Donnerstag, 31. August 2017

Grateful Dead – Cosmic Death




Grateful Dead – Cosmic Death


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Flashback Worldproductions


Erscheinungsdatum: 1990 (Aufnahmen vom 15. Februar 1973)


Stil: Country Rock, Country Blues


Trackliste:

1. Mexicali Blues (3:42)
2. Tennessee Jed (8:06)
3. Looks Like Rain (7:08)
4. Box Of Rain (5:07)
5. Me And My Uncle (2:51)
6. Bertha (5:39)
7. Playing In The Band (15:27)

Gesamtspieldauer: 48:00




„Cosmic Death“ ist eine inoffizielle Veröffentlichung der Band Grateful Dead, welche im Jahr 1990 auf dem Label Flashback Worldproductions erschien. Alle hier enthaltenen Lieder wurden live während eines Konzerts mitgeschnitten, welches am 15. Februar 1973 im Dane County Coliseum, Madison, Wisconsin, USA stattfand.

Dass diese Veröffentlichung kein offizielles Album ist, hört man bereits nach wenigen Sekunden der Laufzeit. Der Sound des Albums ist alles anderes als perfekt, die Musik verschwimmt und verwischt immer wieder. Im Grunde genommen hört man einen musikalischen Brei, der es schwer macht, dem Ganzen folgen zu können und auch zu wollen. Noch schrecklicher ist allerdings die Performance der Musiker an sich. Egal wer hier singt, sei es Jerry Garcia, Phil Lesh, Ron „Pigpen“ McKernan oder Bob Weir, es klingt unfassbar falsch und schräg. Immer und immer wieder. Langgezogene Töne können nicht gehalten werden, Höhen werden nicht erreicht und wird im Chor zusammen gesungen, scheint jeder der Musiker eine ganz eigene Vorstellung von der gerade zu singenden Melodie zu haben.

Auch einige Verspieler sind auszumachen. Nun mag man sicher denken, dass es sich dabei eben um eine Live-Einspielung handelt und sie das Konzert wiedergibt, ohne großartig „nachbehandelt“ worden zu sein, was man sich des Öfteren auch von anderen Künstlern wünschen würde. Allerdings klingt auf „Cosmic Death“ so viel schräg und falsch, dass es einfach nicht veröffentlicht hätte werden sollen. Die Musik selbst ist Country Rock, uramerikanisch und langweilt noch zusätzlich. Tendiert die Musik allerdings in die Richtung Psychedelic Rock, wie bei dem Titel „Playing In The Band“, so würde das spannend und packend klingen, wenn es denn eine gewisse Soundqualität aufweisen würde.

Fazit: Es gibt definitiv Gründe, warum Bands, Musikerinnen und Musiker sehr viel Wert darauf legen, lediglich autorisiertes Material zu veröffentlichen. Zum einen liegt das selbstverständlich in der Tatsache begründet, dass Musiker mit ihrer Musik Geld verdienen möchten. Hier, auf „Cosmic Death“, spürt man allerdings auch noch zusätzlich, wie der Name einer Band beschädigt werden kann, indem soundmäßig absolut schlechte Musik zu hören ist, die dann auch noch falsch und schief eingespielt wurde. Im Internet wird die Scheibe überraschenderweise sogar relativ hoch gehandelt, was wohl nur am „Kultstatus“ liegt, den Grateful Dead bei seinen Fans besitzt. Ich kann hier leider nicht die Musik beziehungsweise die Lieder an sich bewerten, wobei solch ein Titel wie „Playing In The Band“ durchaus begeistern würde, wenn er denn auch gut erklingen könnte. Die schlechte Bewertung bezieht sich zum überwiegenden Teil auf den Klang der Platte. Ein Punkt.

Anspieltipps: Leider keine


(Die Musik in dem hier gezeigten Video ist qualitativ deutlich besser als jede der Platte)


Mittwoch, 30. August 2017

Slash – Made In Stoke 27/7/11 (DVD)




Slash – Made In Stoke 27/7/11 (DVD)


Besetzung:

Slash – lead guitar, talkbox, slide guitar
Myles Kennedy – lead vocals, rhythm guitar on "Nothing To Say" and "Watch This"
Bobby Schneck – rhythm guitar, backing vocals
Todd Kerns – bass, backing vocals, lead vocals on "Doctor Alibi"
Brent Fitz – drums


Label: Eagle Rock Entertainment


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Hard Rock, Heavy Metal


Trackliste:

1. Been There Lately (4:34)
2. Nightrain (5:02)
3. Ghost (3:43)
4. Mean Bone (4:01)
5. Back From Cali (3:36)
6. Rocket Queen (9:21)
7. Civil War (8:06)
8. Nothing To Say (7:27)
9. Starlight (5:45)
10. Promise (3:59)
11. Doctor Alibi (3:45)
12. Speed Parade (3:58)
13. Watch This (3:39)
14. Beggars & Hangers-On (6:29)
15. Patience (5:45)
16. Godfather Solo (10:31)
17. Sweet Child O' Mine (6:28)
18. Slither (7:34)
19. By The Sword (4:36)
20. Mr. Brownstone (4:41)
21. Paradise City (9:13)

Gesamtspieldauer: 2:05:23


Zusätzliche Features:

   • Interview Slash (23:43)
   • Interview Myles Kennedy (13:17)
   • Interview Uncle Ian (7:38)



„Made In Stoke 24/7/11“ heißt das zweite Live-Album und die erste Live DVD des britischen Hard Rock Gitarristen Slash, der den meisten wohl aus seiner Zeit bei Guns N' Roses ein Begriff ist. In Stoke-on-Trent verbrachte Slash die ersten Jahre seines Lebens und hier wurde in der dortigen Victoria Hall am 24. Juli des Jahres 2011 auch das Live-Album eingespielt, welches als Live-CD und Live-DVD am 24. November 2011 auf dem Label Eagle Rock Entertainment veröffentlicht wurde. Beim Gesang ist während des Konzertes der US-amerikanische Gitarrist der Band Alter Bridge, Myles Kennedy, zu hören. Die hier dargebotenen Lieder stammen von Slashs selbstbetiteltem Debut Album sowie von seinen früheren Bands Guns N' Roses, Slash's Snakepit und Velvet Revolver.

Wer Hard Rock beziehungsweise Heavy Metal mag und die Musik von Guns N' Roses liebt, wird auch dieses Album und die entsprechende DVD lieben. Man kann perfekt in diesen Hard Rock eintauchen, die einzelnen Lieder werden mitreißend dargeboten und der Film gibt bestens die Spielfreude wieder, die die Musiker bei dem Konzert offensichtlich und hörbar verspürt zu haben scheinen. Sehr gelungen ist dabei auch, wie Myles Kennedy, Gitarrist und Sänger bei Alter Bridge, die Lieder zu interpretieren versteht. Das macht durchaus Laune und überzeugt. Es rockt über zwei Stunden lang und man spürt förmlich die Dynamik in dieser Musik und man hofft, dass Freunde des Headbanging doch bitte an ihre Gesundheit denken mögen.

