Sonntag, 21. August 2011

Tangerine Dream – Stratosfear





Tangerine Dream – Stratosfear


Besetzung:

Edgar Froese – mellotron, synthesizer, guitar, piano, bass, harmonika
Chris Franke – synthesizer, organ, percussion, mellotron, cembalo
Peter Baumann – synthesizer, rhythmcomputer, e-piano, mellotron


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Electronic Rock / Ambiente


Trackliste

1. Stratosfear (10:35)
2. The big sleep in search of Hades (4:26)
3. 3 am at the border of the marsh from Okefenokee (8:49)
4. Invisible limits (11:24)


Nein, Angst verbreitet diese CD nicht, wie das Wortspiel im Titel vielleicht vermuten lassen könnte. Der Titeltrack „Stratosfear“ ist sehr rhythmisch angelegt und wirkt bei einer Länge von über zehn Minuten nie langweilig. Das Stück ist perfekt durchkomponiert. Ist zu Beginn der Rhythmus des Stückes dominierend, so sind die letzten beiden Minuten dann sehr sphärisch gehalten.

„The big sleep in search of Hades” lebt anschließend zu Beginn vom Zusammenspiel der Gitarre Froeses mit einem flötenähnlichen Sound. Nach einem wiederum sehr sphärischen Mittelteil, geht das Stück wieder in die Anfangsinstrumentierung über und weiß durchaus an die griechische Mythologie zu erinnern.

Auf „3 am at the border of the marsh from Okefenokee” kommt dann für Tangerine Dream ganz ungewöhnlich, sogar eine Mundharmonika zum Einsatz. Auch hier bekommt man im Laufe des Liedes wieder ein flötenähnlichen Sound zu hören, der dem Stück einen ganz verträumten Touch gibt.

Bliebe noch das längste Stück des Albums: „Invisible limits“. Der Track beginnt sehr langsam und steigert sich dann immer mehr, um schließlich wieder sanft auszuklingen. Für mich das typischste Stück der ursprünglichen Tangerine Dream Bandbesetzung, Froese, Franke und Baumann auf der Platte. Richtig klasse finde ich bei diesem Stück das Klavierspiel gegen Ende des Liedes. Dieses auch wieder in Kombination mit einem Flötensound.

Fazit: Man muss elektronische Musik mögen, um mit dieser Veröffentlichung etwas anfangen zu können. Wem Klaus Schulze gefällt und wer die früheren Veröffentlichungen von Tangerine Dream mag, der wird auch mit dieser Scheibe aus dem Jahr 1976 seinen Spaß haben. Von mir gibt es dafür 7 Punkte.

Anspieltipps: Schwierig bei nur vier Stücken. Deshalb: In alle mal reinhören.