Sonntag, 6. April 2014

Deep Purple – In Concert With The London Symphony Orchestra (DVD)




Deep Purple – In Concert With The London Symphony Orchestra (DVD)


Besetzung:

Ian Gillan – vocals
Steve Morse – guitar
Roger Glover – bass
Jon Lord – keyboards
Ian Paice – drums


Gastmusiker:

Paul Mann – conductor
Aitch McRobbie – vocals
Margo Buchanan – vocals
Pete Brown – vocals
Mario Argandona – vocals, percussion
Sam Brown – vocals on "Wait A While"
Miller Anderson – vocals on "Pictured Within"
Ronnie James Dio – vocals on "Sitting In A Dream", "Love Is All"
Graham Preskett – violin on "Love Is All"
Eddie Hardin – piano on "Love Is All"
Annie Whitehead – trombone
Paul Spong – trumpet, flugelhorn
Roddy Lorimer – trumpet, flugelhorn
Simon C. Clarke – baritone/alto sax/flute
Tim Sanders – tenor/soprano sax
Dave LaRue – bass
Van Romaine – drums


Label: Eagle Rock Entertainment


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: verklassischster Rock


Trackliste:

1. Pictured Within
2. Wait A While
3. Sitting In A Dream
4. Love Is All
5. Wring That Neck
6. Concerto For Group And Orchestra - Movement I
7. Concerto For Group And Orchestra - Movement II
8. Concerto For Group And Orchestra - Movement III
9. Ted The Mechanic
10. Watching The Sky
11. Sometimes I Feel Like Screaming
12. Pictures Of Home
13. Smoke On The Water

Gesamtspieldauer: 1:59:31



Im Jahr 2000 veröffentlichte Deep Purple ihr Konzert, welches sie in der Royal Albert Hall zusammen mit dem London Symphony Orchestra am 25. und 26. September 1999 aufgenommen hatten. Hierzu gibt es eine CD-Version wie vorliegende DVD, auf der allerdings nicht alle gespielten Titel enthalten sind.

Dreißig Jahre nach seinem „Concerto For Group And Orchestra“ des Jon Lord, von dem allerdings die Originalpartitur verloren gegangen war, gab es eine Neuauflage in der Royal Albert Hall. Es wurde recherchiert und zusammengetragen, um möglichst dem Original dreißig Jahre zuvor nahe zu kommen. Dieses Mal wurde das Ganze allerdings mit dem London Symphony Orchestra eingespielt und nicht wie Ende der 60er Jahre mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Dazu wurden noch einige andere Stücke der Band auf die klassische Schiene gesetzt, soll heißen mit Streichern und Bläsern unterlegt.

Logischerweise kann man bezüglich eines solchen Ansatzes skeptisch sein. Manche Rock-Musiker versuchen ihre Kunst anscheinend dadurch aufzuwerten, indem sie sich auch der ernsteren Musik nähern. Das hat bei Roger Waters „Ca Ira“, einer Oper in drei Akten nicht geklappt und genau so wenig bei vielen anderen Rockbands, die unbedingt ihre Titel mal von einem Orchester gespielt bekommen wollten. Allerdings haben Deep Purple schon einmal diese Verbindung von Rock und Klassik mit „April“ in Vollendung hinbekommen. Bei dieser Eigenkomposition aus dem Jahr 1969 passt einfach alles. Nun, aber hier? Es ist schön Ronnie James Dio zu sehen und zu hören, wenn er dann allerdings auf der Bühne „hoppeln“ muss, da die Musik an einen ungarischen Tanz erinnert, dann sieht man ihm direkt an, dass ihm das unangenehm ist. So ist das „Concerto For Group And Orchestra” noch ganz interessant, die restlichen Titel, in die klassische Musik übertragene Rock-Nummern, werfen allerdings immer wieder die Frage auf: „Was soll das?“

Fazit: Deep Purple machten und machen echt tolle Musik. Dieser DVD hier hätte es allerdings nicht bedurft. Wenn ich Rock hören will, dann höre ich Rock. Wenn ich Klassik hören möchte, dann höre ich Klassik. Warum aber soll man Rock-Musik im klassischen Gewand lauschen? Keine Ahnung, überflüssig. Punkte gibt es eigentlich nur für „Concerto For Group And Orchestra“, doch dieses Lied ist um Klassen schlechter, als besagtes „April“. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Concerto For Group And Orchestra