Als Zugaben zu dem Konzert gibt es noch drei Interview-Sequenzen auf der DVD. Zum einen erhält man einen längeren Einblick über das musikalische Vorgehen und die Gedanken von Slash. Man erfährt viel über die Zusammenarbeit von Slash und Myles Kennedy und auch die Stimme der Fans findet hier Gehör.

Fazit: Einen wirklich gelungenen Konzertmitschnitt stellt „Made In Stoke 24/7/11“ dar. Freunde des Hard Rock und des Heavy Metal werden hier ihre Freude haben. Für Fans von Guns N' Roses stellt diese Veröffentlichung ebenso eine Bereicherung dar, wie für Fans von Slash's Snakepit und Velvet Revolver. Für Slash-Fans selbstverständlich sowieso. Mit Myles Kennedy hat Slash hier einen Partner gefunden, der seine Musik auch gesanglich perfekt umsetzt. Lohnt sich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Civil War



Dienstag, 29. August 2017

The Kinks – Death Of A Clown (20 Greatest Hits)




The Kinks – Death Of A Clown (20 Greatest Hits)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Green Line Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. You Really Got Me (2:13)
2. Lola (3:56)
3. Sunny Afternoon (2:39)
4. 'Till The End Of The Day (2:17)
5. Waterloo Sunset (3:15)
6. All Day And All Of The Night (2:20)
7. Dedicated Follower Of Fashion (2:58)
8. Victoria (3:36)
9. A Well Respected Man (2:11)
10. Tired Of Waiting (2:30)
11. The Village Green Preservation Society (2:46)
12. Dandy (2:08)
13. I Am Free (2:27)
14. See My Friends (2:40)
15. Apeman (3:51)
16. Death Of A Clown (2:55)
17. Autumn Almanac (3:10)
18. Dead End Street (3:18)
19. Set Me Free (2:10)
20. Susannah's Still Alive (2:20)

Gesamtspieldauer: 55:40




Es lassen sich sage und schreibe 210 verschiedene Kompilationsalben der Kinks finden, wenn man im Internet recherchiert. Allein im Jahr 1989 wurden derer neun Stück veröffentlicht. Das vorliegende Album, „Death Of A Clown (20 Greatest Hits)“ ist das 98. „Best Of…“-Album dieser Reihe und erschien im besagtem Jahr 1989 auf dem Plattenlabel Green Line Records. Die auf „Death Of A Clown (20 Greatest Hits)“ enthaltenen Lieder stammen allesamt aus den ersten Jahren der Bandkarriere.

Natürlich erhält man hier einen sehr schönen Überblick über die Musik und das Werk der Kinks in den 60er Jahren bis Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die allermeisten der Titel dürften wohl auch jeder Musikhörerin und jedem Musikhörer bekannt sein, die oder der ab und an verschiedene Radiostationen ansteuert. Dort sind viele der Titel der Kinks immer noch präsent. Manches in der Musik der englischen Band klingt heute nach Oldie mit etwas angesetzter Patina, anderes jedoch dann wiederum immer noch modern. Die Kinks waren einer jener Bands, die nicht vollends im 60ies Pop aufgegangen sind und somit auch heute noch hörenswert sind.

Für Kinks-Fans ist das Album selbstverständlich mit Höhepunkten vollgestopft. Jedoch auch für die neutraleren Hörerinnen und Hörer Geht lassen sich auf „Death Of A Clown (20 Greatest Hits)“ mehrere Highlights entdecken. Die einzelnen Lieder sind bis etwa Mitte der zweiten Seite der Platte fast durchgängig bekannt. Beispiele hierfür wären das absolut gelungene und mit einem sehr witzigen Text untermalte Lied „Lola“. Eine der eingängigsten Nummern der Kinks stellt das Lied „Sunny Afternoon“ dar und auch die Nummer „Death Of A Clown“ fällt mit in die Kategorie eines Ohrwurms. Weitere gute und hörenswerte Nummern sind das auch von Van Halen gecoverte „You’re Really Got Me“, „'Till The End Of The Day” oder „Waterloo Sunset”.

Fazit: Im Grunde genommen sind Studioalben den Kompilationsplatten immer vorzuziehen, da man dort nicht vorgesetzt bekommt, was ein Musikmanager glaubt, auf einem „Best Of..“-Album hinzufügen zu müssen. Manches Mal lohnen jedoch auch diese Alben, wenn sie für kleines Geld zu haben sind und eine Orientierung über die Musik darstellen und vielleicht sogar den Ausgangspunkt für ein tieferes Einsteigen in die Musik einer Band oder eines Künstlers darstellen. Im Falle der Kinks und „Death Of A Clown (20 Greatest Hits)“ könnte das definitiv so sein. Neun Punkte.

Anspieltipps: Lola, Sunny Afternoon, 'Till The End Of The Day, Waterloo Sunset



Montag, 28. August 2017

Rainhard Fendrich – Auf und davon




Rainhard Fendrich – Auf und davon


Besetzung:

Rainhard Fendrich – Gesang, E-Gitarre, Chor


Gastmusiker:

Christian Kolonovits – Klavier und Synthesizer, Chor
Christian Felke – Saxophon, Klarinette, Lyrikon, Chor
Axel Heilhecker – E-Gitarre
Jürgen Zöller – Pearl Drums, Simmons Drums und Zildjian Cymbals
Harald Fendrich – Bass, Chor


Label: Phonogram


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Liedermacher, Schlager


Trackliste:

1. Intro (1:10)
2. Auf und davon (4:23)
3. Es tuat so weh, wenn ma verliert (3:48)
4. Sekt und Kaviar (3:42)
5. Lügen, Die nach Wahrheit schmecken (3:58)
6. Ich bin ein Negerant Madam (3:30)
7. Der letzte Tag (6:48)
8. Schlafengeh'n (2:50)
9. Sorglos und blind (4:09)
10. Alte Helden (3:50)
11. Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk (3:32)

Gesamtspieldauer: 41:40




„Auf und davon“ heißt das vierte Studio-Album des Österreichers Rainhard Fendrich. Es erschien im Jahr 1983 im Vertrieb der Metronome Musik GmbH. Die Scheibe schaffte es als eine der wenigen von Rainhard Fenrdich nicht, sich auf Platz 1 der österreichischen Charts zu platzieren. Die Musik hatte sich auch geändert, wenn man die vorherigen Alben als Vergleich dazu heranzieht. Die sanften Töne standen nun noch weniger im Vordergrund. „Auf und davon“ klingt sehr viel elektronischer und noch poppiger, als die Veröffentlichungen davor.

Legt man die Platte auf und lauscht der ersten Seite, so rauscht diese Musik an einem vorbei, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Da geht wenig bis gar nichts ins Ohr, manchmal fühlt man sich stark an den Schlager erinnert und mitunter klingt das ganze fast schon anbiedernd und zu jeder Zeit ziemlich langweilig. Schade, zwanzig Minuten Lebenszeit vergeudet, in der man gute Musik hätte hören können.

