Freitag, 21. Oktober 2016

Van Der Graaf Generator – Do Not Disturb




Van Der Graaf Generator – Do Not Disturb


Besetzung:

Hugh Banton – organs, keyboards, bass, accordion & glockenspiel
Guy Evans – drums & percussion
Peter Hammill – vocals, pianos & guitars


Label: Esoteric Recordings


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Aloft (7:19)
2. Alfa Berlina (6:39)
3. Room 1210 (6:47)
4. Forever Falling (5:39)
5. Shigata Ga Nai (2:29)
6. (Oh No, I Must Have Said) Yes (7:44)
7. Brought To Book (7:57)
8. Almost The Words (7:54)
9. Go (4:35)

Gesamtspieldauer: 57:07



„Do Not Disturb“ heißt das inzwischen bereits dreizehnte Studioalbum der englischen Progressive Rock Band Van Der Graaf Generator. Veröffentlicht wurde die Platte am 30. September 2016 auf dem Musiklabel Esoteric Records. Es ist dabei wahrlich sehr überraschend, wie eine Band, die im Jahr 1969 ihr erstes Album veröffentlichte, im Jahr 2016 die dreizehnte Platte nachschieben kann. Das im Gedenk all dieser Pausen, die Van Der Graaf Generator seit der Gründung einlegte. Es ist schon sehr beeindruckend, dass drei der langjährigen Mitglieder hier immer noch zusammen veröffentlichen und dabei überzeugende Alben vorlegen.

Nun, was soll man dazu sagen? Auf „Do Not Disturb“ klingen Van Der Graaf Generator genauso, wie sie seit bald 50 Jahren klingen. Das ist Progressive Rock, der absolut typisch nach eben diesem Van der Graff Generator klingt. Nicht immer eingängig, manches Mal sogar etwas verschroben, doch dann wieder das Ohr perfekt umschmeichelnd. Und über allem steht die Stimme des Peter Hammill, die nichts an ihrer Faszination verloren hat. Er singt, er klagt, er verzweifelt, er ist glücklich. Alles manchmal auch in einem zusammengefasst. Mag sein – und das ist sogar sicher – dass auch die Stimme des Peter Hammill so viel älter wurde, aber an ihrer Faszination hat sie nichts verloren.

Ein Lied hier besonders herauszuheben, würde dem Ganzen nicht mehr gerecht werden. Wie so oft ist es die Gesamtheit, die bei Van Der Graaf Generator wirkt. Bei „Do Not Disturb“ gilt dies irgendwie noch ein wenig mehr. Fast scheint es ja so, als ob diese Platte eine Abschiedsplatte wäre. Alles wirkt ein wenig düster, traurig und melancholisch. Und dann kommt da zum Schluss noch dieser Titel mit dem Namen „Go“, in dem Peter Hammill singt: „Time to leave, close the door.“ Tottraurig klingt dieses Lied und endet mit den Worten: "It's time to let go" und man hofft, dass dies eben nur ein Lied ist, nicht gleich ein Zeichen…

Fazit: „Do Not Disturb“ ist ein absolut typisches Van Der Graaf Generator Album geworden. Alles was man an dieser Band liebt – falls man diese Band liebt – befindet sich auf diesem dreizehnten Studioalbum. Leider, leider klingt hier so viel nach Abschied. Nach Abschied von einer großen Progressive Rock Band. Diese Platte hat keine Höhepunkte, auch keine Schwächen. Sie wirkt einfach. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Almost The Words, Go