Montag, 31. Oktober 2016

Thirty Seconds To Mars – A Beautiful Lie




Thirty Seconds To Mars – A Beautiful Lie


Besetzung:

Jared Leto – vocals, guitar, programming
Shannon Leto – drums, percussion
Tomo Miličević – guitar, synthesizer
Matt Wachter – bass guitar, synthesizer


Gastmusiker:

Miguel Atwood-Ferguson – viola on track 10
Caroline Campbell – violin on track 10
Steve Dress – strings contractor and double bass on track 10
Vanessa Freebairn-Smith – cello on track 10
Oliver Goldstein – additional synthesizer on tracks 1, 6–7
Neel Hammond – violin on track 10
Wataru Hokoyama – string arranger on track 10
Jeremy Rubolino – programming on track 12
Matt Serletic – piano on track 3


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Attack (3:09)
2. A Beautiful Lie (4:05)
3. The Kill (3:51)
4. Was It A Dream? (4:15)
5. The Fantasy (4:29)
6. Savior (3:24)
7. From Yesterday (4:08)
8. The Story (3:55)
9. R-Evolve (3:59)
10. A Modern Myth (Includes Hidden Track "Praying For A Riot") (14:14)

Bonus Tracks:

11. Battle Of One (2:47)
12. Hunter (3:54)

Gesamtspieldauer: 56:14




„A Beautiful Lie“ heißt das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Alternative Rock Band Thirty Seconds To Mars. Veröffentlicht wurde die Platte am 30. August 2005 in den USA und Kanada auf dem Musiklabel Virgin Records. In Deutschland erschien „A Beautiful Lie“ allerdings erst im Frühjahr 2007. Vier Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt, die da wären „Attack“, „The Kill“, „From Yesterday“ sowie der Titeltrack „A Beautiful Lie“. Die Musik zum Album wurde auf vier verschiedenen Kontinenten und in fünf verschiedenen Ländern eingespielt, dies alles über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg. Diese Vorgehensweise war notwendig aufgrund der Schauspielkarriere von Sänger Jared Leto, der sich zu Film-Aufnahmen immer wieder an anderen Orten aufhielt.

Die Musik der Band hatte sich zum Vorgänger- und Debut-Album verändert. Sie war geradliniger geworden, durchaus härter, sodass man bei vielen Titeln gar nicht mehr von Alternative Rock sprechen kann, sondern bereits Hard Rock hört. Das Album ist von Josh Abraham perfekt produziert worden, der sich vorher schon Linkin Park angenommen hatte. Alles passt diesbezüglich und auch die Musik klingt kraftvoll, die zumeist von Jared Leto geschrieben wurde. An vielen Stellen gehen die einzelnen Titel sofort ins Ohr. Dies übrigens schon beim ersten Mal des Hörens. Die Produktion ist dabei fast zu perfekt geraten, sodass das ein oder andere Lied Gefahr läuft, auch mal ein klein wenig steril zu klingen. Allerdings nur fast, denn ein „Überproduzieren“ von „A Beatiful Lie“ haben die Band wie Produzent noch verhindert.

Einzelne Lieder besonders hervorzuheben scheint hier fasst sinnlos, denn die Titel verfügen über eine gleichleibende, gelungene Qualität. Die beiden bekanntesten Nummern des Albums dürften die Stücke „The Kill“ und vor allen Dingen „From Yesterday“ sein. Gerade letztgenanntes Lied hat viel zum Erfolg des ganzen Albums, als auch zum endgültigen Durchbruch der Band beigetragen.

Fazit: Alternative Rock bis Hard Rock gibt es auf „A Beautiful Lie“ von Thirty Seconds To Mars zu hören. Dieser ist, bei aller Härte, immer auch sehr melodiös gehalten und geht ins Ohr. Dieses Album bewirkte den Aufstieg der Band, die von nun an auch die großen Hallen problemlos füllen konnte. Etwas Neues gibt es auf „A Beatiful Lie“ nur in Bezug auf die Band selbst zu hören, da sich ihr Stil gegenüber dem Debut-Album noch mal verändert hat. Ansonsten nichts Neues, das allerdings gut gemacht. Neun Punkte.