Umso überraschter ist man anschließend, nachdem man die Scheibe umgedreht hat und dem ersten Titel der zweiten Seite lauscht. „Der letzte Tag“ ist nicht nur das längste Lied auf „Auf und davon“, sondern der auch das mit Abstand beste Titel der Platte. Jetzt geht die Musik des Rainhard Fendrich wieder ins Ohr, ist melodiös und besitzt auch einen Wiedererkennungswert. Sanfter als noch auf Seite 1 geht es danach auch im weiteren Verlauf weiter. Leider schaffen es diese folgenden Lieder jedoch trotzdem nicht mehr, einen einzufangen. Zwar besser geraten, als die ersten Nummern, jedoch wirklich überzeugend klingt das alles leider keineswegs mehr. „Alte Helden“ hört sich noch ganz gut an, klingt passagenweise aber viel zu sehr nach „Genug ist nicht genug“ von Konstantin Wecker. Schließlich wird dieses Lied dann sogar mal rockig und verliert seinen Charakter.

Fazit: Rainhard Fendrich wurde mit „Auf und davon“ ein wenig gewöhnlicher. Sein Gefühl für die tolle Melodie, welches er auf den vorherigen Veröffentlichungen öfters präsentierte, das scheint ihm nun etwas abhanden gekommen zu sein. Schade, für meine Ohren ist hier nur noch ein wirklich lohnendes Lied vorhanden, welches „Der letzte Tag“ heißt. Alles andere klingt irgendwie nach Schlager, ist austauschbar und hinterlässt keine Spuren. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Der letzte Tag



Sonntag, 27. August 2017

Noiseworks – Touch




Noiseworks – Touch


Besetzung:

Jon Stevens – lead vocals
Stuart Fraser – guitar, vocals
Justin Stanley – keyboards, harp, vocals
Steve Balbi – bass, vocals
Kevin Nicol – drums


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Rock


Trackliste:

1. Simple Man (3:48)
2. Touch (5:04)
3. Voice Of Reason (4:16)
4. Chained (4:26)
5. Home (5:15)
6. I Can't Win (2:55)
7. Letter (5:32)
8. Tell It Like It Is (4:22)
9. Keep Me Running (4:50)
10. Live And Die (4:35)
11. In My Youth (3:36)

Gesamtspieldauer: 48:39




„Touch” heißt das zweite Studioalbum der australischen Hard Rock Band Noiseworks. Es wurde am 11. November 1988 auf dem Plattenlabel CBS Records veröffentlicht und kletterte bis auf Platz 5 der australischen Charts und wurde dort, wie schon das Vorgängeralbum (Noiseworks; 1987) und die folgende Scheibe (Love Versus Money; 1991) mit Platin bezüglich der Verkaufszahlen ausgezeichnet. Danach löste die Band sich Anfang 1992 wieder auf.

Auf „Touch” hört man durchaus eingängige Musik, die sich immer im Bereich zwischen Rock und Hard Rock bewegt, wobei das Pendel häufiger in Richtung Rock ausschlägt, denn in die Richtung des härteren Rock. Die einzelnen Lieder bewegen sich dabei stark im Mainstream dieser Genres. Allzu kompliziert klingt hier nichts, sehr viel eher wirkt es so, als ob die Platte für die schnelle Eingängigkeit konzipiert worden wäre, um Laufzeit im Radio zu gewinnen. Nicht schlimm, Musiker wollen auch von ihrer Musik leben.

Somit werden allerdings jene Hörerinnen und Hörer bei Noiseworks auf „Touch“ nicht fündig werden, die die Ecken und Kanten, das Besondere oder auch mal das Ausgefallene in der Musik suchen. „Touch“ ist schön glatt produziert und lässt sich somit auch gut hören, wenn man auf Rock steht. Zudem befinden sich auf der Platte keine Lieder, bei denen man lieber den Tonarm ein wenig weiterhebt, alles klingt und geht oftmals sogar gut ins Ohr.

Fazit: Nichts Aufregendes, aber auch nichts Schlechtes bekommt man mit „Touch“ von Noiseworks geboten. Die Platte läuft so mit, ist eingängig und hat durchaus auch interessante Stellen, wenn auch wohl nicht viel davon hängenbleibt. Meist klingt die Scheibe nach Mainstream und damit nach einem durchschnittlichen Album, welches man getrost ab und an auflegen kann. Mit „Touch“ wird man nicht richtig gepackt und auch nicht sonderlich berührt – jedoch auch nicht verscheucht. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Touch, Live And Die



Samstag, 26. August 2017

Procol Harum – Starportrait




Procol Harum – Starportrait


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: Cube Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Art Pop, Art Rock


Trackliste:

Seite 1:

1. A Whiter Shade Of Pale (4:02)
2. A Salty Dog (4:35)
3. Your Own Choice (4:07)
4. Repent Walburgis (5:04)
5. Nothing That I Didn't Know (3:39)
6.Shine On Brightly (3:28)

Seite 2:

1. Conquistador (2:36)
2. Quite Rightly So (3:33)
3. Barnyard Story (2:45)
4. Mabel (1:52)
5. Still There Be More (4:30)
6. Too Much Between Us (3:39)

Seite 3:

1. Homburg (3:40)
2. Skip Softly (My Moonbeams) (3:42)
3. Piggy Pig Pig (5:27)
4. Kaleidoscope (2:53)
5. Salad Days (Are Here Again) (3:39)
6. The Devil Came From Kansas (4:31)

Seite 4:

1. Whisky Train (4:28)
2. She Wandered Through The Garden Fence (3:22)
3. Cerdes (Outside The Gates Of) (5:01)
4. The Dead Man's Dream (4:45)
5. The Milk Of Human Kindness (3:40)
6. Juicy John Pink (2:04)

Gesamtspieldauer: 1:31:02




„Starportrait“ ist eines von 63 (!) mir bekannten Kompilationsalben der britischen Band Procol Harum. Der Schwerpunkt dieser Veröffentlichung liegt auf den ersten Jahren der Band und umfasst die vier Alben „Procol Harum“ (1967), „Shine On Brightly“ (1968), „A Salty Dog“ (1969) sowie „Home“ (1970), wobei das Debut-Album und die Platte „Home“ am stärksten vertreten sind. Veröffentlicht wurde das Doppelalbum im Jahr 1974 auf dem Plattenlabel Cube Records.

Natürlich liegt es wieder ganz am eigenen Musikgeschmack, ob man mit der hier getroffenen Auswahl zufrieden ist oder ob der eigene Favorit auf „Starportrait“ vielleicht fehlt. Das Lied „In Held 'Twas In I“ von der Platte „Shine On Brightly“ ist zumindest schon mal leider nicht vorhanden und ist einer der Höhepunkte im Schaffen von Procol Harum. Aber sei es drum, mit diesem Kompilationsalbum erhält man trotzdem einen guten Überblick über das Schaffen der englischen Band zu Beginn ihrer Karriere. Und das war der Zeitpunkt, als Procol Harum noch am interessantesten klang.

