Freitag, 3. Mai 2013

Everon – Fantasma




Everon – Fantasma


Besetzung:

Oliver Philipps – vocals, lead guitar, piano, keyboards
Christian ”Moschus” Moos – drums
Uli Hoever – guitars
Schymy – bass


Gastmusiker:

Raffael Sacher – cello on “The Real Escape”
Tom Löcher – classical guitar on “The Real Escape” & “May You…”
Axel Ruhland – violin on “Right Now Till The End Of Time”


Label: Mascot Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: ProgMetal, Melodic Rock


Trackliste:

1. Men Of Rust (6:24)
2. Perfect Remedy (5:23)
3. Fine With Me (3:37)
4. A Day By The Sea (5:51)
5. Fantasma (14:37)
    a. Right Now... (2:04)
    b. ...Til The End Of Time (5:16)
    c. Fantasma-Theme (0:37)
    d. The Real Escape (4:24)
    e. Whatever It Takes (2:15)
10. Battle Of Words (3:46)
11. May You (4:38)
12. Ghosts-Intro (1:51)
13. Ghosts (5:52)

Gesamtspieldauer: 51:57




Eingängiger ProgMetal ist es, welchen die vier Musiker von Everon hier auf „Fantasma“, dem bereits vierten Studio-Album der Krefelder abliefern. Melodischer ProgMetal, der auch beim ersten Hören sehr schnell ins Ohr geht. Die Musik benötigt keine Anlaufzeit, alles klingt sofort und weiß auch zu gefallen, wenn man auch mit „härteren“ Tönen wie zum Beispiel bei „Fine With Me“ oder dem ersten Teil von „Fantasma“ etwas anfangen kann. Aber das ist eigentlich schon eine Art Ausnahme, denn der Großteil der Musik ist deutlich ruhiger und durchaus noch harmonischer gehalten.

Oftmals klingt das Ganze sogar richtiggehend symphonisch, dichte Keyboardteppiche sorgen für die nötige Fülle. Schönen Pianoabschnitten gilt es ebenfalls zu lauschen, genauso wie Passagen, die durch das Cello unterstützt werden, sodass dem Hörgenuss eigentlich nichts im Wege steht. Man bedarf keiner Eingewöhnungszeit, alles klingt und wirkt irgendwie schön und angenehm.

Besonders gelungen ist Everon auf „Fantasma“ der letzte Song „Ghosts“. Die Musik ist toll, aber es gibt noch einen zweiten Grund, der dieses Lied zu einem sehr guten werden lässt. Das ist der Text. Da schimpft immer jeder über den Schmalz, der im Deutschen Schlager so alles verzapft wird und wenn man sich dann mal einige englische Texte zu Gemüte führt – na so viel besser sind die dann aber auch nicht. Meistens hört man da nur weniger hin. Auch das gesungene Wort auf „Fantasma“ kann nicht immer überzeugen. Allerdings ist „Ghosts“ textlich deutlich besser gelungen als vieles andere auf dem Album, denn das Lied hat einen interessanten und sinnvollen Text. Dazu der Mittelpart mit diesem auf der Snare gespielten Marsch-Teil – ebenfalls äußerst wirkungsvoll. Eindeutig ein Höhepunkt des Albums, das sich hier ganz am Ende der Platte befindet.

Fazit: Schöner und eingängiger ProgMetal wird einem auf „Fantasma“ von Everon geboten. Die Texte könnten manchmal etwas weniger von Liebe und Herzschmerz handeln, aber was soll’s, das Album klingt gut. Wer auf eingängige Musik steht, die auch mal etwas härter sein darf: Bitteschön, Everon hat sie mit „Fantasma“ abgeliefert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Perfect Remedy, The Real Escape, Battle Of Words, Ghosts