Samstag, 9. Januar 2016

Monster Magnet – Dopes To Infinity




Monster Magnet – Dopes To Infinity


Besetzung:

Dave Wyndorf – vocals, bass, guitar, percussion, theremin, organ, bells, mellotron
Ed Mundell – bass, guitar, background vocals
Joe Calandra – guitar, bass, background vocals
Jon Kleiman – percussion, drums, bass, background vocals


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Stoner Metal, Space Rock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Dopes To Infinity (5:43)
2. Negasonic Teenage Warhead (4:28)
3. Look To Your Orb For The Warning (6:32)
4. All Friends And Kingdom Come (5:38)
5. Ego, The Living Planet (5:07)
6. Blow 'Em Off (3:51)
7. Third Alternative (8:33)
8. I Control, I Fly (3:18)
9. King Of Mars (4:33)
10. Dead Christmas (3:54)
11. Theme From "Masterburner" (5:06)
12. Vertigo (11:15)

Gesamtspieldauer: 1:08:04



Monster Magnet, die Band mit dem etwas komischen und gewöhnungsbedürftigen Namen. Monster Magnet, die Band, die andauernd irgendwelche Anspielungen auf irgendwelche Drogen tätigt. Monster Magnet, die 1995 ihr drittes Album mit dem Titel „Dopes To Infinity“, was so viel heißt wie „Drogen bis zum Abwinken“, auf dem Label A&M Records veröffentlichte. Genau diese Band Monster Magnet weiß auch mit diesem Album musikalisch auf das allerbeste zu überzeugen. Nennt man die Musik der Musiker aus New Jersey jetzt „Stoner Rock“, „Space Rock“ oder „Psychedelic Rock“? Völlig egal, was zählt ist die Musik selbst und diese überzeugt absolut.

„Dopes To Infinity“ ist angefüllt mit zumeist hartem Rock, der dabei jedoch überaus melodisch klingt. Das Ganze hört sich auch immer wieder mal durchaus nach Space Rock à la Hawkwind an. Dies vor allen Dingen in den langen Instrumentalpassagen, die Mantra-artig und redundant vorgetragen werden und durchaus die Eigenschaft aufweisen, die Hörerin oder den Hörer in andere Sphären zu katapultieren. Allerdings bedarf es dazu keinerlei Droge. Es ist die Musik allein, die hier unter Umständen „bewusstseinserweiternd“ wirkt. „Dopes To Infinity“ knallt einem immer wieder hart um die Ohren, lässt einen dann jedoch auch wieder eintauchen in wunderbare Melodien und Harmonien, in spacige Klangwelten, in dichte, einen umnebelnde Atmosphären.

Dabei ist diese Scheibe keine, die gleich beim ersten Hören zu zünden versteht – zumindest bei mir war das nicht sofort der Fall. Doch die Musik von Monster Magnet entwickelt sich auf „Dopes To Infinity“, scheint zu wachsen und sich zu entfalten. Es entsteht ein kompaktes, kraftvolles und intensives Klangerlebnis, was das Herz der Freundin des Rocks genauso höher schlagen lässt, wie das ihres männlichen Pendants. Unglaublich dichte Kompositionen befinden sich auf dieser Scheibe, in die sich einfach nur Einzutauchen lohnt. Die musikalischen Reisen, die die Band hier ihren Konsumentinnen und Konsumenten anbietet, lohnen sich angetreten zu werden.

Fazit: Vielleicht ist der Begriff Stoner Rock, also „Kiffer Rock“, gar nicht so schlecht gewählt für diese Art der Musik. Die Musiker behaupten auch immer, dass sie solch „Hilfsmitteln“ beim Komponieren nicht abgeneigt gegenüberstehen würden – zum Hören benötigt man dies allerdings sicherlich nicht. Psychedelisch und nach einer Art Space Rock klingt „Dopes To Infinity“ allemal und die Musiker haben auch immer betont, durch deutschen Krautrock sowie die Space Rocker von Hawkwind inspiriert zu werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein Album angefüllt mit hartem und eingängigem und begeisterndem Rock. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: All Friends And Kingdom Come, Blow 'Em Off, Third Alternative, Vertigo