Eine Mischung aus Art Pop und Art Rock bekommt man hier geboten, die meist sehr melodisch ins Ohr geht. Viele Lieder der Band sind Klassiker, allen voran natürlich das bekannteste Lied von Procol Harum „A Whiter Shade Of Pale“. Die Musik ist sehr abwechslungsreich, hin und wieder hört man ihr auch das Alter an, jedoch nicht durchgängig. Die Lieder von Procol Harum haben in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nie nach einfachem 60ies Pop geklungen und deswegen hören sie sich auch heutzutage noch interessant und haben relativ wenig Patina angesetzt.

Fazit: „Starportrait“, ist eines von vielen, vielen Kompilationsalben der Band Procol Harum. Der Beginn der Karriere der Band wird auf diesem Doppelalbum zusammengefasst. Gerade die über eineinhalbstündige Laufzeit des Albums bewirkt, dass man hier einen sehr guten Überblick über die Musik von Procol Harum in den 60er Jahren erhält. Man muss dieses Album allerdings natürlich nicht besitzen, wenn man schon die Studio-Platten sein Eigen nennt, da die Lieder hier originalgetreu wiedergegeben werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Skip Softly (My Moonbeams)



Freitag, 25. August 2017

Gary Numan – Living Ornaments ‘79 And ‘80




Gary Numan – Living Ornaments ‘79 And ‘80


Besetzung:

Gary Numan – vocals, guitar, synthesizer


Gastmusiker:

Russell Bell – guitar
Billy Currie – keyboards (Living Ornaments ‘79)
Paul Gardiner – bass
Roger Mason – keyboards (Living Ornaments ‘80)
Chris Payne – keyboards, viola
Cedric Sharpley – drums


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

Living Ornaments '79

Seite 1:

1. Airlane (3:12)
2. Cars (3:20)
3. We Are So Fragile (2:33)
4. Films (3:45)
5. Something's In The House (4:08)

Seite 2:

1. My Shadow In Vain (2:50)
2. Conversation (7:45)
3. The Dream Police (4:12)
4. Metal (3:25)


Living Ornaments '80

Seite 1:

1. This Wreckage (5:20)
2. I Die: You Die (3:38)
3. M.E. (4:27)
4. Everyday I Die (4:22)
5. Down In The Park (5:55)

Seite 2:

1. Remind Me To Smile (3:40)
2. The Joy Circuit (5:47)
3. Tracks (2:43)
4. Are Friends Electric? (5:30)
5. We Are Glass (4:32)

Gesamtspieldauer Living Ornaments ‘79 (35:10) und Living Ornaments ‘80 (45:54): 81:04




„Living Ornaments ‘79 And ‘80” ist eine Plattenbox des englischen Musikers Gary Numan, bestehend aus den beiden Live-Alben „Living Ornaments ‘79” und „Living Ornaments ‘80”. Diese wurde im April des Jahres 1981 auf dem Plattenlabel Beggars Banquet veröffentlicht. Neben dieser Box erschienen beide Live-Mitschnitte am selben Tag auch als Einzel-LPs, waren in diesen Ausgaben jedoch weitaus weniger erfolgreich, als in der Box-Zusammenstellung, die bis auf Platz 2 der britischen Charts kletterte. „Living Ornaments ‘79” wurde am 28. September 1979 im Hammersmith Odeon, London live eingespielt. Fast genau ein Jahr später, am 16. September 1980, erfolgten dann die Aufnahmen zu „Living Ornaments ‘80”. Auch dieses Konzert fand im Hammersmith Odeon in London statt.

Auf beiden Platten hört man eine Mischung aus Synthie Pop und New Wave, der wahrlich nicht immer ins Ohr geht und zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig klingt. Vor allen Dingen „Living Ornaments ‘79” hat nur sehr wenig Melodiöses zu bieten, hier geht es sehr viel eher um den technischen, den elektronischen Klang, der Ende der 70er Jahre wohl als besonders revolutionär galt. Hinzu gesellt sich der Umstand, dass Gary Numan leider so überhaupt nicht singen kann. Kann man seine Stimme im Studio vielleicht noch besser bearbeiten, so scheint man dies bei den Live-Aufnahmen unterlassen zu haben. Mitunter klingt das schon sehr schräg.

„Living Ornaments ‘80” verfügt über die besseren Lieder, allerdings ist es hier der Sound, der nicht immer optimal klingt. Allzu oft hört sich die Musik des Gary Numan auf dieser Platte allzu verwaschen an und gerade wenn man die Lautstärkeregler aufdreht oder die Musik über Kopfhörer hört, klingt es häufig gar nicht mehr gut. Allerdings sind hier ein paar schöne Stücke vertreten, wie das marode „Down In The Park“ und das sehr eingängige „Are Friends Electric?“. Hier schafft es Gary Numan dann doch – trotz des Synthie-Pop-Charakters der Musik und der schlechteren Tonqualität – seine Hörerinnen und Hörer zu fesseln. Man darf „Living Ornaments ‘80” halt nur nicht zu laut hören.

Fazit: Die Fusion aus New Wave und Synthie Pop strebt Gary Numan an und wie man auf diesen zwei Alben hören kann, ist ihm dies auch sehr gut gelungen. Allerdings muss man natürlich eine gewisse Offenheit für diese Art der Musik an den Tag legen. Praktisch jeder Akkord klingt hier sehr synthetisch. Fast alles entspringt diversen Synthesizern, nur wenig wird noch von den klassischen Rock-Instrumenten erledigt. Dazu gesellt sich der wahrlich nicht berauschende Gesang des Gary Numan, der ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig ist. Einige schöne Stellen gibt es jedoch auch auf diesen Platten, die für Fans wohl ohnehin ein Muss sind. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Down In The Park, Are Friends Electric?



Donnerstag, 24. August 2017

Shy Reptiles – Shy Reptiles




Shy Reptiles – Shy Reptiles


Besetzung:

David Allinson – vocals, keyboards, guitars
Paul Kelly – guitars
Gary Prouse – bass guitar
Lloyd Howell – drums


Gastmusiker:

Paul Lynagh – drums contribution


Label: Fontana


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. High Desire (3:41)
2. Cold Rain (4:21)
3. Trail Blaze (4:35)
4. Can You Take It (5:57)
5. Overnight (3:16)
6. Sunblind (3:48)
7. Fever (3:38)
8. Soul Drug (4:09)
9. So High (4:34)

Gesamtspieldauer: 37:59




„Shy Reptiles“ war eine Independent Rock Band, über die selbst im Internet kaum mehr etwas zu finden ist. Die Band aus Stockton-On-Tees, im Nordosten Englands, veröffentlichte im Jahr 1989 ihr selbstbetiteltes Debut-Album. Dazu gab es noch zwei Singleauskopplungen mit den Titeln „High Desire“ und „Trail Blaze“. Weitere Veröffentlichungen gab es nicht mehr, die Band löste sich anscheinend wieder auf. Das erste und einzige Album erschien auf dem Plattenlabel Fontana, ebenso beide Singles.

