Samstag, 2. Mai 2015

Jethro Tull – Catfish Rising




Jethro Tull – Catfish Rising


Besetzung:

Ian Anderson – vocals, acoustic and electric guitars, acoustic and electric mandolins, flute, percussion, keyboards, drums
Martin Barre – electric guitar
Dave Pegg – electric and acoustic bass guitars
Doane Perry – drums


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Rock


Trackliste:

1. This Is Not Love (3:57)
2. Occasional Demons (3:49)
3. Roll Yer Own (4:26)
4. Rocks On The Road (5:32)
5. Sparrow On The Schoolyard Wall (5:22)
6. Thinking Round Corners (3:32)
7. Still Loving YOu Tonight (4:32)
8. Doctor To My Disease (4:35)
9. Like A Tall Thin Girl (3:38)
10. White Innocence (7:44)
11. Sleeping With The Dog (4:26)
12. Gold Tipped Boots White Jacket & Tie (3:41)
13. When Jesus Came To Play (5:03)

Gesamtspieldauer: 1:00:22



„Catfish Rising“ ist bereits das achtzehnte Studioalbum von Jethro Tull und es wurde im Jahr 1991 veröffentlicht. Nun, mit Progressive Rock, für den die Band auch mal stand, hat diese Platte so gar nichts mehr zu tun – oder vielleicht nur noch ganz am Rande. Auf „Catfish Rising“ hört man Rock-Musik und manchmal klingt das Ganze auch ein wenig folkig, diese Phase gab es bei Jethro Tull ja auch bereits schon mal. Das Album weist auch einen gewissen Anteil an bluesigen Abschnitten und auch Songs auf. Zwar ist dieses musikalische Genre nicht allgegenwärtig, jedoch ist es, bis auf den Anfang der Karriere von Jethro Tull, nicht mehr so deutlich zu Tage getreten.

Ian Anderson zeigt sich natürlich mal wieder verantwortlich sowohl für die Musik, wie für die Texte. Die Musik ist auch bereits nach zwei Takten eindeutig Jethro Tull zuzuordnen, zu einzigartig klingen die Lieder der Engländer. Sicherlich gibt es jedoch eingängigere Scheiben von Jethro Tull. Auf „Catfish Rising“ ist zwar alles handwerklich sehr gut gemacht, die Musik wirkt auch, ohne jedoch restlos überzeugen zu können. Einige Titel laufen im Grunde genommen nur so durch, ohne wirklich großartige Spuren zu hinterlassen. Das gilt jedoch ausdrücklich nicht für die Nummer „Rocks On The Road“, für mich ganz klar der Höhepunkt der gesamten Scheibe. Dieses Lied ist folkig bis rockig und verfügt über einen Melodiebogen, der unverzüglich hängenbleibt. Dazu noch ein guter und lauschenswerter Text und fertig ist die wirklich gute Nummer.

Fazit: „Catfish Rising“ ist garantiert keine schlechte Scheibe, jedoch fällt sie, verglichen mit vielen anderen Platten von Jethro Tull, durchaus etwas ab. Allerdings ist das auch etwas „Jammern“ auf hohem Niveau, denn für Freunde und Fans von Jethro Tull, wie für Anhänger handwerklich gut gemachter Rockmusik, die auf technischen Schnickschnack weitestgehend verzichtet, lohnt sich diese Scheibe durchaus. Da aber jedoch die einzelnen Titel – mit der einen, beschriebenen Ausnahme – nicht ganz so überzeugen können, bleibt das Ganze für mich trotzdem nur ein durchschnittliches Rock-Folk-Blues-Album, welches seine Höhepunkte hat, viel Durchschnitt, allerdings auch keinen Ausfall. Acht Punkte.

Anspieltipps: Rocks On The Road