Anspieltipps: From Yesterday



Sonntag, 30. Oktober 2016

Simple Minds – Street Fighting Years




Simple Minds – Street Fighting Years


Besetzung:

Jim Kerr – vocals
Charlie Burchill – acoustic & electric guitars
Mick MacNeil – piano, accordion, keyboards


Gastmusiker:

John Giblin – fretted and fretless bass guitar
Stephen Lipson – bass guitar, producer
Mel Gaynor – drums
Manu Katché – drums
Stewart Copeland – drums
Lou Reed – vocals on "This Is Your Land"
Lisa Germano – violin
Lorna Bannon – backing vocals
Maureen Kerr – penny whistle, bodhran
Sidney Thiam, Abdul M'boup, Leroy Williams – percussion
William Lithgow, Sheena McKenzie – cellos
Roger Sharp – bagpipes
John Altman – orchestral arrangements


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Street Fighting Years (6:26)
2. Soul Crying Out (6:07)
3. Wall Of Love (5:20)
4. This Is Your Land (6:22)
5. Take A Step Back (4:23)
6. Kick It In (6:11)
7. Let It All Come Down (4:56)
8. Mandela Day (5:45)
9. Belfast Child (6:42)
10. Biko (7:34)

Bonus Track der CD Ausgabe des Albums:

11. When Spirits Rise (2:01)

Gesamtspieldauer: 1:01:51




„Street Fighting Years“ heißt das achte Studioalbum der schottischen Rock Band Simple Minds. Veröffentlicht wurde das Album im Mai 1989 auf dem Musiklabel A&M Records. Mit dem Titel „Don't You (Forget About Me)“, enthalten auf dem Soundtrack zum 1985 erschienen Film „The Breakfast Club“ und dem im selben Jahr veröffentlichten siebten Album „Once Upon A Time“, hatten die Simple Minds weltweit endgültig den Durchbruch geschafft. „Street Fighting Years“ sollte nun daran anknüpfen und dazu wurde extra Trevor Horn als Produzent engagiert, der mit den Buggles und auch Yes bereits Erfolge gefeiert hatte. Und die Platte wurde auch sehr erfolgreich, erreichte jeweils die ersten Plätze der Charts in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, der Schweiz und Italien. In den USA allerdings kletterte die Platte lediglich bis auf Platz 70 der Charts, konnte beim amerikanischen Publikum nicht so überzeugen wie noch der Vorgänger.

Auf „Street Fighting Years“ gibt es eingängigen Pop bis Rock zu hören, immer melodiös, manchmal sanft, manchmal etwas rauer, jedoch fast immer mit einer Melodie ausgestattet, die sich im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers zu verankern versteht. Das bekannteste Lied der Scheibe heißt „Belfast Child“. Die Musik des Titels wurde dem irischen Folk-Song „She Moved Through The Fair“ entnommen, der Text handelt laut Jim Kerr vom Wahnsinn, der Traurigkeit und der Leere, die der Nordirland-Konflikt bei den dort lebenden Menschen hinterlässt. Eine schöne und ergreifende Nummer, die ebenfalls Platz 1 erreichte, dieses Mal in den britischen Single-Charts.

Auf „Street Fighting Years“ findet sich auch die Cover-Version zu Peter Gabriels „Biko“. Diese klingt im Original etwas gelungener, dies mag aber die- oder derjenige anders sehen, die oder der diese Version vor dem Original kennenlernte. Dass sich gerade dieser Titel auch mit auf der Platte befindet wundert jedoch keineswegs, denn die Scheibe ist angefüllt mit politischen Aussagen und Statements zu sozialen Problemen. Musikalisch sehr gelungen ist dazu noch der Titeltrack, gleich das erste Lied des Albums. Nun, Ausfälle gibt es allerdings sowieso nicht zu beklagen, sodass Freunde des rockigen Pops beziehungsweise poppigen Rocks durchaus auf ihre Kosten kommen dürften.

Fazit: „Street Fighting Years“ von den Simple Minds ist ein sehr abwechslungsreiches und unterhaltsames Album geworden. Die Titel auf der Scheibe gehen allesamt gut ins Ohr, die musikalischen Stimmungen variieren genau wie die Arrangements, wodurch jede Menge Abwechslung garantiert ist. Die textlichen Aussagen auf „Street Fighting Years“ sind meist etwas anklagend und vielleicht manchmal etwas zu „Simple“ gestrickt. Trotzdem macht das Album Spaß. Neun Punkte.