Auf „Shy Reptiles“ von Shy Reptiles hört man melodischen und eingängigen Independent Rock, der sehr von den Gitarren dominiert wird. Das Keyboard findet zwar ebenfalls seine Einsätze, spielt hier allerdings zumeist nur eine etwas untergeordnete Rolle. Die Atmosphäre auf dem Album ist eher eine dunkle. Fröhlichkeit verströmt keines der Lieder, dafür ist diese hier transportierte Stimmung sehr dicht und intensiv. Man kann bestens in die Musik der Shy Reptiles eintauchen, die trotz des Rocks wohl eher für die ruhigeren Stunden des Lebens gedacht ist. Passend ist dabei das Album-Cover gewählt worden, denn die hier abgebildete düstere Atmosphäre gibt die Musik perfekt wieder.

Die einzelnen Titel sind alle im selben Stil gehalten. Einmal eingetaucht in die musikalische Welt der Shy Reptiles, gibt es keine großen Überraschungen mehr zu hören. Es finden sich auch keine qualitativen Ausreißer nach unten, die Lieder können durchweg gefallen. Hörenswert vor allen Dingen sind die erste Singleauskopplung „High Desire“ und das sehr intensive „Can You Take It“. Allerdings lohnen auch die restlichen sieben Titel gehört zu werden – wenn auch keine Lieder auf dem Album vorhanden sind, die man bereits nach dem ersten Mal des Hörens nie wieder vergisst.

Fazit: Man wundert sich manchmal, warum eine Band mit ihrer Musik so erfolgreich wird, eine andere kaum gehört wird. Im Falle der Shy Reptiles wurden die Lieder nur wenig gehört, was schade ist, denn für Freunde gut gemachter Rock-Musik hatte die Band einiges zu bieten. Ziemlich geradlinigen Rock gibt es hier zu hören, unverfälscht und meistens eher dunkel klingend, ohne sich dabei in Tristesse zu suhlen. Interessantes Album. Neun Punkte.

Anspieltipps: High Desire, Cold Rain, Can You Take It



Mittwoch, 23. August 2017

Seven Stories – Judges & Bagmen




Seven Stories – Judges & Bagmen


Besetzung:

Jeff Algra – drums, backing vocals
Michael Boundy – bass
Glyn Lehmann – keyboards, accordion, french horn, backing vocals, string arrangements
Andrew Tanner – guitar, lead vocals


Gastmusiker:

Linda Bull – backing vocals
Vika Bull – backing vocals
Byron Berline – fiddle
Broderick Smith – harmonica
Louis McManus – mandolin
Tony Norris – trumpet
Justin Stamford – percussion
Sean McLarnon – bodhran
Rachel Beesly – violin
Joanne Green – violin
Sean Bishop – viola
Paul Dulfer – cello


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock


Trackliste:

1. Gift Horse (4:18)
2. Sleeping Through Another War (3:59)
3. Walk Through Babylon (4:20)
4. Stripped Down Man (3:59)
5. Paralysed (5:53)
6. Harbour Me (4:05)
7. Couldn't Get Arrested (4:40)
8. Declare Yourself (3:44)
9. Kicking Against The Bricks (3:41)
10. Everything That Rises (5:25)

Gesamtspieldauer: 44:04




Seven Stories was eine australische Rock Band, die sich 1986 in Adelaide gegründet hatte. Im Jahr 1990 wurde ihr Debut-Album mit dem Titel „Judges & Bagmen“ auf dem Plattenlabel Columbia veröffentlicht. Seven Stories wurden im darauffolgenden Jahr durch die Australian Record Industry Association (ARIA) zum „Best New Talent” nominiert, ein Preis, den dann jedoch Archie Roach gewann. Es folgte im Jahr 1993 noch ein zweites Studioalbum mit dem Titel „Everything You Want (Nothing That You Need)“, bevor sich die Band 1994 wieder auflöste.

Dass Seven Stories eine Nominierung erhielten, ist durchaus nachvollziehbar. Um was es bei dieser Nominierung tatsächlich ging, scheint dabei fast gleichgültig, wenn man solche Nominierungen verfolgt. Denn Seven Stories machen auf „Judges & Bagmen“ sehr radiotauglichen Rock, der absolut im Mainstream angesiedelt ist – das gefällt Juroren. Alles auf der Platte ist auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt worden und die Musik ist gut hörbar, wenn man sich Zeit dafür nimmt oder aber sie lediglich im Hintergrund laufen lässt. Die Stimmung ist durchgängig positiv, „Gute Laune“-Musik für sonnige Tage, nichts zum Trübsal blasen. Großartige Spuren hinterlässt die Scheibe dabei allerdings nicht, dazu ist sie einfach zu glatt produziert und manchmal leider auch ein wenig belanglos geraten.

Die Lieder sind fast alle im selben Stil gehalten. Lediglich „Couldn't Get Arrested” fällt da ein wenig aus dem Rahmen, da es sehr viele Country-Anleihen aufweist. Das klingt ein wenig zu konstruiert und bereitet dementsprechend auch sehr viel weniger Spaß beim Zuhören. Ansonsten geben sich die Lieder nicht viel. Rock, der im Mid-Tempo angesiedelt ist, melodiös, ohne dabei jedoch Ohrwürmer zu produzieren.

Fazit: Unbeschwerte und gleichzeitig auch unspektakuläre Rock Musik kann man auf dem Debut-Album der australischen Band Seven Stories hören. „Judges & Bagmen“ heißt es und diese drei Wörter wurden einer Zeile des ersten Liedes „Gift Horse“ entnommen. Die meisten Lieder auf der Platte gehen ins Ohr – bereits beim ersten Mal des Hörens. Längerfristig hängenzubleiben schafft allerdings keines der zehn Lieder. Durchschnittlicher Mainstream Rock, der niemals einem breiten Publikum bekannt wurde. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Paralysed, Declare Yourself



Dienstag, 22. August 2017

David Soul – Playing To An Audience Of One




David Soul – Playing To An Audience Of One


Besetzung:

David Soul – vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Andy Kulberg – bass, stand-up bass
Jimmy Hodder – drums
Jac Murphy – piano
Chris Mickie – 12-string slide, 6-string bass, electric guitar, background vocals
Richard Greene – mandolin, violin
Norton Buffalo – harmonica
Gene Cipriano – clarinet
Peter Limonick – timbales, sandpaper blocks
Peter Kleinow – steel guitar
Jimmy Getzoff – concert master
Tom Hensley – piano
Rick Vito – guitar
Donna Fein – background vocals
Lynne Marta – background vocals
Carolyn Dennis – background vocals
Marti McCall – background vocals
Muffy Hendricks – background vocals
Dennis Young – background vocals
Freeman Clemente – background vocals
Joe Croyle – background vocals
Rich Page – background vocals
Steve Goldin – background vocals


Label: Private Stock Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Schlager, Musical, Country


Trackliste:

