Montag, 15. Februar 2021

Rush – Snakes & Arrows




Rush – Snakes & Arrows


Besetzung:

Neil Peart – drums, cymbals, electronic percussion, tambourine
Geddy Lee – bass guitar, bass pedals, Mellotron, vocals
Alex Lifeson – 6- and 12-string acoustic and electronic guitars, mandola, mandolin, bouzouki


Gastmusiker:

Ben Mink – strings on "Faithless"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsjahr: 2007


Stil: Rock


Trackliste:

1. Far Cry (5:19)
2. Armor And Sword (6:35)
3. Workin‘ Them Angels (4:46)
4. The Larger Bowl (A Pantoum) (4:08)
5. Spindrift (5:21)
6. The Main Monkey Business (6:01)
7. The Way The Wind Blows (6:28)
8. Hope (2:02)
9. Faithless (5:31)
10. Bravest Face (5:10)
11. Good News First (4:52)
12. Malignant Narcissism (2:17)
13. We Hold On (4:12)

Gesamtspieldauer: 1:02:48



„Snakes & Arrows“ nannte die kanadische Band Rush ihr achtzehntes Studioalbum. Es wurde am 1. Mai 2007 auf dem Plattenlabel Anthem Records sowie bei Atlantic Records veröffentlicht. „Snakes & Arrows“ stellt durchaus etwas Besonderes in der Diskographie der Kanadier dar, da es drei Instrumentalstücke enthält – die meisten auf einem Rush-Album. Mit den Liedern „Far Cry“, „Spindrift“ sowie „The Larger Bowl“ wurden insgesamt drei Singles aus dem Album ausgekoppelt. Das Album selbst erreichte in Kanada wie in den USA Platz 3 der Charts.

„Snakes & Arrows“ ist auch dahingehend ein besonderes Album geworden, da es zum einen sehr abwechslungsreich gehalten ist. Da wird gerockt, doch auch die ruhigeren und sanfteren Passagen in der Musik von Rush gibt es hier zu hören. Zum anderen kehrt die Band mit dem Album wieder zum musikalischen Genre des Progressive Rocks zurück – zumindest teilweise. Sehr abwechslungsreich gestaltete Lieder, welche einige Wendungen erfahren, Rhythmus- und Tempo-Wechsel und schließlich auch wieder sehr schöne Melodien, die sofort ins Ohr treffen – und letzteres sogar über praktisch alle Lieder des Albums hinweg. Der Gesang des Geddy Lee ist auf „Snakes & Arrows“ ebenfalls wieder deutlich besser geraten, als auf den letzten Veröffentlichungen.

Da macht das Hinhören Spaß und der auf „Snakes & Arrows“ zu hörende Rock ist keineswegs zu hart und wird auch immer wieder durch deutlich „weichere“ Passagen aufgelockert, sodass auch Freundinnen und Freunden, die dem Hard Rock nicht so zugetan sind, viel Spaß mit diesem Album haben dürften. Die Höhepunkte der Platte sind für mich alle drei Instrumentalstücke „The Main Monkey Business“, „Hope“ und „Malignant Narcissism“ (Wahnsinn, wie Geddy Lee bei „Malignant Narcissism“ seinen Bass bearbeitet) sowie die wunderschöne und abwechslungsreiche Nummer „The Way The Wind Blows“. Zunächst denkt man an einen Marsch, dann rockt das Lied los, kraftvoll und schnörkellos, bis schließlich auflockernde und ruhige Abschnitte alles entzerren. Sehr gelungen.

Fazit: Endlich mal wieder ein Album von Rush, welches überzeugt. Schöne Melodien gibt es auf „Snakes & Arrows“ zu hören, dazu sehr abwechslungsreiche Musik, die auch wieder in das Genre des Progressive Rocks eintaucht. Für Rush-Fans sicher eine tolle Platte, für viele andere Hörerinnen und Hörer dürfte sie es allerdings auch sein. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Way The Wind Blows, Malignant Narcissism