Anspieltipps: Street Fighting Years, Belfast Child



Samstag, 29. Oktober 2016

Lynyrd Skynyrd – Vicious Cycle




Lynyrd Skynyrd – Vicious Cycle


Besetzung:

Johnny Van Zant – lead vocals harmonica
Gary Rossington – guitars
Billy Powell – keyboards
Ean Evans – bass guitar
Michael Cartellone – drums
Rickey Medlocke – guitars & vocals, harmonica
Hughie Thomasson – guitars & background vocals
Leon Wilkeson – bass guitar on “The Way" and "Lucky Man”


Gastmusiker:

Carol Chase – background vocals
Dale Krantz-Rossington – background vocals
Kid Rock – vocals in “Gimme Back My Bullets”


Label: Sanctuary Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Southern Rock, Blues Rock, Country Rock


Trackliste:

1. That's How I Like It (4:33)
2. Pick Em Up (4:20)
3. Dead Man Walkin' (4:30)
4. The Way (5:32)
5. Red, White, & Blue (5:31)
6. Sweet Mama (3:59)
7. All Funked Up (3:33)
8. Hell Or Heaven (5:14)
9. Mad Hatter (5:38)
10. Rockin' Little Town (3:36)
11. Crawl (5:09)
12. Jake (3:41)
13. Life's Lessons (5:59)
14. Lucky Man (5:35)
15. Gimme Back My Bullets (3:41)

Gesamtspieldauer: 1:10:40




„Vicious Cycle“ heißt das zwölfte Studio-Album von Lynyrd Skynyrd, dieses wurde im Mai 2003 auf Sanctuary Records veröffentlicht. Es ist das erste Album, welches die Band nach dem Tod von Gründungsmitglied und Bassist Leon Wilkeson veröffentlichte. Der Titel „Mad Hatter“ ist ihm gewidmet. Er starb während der Aufnahmen zu „Vicious Cycle“ und ist noch auf den Liedern „The Way“ und „Lucky Man“ zu hören. Gleichzeitig hört man auf „Vicious Cycle“ zum ersten Mal Ean Evans am Bass und Michael Cartellone am Schlagzeug. Außerdem ist es die letzte Platte von Lynyrd Skynyrd, auf der das weitere Gründungsmitglied und gleichzeitig Gitarrist Hughie Thomasson zu hören ist. Er starb am 9. September 2007 an einem Herzinfarkt.

Auf „Vicious Cycle“ bekommt man Southern Rock zu hören, der mitunter auch Anleihen des Country und des Blues in sich enthält. Mit diesen musikalischen Genres sollte man nicht nur vertraut sein, man sollte sie auch durchaus verinnerlicht, sie als seine Musik entdeckt haben, um diese Platte uneingeschränkt genießen zu können. Ansonsten läuft das Ganze leider oftmals nur so an einem vorbei. Sonst klingt alles „ganz nett“, die richtigen Höhepunkte fehlen nun allerdings. Aber natürlich kann man nicht regelmäßig Titel wie „Free Bird“ oder „Tuesday's Gone“ schreiben.

Doch Höhepunkte gibt es durchaus auf „Vicious Cycle“. Für mich heißen diese „The Way“, „Red, White, & Blue“ und vor allen Dingen „Crawl“. Gerade bei letzter Nummer holen die Südstaatler noch mal alle Zutaten hervor, die sie zu Beginn ihrer Karriere auch in so manchen Song steckten. Tolle Melodie mit Ohrwurmcharakter, eine deutlich erweiterte Instrumentierung, neben den klassischen Rock-Instrumenten und einen Text, der im Refrain geradezu prädestiniert ist, mitgesungen zu werden. Macht Spaß. Und auch gegen Ende der Scheibe finden sich mit „Life's Lessons“ und „Lucky Man“ zwei sehr überzeugende Nummern. Immer wenn es allerdings zu sehr in die Richtung Rock’n’Roll geht, am Ende noch vermischt mit Country-ähnlichen Tönen, dann wird es sehr viel schwieriger, der Platte folgen zu können und dann klingen Lynyrd Skynyrd längst nicht mehr so innovativ, wie sie früher einmal klangen. Der Niederschlag folgt dann leider mit der allerletzten Nummer „Gimme Back My Bullets“, in der Kid Rock beim Gesang zu hören ist. Klar die Nummer ist härter, bringt Abwechslung in die Scheibe, trotzdem klingen Lynyrd Skynyrd hier eher seltsam denn inovativ.

