Posts mit dem Label 03 Punkte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 03 Punkte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 24. Februar 2025

The Incredible String Band – The Big Huge

 





Besetzung:

Robin Williamson – lead vocals, guitar, bass guitar, percussion, violin, piano, hammond organ, flute, kazoo, whistle, harmonica, irish harp, drums, backing vocals
Mike Heron – lead vocals, guitar, sitar, organ, percussion, harmonica, backing vocals


Gastmusiker:

Rose Simpson – percussion (1, 6, 7), backing vocals
Licorice McKechnie – percussion (1, 6), irish harp (7), backing vocals


Label: Elektra


Erscheinungsjahr: 1968


Stil: Psychedelic Folk


Trackliste:

1. Maya (9:24)
2. Greatest Friend (3:47)
3. The Son Of Noah's Brother (0:22)
4. Lordly Nightshade (5:13)
5. The Mountain Of God (1:56)
6. Cousin Caterpillar (5:19)
7. The Iron Stone (6:31)
8. Douglas Traherne Harding (6:21)
9. The Circle Is Unbroken (4:41)

Gesamtspieldauer: 43:38



„The Big Huge“ ist das fünfte Studioalbum der schottischen Psychedelic Folk Gruppe The Incredible String Band. Es wurde zum Teil auch als Doppelalbum mit dem Album „Wee Tam“ vertrieben. Beide Platten erschienen im November 1968.

Einmal mehr passt das Label „Psychedelic Folk“ sehr gut zu der auf „The Big Huge“ zu hörenden Musik. Denn psychedelisch ist das auf jeden Fall, was die zwei Musiker hier ihren Hörerinnen und Hörern bieten. Beim Aufnahmeprozess scheint einiges konsumiert worden zu sein, was diesbezüglich in der damaligen Zeit als bewusstseinserweiternd galt. Da wird falsch gesungen und auch so manches Instrument klingt einfach falsch. Ob dies nun gewollt ist oder einfach nur unbeholfen und dilettantisch, das bleibt wohl das Geheimnis von Robin Williamson und Mike Heron, die beide aus Edinburgh stammen.

Mit Genuss anhören kann man diese Platte kaum. Zu sehr wird man immer wieder durch diese falschen Töne und Akkorde erschüttert oder durch wahrlich schlechten Gesang völlig aus allen Träumen gerissen. Überraschenderweise wurde diese abstruse Musik von Kritikern sogar relativ positiv bewertet. Bei den Hörern fiel sie jedoch bereits in den 1968er Jahren durch. In den Billboard 200 Charts konnte sich die Scheibe kurz auf Platz 180 einreihen, ob dies in Großbritannien auch gelang ist nicht mehr bekannt.

Einziges einigermaßen hörenswertes Lied ist die letzte Nummer „The Circle Is Unbroken“. Ansonsten wird man beim Hören fast waghnsinnig.

Fazit: Fürchterlich falsch klingende Musik bekommt man auf „The Big Huge“ der Incredible String Band geboten. Gitarre und Sitar sowie der Gesang stehen dabei im Vordergrund und alles klingt dabei schräg und falsch. Eine sehr seltsame Platte, kaum anhörbar. Drei Punkte.

Anspieltipps: The Circle Is Unbroken



Montag, 2. Oktober 2023

Sigrid & Marina – Zum Jubiläum das Beste

 



Sigrid & Marina – Zum Jubiläum das Beste


Besetzung:

Sigrid Hutterer – Gesang, Chor
Marina Löberbaur – Gesang, Chor


Gastmusiker:

Christian Zierhofer – Keyboards, Programming, Chor
Manuel Lopez – Gitarre
Fritz Koch – Gitarre, Chor
Hannes Wallner – Gitarre
Andreas Pirringer – Klarinette
Gerhard Zwickl – Trompete
Karl Heinz Promitzer – Trompete
Mitsch Keller – Chor
Tini Keinrath – Chor
Michaela Kollar – Chor
Daniel Gruber – Chor
Brigitte Lukasser – Chor




Erscheinungsjahr: 2023


Stil: Volkstümlicher Schlager


Trackliste:

CD1:

1. Das bleibt für immer (3:10)
2. Ein Handbuch für die Heimat (3:39)
3. Immer wieder Sommer (2:31)
4. Unheimlich schön (3:17)
5. Ein halbes Herz (3:16)
6. Bitte komm zurück (3:43)
7. Ti amo (3:23)
8. Herz an Herz (2:56)
9. Du bist mein Dahoam (3:10)
10. Fliege mit mir in den Himmel hinein (3:04)
11. Wo schöne Berge sind (2:45)
12. Wo die Alpenrosen blüh‘n (2:52)

CD2:

1. Volle Lust und volles G‘fühl (3:03)
2. Geh mit mir durchs dunkle Tal (3:40)
3. Dieser Tag gehört uns zwei (3:07)
4. Millionen Augenblicke (3:27)
5. Sommer ist die Zeit (3:14)
6. Bergbluat (3:43)
7. Wo ist der Mann (3:10)
8. Hörst du die Glocken von Stella Maria (2:33)
9. Ein liebes Wort (3:29)
10. Pure Lust am Leben (2:58)
11. An Jodler zum Gebet (3:41)
12. Das größte Glück (3:14)
13. Halleluja der Berge (3:26)

Gesamtspieldauer CD1 (37:51) und CD2 (42:50): 1:20:41



Wie heißt es im beiliegenden Booklet: „Auf diesem Album haben wir für Euch passend zu unserem Jubiläum 25 Titel ausgewählt, die einen Streifzug durch unsere musikalische Vielseitigkeit zeigen. Von Volksmusik über volkstümliche Melodien und Schlager bis hin zu sakralen Tönen... Neben „altbekannten“ Hits von uns dürfen wir Euch auch mit ein paar ganz neuen, bis jetzt unveröffentlichten Liedern überraschen.

