etwas experimentelleren „Sleepyhouse“.

Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und die Silberscheibe wird nie langweilig. Alles passt zusammen und man ist immer wieder gespannt, was die fünf Musiker aus Mississippi als nächstes aus dem Ärmel zaubern.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Debut-Album haben „Blind Melon“ 1992 mit der gleichnamigen Veröffentlichung hier vorgelegt. Die charismatische Stimme des Shannon Hoon, der 1995 mit nur 28 Jahren viel zu früh verstarb, in Verbindung mit geradem Gitarrensound machen das Album immer wieder spannend. Es befindet sich kein schlechter Titel auf dem Album, allerdings fehlen auch irgendwie die Höhepunkte, sodass die Scheibe manchmal ein wenig vor sich hinplätschert. Von mir gibt es dafür acht Punkte.

Anspieltipps: No Rain, Change, Drive, Holyman