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Montag, 24. September 2018

Angus & Julia Stone – Angus & Julia Stone




Angus & Julia Stone – Angus & Julia Stone


Besetzung:

Angus Stone – vocals, electric guitar, acoustic guitar, kalimba, tambourine
Julia Stone – vocals, electric guitar, acoustic guitar


Gastmusiker:

Chris Dave – drums
Jason Lader – bass
Lenny Castro – percussion
Ryan Hewitt – percussion, tambourine
Ben Edgar – acoustic guitar, electric guitar, noise, ambience
John Solo – wurlitzer, hammond organ, rhodes, piano, hammond b3, vibes, mellotron
Thomas Bartlett – piano, rhodes, synthesizer, organ, pump organ, damped piano, mellotron
Jo Syme – group vocals
Tom Iansek – group vocals
Gus Rigby – group vocals
Matt Johnson – drums, percussion
Rob Calder – bass
Ed Roth – wurlitzer, piano
Elliot Hammond – drums


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Folk, Pop


Trackliste:

1. A Heartbreak (4:16)
2. My Word For It (4:08)
3. Grizzly Bear (4:08)
4. Heart Beats Slow (4:35)
5. Wherever You Are (3:41)
6. Get Home (4:31)
7. Death Defying Acts (5:13)
8. Little Whiskey (3:36)
9. From The Stalls (5:09)
10. Other Things (2:59)
11. Please You (5:40)
12. Main Street (5:35)
13. Crash And Burn (6:36)

Gesamtspieldauer: 1:00:14



„Angus & Julia Stone“ heißt das selbstbetitelte, dritte Album des australischen Singer-Songwriter-Duos Angus und Julia Stone. Es wurde am 1. August 2014 in Australien durch EMI Music Australia, in den Vereinigten Staaten durch American Recordings und in Europa durch Universal Music veröffentlicht. Zwei Singleauskopplungen entstammen dem Album. „Heart Beats Slow” erschien am 27. Mai 2014 und „A Heartbreak” am 8. Juli 2014. „Angus & Julia Stone“ ist die bisher erfolgreichste Platte des Duos und erreichte in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Neuseeland die Top 10.

Sanften und mitunter poppigen Folk bekommt man auf dem dritten Album des Geschwisterpaares aus Australien zu hören. Die Gesangsparts teilen sich die beiden. Abwechselnd oder auch mal im Duett präsentieren sie ihre Lieder völlig unaufgeregt und eingängig. Sehr melodiös sind die einzelnen Titel ausgestattet und gehen dementsprechend auch gut ins Ohr. Ein paar Durchgänge benötigt man allerdings schon für diese Scheibe. Klingt die Musik von Angus und Julia Stone beim ersten Mal des Hörens weich und warm, so werden die einzelnen Titel mit weiteren Durchläufen immer vertrauter und die Melodien eröffnen sich einem noch deutlich mehr und setzen sich schließlich fest.

Ausfälle gibt es auf dieser Platte keine zu beklagen, alles klingt, alles klingt sogar schön. Besonders eingängig und gelungen hören sich die beiden Geschwister bei den Titeln „Death Defying Acts“ sowie „Main Street“ an. Ebenfalls zwei ruhige, folkige Nummern, die ein wenig Schwermut transportieren, dabei sehr schnell ins Ohr gehen. Mag man es etwas sehnsüchtiger, so sei an dieser Stelle der letzte Titel des Albums, „Crash And Burn“, erwähnt. Auch ein Beispiel dafür, dass die Musik von Angus und Julia Stone mit der Zeit in den Ohren reift, wobei dieses Lied sogar noch deutlich rockiger klingt, als der Großteil der restlichen Nummern des Albums.

Fazit: Eingängigen und melodiösen, zumeist sanften Folk bekommt man auf dem dritten Album von Angus und Julia Stone geboten, welches sie überraschenderweise lediglich mit „Angus & Julia Stone“ betitelten. Nur selten wird auf der Platte das Tempo angezogen, zumeist stehen freundliche Harmonien im Vordergrund. Gerockt, wie auf der letzten Nummer, wird eher selten. Für alle, die die Ruhe in der Musik suchen, die sich am besten bei sanften und weichen Tönen entspannen können sehr geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Death Defying Acts, Main Street, Crash And Burn



Freitag, 3. Januar 2014

Angus And Julia Stone – Down The Way




Angus And Julia Stone – Down The Way


Besetzung:

Angus Stone – electric and acoustic guitar, vocals, harmonica, marching drum, banjo, bazooki
Julia Stone – guitar, piano, vocals, wurlitzer, mellotron, trumpet, melodica


Gastmusiker:

Mitchell Connelly – drums
Clay McDonald – bass
Sally Herbert – violin
Louisa Fuller – violin
John Metcalfe – viola
Ian Burdge – viola
Mason Ingram – drums
Rob Calder – drums
Kieran Kelly – electric guitar, timpani
Jon Mizrachi – programmed beats
Tommy Elchmann – moog, mellotron, piano
Glen Absolum – drums
Chris Warsey – cello
Matt Johnson – drums, percussion
Melvin Duffy – pedal steel, lap steel
Kimon Kirk – bass, vocals
Brad Albetta – bass, piano
CJ Camerieri – trumpet
Hanna Oblikov – cello
Cameron Whipp – bass
Ian Pritchell – bass
James Perryman – bass
Ali Friend – double bass
Bethany Porter – cello


Label: Pias UK


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Folk, NeoFolk


Trackliste:

CD1: Down The Way

1. Hold On (4:25)
2. Black Crow (3:51)
3. For You (5:20)
4. Big Jet Plane (3:59)
5. Santa Monica Dream (5:30)
6. Yellow Brick Road (7:37)
7. And The Boys (4:10)
8. On The Road (4:05)
9. Walk It Off (3:24)
10. Hush (4:22)
11. Draw Your Swords (6:36)
12. I'm Not Yours (3:59)
13. The Devil's Tears (8:51)

Gesamtspieldauer „Down The Way": 1:06:08


CD2: Memories Of An Old Friend

1. Private Lawns (3:06)
2. Babylon (5:02)
3. Paper Aeroplane (3:43)
4. Take You Away (3:50)
5. My Malakai (3:07)
6. Lonely Hands (3:47)
7. Little Bird (4:29)
8. Chocolates & Cigarettes (3:56)
9. Old Friend (4:06)
10. Choking (5:47)
11. Mango Tree (3:46)
12. Heart Full Of Wine (4:28)
13. All Of Me (5:22)
14. You're The One That I Want (3:15)

Gesamtspieldauer „Memories Of An Old Friend": 57:44

Spieldauer CD1 und CD2: 2:03:52




Wer auf richtig gut gemachten Folk steht, der nicht in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts entstanden ist, die oder der sollte unbedingt mal ein Ohr bei Angus und Julia Stone riskieren. Die beiden australischen Geschwister bringen diese Art der Musik auf ihrem 2010 erschienen Album „Down The Way“ absolut perfekt auf den Punkt. Ruhige Musik, überaus eingängig und melodiös, mit intelligenten Texten und jeder Menge Atmosphäre.

Dabei hat diese Folk-Musik so rein gar nichts mehr mit dem Folk der 60er Jahre zum Beispiel eines Bob Dylan zu tun. Das ist jetzt Folk, der im 21. Jahrhundert angekommen ist, ohne hier etwas Negatives über Bob Dylan sagen zu wollen, der diese Musik in der damaligen Zeit perfektioniert hat. Die Musik geht bei Angus und Julia Stone in dieselbe Richtung, kann durchaus unter dieser Überschrift subsummiert werden, klingt allerdings trotzdem anders. Genauso eingängig, aber eben irgendwie moderner, was nicht zuletzt auch an der breiteren Instrumentierung der Lieder des Duos liegt. Und außerdem können beide definitiv besser singen.

Die Titel gehen durch die Bank weg ziemlich schnell ins Ohr, denn über allem schwebt diese Harmonie, diese Eingängigkeit und Melodiösität. Laute und auch schräge Töne sucht man daher vergeblich auf „Down The Way“, alles ist in sich stimmig und obwohl sich die so transportierte Stimmung über die ganze Platte hinweg nicht großartig ändert, so kommt doch keine Langeweile beim Hören auf – zu fesselnd sind einfach die sich ausbreitenden und häufig fast schon schwebenden Klangteppiche und Harmonieaneinanderreihungen.

Dazu gibt es auf der Limited Edition noch das Album „Memories Of An Old Friend“ mitgeliefert. Ein klein wenig, allerdings nicht viel, fallen diese Titel qualitativ gegenüber dem Album „Down The Way“ ab. Das liegt jedoch mit Sicherheit im und am Ohr des Hörers. Bei „Memories Of An Old Friend“ handelt es sich anscheinend um eine Kompilation, mehr ist darüber nicht zu erfahren. Die Lieder stammen wieder von Angus und Julia Stone, bis auf das letzte Stück „You're The One That I Want“. Olivia Newton-John und John Travolta lassen grüßen. Vielleicht auch Didi Hallervorden und Helga Feddersen – aber nein, mit deren Interpretierung des Songs hat diese Version hier gar nichts zu tun.

Fazit: Sehr eindringliche und sehr unaufgeregte Musik machen Angus und Julia Stone hier auf ihrem zweiten offiziellen Album „Down The Way”. Dieses gibt es jetzt auch in Verbindung mit „Memories Of An Old Friend " für nur einen sehr geringen Aufpreis. Somit bekommt der Folk-Freund hier über zwei Stunden richtig gute und fesselnde Musik präsentiert, die einen nicht nur während eines grauen Novemberabends begeistern kann. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hold On, And The Boys, Walk It Off, Draw Your Swords