Nun, Kompilationsalben, denen noch ein paar neue Lieder hinzugemischt wurden, hinterlassen immer einen schalen Geschmack. Soll das etwa ein Kaufanreiz für die Fans sein, die alles von ihren Lieblingen „besitzen“ möchten, obwohl sie die meisten Lieder bereits haben und kennen? Also trotz, dass man den Großteil der Musik bereits kennt, wird sie nochmals gekauft. Diesbezüglich besteht übrigens kein Unterschied zwischen Schlagermusik, Pop oder Rock, viele Bands machen das so. Etwas schade.

Und wie ist die Scheibe, beziehungsweise wie sind die beiden Scheiben sonst so? Nun, man bekommt tatsächlich einiges geboten von Sigrid und Marina. Allerdings sollte man Schlager und volkstümlicher Musik durchaus offen gegenüberstehen und schwache bis schwachmatische Texte aushalten können.

Sigrid und Marina klingen dann gut, wenn sie sich auf echte Volksmusik konzentrieren. Von der gibt es auf dieser Zusammenstellung deutlich zu wenig. Schlager mit Schlagzeug aus dem Synthesizer klingt halt leider schlecht.

Fazit: Zumeist Schlager, zu wenig Volksmusik. Drei Punkte.

Anspieltipps: Du bist mein Dahoam



Donnerstag, 7. April 2022

Linkin Park – One More Light

 



Linkin Park – One More Light


Besetzung:

Chester Bennington – lead vocals, backing vocals on "Invisible" and "Sorry for Now"
Rob Bourdon – drums, backing vocals
Brad Delson – guitar, backing vocals
Dave "Phoenix" Farrell – bass, backing vocals
Joe Hahn – samples, programming, backing vocals
Mike Shinoda – keyboard, backing vocals, programming, rap vocals on "Good Goodbye", lead vocals on "Invisible" and "Sorry For Now"


Gastmusiker:

Kiiara – vocals on "Heavy"
Pusha T – rap vocals on "Good Goodbye"
Stormzy – rap vocals on "Good Goodbye"
Ilsey Juber – backing vocals on "Talking To Myself" and "Sharp Edges"
Ross Golan – backing vocals on "Halfway Right"
Eg White – guitar and piano on "One More Light"
Jon Green – additional guitar, backing vocals and bass on "Nobody Can Save Me"
Jesse Shatkin – additional keyboard and programming on "Invisible"
Andrew Jackson – additional guitar on "Talking to Myself"




Erscheinungsjahr: 2017


Stil: Pop, Elektropop


Trackliste:

1. Nobody Can Save Me (3:45)
2. Good Goodbye (3:31)
3. Talking To Myself (3:51)
4. Battle Symphony (3:36)
5. Invisible (3:34)
6. Heavy (2:49)
7. Sorry For Now (3:23)
8. Halfway Right (3:37)
9. One More Light (4:15)
10. Sharp Edges (2:58)

Gesamtspieldauer: 35:23



„One More Light“ heißt das siebte und bisher letzte Studioalbum der US-amerikanischen Band Linkin Park. Es erschien am 19. Mai 2017 auf dem Plattenlabel Records und erreichte in den USA Platz 1 der Charts, in Deutschland immerhin Platz 2. Am 20. Juli 2017, also zwei Monate nach der Veröffentlichung, beging Sänger Chester Bennington Selbstmord. Danach legte die Band eine Pause ein.

Wer Linkin Park von den ersten Veröffentlichungen her kennt, der schätzte die Band wahrscheinlich als Rock-Band, die auch härtere Töne bediente. Davon ist auf „One More Light“ nichts geblieben. Gar nichts. „One More Light“ ist angefüllt mit Pop, Synthie- bis Elektro-Pop und klingt ein ums andere Mal nach Boygroup. Zwischenzeitlich wird sogar noch mal gerappt, doch der Fokus der Scheibe liegt eindeutig auf der Pop Musik, die dazu noch unfassbar langweilig klingt.

Tatsächlich kann nichts, rein gar nichts auf „One More Light“ überzeugen. Langweiliger, anbiedernder Pop, gemacht für den ganz schnellen Konsum. Getriggert wurde der Erfolg freilich auch durch den viel zu frühen und traurigen Tod des Chester Bennington. Doch es geht einfach kein Lied ins Ohr, geschweige denn, dass es hängenbleiben würde. Nun, um doch eine Nummer etwas herauszuheben, die schließlich doch etwas wirkt, sei an dieser Stelle auf den letzten Titel des Albums verwiesen. „Sharp Edges“ überzeugt doch ein kleines bisschen. Doch das ist viel zu wenig. Aber ansonsten? Sehr schade.

Fazit: „One More Light“ ist ein Beispiel für ein Album einer Band, die sich in die absolut bedeutungslose und langweilige Richtung entwickelt hat. Zu Beginn der Karriere noch rockig unterwegs, versinkt die Band hier im Synthie-Pop-Sound. Das ist wohl nur etwas für hartgesottene Fans. Ansonsten absolut zum Vergessen. Drei Punkte.

Anspieltipps: Sharp Edges



Montag, 23. August 2021

Little Feat – The Last Record Album

 



Little Feat – The Last Record Album


Besetzung:

Paul Barrère – guitar, vocals
Sam Clayton – congas
Lowell George – vocals, guitar
Kenny Gradney – bass
Richard Hayward – drums, vocals
Bill Payne – keyboards, synthesizer, vocals


Gastmusiker:

Valerie Carter – backing vocals ("Long Distance Love" and "One Love Stand")
John Hall – guitar ("All That You Dream")
Fran Tate – backing vocals ("Long Distance Love" and "One Love Stand")




Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Blues Rock, Funk


Trackliste:

1. Romance Dance (3:50)
2. All That You Dream (3:52)
3. Long Distance Love (2:42)
4. Day Or Night (6:26)
5. One Love Stand (4:25)
6. Down Below The Borderline (3:45)
7. Somebody‘s Leavin’ (5:08)
8. Mercenary Territory (4:23)

Gesamtspieldauer: 34:34



„The Last Record Album“ ist der Titel des fünften Studioalbums der US-amerikanischen Rockband Little Feat. Die Platte erschien am 17. Oktober 1975 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Music und kletterte in den US Billboard 200 Charts bis auf 36. Platz.