Fazit: Der Grundsound von Lynyrd Skynyrd ist auch noch auf deren zwölftem Album mit dem Titel „Vicious Cycle“ zu hören. Dass ist immer noch Southern Rock, ganz klar. Alle Freunde dieser Musik werden die Scheibe lieben. Mir persönlich gefiel die Band immer dann besser, wenn sie außergewöhnlich klang. Wenn sie das Piano mit in ihre Musikwelt einbaute, den Pfad des Southern Rock nicht verließ, jedoch auch mal über den Tellerrand hinaussah. Das gibt es hier auf „Vicious Cycle“ weniger zu hören. Deswegen werden alle Freunde des Südstaaten-Rocks ihre helle Freude an dieser Scheibe haben, für mich klingt das allerdings nun etwas langweiliger. Trotzdem sicher ein gutes Album in der Tradition von Lynyrd Skynyrd. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Way, Red, White, & Blue, Crawl, Life's Lessons, Life's Lessons, Lucky Man



Freitag, 28. Oktober 2016

R.E.M. – Green




R.E.M. – Green


Besetzung:

Bill Berry – drums, percussion, backing vocals, bass guitar
Peter Buck – guitar, mandolin, drums
Mike Mills – bass guitar, keyboards, accordion, backing vocals
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Bucky Baxter – pedal steel guitar on “World Leader Pretend“
Keith LeBlanc – percussion on “Turn You Inside-Out“
Jane Scarpantoni – cello on “World Leader Pretend“


Label: Warner Brothers


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Pop Song 89 (3:05)
2. Get Up (2:40)
3. You Are the Everything (3:46)
4. Stand (3:12)
5. World Leader Pretend (4:19)
6. The Wrong Child (3:36)
7. Orange Crush (3:51)
8. Turn You Inside-Out (4:17)
9. Hairshirt (3:55)
10. I Remember California (5:03)
11. Untitled (3:11)

Gesamtspieldauer: 41:01




„Green“ heißt das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Alternative Rock Band R.E.M.. Veröffentlicht wurde die Scheibe im November 1988 auf dem Musiklabel von Warner Brothers und stellt gleichzeitig das erste Album von R.E.M. dar, welches auf einem der Major-Label veröffentlicht wurde. Und das hört man der Musik von R.E.M. auch ein klein wenig an. Die Lieder sind etwas glatt geschliffener, etwas massentauglicher produziert und komponiert geworden, als dies noch zuvor der Fall war.

Das wiederum hat nicht allzu viel zu bedeuten, zumindest nichts unbedingt Negatives, denn für Freunde von R.E.M. hat die Scheibe sehr viel zu bieten, die zu 100% nach genau eben dieser Band klingt. Da ist zum einen der unverwechselbare Gesang des Michael Stipe, man hört hier zum ersten Mal Peter Buck an der Mandoline und schließlich steht da über allem der Gesamtsound, dieses Zusammenspiel aus Gitarre und Keyboards und Gesang, welches den musikalischen Auftritt von R.E.M. so unverwechselbar werden lässt. Allerdings werden sich Freunde der Band der ersten Alben deutlich schwerer tun mit dieser Scheibe. Alles auf „Green“ ist auf Radiotauglichkeit getrimmt. Das meiste davon geht auch gut ins Ohr, einiges davon allerdings nicht allzu lange. Die Musik insgesamt ist eine Mischung aus Alternative Rock mit ganz klarem Pop-Einschlag. Radiotauglich eben.

Die erfolgreichen Single-Hits der Scheibe heißen „Stand“ und „Orange Crush“. Doch das sind wahrlich nicht die überzeugendsten Titel der Platte. Diese wiederum heißen „The Wrong Child“ und „I Remember California“. Während „The Wrong Child“ mit tollem mehrstimmigen Gesang glänzen kann und dabei immer wieder auch ein klein wenig schräg klingt, so ist es bei „I Remember California“ der rockige Charakter, der das Lied zu einem Höhepunkt werden lässt. Dazu gesellt sich eine Melodie, die hängenbleibt und fertig ist das Highlight der ganzen Scheibe.