1. Silver Lady (3:43)
2. Can't We Just Sit Down And Talk It Over (4:01)
3. Tattler (3:37)
4. I Wish I Was... (2:42)
5. Rider (2:58)
6. Going In With My Eyes Open (4:02)
7. Playing To An Audience Of One (3:47)
8. Tomorrow Child (4:09)
9. By The Devil (I Was Tempted) (2:44)
10. Nobody But A Fool Or A Preacher (4:09)
11. Mary's Fancy (4:05)
12. Don't Give Up On Us (3:33)

Gesamtspieldauer: 43:30




Die meisten Leute kennen David Soul wohl aus dem Fernsehen. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Detective Kenneth „Hutch“ Hutchinson in der Fernsehserie Starsky & Hutch, die in den Jahren von 1975 bis 1979 aufgenommen wurde. Jedoch ist David Soul, der im Jahr 2004 die britische Staatsbürgerschaft annahm, auch ein Musiker und Sänger, der von 1976 bis 1997 insgesamt fünf Studioalben aufnahm. Die ersten vier dieser Reihe entstanden von 1976 bis 1982 und die Scheibe „Playing To An Audience Of One“ ist seine zweite Veröffentlichung. Das Album erschien im Jahr 1977 auf dem Plattenlabel Private Stock Records.

Auf „Playing To An Audience Of One“ hört man einen Stilmix aus Schlager, Musical Musik und Country & Western. Ich wusste noch nicht einmal, dass es schlagerartige Musik im englischsprachigen Raum gibt, hier kann man sie hören. Zu diesen Genres gesellen sich zahlreiche Streicher, die die Musik mit ihren Instrumenten zusätzlich übertünchen und alles mit Weichmacher zerfließen lassen. Das Ganze klingt am Schluss in seiner Gesamtheit so unfassbar süßlich bis schleimig, dass einem fast die Luft wegbleibt und man um Luft ringt. Sieht man Davids Soul im Fernsehen, so kann man kaum glauben, dass er sich hinter dieser sehr weichen und sanften Stimme versteckt, die er dazu auch noch zu variieren weiß – nur leider macht das die Musik um keinen Deut besser.

Zu dieser wahrlich schlimmen Musik werden der Hörerin und dem Hörer noch unglaublich schlechte Texte gereicht, die natürlich nur das Thema „Liebe“ transportieren. Die hier fehlende Abwechslung kann man in der Musik aber zumindest nicht feststellen. Durch die zahlreichen Genres sind die Lieder durchaus abwechslungsreich, nur leider eben furchtbar süßlich und heutzutage kaum mehr hörbar und einfach langweilig und belanglos.

Fazit: Es sei David Soul gegönnt, dass ihm das Musizieren Spaß macht und er Platten veröffentlichte. Deutlich besser war er allerdings als Schauspieler. Auf „Playing To An Audience Of One“ hört man Musik, die Schlager- und Musical-Fans vielleicht lieben werden. Ganz sicher ist das allerdings auch nicht, denn die hier vorhandenen Lieder haben deutlich Patina angesetzt. Drei Punkte.

Anspieltipps: Playing To An Audience Of One, Mary's Fancy



Montag, 21. August 2017

Konstantin Wecker – Weckerleuchten




Konstantin Wecker – Weckerleuchten


Besetzung:

Konstantin Wecker – Klavier, Fender


Gastmusiker:

Raymund Huber – Bass, Background Chor
Markus Sing – Gitarre
Mario Lehner – Flöte, Kongas, Background Chor
Hildi Hadlich – Cello, Background Chor
Harold Faltermeier – Hohner-Piano, Orgel, Arp
Keith Forsey – Schlagzeug, Percussion
Meini Geppert – Percussion
Eine bayerische Stubenmusi – Background Chor
Die Auer Dirndl – Background Chor


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Liedermacher


Trackliste:

1. Laufen Sie Mal Amok (Für Siggi) (4:08)
2. Liebeslied (3:13)
3. Flieg' Oder Stirb (3:25)
4. Wenn Der Sommer Nicht Mehr Weit Ist (Für Meinen Vater) (4:55)
5. Du Bist So Häßlich (5:06)
6. Ich Hab' Zum Sterben Kein Talent (Für Meine Mutter) (3:18)
7. Reisezeit (3:45)
8. Der Dumme Bub (3:35)
9. Abgesang Eines Gefangenen (Für Dimitri) (5:16)
10. Heut' Schau'n Die Madl Wia Apfel Aus (4:39)

Gesamtspieldauer: 41:20




„Weckerleuchten“ heißt das dritte Studioalbum des Konstantin Wecker. Im Jahr 1976 wurde die Scheibe auf dem Plattenlabel Polydor veröffentlicht. Darauf zu hören ist ein noch etwas uneinheitlicher Mix aus Liedermacher und teilweise auch Pop und Rock-Musik, Jazz sowie Volksmusik. Ein klein wenig scheint es so, als ob Konstantin Wecker bei „Weckerleuchten“ noch auf der Suche seines eigenen und endgültigen Stiles gewesen wäre, den er dann mit seinem nächsten Album „Genug Ist Nicht Genug“ gefunden hatte.

Und so ist es nicht weiter überraschend, dass man sich in dieses Album nur sehr schwer hineineinhören kann, da es wahrlich sehr breit gefächert ist. Abwechslung in der Musik und auch auf einer Platte ist natürlich wunderschön, doch ein roter Faden sollte in den Titeln auch gebegeben sein – hier auf „Weckerleuchten“ fehlt er etwas. Dazu gesellt sich der Umstand, dass die Musik des gebürtigen Müncheners einem einfach in diesem Falle nicht ins Ohr gehen möchte. Nicht allzu viel klingt hier eingängig. Das größte Manko an „Weckerleuchten“ ist jedoch der Gesang des Konstantin Wecker, der mal aggressiv, mal selbstverliebt, mal anbiedernd klingt. Dieser wird häufig so sehr, zu sehr ins Zentrum gestellt, egal ob es sich dabei um gesungene Worte oder um ein stupides „De-de-de-de-de-de-de-de-de-de-de“ handelt. Das kann überaus nervig bis fast schon abstoßend klingen, sodass man, wie bei den Liedern „Laufen Sie Mal Amok“ oder “Flieg‘ Oder Stirb“, kaum mehr zuhören möchte.

Höhepunkte auf „Weckerleuchten“ sind jene Stücke, in denen die Musik des Konstantin Wecker schon ein wenig so klingt, wie auf dem Nachfolgealbum, nämlich verträumt und melodiös. Das trifft zu bei den Stücken „Liebeslied“ sowie „Abgesang eines Gefangenen“ und auch noch bei „Wenn Der Sommer Nicht Mehr Weit Ist“. Diese Lieder wirken, auch wenn sie nicht ganz an jene Titel heranreichen, die es auf „Genug Ist Nicht Genug“ zu hören gibt. Aber auch bei diesen drei Liedern übertreibt es Konstantin Wecker in bestimmten Passagen schon ein wenig mit der Akzentuierung einzelner Wörter oder Silben. Manch eine Hörerin oder ein Hörer mag gerade diese Modulation am Gesang des Konstantin Wecker lieben, mir ist es deutlich zu dicht und voll aufgetragen.