„The Last Record Album“ ist ein kurzes Album geworden. Gerade mal acht Titel befinden sich darauf bei einer Gesamtspielzeit von etwas über 34 Minuten. Die Musik changiert zwischen Blues und Funk und schafft es an keiner Stelle zu begeistern – außer man ist wohl eingefleischter Little Feat Fan. Nichts klingt packend, nichts hört sich eingängig an und nichts verbleibt nach dem Ausklingen im Ohr.

Es mag sicherlich sein, dass mir das Blues-Gen, falls es dieses gibt, fehlt. Genauso verhält es sich bei mir leider auch in Bezug auf Funk. Beide musikalische Genres gibt es auf „The Last Record Album“ zu hören – über eine halbe Stunde lang. Doch wenn einen die Musik nicht packt, so gar nicht begeistert, wird es schwer hier zuhören zu wollen. Selbst das Benennen eines Höhepunktes fällt mir da sehr schwer. Um doch eines zu erwähnen sei hier auf die Nummer „All That You Dream“ verwiesen, die bei vielen Fans hoch im Kurs steht, wie ich nachlesen konnte.

Fazit: Blues und Funk in Kombination ist mal was anderes. Leider nicht meine Mischung. Für mich ist die musikalische Qualität von Little Feat nochmals gesunken, vergleiche ich diese Scheibe mit ihren vorherigen Veröffentlichungen. Für Fans, Nostalgiker oder auch Musikforscher wohl geeignet. Für Menschen, die diese Lieder in der heutigen Zeit zum ersten Mal hören wohl weit weniger gefällig. Drei Punkte.

Anspieltipps: All That You Dream



Freitag, 23. Juli 2021

Little Feat – Feats Don‘t Fail Me Now

 



Little Feat – Feats Don‘t Fail Me Now


Besetzung:

Paul Barrère – guitar, vocals
Sam Clayton – percussion, vocals
Lowell George – vocals, guitar
Kenny Gradney – bass
Richie Hayward – drums, vocals
Bill Payne – keyboards, vocals


Gastmusiker:

Gordon DeWitty – clavinet ("Spanish Moon")
Fred White – drums ("Spanish Moon")
Emmylou Harris – backing vocals
Bonnie Raitt – backing vocals
Fran Tate – backing vocals
Tower of Power – horns




Erscheinungsjahr: 1974


Stil: Blues, Funk


Trackliste:

1. Rock & Roll Doctor (2:58)
2. Oh Atlanta (3:29)
3. Skin It Back (4:12)
4. Down The Road (3:46)
5. Spanish Moon (3:06)
6. Feats Don‘t Fail Me Now (2:27)
7. The Fan (4:29)
8. Medley: Cold Cold Cold / Tripe Face Boogie (9:59)

Gesamtspieldauer: 34:29



„Feats Don‘t Fail Me Now“ heißt das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Little Feat. Es erschien am 9. August 1974 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Music. Das Album-Cover wurde erneut von Neon Park gestaltet.

Auch auf dieser Platte hört man ein Little Feat Album mit viel Blues Musik und zusätzlich einigen funkigen Ausflügen. Das klingt inzwischen leider überholt und überaus langweilig. „Feats Don‘t Fail Me Now“ ist mit noch nicht einmal 35 Minuten Spieldauer sowieso sehr kurz ausgefallen. Doch auf dem Album befindet sich mit dem Titel „Medley: Cold Cold Cold / Tripe Face Boogie“ ein zehnminütiges Stück, was bereits auf dem zweiten Album „Sailin‘ Shoes“ in Form der zwei Lieder enthalten ist. Zwar werden beide Nummern hier etwas variiert, doch ein Album mit einer Interpretation von sich selbst zu veröffentlichen weist auf ganz viel Einfallslosigkeit hin.

Dies zumal, weil die Lieder auf „Feats Don‘t Fail Me Now“ inzwischen absolut langweilig und belanglos klingen. Nichts davon bleibt hängen, nichts davon möchte man öfters hören. Klar experimentieren die Musiker hier bei den Titeln. „The Fan“ und auch das bereits erwähnte Medley „Cold Cold Cold / Tripe Face Boogie“ fischen sogar etwas in dem damals gerade aktuellen Progressive Rock, indem sie an der einen oder anderen Stelle experimenteller klingen, doch das lässt „Feats Don‘t Fail Me Now“ noch lange nicht zu einem interessanten, geschweige denn guten Album werden.

Die einzige Nummer, die sich etwas lohnt auf „Feats Don‘t Fail Me Now“ gehört zu werden ist das eben erwähnte „The Fan“. Etwas experimenteller, etwas aufwendiger, etwas besser. Der ganze Rest des Albums ist längst überholt. Und sich selbst zu interpretieren, dazu gehört bei solch kurzer Laufzeit jede Menge Abgezocktheit.

Fazit: Langweilige Musik, irgendwo zwischen Blues und Funk angesiedelt. Der Blues überwiegt allerdings. Inzwischen wirkt und klingt das alles langweilig und leider absolut belanglos. Und sich selbst in Form eines Medleys auf einem Album zu interpretieren zeugt von ganz wenig Kreativität. Drei Punkte.

