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Mittwoch, 20. Mai 2026

Charlie Risso – Rituals




Charlie Risso – Alive


Besetzung:

Charlie Risso – vocals, guitars, synthesizers


Gastmusiker:

Mattia Cominotto – guitars, synthesizers & piano
Brian Lopez – vocals & guitars on „Let's Move Somewhere Else“, guitars on „Rituals“
Davide „Zazza“ Zalaffi – drums
Robin Manzini – guitars on „I'm Coming“, „The Dust“, „Winter Games“
Marco Ferretti – acoustic guitar on „Under A Spell“
Raffaele Rebaudengo – viola & violins on „Rituals“, „No One Knows“, „The Dust“, „When You Finish Me“
Tristan Martinelli – piano & synthesizers on „When You Finish Me“


Label: Sounzone


Erscheinungsjahr: 2026


Stil: Dark Folk, Dream Pop


Trackliste:

1. Bad Instinct (4:12)
2. No One Knows (4:27)
3. I'm Coming (3:12)
4. When You Finish Me (3:26)
5. Rituals (4:12)
6. Under A Spell (2:50)
7. The Dust (4:01)
8. Let's Move Somewhere Else (3:49)
9. Free To Leave (4:11)
10. Winter Games (3:46)
11. Stray Dog (3:40)

Gesamtspieldauer: 41:51



„Rituals“ heißt das vierte Studioalbum der aus Genua stammenden Musikerin Charlie Risso. Das Album wurde am 3. April 2026 auf dem Label Sounzone veröffentlicht.

Nachdem ihr Album „Alive“ aus dem Jahr 2024 schon überzeugte, so kann Charlie Risso mit „Rituals“ sogar einen noch tieferen Eindruck hinterlassen. Wer auf eher „dunkle“, emotionale, melancholische und dadurch auch sehr intensive Musik steht, kann hier wunderbar in genau diese Klangwelten eintauchen. Untermalt wird diese Musik von der intensiven und eingängigen Stimme der Italienerin, welche die dichte Atmosphäre nochmals verstärkt.

Dark Folk, Dream Pop und eine ganze Menge psychedelischer Passagen bekommt man auf „Rituals“ geboten. Dabei lohnt auch das Zuhören beziehungsweise Mitlesen der Texte, die im verwunschen gestalteten Booklet mit enthalten sind. Es werden Gefühle und Situationen besungen, die mit der Musik untermalt sofort Bilder vor dem geistigen Auge aufkommen lassen. Sehr intensiv.

Die erste Hälfte des Albums ist ruhiger gehalten und erst in den späteren Titeln nimmt die Musik etwas Fahrt auf und lässt fast sogar mal einen kleinen positiveren musikalischen Sonnenstrahl am Horizont aufblitzen. Doch zu emotional aufgebaut mag Charlie Risso ihre Zuhörerinnen und Zuhörer dann doch nicht aus diesem schönen Album entlassen. Mit dem letzten Titel „Stray Dog“ wird die intensive, nachdenklich-melancholische Stimmung wieder aufgenommen, die bei diesem Lied sogar ganz ohne gesungene Wörter, sondern mit Summen und einigen „Ahs“ zum Ende auskommt.

Fazit: „Rituals“ ist ein schönes, eingängiges und auch dunkles Album geworden, welches mit jedem Lied zu überzeugen weiß. Die einzelnen Titel gehen ins Ohr und wirken am besten, wenn sie wirklich diese etwas dunklere Atmosphäre verbreiten. Ein Album zum Entspannen und Eintauchen, welches man am besten auf seinem Lieblingssofa mit geschlossenen Augen genießt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Bad Instinct, When You Finish Me, Stray Dog



Dienstag, 14. Januar 2025

Charlie Risso – Alive

 



Charlie Risso – Alive


Besetzung:

Charlie Risso – vocals


Gastmusiker:

Robin Manzini – bass, guitar, keyboards
Roberto Dellera – bass
Hugo Race – guitar, vocals
Simone Sandrucci – guitar
Nicola Barrotti – keyboards
Davide Zalatti – drums
Matteo Sadini – drums
Rachid Boulhabla – drums


Label: T3 Records


Erscheinungsjahr: 2024


Stil: Indie Pop, Folk


Trackliste:

1. Alive (4:11)
2. The Wolf (3:15)
3. Railroad (3:43)
4. Bring Me To Life (3:39)
5. The Bench (3:03)
6. By The Lake (4:41)
7. Burning The Ashes (2:41)
8. Good Track (2:42)
9. Keep The Distance (4:23)
10. Time (4:51)

Gesamtspieldauer: 37:09



Charlie Risso ist eine aus Genua stammende Musikerin, die mit „Alive“ am 26. April 2024 auf dem Plattenlabel T3 Records ihr drittes Studioalbum veröffentlichte.

Auf „Alive“ hört man verträumten Independent Pop, der von der eindringlichen Stimme der Charlie Risso getragen wird. An mancher Stelle glaubt man dabei gar einem ruhigen Lana Del Rey Titel zu lauschen ohne, dass Charlie Risso die US-amerikanische Musikerin zu kopieren versucht. Die Musik der Italienerin bleibt jederzeit eigenständig, die stilistische Ausrichtung ähnelt mitunter.

Die einzelnen Titel fließen sanft aus den Boxen und verströmen eine gewisse Wärme und Melancholie. Die Musik geht sofort ins Ohr, erklingt einnehmend und jederzeit melodiös. Dabei erzählen die englischsprachigen Texte kurze Geschichten, die mitzuhören lohnen. Und wenn schließlich die märchenhafte Erzählung, wie beim wunderschönen „The Wolf“, auch noch mit Hugo Race im Duett eingesungen wird, dann entsteht ein ganz spezielles Flair, von dem man hofft, dass es so schnell nicht verfliegen möge.

„Alive“ ist insgesamt ein sanftes, jedoch durchaus abwechslungsreiches Album geworden. Die Atmosphäre steigt bei manchem Titel an, zieht sich anschließend wieder zurück, um erneut anzuwachsen. Stimmungen wechseln und immer wieder gibt es neue, schöne Melodien zu erforschen, die sich dann auch länger im Ohr festzusetzen verstehen.

Fazit: Manches Mal klingt Musik einfach „schön“ und lässt sich mit diesem Wort auch am besten beschreiben. Im Falle von „Alive“ der Musikerin Charlie Risso trifft dies absolut zu. Wer also auf die eher sanften Töne in der Musik steht, wunderschöne Melodien liebt, schönen Geschichten lauscht, die oder der wird viel Freude beim Hören von „Alive“ empfinden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Wolf