Sonntag, 13. September 2015

Roger Waters – The Wall – Live in Berlin




Roger Waters – The Wall – Live in Berlin


Besetzung:

Roger Waters – vocals, guitars, bass
Graham Broad – drums
Rick DiFonzo – guitar
Andy Fairweather-Low – guitar, bass
Nick Glennie-Smith – keyboards
Snowy White – guitar
Peter Wood – keyboards
Joe Chemay – backing vocals
Jim Farber – backing vocals
Jim Haas – backing vocals
John Joyce – backing vocals
Bryan Adams – vocals
Paul Carrack – vocals
Thomas Dolby – vocals, keyboard
Cyndi Lauper – vocals, keyboard
Ute Lemper – vocals
Joni Mitchell – vocals
Van Morrison – vocals
Sinead O'Connor – vocals
Tim Curry – vocals
Marianne Faithful – vocals
Albert Finney – vocals
Rick Danko – vocals
Garth Hudson– vocals
Levon Helm – vocals
James Galway – vocals
Paddy Maloney – vocals
Jerry Hall – vocals
Sowie The Band, The Hooters, The Scorpions, The East Berlin Rundfunk Choir & Orchestra, 
The Marching Band of the Combined Soviet Forces in Germany und Michael Kamen als Dirigent


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. In The Flesh
2. The Thin Ice
3. Another Brick In The Wall, Part I
4. The Happiest Days Of Our Lives
5. Another Brick In The Wall, Part II
6. Mother
7. Goodbye Blue Sky
8. Empty Spaces
9. Young Lust
10. Oh My God - What A Fabulous Room
11. One Of My Turns
12. Don't Leave Me Now
13. Another Brick In The Wall, Part III
14. Goodbye Cruel World
15. Hey You
16. Is There Anybody Out There?
17. Nobody Home
18. Vera
19. Bring The Boys Back Home
20. Comfortably Numb
21. In The Flesh
22. Run Like Hell
23. Waiting For The Worms & Stop
24. The Trial
25. The Tide Is Turning

Bonus Material:

1. Documentary
2. Multi Audio Options
3. Animations

Gesamtdauer des Konnzertes: 1:50:17




Diese Rezension kann ich echt ziemlich kurz machen. Roger Waters kam also, nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989, auf die Idee, seine „Wall” auf dem damals noch unbebauten Potsdamer Platz in Berlin zu inszenieren. Was das Pink Floyd Album „The Wall“ inhaltlich mit dieser Deutschen Mauer zu tun hat, erschließt sich sicherlich nicht nur mir nicht. Egal, beides sind eben Mauern.

Nun, natürlich spielt hier nicht Pink Floyd, Roger Waters befand sich zu dem Zeitpunkt in einigen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den anderen drei Band-Mitgliedern. Und somit wurden vom Pink Floyd Bassisten und Komponisten dieses Werks kurzerhand andere Musiker engagiert, die ihm hier zur Seite stehen sollten. Das machten die natürlich auch alle gerne, war ja historischer Boden, auf dem das alles stattfand und auch ein historisches Konzert sollte es werden.

Nun, das Ergebnis ist allerdings etwas enttäuschend. Die Musik ist cool, zweifelsohne. „The Wall“ wurde ja auch bereits auf diesen Seiten besprochen. Nur die Umsetzung, die ist hier wahrlich nicht gelungen. Der Sound ist mitunter wahrlich grottenschlecht, wenn auch wohl zig Mal aufbereitet. Und dann diese vielen Sänger, die manchmal einfach nicht den Ton treffen wollen. Schlimm. Man wundert sich, das sind doch alles gestandene Musiker. Ganz schlimm übrigens Van Morrison bei „Comfortably Numb“. Meine Nerven, wie man solch ein Lied so verhunzen kann. Katastrophal. Nun, die Platte wird logischerweise durchgespielt und danach gibt es noch den Titel „The Tide Is Turning“ vom Roger Waters Solo-Album „Radio K.A.O.S.“. Hier bekommt man jetzt dann sogar den inhaltlichen Zusammenhang eines Liedes mit dem Fall der Berliner Mauer geboten – in Zeiten von Glasnost und Perestroika.

Fazit: Die Musik von „The Wall“ ist toll. Wie diese hier jedoch wiedergegeben wird, das tut zum Teil richtig weh. Von daher lohnt diese DVD nicht wirklich. Das Original lohnt sich, auf Schallplatte gepresst oder auch auf CD gebrannt. Das hier braucht man wohl nur, wenn man das Konzert höchstpersönlich gesehen hat. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Comfortably Numb