Anspieltipps: The Fan



Sonntag, 11. April 2021

Lacrima – St. Petersburg

 



Lacrima – St. Petersburg


Besetzung:

Keine Angaben


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: Opal Tapes


Erscheinungsjahr: 2020


Stil: Ambient, Noise


Trackliste:

1. St. Petersburg (20:48)
2. Virgil’s Hand (21:19)

Gesamtspieldauer: 42:07



Lacrima ist wohl eine englische Band. Viel mehr, schon gar nicht wer oder was sich dahinter versteckt, erfährt man auch nicht im Internet. Das Cover ist sehr spartanisch gehalten und außer den Titelnamen sowie dem Label Opal Tapes erfährt man noch, dass es sich beim Titel „St. Peterburg“ nicht um die russische Stadt handelt, sondern um das St. Petersburg in Florida, USA. Dort wurde das Album auch im Jahr 2018 aufgenommen, 2019 abgemischt und schließlich im Jahr 2020 am 3. Juli veröffentlicht.

Die Musik ist schnell erklärt. Beim Titel „St. Petersburg“ handelt es sich um Sphäre pur. Keine Melodie, kein Rhythmus. Es sind lediglich langgezogene Synthesizer-Teppiche zu hören, die immer wieder übereinandergelegt werden. Sehr viel Ambient eben.

Beim zweiten Lied „Virgil’s Hand“ erwartet man dieselbe Musik, nachdem man den ersten Sekunden gelauscht hat. Und bis zur siebten Minute stimmt das auch. Doch dann setzt wirklich Abwechslung ein und das zweite Genre nach Ambient wird bedient. Lärm baut sich auf, man hört jetzt Noise, enervierend, sich immer weiter steigernd und einen schließlich wirklich den allerletzten Nerv raubend. Spätestens ab Minute 10 hört man nur noch Krach – und diesen konsequent bis zum Ende des Liedes.

Fazit: Lacrima haben mit „St. Petersburg“ keine Musik zum Genießen gemacht. Irgendwie noch nicht mal Musik zum Zuhören. Das ist schwere Kost, die beim ersten Lied noch langweilig klingt, während des zweiten Stücks in Krach ausartet. Drei Punkte.

Anspieltipps: St. Petersburg



Sonntag, 17. Januar 2021

Rush – Feedback




Rush – Feedback


Besetzung:

Geddy Lee – lead vocals, bass guitar
Alex Lifeson – guitar
Neil Peart – drums, percussion


Label: Atlantic Records


Erscheinungsjahr: 2004


Stil: Rock


Trackliste:

1. Summertime Blues (3:51)
2. Heart Full Of Soul (2:52)
3. For What It's Worth (3:30)
4. The Seeker (3:25)
5. Mr. Soul (3:49)
6. Seven And Seven Is (2:52)
7. Shapes Of Things (3:15)
8. Crossroads (3:29)

Gesamtspieldauer: 27:05



„Feedback“ ist kein offizielles Album der kanadischen Rockband Rush, sondern zum einen eher eine EP bei einer Laufzeit von noch nicht mal einer halben Stunde. Zum anderen handelt es sich bei den acht Liedern auf „Feedback“ lediglich um Cover-Versionen von Liedern, die die Musiker für diese Zusammenstellung ausgesucht haben. „Feedback“ wurde am 29. Juni 2004 auf dem Plattenlabel Anthem Records beziehungsweise auf Atlantic Records veröffentlicht. 

Ich frage mich ehrlich gesagt, was das soll. Man kann Rush bestätigen, dass sie Lieder nachspielen können. Trotzdem höre ich persönlich diese sehr viel lieber im Original. Nur wenige Künstler schaffen es, aus einem ursprünglichen Titel ein ganz besonderes Lied zu machen. Johnny Cash gelang das, man denke nur an seine Interpretation von „Hurt“. Rush spielen hier gut, trotzdem ist diese Platte absolut überflüssig und sinnlos, denn besonders werden die Titel auch nicht variiert.

Fazit: Nur was für eingefleischte Rush Fans, die hier ihren Spaß haben, „ihre“ Band auch mal in Bezug zu anderen Musikern und Bands zu hören. Für den ganzen Rest an Musikfans eher verzichtbar. Drei Punkte.

Anspieltipps: Summertime Blues



Montag, 25. Mai 2020

Paul Simon – Songs From The Capeman




Paul Simon – Songs From The Capeman


Besetzung:

Paul Simon – guitar, acoustic guitar, hi string guitar, vocals, background vocals


Gastmusiker:

Bobby Allende – bell tree, bongos, cymbals
Robby Ameen – drums, guitar
Johnny Andrews – timbales
Marc Anthony – vocals
Angelo Aponte – vocals (background)
The Barrio Boyzz – vocals
John Beal – bass
Errol Crusher Bennett – shaker
Karen Bernód – vocals (background)
Rubén Blades – vocals
Laura Bontrager – cello
Bobby Bright – vocals (background)
Briz – vocals (background)
Marcia Butler – oboe
Pablo Calogero – clarinet (bass), saxophone (baritone)
Milton Cardona – claves, congas, guira, marimba, vocals (background)
Renee Connell-Adams – vocals (background)
Richard Crooks – drums
Steve Cropper – guitar
Barry Danielian – flugelhorn
David Davila – vocals (background)
Ray de la Paz – vocals (background)
Chris Eminizer – saxophone (tenor)
Krista Bennion Feeney – violin
Shannon Ford – drums
Bob Franceschini – saxophone (soprano)
Mitch Frohman – saxophone (tenor)
Tony Garnier – bass
Hans Giraldo – vocals (background)
Myrna Lynn Gomila – vocals, vocals (background)
Paul Griffin – piano
Juliet Haffner – viola
Kevin Harrison – vocals (background)
Oscar Hernandez – celeste, glockenspiel, horn arrangements, piano, synthesizer, vibraphone
Bill Holloman – saxophone (tenor), trumpet
Derrick James – vocals (background)
Kia Jeffries – vocals (background)
Bakithi Kumalo – bass
Saturnino Laboy – guitar (acoustic)
Jay Leonhart – bass
Paul Livant – guitar
Oriente Lopez – fender Rhodes, flute, horn arrangements, organ
David Mann – saxophone (baritone), saxophone (tenor)
Luis Marrero – vocals (background)
Diomedes Matos – guitar (acoustic)
Ozzie Melendez – trombone
Bernie Minoso – guitar (bass)
Edgardo Miranda – cuatro
Edwin Montalve – congas
Ednita Nazario – vocals
Vincent Nguini – guitar
Pablo Nunez – bongos, cowbell
Horace Ott – piano
Paul Peabody – violin
Sean Pulley – vocals (background)
Marc Quiñones – congas, timbales
Angel Ramirez, Jr. – vocals (background)
Sara Ramírez – vocals
Michael Ramos – accordion
Wallace Richardson – guitar
Danny Rivera – vocals
David "Piro" Rodríguez – trumpet
Rubén Rodríguez – bass
Teana Rodriguez – vocals, vocals (background)
Stewart Rose – french horn
Arlen Roth – guitar, guitar (acoustic)
Jimmy Sabater – congas, cowbell
Nestor Sanchez – vocals (background)
Stanley Silverman – conductor, orchestration
Harper Simon – guitar, harmonica
DeWayne Snype – vocals (background)
Edgar Stewart – vocals (background)
Dionte Sutton – vocals (background)
Trent Sutton – vocals (background)
Robby Turner – pedal steel
Hechter Ubarry – vocals (background)
Robert Vargas – vocals (background)
Ed Vasquez – vocals (background)
Ray Vega – trumpet
John Walsh – trumpet


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsjahr: 1997


Stil: Pop


Trackliste:

1. Adios Hermanos (4:42)
2. Born In Puerto Rico (5:03)
3. Satin Summer Nights (5:45)
4. Bernadette (3:33)
5. The Vampires (5:14)
6. Quality (4:18)
7. Can I Forgive Him (6:02)
8. Sunday Afternoon (3:25)
9. Killer Wants To Go To College (1:51)
10. Time Is A Ocean (5:23)
11. Virgil (2:49)
12. Killer Wants To Go To College II (2:09)
13. Trailways Bus (5:22)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

14. Shoplifting Clothes (3:38)
15. Born In Puerto Rico (gesungen von José Feliciano) (5:02)
16. Can I Forgive Him (Original Demo) (1:45)

Gesamtspieldauer: 1:06:21




„Songs From The Capeman“ heißt das neunte Solo-Studioalbum des Paul Simon. Es wurde am 18. November 1997 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records veröffentlicht. Auf „Songs From The Capeman“ ist Musik zu hören, die Paul Simon für das von ihm geschriebene Broadway Musical „The Capeman“ komponiert hat. Diese Lieder werden auf dem Album zum Teil von ihm selbst interpretiert, zum Teil von Mitgliedern der Musical-Besetzung.

Als ich das Album zum ersten Mal hörte, wusste ich nicht, dass es sich dabei um die Musik aus einem Musical handelt. Und ich war entsetzt, über eine krude Mischung aus Pop, puertoricanischen Folklore-Klängen und Rock’n’Roll. Nichts will auf der Platte so richtig ins Ohr gehen, vieles davon überhaupt nicht und man ist dankbar, wenn das nächste Lied beginnt – um dann erneut eine Enttäuschung zu erleben.

Diese Platte hat also so gar nichts mit der Musik von Simon und Garfunkel zu tun, die allerdings auch bereits fast dreißig Jahre zuvor entstanden war. „Songs From The Capeman“ ist ein Album geworden, in dem alles durcheinandergewürfelt wurde, nichts so richtig passen möchte und die einzelnen Lieder auch überhaupt nicht zünden. Lediglich die drei Nummern „Born In Puerto Rico“, „Can I Forgive Him“ und „Virgil“ lassen mich den Finger von der Fernbedienung nehmen ohne, dass mich diese drei Nummern restlos überzeugen würden. Doch sie sind hörbar. Immerhin ein kleiner Lichtblick auf diesem, ansonsten sehr misslungenen Album.

Fazit: „Songs From The Capeman“ enthält keine Musik mit der man ansonsten den Namen Paul Simon in Verbindung bringt. Man hört eine unausgegorene Mischung aus Pop und Folklore-Klängen, die mit etwas Rock’n‘Roll unterfüttert wurde. Das war und ist nichts, was begeistern könnte. Das Musical floppte, Paul Simon machte damit elf Millionen Dollar miese und auch das Album floppte. „Songs From The Capeman“ ist bis heute jene Veröffentlichung des Paul Simon, welche sich am schlechtesten verkaufte. Es erreichte als Höhepunkt lediglich Platz 42 der US Billboard 200 Charts, die niedrigste Chartposition in Paul Simons Karriere. Drei Punkte.

Anspieltipps: Born In Puerto Rico, Can I Forgive Him, Virgil



Montag, 4. Februar 2019

Focus – Jan Akkerman & Thijs Van Leer




Focus – Jan Akkerman & Thijs Van Leer


Besetzung:

Thijs van Leer – keyboards, synthesizers, flute
Jan Akkerman – guitar, guitar synthesizers
Tato Gómez – bass
Mario Argandoña – drums


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Instrumentale Musik, Pop, Rock


Trackliste:

1. Russian Roulette (5:53)
2. King Kong (3:45)
3. Le Tango (4:57)
4. Indian Summer (5:51)
5. Beethoven’s Revenge (18:53)
6. Olé Judy (3:50)
7. Who’s Calling? (16:22)

Gesamtspieldauer: 59:34




Jan Akkerman und Thijs Van Leer hatten nach Jahren der Trennung und einer mehrjährigen Pause der niederländischen Band Focus doch noch einmal zusammengefunden und veröffentlichten gemeinsam das siebte Studioalbum der Band. Dieses war unbetitelt und kursiert nunmehr unter dem Namen der zwei Haupt-Protagonisten, die sich auch das Songwriting teilten. „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ erschien im Jahr 1985 ursprünglich auf dem Plattenlabel Vertigo.