Fazit: „Green“ war der bis dahin größte Erfolg von R.E.M. und gleichzeitig das Album, welches die Band auf einem der größeren Musiklabel einspielte. Das hört man an jeder Stelle der Platte, die auf Eingängigkeit und Radiotauglichkeit hin produziert wurde. Das klingt nicht immer spannend, jedoch immer melodiös. Manches an Atmosphäre geht bei solch etwas glatt geschliffenen Titeln jedoch verloren. Trotzdem, R.E.M. haben mit „Green“ endgültig ihren Sound gefunden, womit noch tolle Platten später ausgestattet werden sollten. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Wrong Child, I Remember California



Donnerstag, 27. Oktober 2016

Meat Loaf – Bat Out Of Hell




Meat Loaf – Bat Out Of Hell


Besetzung:

Meat Loaf – lead vocals, backing vocals, percussion


Gastmusiker:

Todd Rundgren – guitar, percussion, keyboards, backing vocals
Kasim Sulton – bass guitar, backing vocals
Roy Bittan – piano, keyboards
Steve Margoshes – piano
Cheryl Hardwick – piano
Jim Steinman – keyboards, percussion, lascivious effects, dialogue intro
Roger Powell – synthesizer
Edgar Winter – saxophone
Max Weinberg – drums
John "Willie" Wilcox – drums
Marcia McClain – dialogue intro
Phil "Scooter" Rizzuto – play-by-play
Ellen Foley – featured vocal, backing vocals
Rory Dodd – backing vocals
Gene Orloff – concert master
Members of New York Philharmonic and Philadelphia Orchestra – orchestra


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Mainstream Rock, Musical


Trackliste:

1. Bat Out Of Hell (9:48)
2. You Took The Words Right Out Of My Mouth (Hot Summer Night) (5:04)
3. Heaven Can Wait (4:38)
4. All Revved Up With No Place To Go (4:19)
5. Two Out Of Three Ain't Bad (5:23)
6. Paradise By The Dashboard Light (8:28)
I. Paradise
II. Let Me Sleep On It
III. Praying For The End Of Time
7. For Crying Out Loud (8:45)

Gesamtspieldauer: 46:33




„Bat Out Of Hell“ von Meat Loaf ist eines der erfolgreichsten Alben überhaupt und wurde weltweit bisher um die 43 Millionen Mal verkauft. 200.000 Stück kommen weiterhin jedes Jahr aufs Neue hinzu. Damit rangiert die Scheibe auf Platz 5 der meistverkauften Alben überhaupt. Das Rolling Stones Magazine führt die Platte, in seiner 2003 veröffentlichten Liste der besten Platten überhaupt, auf Platz 343. Und auch das Buch „1001 Albums You Must Hear Before You Die“ führt die Scheibe von Meat Loaf. Oder sollte man eher sagen: „Das Album von Jim Steinman“? Wäre wohl angebrachter, denn genau dieser US-amerikanische Musik-Produzent und Musical-Komponist schrieb die Musik und die Texte zu dem Album – und das hört man natürlich.

Das hört man sogar überaus gut heraus. Die Platte klingt wie ein Musical, welches mit etwas härterer Musik ein klein wenig aufgepeppt wurde. Auf „Bat Out Of Hell“ hört man Hard Rock im Musical-Gewand. Manches Mal wird auf den Rock auch mehr oder weniger verzichtet und die Lieder bewegen sich ganz auf dem Musical-Niveau. Dazu gesellt sich eine unfassbar große Ladung Bombast und fertig ist die massentaugliche Scheibe, die sich noch viel besser verkauft, als das legendäre geschnittene Brot. Jim Steinman fühlt sich nach eigener Aussage in seinem Wirken stark beeinflusst von Richard Wagner, nun damit wäre sein Hang zum „Bombast“ zumindest auch geklärt.

Die Musik auf „Bat Out Of Hell“ ist durchaus melodiös und harmonisch, allerdings absolut und bis ins letzte Detail hinein auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt. Mitunter klingt das richtiggehend anbiedernd, wie bei allen anderen Musicals eben auch. Und jetzt kommen tatsächlich manche Menschen auf die Idee, dieses Werk in einem Atemzug mit dem musikalischen Genre des Progressive Rock zu nennen. Wahrscheinlich, weil hier auch mal ein paar andere Instrumente als Gitarre, Bass und Schlagzeug zu hören sind oder es Lieder von über fünfminütiger Laufzeit gibt. Nein, das ist garantiert kein Progressive Rock, den es hier zu hören gibt. Auf „Bat Out Of Hell“ bekommt man eine Mischung aus Mainstream Rock und Musical Musik serviert, die zwar eingängig klingt, aber nichts an Innovation oder Progression aufweist. Schließlich kommt noch hinzu, dass man sich an diesem bombastischen Allerlei allzu leicht überhören kann.

