Samstag, 18. Februar 2023

Deus – How To Replace It

 



Deus – How To Replace It


Besetzung:

Tom Barman – vocals, guitars, bass, piano, synthesizers, claps
Klaas Janzoons – violin, keyboards, synthesizer, piano, organ, percussion, clavichord, backing vocals, claps
Alan Gevaert – bass, guitars, backing vocals
Stephane Misseghers – drums, percussion, timpani, vocals, backing vocals


Gastmusiker:

Mauro Pawlowski – guitars, strings, backing vocals
Bruno De Groote – guitars, piano, banjo
Joris Caluwaerts – synthesizer
John Birdsong – trumpet
Bandoneon – Gwen Cresens
Sjoerd Bruil – guitars
Sebastian van den Branden – drums, percussion, synthesizer
CJ Bolland – synthesizer, programming
Steve de Bruyn – blues harp
Lies Lorquet – vocals, backing vocals
Sylvie Kreusch – backing vocals
Destiny Adia Andrews – choir
Naomi Leanne Parchment – choir
Kersha Bailey – choir




Erscheinungsjahr: 2023


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. How To Replace It (5:30)
2. Must Have Been New (3:46)
3. Man Of The House (5:12)
4. 1989 (5:05)
5. Faux Bamboo (4:27)
6. Dream Is A Giver (4:34)
7. Pirates (4:42)
8. Simple Pleasures (3:32)
9. Never Gonna Get You High (3:36)
10. Why Think It Over (Cadillac) (5:07)
11. Love Breaks Down (3:42)
12. Le Blues Polaire (6:36)

Gesamtspieldauer: 55:54



Nach elf Jahren, nachdem wohl nur noch wenige Hörerinnen und Hörer damit gerechnet haben, veröffentlichen die Belgier endlich wieder ein neues, ihr achtes Studioalbum. „How To Replace It“ heißt dieses und erschien am 17. Februar auf dem Plattenlabel Pias Recordings.

Manchmal scheint die Zeit wahrlich still zu stehen beziehungsweise scheinen sich Dinge doch nicht zu ändern. Denn auch nach solch einer langen Zeit klingen dEUS immer noch nach dEUS. Das bedeutet, man hört auf „How To Replace It“ immer noch diesen unverwechselbaren Sound, der so typisch für die im Jahr 1991 in Antwerpen gegründete Band ist: Immer wieder überraschender Alternative Rock, der auch mal mit schrägeren Tönen daherkommt und sich trotzdem eingängig und melodisch anhört.

Auf „How To Replace It“ klingt es mal rockig, mal poppig, mal progressiv, dann wieder ein wenig experimentell, mal elektronischer, mal sehr viel „handgemachter“. Einige musikalische Stile werden hier miteinander kombiniert, ohne dass dies konstruiert klingen würde. Gemeinsam ist all den Stücken zudem, dass sie mit jedem weiteren Durchlauf noch besser zu klingen scheinen, denn auch so mancher „dissonanter“ Ton, so manch überraschende Wendung muss erst vom Ohr verarbeitet werden, um beim wiederholten Hören schon sehr viel vertrauter und schließlich genau richtig zu erklingen. Dies macht „How To Replace It“ zusätzlich spannend. Mit dem letzten Titel „Le Blues Polaire“ hat Tom Barman dieses Mal auch ein Lied ganz in Französisch eingesungen.

Mit den Favoriten auf einem Album ist das natürlich immer Geschmackssache. Mein Favorit auf „How To Replace It“ ist das Eröffnungs- und Titelstück. In diesem Lied kumuliert sich alles, was für mich die Musik der Belgier ausmacht. Besondere Musik, die anders klingt als andere Bands. Und da sich zudem kein Ausfall auf diesem achten Album von dEUS befindet, macht es einfach Spaß die Platte aufzulegen und in einem durchzuhören.

Fazit: Unverwechselbar dEUS, auch nach bald elf Jahren, seit dem letzten Studioalbum. Wer die Musik der Belgier von früheren Alben her kennt und mochte, wird sicherlich auch von „How To Replace It“ nicht enttäuscht werden. Alternative Rock, der irgendwie anders klingt. Für „Andershörerinnen“ und „Andershörer“ sehr lohnend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: How To Replace It