Das siebte Focus-Album ist ein reines Instrumentalalbum geworden und erklingt ganz im Stile der achtziger Jahre. Das bedeutet, auf der Scheibe hört man jede Menge Synthesizer-Klänge, die zwar noch durch die Querflöte des Thijs van Leer etwas aufgelockert werden, synthetisch klingt die Musik auf dieser Platte trotzdem durchgängig. Bei den Nummern „Indian Summer“ und „Beethoven’s Revenge“ nimmt das Ganze sogar hast schon verheerende Ausmaße an. Ein dumpfer Beat aus der Drum-Machine, darüber eine unfassbar seichte Melodie gelegt und fertig sind die Titel zum Davonlaufen. Ganz schlimm und „Beethovens Rache“ ist wahrlich grausam und unerbittlich. Man fragt sich, was wir ihm angetan haben. Das Lied „Beethoven’s Revenge“ gehört definitiv zu den schlechtesten und vor allen Dingen nervigsten Liedern, die ich überhaupt kenne.

Noch ein wenig erträglicher sind die Nummern „King Kong“, „Le Tango“ sowie „Who’s Calling?“. Dies deutet allerdings keinesfalls auf Qualität hin, jedoch kann man sich diese Titel noch anhören, ohne schreiend den Raum verlassen zu müssen. Die etwas „besseren“ Stücke auf „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ klingen nach seichter Unterhaltung, leider nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Musik kann begeistern aber auch so unfassbar grausam sein. Grausam ist die Musik auf dem siebten Album der Niederländer von Focus nicht durchgängig, dafür leider doch ein wenig zu oft. Auf „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ gibt es hauptsächlich Pop zu hören, der weder ins Ohr, viel zu synthetisch klingt und insgesamt keine Spuren hinterlässt außer: „Muss man nicht haben!“ Drei Punkte.

Anspieltipps: Le Tango



Dienstag, 29. Januar 2019

Focus – Focus Con Proby




Focus – Focus Con Proby


Besetzung:

Thijs van Leer – hammond organ, piano, electric piano, mellotron, synthesiser, flute
Bert Ruiter – bass guitar
Steve Smith – drums
Philip Catherine – acoustic guitar, lead guitar, rhythm guitar
Eef Albers – lead guitar, rhythm guitar
P. J. Proby – vocals on "Wingless", "Eddy", "Brother", "Tokyo Rose" and "How Long"


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Funk, Disco, Jazz Fusion


Trackliste:

1. Wingless (5:35)
2. Orion (4:07)
3. Night Flight (3:40)
4. Eddy (5:54)
5. Sneezing Bull (4:26)
6. Brother (5:19)
7. Tokyo Rose (5:06)
8. Maximum (8:40)
9. How Long (5:19)

Gesamtspieldauer: 48:11




„Focus Con Proby“ heißt das sechste offizielle Studioalbum der der niederländischen Rockband Focus, da es sich bei dem Vorgängeralbum „Ship Of Memories“ um eine Zusammenstellung bisher zwar unveröffentlichten, jedoch älteren Materials handelte. „Focus Con Proby“ wurde im Januar 1978 auf dem Plattenlabel EMI Records veröffentlicht. Die Platte enthält fünf Lieder mit Gesang des amerikanischen Sängers P. J. Proby. Von der Besetzung des fünften Albums „Mother Focus“ waren lediglich noch Thijs van Leer und Bert Ruiter übrig geblieben. Jan Akkerman, Gitarrist und Gründungsmitglied, der mit dem Sound und dem Spiel seiner Gitarre die Musik von Focus maßgeblich mit beeinflusst hatte, war nun ebenfalls ersetzt worden.

Mit den ersten Alben der Band hat „Focus Con Proby“ musikalisch gesehen überhaupt nichts mehr gemein. Die Musik wandelt in den Liedern mit Text zwischen Funk, Soul und einer kleinen Prise Disco. Der Gesang des P.J. Proby will auch einfach nicht zur Musik von Focus passen, die nun zudem auch völlig untypisch für die Niederländer klingt. Jene vier Titel ohne textliche Untermalung schwanken zwischen langweiligem Rock, Allerweltspop, einem Hauch Blues und etwas Jazz Fusion hin und her. Nichts auf dieser Platte erzeugt auch nur den kleinsten Anflug von Spannung. Nichts auf „Focus Con Proby“ geht ins Ohr. Vieles auf diesem Album ist schwer verdaulich, wenn man Musik der niederländischen Progressive Rock Band Focus erwartet, die sie zu Beginn ihrer Karriere einmal waren.

Höhepunkte entdecke ich auf diesem kruden Stilmix keine mehr. Erträglich erklingen noch die Instrumentalnummer „Orion“ und das eingesungene „Brother“. Gerade letztgenanntes, sanftes Lied verfügt sogar über eine Melodie, die ins Ohr geht. Nicht selbstverständlich auf diesem Album. Über den ganzen Rest legt man besser das Mäntelchen des Schweigens.

Fazit: Die Zeit der niederländischen Band Focus schien nach der Re-Union mit diesem neu veröffentlichten Album definitiv vorbei. Auf „Focus Con Proby“ hört man jede Menge musikalische Genres, die irgendwie gedankenlos hintereinander oder durchmischt angeordnet worden zu sein scheinen. Nur ganz wenig davon lohnt gehört zu werden und „Focus Con Proby“ klingt absolut untypisch für Focus. Drei Punkte.