Fazit: Wem Musical gefallen, die oder der dürfte mit „Bat Out Of Hell“ von Meat Loaf beziehungsweise Jim Steinman sehr viel Spaß haben. Steht man auf eher handgemachten Rock, wird das schon deutlich schwieriger. Obwohl man hier auch diverse Gitarrensoli hört, so wirkt das Ganze doch immer ein wenig aufgesetzt, nicht überzeugend, einfach nicht nach Rock Musik. Ein Freund sagte mal zu mir, „Bat Out Of Hell“ würde für ihn wie die Oper des Rock klingen. Gut möglich, für mich klingt das alles aber eher nach Musical. Und Musicals... Sechs Punkte.

Anspieltipps: Bat Out Of Hell



Mittwoch, 26. Oktober 2016

Radar Bros. – Radar Bros.




Radar Bros. – Radar Bros.


Besetzung:

Steve Goodfriend – drums, percussion
Jim Putnam – vocals, guitar, keys
Senon Williams – bass, vocals


Gastmusiker:

Walt Sevareid – guitar (track 11)


Label: Restless Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Lose Your Face Again (4:23)
2. Capital Gain (4:55)
3. Wise Mistake Of You (4:16)
4. Stay (5:19)
5. Supermarket Pharmacy (5:04)
6. On The Floor (3:32)
7. We're Over Here (4:23)
8. Distant Mine (5:09)
9. Underwater Culprits (1:55)
10. This Drive (3:13)
11. Take Stuff (3:58)
12. Goddess (5:11)

Gesamtspieldauer: 51:23




Das selbstbetitelte Album „Radar Bros.“ ist das erste Studioalbum der Independent Rock Band Radar Bros. aus Los Angeles, Kalifornien. Im Jahr 1997 erschien die Scheibe auf dem Musiklabel Restless Records. Darauf zu hören gibt es überaus zerbrechlich wirkende Musik, deren Atmosphäre durch eine sehr zurückhaltende Instrumentierung, wie durch den, am besten mit „sanft und unsicher klingend“ zu umschreibenden Gesang des Jim Putnam transportiert wird.

Laut und hektisch wird es auf „Radar Bros.“ an keiner Stelle der Scheibe. Vielmehr hört man auf dem Album auch den ein oder anderen „schrägen“ Ton, der die Musik der Radar Brothers, wie sie auch genannt werden, noch ein wenig aufpeppt. Die einzelnen Stücke sind melodisch und gehen ins Ohr, ohne sich dabei gleich zu Ohrwürmern zu entwickeln. Auch scheint man sich diese Platte erst etwas erarbeiten zu müssen, die verschiedenen Titel wirken und klingen nach mehreren Durchläufen deutlich besser, als beim ersten Auflegen. Ein klein wenig klingt die Musik der „Radar Bros.“ dabei wie die von Pink Floyd zu Beginn derer Karriere. Hier sind allerdings nicht die experimentellen und psychedelischen Lieder der Engländer gemeint, sondern ihre, auf den ersten Platten auch enthaltenen ruhigen Pop-Songs, die mal von Syd Barrett, mal von David Gilmour und mal von Rick Wright eingesungen wurden. Lediglich zu diesen Liedern lassen sich hier kleinere Parallelen finden, ansonsten klingt die Musik der beiden Bands absolut unterschiedlich.

Einige Titel auf „Radar Bros.“ überzeugen deutlich mehr, als andere. Steht die Nummer „Wise Mistake Of You“ beispielhaft dafür, dass die Radar Bros. teilweise so wie die ganz frühen Pink Floyd klingen, so sind es vor allen Dingen die Nummern „Lose Your Face Again“, „Stay“, „This Drive“ und „Goddess“, die am meisten überzeugen können. Hier hört man nun tolle Lieder, die sanft das Ohr umspielen und dort durchaus etwas nachhallen. Da sich allerdings auch unter den restlichen Stücken keine Ausfälle befinden, kann man die Scheibe genießen, ohne irgendwann aus dieser melancholisch bis sentimentalen Stimmung herausgerissen zu werden, die dieses Album sehr stark ausstrahlt.