Fazit: Eine Platte, welche einen mit überaus zwiespältigen Gefühlen zurücklässt, ist „Weckerleuchten“, das dritte Studioalbum des Konstantin Wecker, geworden. Zum einen ist das Liedmaterial sehr breit gefächert, in vielen verschiedenen musikalischen Genres Zuhause, zum anderen ist es der Gesang des Konstantin Wecker, der hier manchmal übertreibt, seine Stimme derart ins Zentrum rückt, dass es mitunter fast schon unangenehm klingt. Mit dem nächsten Album wurde alles viel besser. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Liebeslied, Wenn Der Sommer Nicht Mehr Weit Ist, Abgesang eines Gefangenen



Sonntag, 20. August 2017

Stefan Waggershausen – Hallo Engel




Stefan Waggershausen – Hallo Engel


Besetzung:

Stefan Waggershausen – Vocals, Gitarre, Background Vocals


Gastmusiker:

Curt Cress – Drums & Percussion
Harald Großkopf – Drums & Percussion
Kristian Schulze – Keyboards
Manfred Opitz – Keyboards
Manfred Hühler – Keyboards
Günther Gebauer – Bass
Micky Westphal – Bass
Billy Lang – Gitarre
Udo Arndt – Gitarre
Steve Miller – Slide-Gitarre
Ernst “Paranoia” Schultz – Mandoline
Eddie Taylor – Saxophon
Rolf Römer – Saxophon
Tom Cunningham – Background Vocals
Mike Cinnamon – Background Vocals


Label: Ariola


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Deutsch Rock, Pop, Schlager


Trackliste:

1. Hallo Engel (5:07)
2. Rosalinda (4:09)
3. Vive La France (4:02)
4. Oh Johanna (3:58)
5. Fünf Uhr früh (3:49)
6. Bitte erlöse mich nicht (2:52)
7. Wenn Liebe Freiheit raubt (1:10)
8. Asphaltreiter (4:11)
9. Verzeih'n Sie, Madame (3:27)
10. Der Clown ist tot (3:13)
11. Nachtcafé (5:11)

Gesamtspieldauer: 41:09




Nachdem im Jahr 1974 das erste Studioalbum des Stefan Waggershausen unter dem Titel „Traumtanzzeit“ mit nur sehr mäßigem Erfolg veröffentlicht worden war, versuchte er es sechs Jahre später mit einem zweiten Anlauf. „Hallo Engel“ erschien im Jahr 1980 auf dem Plattenlabel Ariola und brachte dem Musiker den lang ersehnten Durchbruch. Mit dem auf „Hallo Engel“ enthaltenen Titel „Verzeih'n Sie, Madame“, nahm er an der Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision teil und belegte dort einen beachtlichen vierten Platz. Doch sein größter Hit auf der Platte war der Titelsong „Hallo Engel“, mit dem sich der gebürtige Friedrichshafener sogar in den Charts platzieren konnte.

Auf „Hallo Engel“ hört man eine Mischung aus Deutsch Rock, Pop und Schlager. Praktisch jede Nummer ist eingängig und melodiös, ohne dabei jedoch zu Ohrwürmern aufzusteigen. Die Texte sind oftmals witzig gestaltet, können allerdings auch nachdenklich wirken, wie zum Beispiel beim Stück „Der Clown ist tot“. Schön ist auf jeden Fall, dass sich die Texte inhaltlich eben nicht immer nur um Liebe und Liebesschmerz drehen, sondern auch andere Themen aufgreifen. Besonders geglückt ist dabei jener Text des Titelliedes, welcher viele der zur damaligen Zeit bereits verstorbenen Rock- und Schauspielergrößen ehrt.

Musikalisch ist das Album „Hallo Engel“ nicht immer überzeugend. Oftmals nähert sich Stefan Waggershausen gefährlich dem Genre des Schlagers an, in welches er auf späteren Veröffentlichungen auch noch sehr viel mehr eintauchen wird. Außer dem wirklich gelungenen Titellied „Hallo Engel“ gibt es auf der Platte nicht viel mehr, was sich wirklich lohnt gehört zu werden. Die Lieder gehen zwar alle mehr oder weniger ins Ohr, besitzen jedoch kaum Nachhaltigkeit, unterhalten, ohne Spuren zu hinterlassen. Von daher läuft die Scheibe im Grunde genommen einfach so durch und man erinnert sich – an „Hallo Engel“.

Fazit: „Hallo Engel“ war der erste Erfolg des Stefan Waggershausen, was wohl vor allen Dingen an dem Titellied lag, welches auch als Single ausgekoppelt wurde. Ansonsten hört man auf dem Album eine Ansammlung von Deutsch Rock, Pop und schlageresken Anwandlungen, die nicht immer zu überzeugen wissen, da sie kaum länger als die Spieldauer im Ohr hängenbleiben. Die Platte tut nicht weh, schafft es jedoch auch nicht zu begeistern. Nur das Titellied selbst, lohnt wirklich Gehör zu finden. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Hallo Engel



Samstag, 19. August 2017

Ginger Baker – Beware Of Mr. Baker




Ginger Baker – Beware Of Mr. Baker


Gastauftritte:

Eric Clapton
Jack Bruce
Nick Mason
Charlie Watts
Steve Winwood
Carlos Santana
Lars Ulrich
Steward Copeland
Johnny “Rotten” Lydon
Chad Smith
… und viele, viele andere.


Regisseur: Jay Bulger


Produktion: Insurgent Media


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Dokumentation


Gesamtlaufzeit: 1:18:29



„Beware Of Mr. Baker“ ist ein Dokumentarfilm des amerikanischen Regisseurs Jay Bulger über den Schlagzeuger Ginger Baker. Im Jahr 2012 wurde der Film von der Produktionsfirma Insurgent Media veröffentlicht und in den Kinos gezeigt. Auf dem Film ist kein Konzertfilm, kein Videofilm und auch kein einziges gesamtes Lied ist hier zu hören beziehungsweise zu sehen, in dem Ginger Baker am Schlagzeug wirkt. Allerdings gibt es jede Menge Ausschnitte aus diversen Auftritten und Konzerten des Ex-Cream Schlagzeugers, die allesamt sehr eindrucksvoll geraten sind.

Der Film „Beware Of Mr. Baker“ beschäftigt sich mit dem Leben und dem Wirken dieses unfassbar guten Schlagzeugers, der sich wohl am wohlsten im Jazz gefühlt hat und immer noch fühlt. Zahlreiche Weggefährten – nicht nur Musiker, sondern auch Ex-Frauen und seine Kinder – kommen hier zu Wort und man erfährt auch viel über die Person des Ginger Baker. Früher hieß es immer, dass Schlagzeuger nicht ganz „normal“ wären. Keith Moon und John Bonham wurden mit dieser Aussage immer ins Spiel gebracht. Dafür, dass Genie und Wahnsinn oftmals sehr eng nebeneinander verbandelt sind, dafür ist Ginger Baker allerdings auch ein perfektes Paradebeispiel.