Anspieltipps: Orion, Brother



Freitag, 24. August 2018

Michael Bublé – Crazy Love




Michael Bublé – Crazy Love


Besetzung:

Michael Bublé – vocals


Gastmusiker:

Dave Guy – trumpet
Bryan Lipps – trumpet
Justin Ray – trumpet
Jumaane Smith – trumpet
Brad Turner – trumpet
Rick Baptist – flugelhorn
Jeremy Berkman – trombone
Joshua Brown – trombone
Nick Vayenas – trombone
Neil Nicholson – bass trombone
Campbell Ryga – alto saxophone
Mike Allen – tenor saxophone
Steve Kaldested – tenor saxophone
Jacob Rodriguez – baritone saxophone
Ian Hendrickson-Smith – baritone saxophone
Rob Wilkerson – saxophone
Neal Sugarman – saxophone
Tom Colclough – clarinet
Warren Thomas – clarinet, guitar, vocals
Garfield Buckley – harmonica, vocals
Victor Axelrod – keyboards, piano
Alan Chang – piano, celeste, producer
David Foster – keyboards, producer
Tamir Hendelman – piano
Lou Pomanti – piano
Jochem van der Saag – harp
Rusty Anderson – guitar
Tom Brenneck – guitar
Graham Dector – guitar
Binky Griptite – guitar
Eric Knight – guitar
Michael Landau – guitar
Dean Parks – guitar
Jamal Reed – guitar, vocals
Keith Scott – guitar
Joel Shearer – guitar
Ramón Stagnaro – guitar
Michael Thompson – guitar
Brian Bromberg – bass
Paul Bushnell – bass
Nathan East – bass
Nick Movshon – bass
Craig Polasko – bass
Vinnie Colaiuta – drums
Peter Erskine – drums
Josh Freese – drums
Joe LaBarbera – drums
John Robinson – drums
Homer Steinweiss – drums
Lenny Castro – percussion
Rafael Padilla – percussion
Fernando Velez – percussion
Bryan Adams – background vocals
Sharon Jones & The Dap-Kings – background vocals
Angela Fisher – background vocals
Onita Hutton – background vocals
Naturally 7 – background vocals
Ron Sexsmith – background vocals
Tiffany Smith – background vocals
Dwight Stewart – baritone vocals
Roger Thomas – baritone vocals
Saundra Williams – vocals


Label: Reprise Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Vocal Jazz


Trackliste:

1. Cry Me A River (4:14)
2. All Of Me (3:07)
3. Georgia On My Mind (3:08)
4. Crazy Love (3:31)
5. Haven't Met You Yet (4:05)
6. All I Do Is Dream Of You (2:32)
7. Hold On (4:06)
8. Heartache Tonight (3:52)
9. You're Nobody Till Somebody Loves You (3:07)
10. Baby (You've Got What It Takes) (3:20)
11. At This Moment (4:37)
12. Stardust (3:15)
13. Whatever It Takes (4:34)
14. Some Kind Of Wonderful (3:04)

Gesamtspieldauer: 50:38




„Crazy Love“ heißt das sechste Studio-Album des kanadischen Sängers Michael Bublé. Das Album erschien am 9. Oktober im Jahr 2009 auf dem Plattenlabel Reprise Records. Lediglich drei Tage nach der Veröffentlichung hatte die Scheibe Platz 1 der US-amerikanischen Billboard 200 Charts erreicht. Auch in Australien, Irland, England und Italien erreichte die Platte Platz 1 der Charts und gewann auch den 53. Grammy Award in der Kategorie bestes traditionelles Pop Vocal Album. Weltweit hat sich das Album bisher über sechs Millionen Mal verkauft und gehört somit zu den erfolgreichsten Alben des Michael Bublé.

Soweit, so gut – oder auch nicht. Das Schöne an der Musik ist, dass die Geschmäcker verschieden sind, jede und jeder sich seine Musik aussuchen kann, um vollständig darin einzutauchen. Für mich ist dabei auch ein Kriterium guter Musik, dass man diese selbst geschrieben hat. Michael Bublé reproduziert lediglich, produziert jedoch nicht. Nicht weiter schlimm, jedoch packt mich bei diesen Tönen auch kaum etwas. Dieser Big Band Sound, dieser Vocal Jazz, das alles sorgt in meinem Falle eher für sehr viel Langeweile und Verdruss, denn die Zeit mit „Crazy Love“ von Michael Bublé hätte ich deutlich besser nutzen können.

Es ist und bleibt eben Geschmackssache und diese Art der Musik berührt mich wenig bis gar nicht. Lediglich den zwei Titeln „Cry Me A River“ und „Haven't Met You Yet“ kann ich ein klein wenig etwas abgewinnen, der Rest quält mich sehr viel mehr, als er mich unterhält. Dabei hat Michael Bublé wahrlich eine tolle Stimme, die sehr überzeugend und einnehmend klingt. Doch was nutzt das, wenn man nicht berührt wird. Sechs Millionen Menschen werden das sicher anders sehen, denn ich glaube kaum, dass diese alle, wie ich, diese Scheibe geschenkt bekommen haben.

Fazit: Big Band Sound und Vocal Jazz zelebriert Michael Bublé auf „Crazy Love“. Da swingt es immer wieder, doch leider packt die Musik nicht richtig oder gar überhaupt nicht. Die Lieder gehen nicht ins Ohr, langweilen. Man muss wohl auf die Musik der amerikanischen Entertainer der 50er, 60er und 70er Jahre stehen, um mit Michael Bublé seinen Frieden schließen zu können oder die Musik sogar zu mögen. Ich schaffe das einfach nicht. Drei Punkte.