Fazit: Für Freunde der sanften Musik ist „Radar Bros.“ von „Radar Bros.“ definitiv gut geeignet. So manche oder mancher mag sich beim Hören an die frühen Pink Floyd erinnert fühlen, die zu Beginn ihrer Karriere in den ruhigeren Stücken vielleicht die Blaupausen für die Musik der Radar Bros. lieferten. Aufgeregt klingt die Musik der Kalifornier niemals, immer ruhig und sanft und zerbrechlich. Wieder mal was für die ruhigen Stunden des Tages. Neun Punkte.

Anspieltipps: Lose Your Face Again, Stay, This Drive, Goddess



Dienstag, 25. Oktober 2016

Pressurehed – Explaining The Unexpected




Pressurehed – Explaining The Unexpected


Besetzung:

Tommy Grenas – lead vocals, rhythm guitar, analog synths, cryptozoology
Len Del Rio – drums, keyboards, samples, loops, tronics, programming, ufology
Doaran Shelly – lead guitar, backing vocals, a.r.p. omni & lead vocal on “We Come In waves”, bass on “Berezovka”, telepathy
Paul Fox – bass guitar, synths, guitar, exorcism


Label: Brain Squid Music


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Electronica, Rock, Ambient, Techno


Trackliste:

1. Explaining The Unexplained (Intro) (3:36)
2. Altitude (4:36)
3. Bluff Creek, And Beyond (6:02)
4. Black Mantra (8:07)
5. One Who Has Seen (2:22)
6. Oxygen Mask (6:38)
7. The Long Count (4:48)
8. Time Stops Breathing (3:21)
9. Mokele-Mbembe (5:25)
10. Incubus (Part 1) (3:30)
11. Transgression (Part 2) (6:18)
12. Berezovka (4:37)
13. The Great Orm (3:06)
14. We Come In Waves (3:08)
15. Valiant Thor (3:54)
16. I Predict (7:02)

Gesamtspieldauer: 1:16:37




Pressurehed ist eine 1989 in Hollywood, Kalifornien gegründete Band, die für Musik steht, welche irgendwo zwischen Alternative Rock und elektronischer Musik angesiedelt ist. Die Scheibe „Explaining The Unexpected“ erschien im Jahr 1997 auf dem Label Brain Squid Music und ist dabei das dritte und bisher wohl auch letzte Album der Band, die es allerdings immer noch gibt.

Mit Space Rock, für den Pressurehed wohl am Anfang ihrer Karriere standen, hat die Musik auf „Explaining The Unexpected“ allerdings nur noch am Rande zu tun. Elektronische Klänge stehen nun im Vordergrund, die mitunter auch sehr hart eingespielt worden sein können. „Berezovka“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie knallhart und rockig Pressurehed auch klingen können. „Incubus“ hört sich dagegen absolut experimentell an. Ein Beat, der mit jeder Menge hypnotisch klingenden Sound sowie Sprachfetzen unterlegt wurde. Mit „Oxygen Mask“ bewegt sich die Band bereits im Genre des Techno, wohingegen Lieder wie „Time Stops Breathing“ und „The Great Orm“ eher dem Ambient zugerechnet werden können.

Eine ganz schön krude Mischung bekommt man hier also zu hören, die dabei oftmals leider auch nicht richtig überzeugen kann. Aber abwechslungsreich ist sie zumindest, diese Scheibe. Spannend und dabei wahrlich gelungen klingt allerdings lediglich „Bluff Creek, And Beyond“. Eine Nummer, die es sogar schafft ein klein wenig ins Ohr zu gehen. Das Lied startet sanft, klingt sphärisch, man hört eine tiefe Männerstimme und dann steigert sich der Titel in Bezug auf Rhythmik und Lautstärke enorm. Mantra-artig wird hier ein Gitarrenriff wiederholt, die Beats treiben und alles wird immer wieder von kleinen, durchaus gelungenen Auflockerungen unterbrochen. Diese Nummer lohnt sich. Mit dem ganzen Rest ist das schon deutlich schwieriger, obwohl sich unter den insgesamt sechzehn Titeln kein absoluter Ausfall befindet. Freude an elektronischen Klängen sollte man beim Hören des Albums allerdings definitiv mitbringen.

