Freitag, 5. April 2013

And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Lost Songs




And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Lost Songs


Besetzung:

Conrad Keely – ohne Instrumentenangabe
Jason Reece – ohne Instrumentenangabe
Autry Fulbright II – ohne Instrumentenangabe
Jamie Miller – ohne Instrumentenangabe


Label: Superball Music


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Alternative


Trackliste:


CD1:

1. Open Doors (5:02)
2. Pinhole Cameras (4:48)
3. Up To Infinity (4:47)
4. Opera Obscura (3:45)
5. Lost Songs (2:04)
6. Flower Card Games (4:53)
7. A Place To Rest (3:15)
8. Heart Of Wires (2:55)
9. Catatonic (3:35)
10. Awestruck (4:10)
11. Bright Young Things (3:41)
12. Time And Again (2:52)


Bonus Tracks:

13. Skywhaling (2:24)
14. Mountain Battle Song (4:54)
15. Verschollene Songs (German Version Of Lost Songs) (2:07)
16. Idols Of Perversity (2:23)

Gesamtspieldauer CD1: 57:47


CD2:

1. Open Doors (Segued Version) (4:51)
2. Idols Of Perversity (Segued Version) (2:23)
3. Pinhole Cameras (Segued Version) (4:47)
4. Up To Infinity (Segued Version) (4:47)
5. Opera Obscura (Segued Version) (3:43)
6. Lost Songs (Segued Version) (2:00)
7. Flower Card Games (Segued Version) (4:16)
8. A Place To Rest (Segued Version) (3:10)
9. Heart Of Wires (Segued Version) (2:54)
10. Catatonic (Segued Version) (3:28)
11. Awestruck (Segued Version) (4:12)
12. Bright Young Things (Segued Version) (3:36)
13. Mountain Battle Song (Segued Version) (4:51)
14. Time And Again (Segued Version) (2:49)

Gesamtspieldauer CD2: 51:46



And You Will Know Us By The Trail Of Dead sind mit ihrem 2012 erschienenen Album „Lost Songs“ zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt. Knallharten Rock hört man auf der Platte, die alles andere als gemäßigt daherkommt. Zunächst allerdings noch was zur Special Edition. Diese wird in Form eines Buches ausgeliefert mit 180 Seiten (!) der Geschichte „Strange News From Another Planet“ von Conrad Keely, die ja bereits auf dem letzten Album „Tao Of The Dead“ eine Rolle spielte. Dazu gibt es wieder einige schöne Zeichnungen, die dieses Mal in schwarz-weiß gehalten sind. Zwei CD’s befinden sich in diesem „Buch“. CD1 beinhaltet das normale Album sowie vier Bonus Tracks, wobei „Verschollene Songs“ die deutsche Version von „Lost Sogs“ darstellt. Wohl eine Reminiszenz an den Aufnahmeprozess, der dieses Mal in einem Studio in Hannover stattgefunden hat.

CD2 wurde mit der „Segued“-Version der zwölf offiziellen Titel versehen, was nichts anderes bedeutet, als dass die einzelnen Titel auf CD2 alle ineinander übergehen. Die ganze Aufmachung der CD wirkt gar nicht mehr so wie die einer Musik-CD, das ist schon eine mit sehr viel Liebe gestaltete Verpackung, die sicherlich einen gewissen Sammlerwert besitzt, jedoch natürlich nichts über die darauf enthaltene Musik aussagt.

Dazu komme ich aber nun. Wie bereits erwähnt, rocken And You Will Know Us By The Trail Of Dead auf „Lost Songs“ wieder vermehrt. Ach, was heißt hier schon „vermehrt“?. Sie rocken durchgängig, sie rocken was das Zeug hält. Ein ruhigeres Lied ist praktisch nicht auszumachen, phasenweise wird es mal etwas „gemäßigter“, ansonsten befindet sich auf dem Album knallharter Hard-Rock. Ausnahmen von dieser Regel sind am ehesten noch das etwas langsamer gehaltene „Awestruck“ und die letzte, neben dem Titeltrack wohl auch eingängigste Nummer „Time And Again“ Wobei hierzu anzumerken wäre, dass die Band dabei trotz aller Härte in der Musik nie die Melodie des Songs außer Acht lässt. Die Lieder klingen hart, sind jedoch trotzdem eingängig. Allerdings muss dazu angeführt werden, dass diese „Eingängigkeit“ beziehungsweise „Melodiösität“ nicht gleich beim ersten Durchhören der CD offenbar wird – dazu bedarf es schon einiger Durchläufe der Scheibe, die dann allerdings mit jedem weiteren mal Hören noch zu wachsen scheint.

„Softer“ wird es auch noch mal bei den Zugaben. „Skywhaling“ ist eine fast schon sphärische Instrumentalnummer, „Mountain Battle Song“ rockt dann erneut deutlich mehr und ist eine Nummer, bei der man sich wundert, dass sie es nicht „offiziell“ auf das Album geschafft hat. „Verschollene Songs“ habe ich ja bereits erwähnt und man merkt einmal mehr, was für eine schwere Sprache „Deutsch“ zu sein scheint, denn das, was Conrad Keely da singt, ist kaum zu verstehen. Beendet wird das Album mit dem fast schon ein wenig experimentell klingenden „Idols Of Perversity“.

Fazit: Wer And You Will Know Us By The Trail Of Dead wegen ihrer früheren Härte liebte, der wird mit diesem Album hier bestens bedient werden. Knallhart kracht die Musik aus den Lautsprechern, sodass es einige Durchläufe benötigt, bis man die Feinheiten dieser Musik für sich entdeckt hat. Das Album ist deutlich weniger eingängig als die vorherigen Veröffentlichungen der vier Texaner. Trotzdem klingt das gut, was man da auf die Ohren bekommt – vorausgesetzt natürlich, man kann mit den „etwas“ härteren Tönen in der Musik auch etwas anfangen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Open Doors, Lost Songs, Awestruck, Time And Again