Anspieltipps: Cry Me A River, Haven't Met You Yet



Mittwoch, 8. August 2018

Pur – Seiltänzertraum




Pur – Seiltänzertraum


Besetzung:

Hartmut Engler – Stimme
Ingo Reidl – Tasten
Roland Bless – Schlagzeug, Gesang
Joe Crawford – Bässe, Gesang
Rudi Buttas – Gitarren


Label: Intercord Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Pop


Trackliste:

1. Hör gut zu (4:20)
2. Seiltänzertraum (6:08)
3. Indianer (3:58)
4. Neue Brücken (4:24)
5. Hey du (3:57)
6. Heimlich (4:40)
7. Noch ein Leben (5:14)
8. Sie sieht die Sonne (4:23)
9. Nie genug (5:44)
10. Der Mann am Fenster (4:25)
11. Alles wird gut (3:56)
12. In dich (4:10)
13. Kowalski IV (0:40)

Gesamtspieldauer: 56:03




„Seiltänzertraum“ heißt das bereits siebte Studioalbum der schwäbischen Band Pur aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. „Seiltänzertraum“ erschien am 1. August des Jahres 1993 und ist bis heute das zweiterfolgreichste Album der Band. Nur der Nachfolger „Abenteuerland“ verkaufte sich noch ein bisschen besser. Die Platte erschein auf dem Label Intercord Records und wurde bis heute über eineinhalb Millionen Mal verkauft.

Auf „Seiltänzertraum“ hört man Pop, der immer wieder in Richtung des Deutschen Schlagers driftet. Die E-Gitarre darf auch immer wieder mal ein kleines Solo spielen oder mal kurz aufheulen, um dem Ganzen auch einen etwas rockigeren Touch zu verleihen. Trotzdem bleibt das Pop, zumeist sehr unaufgeregt, ganz bestimmt auch melodiös, ohne dabei jedoch irgendwie hängen zu bleiben. Die Platte läuft so durch, perfekt auf Eingängigkeit getrimmt mit Texten, die zwischen den Bereichen „Fremdschämen“ und „Gelungen“ pendeln und die Themen „Liebe“, „Selbstverwirklichung“, „Sozialkritik“ und auch mal „Kirchenkritik“ abarbeiten.

Höhepunkte auf „Seiltänzertraum“ zu benennen fällt einigermaßen schwer, da die Lieder im Grunde genommen alle sehr ähnlich klingen und sehr erfolgreich auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt wurden. Die Musik rast so durch und man fragt sich immer wieder, ob das noch das gleiche oder bereits das nächste Lied ist. Andersherum muss man allerdings auch feststellen, dass kein Titel nach unten ausbricht. Ein einmal erarbeiteter Standard wird auch nicht mehr unterboten.

Fazit: Die ideale Platte für alle, die gerne Radio hören, in denen Lieder in einer Dauerschleife angeordnet sind und die Moderatorinnen und Moderatoren am liebsten über ihre eigenen Witze lachen – und das bereits morgens um halb sechs Uhr. „Seiltänzertraum“ ist ein sehr anspruchsloses und im Grunde genommen auch belangloses Pop-Album geworden. Trotzdem enthält die Platte eingängige Musik. Ob diese auch unterhält, liegt ganz am Geschmack der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Menschen die regelmäßig Platten kaufen werden dabei allerdings mit Sicherheit weniger zu „Seiltänzertraum“ greifen und diese Musik eher meiden. Drei Punkte.

Anspieltipps: Nie genug



Sonntag, 5. August 2018

Eros Ramazzotti – Cuori Agitati




Eros Ramazzotti – Cuori Agitati


Besetzung:

Eros Ramazzotti – Gesang


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop


Trackliste:

1. Cuori Agitati (3:47)
2. Respiro Nel Blu (3:40)
3. Buongiorno Bambina (4:15)
4. Ora (3:48)
5. Volare Navigare Camminare (3:50)
6. Una Storia Importante (4:11)
7. Quando L'Amore (4:02)
8. Dritto Per Quell'Unica Via(3:57)
9. Libertà Libertà (3:52)
10. Terra Promessa (3:44)

Gesamtspieldauer: 39:09




„Cuori Agitati“, was auf Deutsch so viel wie „Erschütterte Herzen“ bedeutet, nannte der italienische Sänger Eros Ramazzotti sein erstes Studio-Album. Dieses erschien am 31. Januar im Jahr 1985 auf dem Plattenlabel Bertelsmann Music Group, kurz BMG. Darauf hört man ziemlich simplen und belanglosen Schmuse-Pop, bei dem die Musik nicht nur wegen des eingesetzten Schlagzeug-Computers langweilt.

„Cuori Agitati“ ist angefüllt mit langweiligem Pop, der im Grunde genommen eher an den Deutschen Schlager mit italienischer Sprache erinnert. Ins Ohr geht da nichts, alles klingt nach sanftem Gesäusel. Dabei ist die Musik absolut austauschbar. Keines der Lieder setzt sich fest, die Platte läuft durch und nichts darauf blieb auch nur ansatzweise hängen. Das wiederum liegt daran, dass die Lieder absolut langweilig und eben belanglos klingen.

Das große Manko an „Cuori Agitati“ ist zudem, dass sich alles, auch wenn man dem Italienischen nicht mächtig ist, nach Schmalz anhört. Liebesgeflüster an jeder Stelle, ohne dabei etwas anderes als „Amore“ verstehen zu müssen. Die Verbindung von transportierter Stimmung und entsprechender Musik macht einfach keinen Spaß.

Fazit: Wahrscheinlich ist diese Scheibe etwas für Schlager-Fans. Der Text spielt bei Eros Ramazzotti sowieso keine Rolle, denn es dreht sich alles um das Thema der Liebe. Leider klingt allerdings auch die Musik unfassbar belanglos, sodass man seine Zeit mit viel besserer Musik füllen kann. Drei Punkte.

Anspieltipps: Terra Promessa