Menschlich ist und war Ginger Baker oftmals kaum erträglich, am Schlagzeug einfach nur grandios. Auch sein Hang zu Drogen spielt des Öfteren eine Rolle in dem Film, sodass sein, auf dem Cover abgedrucktes Zitat, „Gott bestraft mich für meine früheren Sünden, indem er mich am Leben hält und mir so viel Schmerz zufügt, wie er kann.“, ein gewisses Kopfnicken erzeugt. Immerhin wird Ginger Baker heute, am 19. August 78 Jahre alt und dieses Alter bei dieser Lebensweise zu erleben, zeugt von sehr viel Glück, absolut perfekten Genen – oder eben von einer göttlichen Strafe, wie er das sieht. Szenen seines Lebens sind mit gezeichneten Animationen nachgestellt, was immer sehr eindringlich wirkt und die Stimmung, die dieser Film seinen Zuschauerinnen und Zuschauern vermittelt, noch verstärkt.

Fazit: Eine tolle Dokumentation über das Leben und Schaffen des Ginger Baker ist Jay Bulger mit dem Film „Beware Of Mr. Baker“ gelungen. Auch wenn das Leben des Ginger Baker etwas mehr im Mittelpunkt steht, bekommt man doch auch einen beeindruckenden Einblick über sein Schlagzeug-Spiel, welches den Zuseherinnen und Zusehern immer wieder durch diverse Soli gezeigt wird und zu hören ist. Die Abwechslung aus realen Interview-Szenen und den gezeichneten Episoden sind ebenfalls sehr gelungen und runden das Bild dieser gelungenen Dokumentation ab. Sehr sehenswert. Zwölf Punkte.



Freitag, 18. August 2017

Tom Waits – Rain Dogs




Tom Waits – Rain Dogs


Besetzung:

Tom Waits – vocals (1–10, 12–17, 19), guitar (2, 4, 6, 8–10, 15–17), organ (3, 19), piano (5, 12), pump organ (8), harmonium (18), banjo (13)


Gastmusiker:

Michael Blair – percussion (1–4, 7, 8, 12, 13, 17), marimba (2, 7, 10, 12), drums (8, 14, 18), congas (4), bowed saw (12), parade drum (19)
Stephen Hodges – drums (1, 2, 4, 6, 10, 11, 15, 16), parade drum (3)
Larry Taylor – double bass (1, 3, 4, 6, 8–10, 15), bass (7, 11, 14, 16)
Marc Ribot – guitar (1–4, 7, 8, 10)
"Hollywood" Paul Litteral – trumpet (1, 11, 19)
Bobby Previte – percussion (2), marimba (2)
William Schimmel – accordion (3, 9, 10)
Bob Funk – trombone (3, 5, 10, 11, 19)
Ralph Carney – baritone saxophone (4, 14), saxophone (11, 18), clarinet (12)
Greg Cohen – double bass (5, 12, 13)
Chris Spedding – guitar (1, 17)
Tony Garnier – double bass (2)
Keith Richards – guitar (6, 14, 15), backing vocals (15)
Robert Musso – banjo (7)
Arno Hecht – tenor saxophone (11, 19)
Musicians (continued)
Crispin Cioe – saxophone (11, 19)
Robert Quine – guitar (15, 17)
Ross Levinson – violin (15)
John Lurie – alto saxophone (16)
G.E. Smith – guitar (17)
Mickey Curry – drums (17)
Tony Levin – bass (17)
Robby Kilgore – organ (17)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Rock, Experimenteller Rock


Trackliste:

1. Singapore (2:45)
2. Clap Hands (3:48)
3. Cemetery Polka (1:46)
4. Jockey Full Of Bourbon (2:47)
5. Tango Till They're Sore (2:51)
6. Big Black Mariah (2:43)
7. Diamonds & Gold (2:32)
8. Hang Down Your Head (2:33)
9. Time (3:56)
10. Rain Dogs (2:57)
11. Midtown (1:03)
12. 9th & Hennepin (1:56)
13. Gun Street Girl (4:37)
14. Union Square (2:24)
15. Blind Love (4:20)
16. Walking Spanish (3:07)
17. Downtown Train (3:53)
18. Bride Of Rain Dog (1:09)
19. Anywhere I Lay My Head (2:47)

Gesamtspieldauer: 54:05




„Rain Dogs“ heißt das achte Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Tom Waits. Veröffentlicht wurde die Scheibe im September des Jahres 1985 auf dem Plattenlabel Island Records. Allgemein wird „Rain Dogs“ als das mittlere Album einer Trilogie mit den Platten „Swordfishtrombones“ und „Franks Wild Years“ angesehen. Auf dem Album hört man einen Stilmix aus Blues, Rock, Country, Polka, 20er Jahre Musik, experimentellem Rock und wohl noch Vieles mehr.

Diese Scheibe wird allgemein in den allerhöchsten Tönen gelobt, so wurde „Rain Dogs“ zum Beispiel 1989 in der Liste des Rolling Stones Magazine auf Platz 21 der „100 besten Alben der 1980er Jahre“ eingereiht. In der Liste derselben Zeitschrift, „The 500 Greatest Albums of All Time“, rangiert es auf Platz 397. Ich habe mir das Album zugelegt, da ich immer wieder etwas von Tom Waits hörte, es aber nicht einordnen konnte. An so viel Lob muss doch was dran sein, das muss untersucht werden. „Rain Dogs“ also eingelegt und immer wieder gehört. Doch leider – ich verstehe diese Musik nicht.

Für mich klingt Tom Waits hier nach einer kruden Ansammlung diverser musikalischer Genres, die nicht zusammenpassen und mich auch kaum tangieren. Cabaret- und Zirkus-Musik häufig, alles sehr rhythmisch gehalten, wenig davon eingängig, sodass es hängenbleiben würde. Lediglich die beiden Nummern „Hang Down Your Head“ und „Time“ bilden da für mich hörenswerte Ausnahmen. Die Texte sind zwar durchaus hörenswert, doch wenn diese musikalisch nicht lohnend umgesetzt werden, dann erschließt sich einem Vieles davon trotzdem nicht, da es einfach keinen Spaß macht zuzuhören. Nun, aber das ist mein Problem, man muss nicht alles hören können und schon gar nicht alles verstehen. Als Freund rockiger Töne wird man sich jedoch wohl eher schwer tun mit dieser durchaus sperrigen und ungewöhnlichen Musik, die wirklich schwer einzuordnen ist.

Fazit: „Rain Dogs“ gilt mit als das beste Album des Tom Waits. Es ist mir „normalen“ Maßstäben wohl nicht zu bewerten. Innovativ mag das durchaus sein, Vergleichbares kenne ich auch nicht. Nur trifft mich diese zum Teil atonale Musik nur ganz selten und Ausflüge in die 20er Jahre, in den Zirkus oder ins Cabaret sind auch nicht mein Ding. Für mich ist Tom Waits nicht zu fassen, tut mir leid. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Hang Down Your Head, Time