Montag, 23. Dezember 2019

Rome – Le Ceneri Di Heliodoro




Rome – Le Ceneri Di Heliodoro


Besetzung:

Jérôme Reuter – all words and music written, performed and arranged


Gastmusiker:

Tom Gatti – additional instrumentation and arrangements
Erin Powell – speech on „Sacra Entrata”, backing vocals
Katrin Powell – backing vocals
Patrick Kleinbauer – backing vocals
Tom Luciani – backing vocals
Augusta Castellano – additional spoken words
Tania Mercurio – additional spoken words


Label: Trisol Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Folk, Pop


Trackliste:

1. Sacra Entrata (4:35)
2. A New Unfolding (3:29)
3. Who Only Europe Know (3:39)
4. The West Knows Best (3:22)
5. Feindberührung (3:55)
6. Fliegen Wie Vögel (4:45)
7. One Lion’s Roar (3:30)
8. Black Crane (3:16)
9. La Fin D’Un Monde (0:57)
10. The Legion Of Rome (3:04)
11. Uropia O Morte (3:45)
12. Desinvolture (6:30)

Gesamtspieldauer: 44:52




„Le Ceneri Di Heliodoro“ nannte der Luxemburger Musiker Jérôme Reuter sein vierzehntes Studioalbum, welches er mit seinem „Projekt“ Rome veröffentlichte. „Le Ceneri Di Heliodoro“ erschien am 18. Januar 2019, wie alle Alben des Luxemburgers seit 2009, auf dem Plattenlabel Trisol Music Group. Inhaltlich beschäftigt sich das Album wohl mit dem Zusammmenleben – nicht nur der Kulturen. Rom steht dabei stellvertretend für Europa beziehungsweise die ganze Erde. Oder will uns Jérôme Reuter doch etwas ganz anderes mit seinem Album vermitteln? Jede Menge Zeit für Interpretationen und Spekulationen, am Ende derer jede und jeder seine eigenen Schlüsse ziehen darf.

„Le Ceneri Di Heliodoro“ ist für Rome ein sehr typisches Album geworden. Dunkler und düsterer Neo Folk, manchmal ein klein wenig martialisch klingend, der mit wunderschönen Melodien ausgestattet wurde. Alles auf „Le Ceneri Di Heliodoro“ klingt harmonisch und eingängig. Dazu gesellt sich der sehr einprägsame und sonore Gesang des Jérôme Reuter und jede Menge Einsprengsel in Form von Stimmen und Geräuschen. Auch werden verschiedene Sprachen in ein und demselben Lied verwendet. Internationale Musik nennt man das dann wohl. Jérôme Reuter ist ein Europäer durch und durch. Spannend und abwechslungsreich klingt das zu jeder Zeit, typisch Rome eben, wie man es auch von den früheren Veröffentlichungen her kennt.

Eine Aufzählung der Höhepunkte erübrigt sich dabei fast schon. Alle zwölf Titel auf „Le Ceneri Di Heliodoro“ können überzeugen. Keine Nummer fällt ab, allerdings gibt es auch kein Lied, welches besonders weit über die anderen herausstrahlt. Somit bekommt man vom ersten bis zum letzten Takt auf „Le Ceneri Di Heliodoro“ Musik geboten, die unterhält und begleitet. Neo Folk der besonderen Art.

Fazit: Jérôme Reuter alias Rome macht Musik, die ins Ohr geht. Neo Folk, der nur so vor Harmonien schwelgt. Das klingt sanft, zumeist düster, manchmal ein wenig traurig oder dann doch auch martialisch. Spaß macht das allerdings trotzdem, denn diese Musik unterhält bestens. Das Einzige, was man Jérôme Reuter vorwerfen könnte, dass man irgendwie alles von ihm langsam gehört zu haben glaubt. Stilistisch ändert sich da kaum etwas von Album zu Album. Aber ist es im Grunde nicht genau das was man möchte? Schöne Musik in der Verlängerung? Durchaus möglich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The West Knows Best