Mittwoch, 15. April 2015

Heather Nova – Redbird




Heather Nova – Redbird


Besetzung:

Heather Nova – vocals, acoustic guitar, tremolo guitar


Gastmusiker:

Laurie Jenkins – drums
Corky James – guitars
The Matrix & Liz Hooper – additional vocals
David Ayers – electric guitars, lap steel, additional guitars, e-bow guitar, harmonic guitar
Sophie Solomon – violin
Bastian Juel – bass
Luke Bullen – drums
Kenny Dickenson – piano, wurlitzer, hammond, strings
Matt Round – bass, double bass
Berit Fridahl – electric guitars
Nickolay Juel – electric guitars
London Community Gospel Choir – backing vocals
Vienna Symphonic Orchestra – strings
Felix Tod – additional synthesizer


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Pop, Folk Pop


Trackliste:

1. Welcome (4:18)
2. I Miss My Sky (5:05)
3. Motherland (4:25)
4. Redbird (4:16)
5. Done Drifting (4:10)
6. Overturned (3:26)
7. Mesmerised (4:14)
8. Singing You Through (4:11)
9. A Way To Live (3:51)
10. Wicked Game (4:51)
11. This Body (3:47)
12. The Sun Will Always Rise (4:43)

Gesamtspieldauer: 51:23




Heather Nova war gerade stolze Mama eines Jungen geworden, da veröffentlichte sie ihr sechstes Studio-Album mit dem Titel „Red Bird“ im Jahr 2005. Dass dieses Ereignis ein Einschnitt in ihrem Leben war, das hört man deutlich auf diesem Album, denn viele der Texte drehen sich inhaltlich um genau dieses Thema.

Die Musik selbst ist natürlich wieder ungemein sanft und zerbrechlich gehalten und geraten. Letzteres liegt mit Sicherheit auch an der Art und Weise, wie die auf den Bermudas geborene Engländerin ihre Texte ins Mikro haucht. Dazu gesellen sich lediglich ganz zart instrumentierte Melodiebögen, die durchaus mit melodisch und harmonisch gut zu umschreiben sind. Auch gehen diese Nummern ins Ohr, wenn auch nicht mit der Intensität, wie das beim folgenden Album „The Jasmin Flower“ der Fall sein sollte. Dieser Umstand, der gleichbleibenden und sanften Melodiösität, birgt allerdings auch die Gefahr in sich, dass die Platte im Verlaufe ihres Abspielens durchaus Längen aufweisen kann. Sind die ersten Titel noch etwas mehr gelungen und spannender, so relativiert sich das mit dem Durchlauf der Scheibe, da die folgenden Ideen auch schon am Anfang vorhanden zu sein schienen, die Platte in sich selbst recycelt zu sein scheint. Da hilft es dann auch nichts, dass Heather Nova mit „Wicked Game“ ein Chris Isaak Stück covert, welches sich dann zwar doch noch mal vom Rest der Platte abhebt, jedoch ebenfalls nur dann überzeugen kann, wenn man eben auf solch wirklich unglaublich weiche Musik steht und einem diese Mucke nicht doch irgendwie peinlich ist.

Fazit: Ganz eindeutig, es gibt bessere Heather Nova Alben, wenn sich auf „Red Bird“ auch keine schlechte Musik befindet. Jedoch läuft diese Scheibe immer wieder Gefahr, irgendwie zu langweilen, da sich die Titel schon sehr ähneln und dazu noch einen sehr süßlichen Geschmack – sicherlich auch verursacht durch die Texte – hinterlassen. „Red Bird“ kann man gut hören, etwas Besonderes ist es jedoch nicht. Für Freunde der wirklich weichen und zarten Muse mag die Scheibe allerdings durchaus einen Höhepunkt darstellen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Welcome, I Miss My Sky