Fazit: Ziemlich schwierig, diese Scheibe musikalisch einzuordnen, da sich auf ihr sehr viele musikalische Genres vereinigt haben. Vom Hard Rock über Trance zu Techno, zurück zur elektronischen Musik bis hin zum Ambient und Pop ist auf „Explaining The Unexpected“ alles vertreten. Richtig einstellen kann man sich auf dieses Album kaum, was eher wie eine gewagte und aufregende musikalische Reise wirkt. Doch trotz aller Vielfalt, richtig mitreißen, das schaffen Pressurehed auf „Explaining The Unexpected“ leider nur an wenigen Stellen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Bluff Creek, And Beyond



(Leider kein Video verfügbar)



Montag, 24. Oktober 2016

Geist – Für alle Zeit




Geist – Für alle Zeit


Besetzung:

Tim Born – Gitarre
Lars Dittrich – Schlagzeug
Fares Rahmun – Gesang & Worte
Oliver Ratty – Bass


Label: Danse Macabre Records


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Wer Wenn Nicht Ich (4:40)
2. Wahnsinn (5:37)
3. Wertvoll (3:47)
4. So Viele Wie Du (6:42)
5. Leider (6:30)
6. Rhino (4:02)
7. Für alle Zeit (8:03)
8. Achtung (4:38)
9. Zauber (1:44)
10. Einssein (19:09)

Geamtspieldauer: 1:04:57




„Für alle Zeit“ heißt das zweite vollständige Studio-Album der Kölner Band Geist. Im Jahr 2007 wurde es bei Danse Macabre Records veröffentlicht. Liest man im Netz über diese Band nach, so wird dort immer von Progressive Rock gesprochen, welchen diese Band angeblich spielt. Hört man „Für alle Zeit“ fragt man sich, wo, an welcher Stelle man auf diesem Album von Progressive Rock sprechen könnte. Klar, hier und da mal ein etwas krummer Takt, aber das war es auch schon, was diesem musikalischen Genre entsprechen würde. Progressive Rock ist das noch nicht. Geist machen auf „Für alle Zeit“ guten Alternative Rock, der bis in den Hard Rock hineinreicht. Aber dazu später mehr. Kommen wir zunächst zu einem weiteren Punkt, der von dieser Band behauptet wird, wenn man Kommentare oder Rezensionen im Netz liest: „Geist klingen wie Tool!“ Definitiv nicht! Dies muss auch nichts Schlechtes bedeuten, es ist oftmals nämlich gar nicht so überzeugend, wie jemand anderes zu klingen. Keiner mag ein „Me Too“ sein. In meinen Ohren klingen Tool und Geist definitiv unterschiedlich und ich würde niemals auf die Idee zu kommen, diese beiden Bands auch nur ansatzweise zu vergleichen beziehungsweise als „ähnlich“ einzustufen. Aber ich bin auch nur ein Musikliebhaber, der viel hört. Kein Musikwissenschaftler oder Profi-Rezensent.

Doch kommen wir nun zur Musik von Geist auf „Für alle Zeit“, die sich absolut hören lassen kann, auch wenn sie nicht wie Tool klingt. Auf der Scheibe gibt es wahrlich guten Alternative bis Hard Rock zu hören, der ins Ohr und in die Beine geht. Vielleicht sogar auch in den Kopf, denn die Head-Banging-Passagen sind ebenfalls vorhanden. Also Freunde, lasst das Haupthaar fliegen. Die Musik ist definitiv keine 08/15-Musik, abwechslungsreich, vielleicht kommen dadurch auch die Assoziationen zum Progressive Rock auf, die ich hier trotzdem nicht erkennen und heraushören kann. Kein Lied ist hier stumpf nach der Devise Strophe – Refrain – Strophe – Refrain aufgebaut. Da sind die vier Musiker schon deutlich kreativer.

Ebenfalls positiv – sehr positiv sogar – zu bewerten ist der Umstand, dass Geist Deutsch singen. Dies gibt es in dem musikalischen Genre, in dem die Musiker Zuhause sind, so nicht allzu oft zu hören. Auch das hebt die ganze Band ein klein wenig höher und diesbezüglich klingen Geist überzeugend und interessanter. Nun, vielleicht haben Geist in ihren Texten ein bisschen zu viel das Thema „Liebe“ auf dem Radar. Das mag allerdings subjektiv von mir so wahrgenommen werden, platt klingen die Texte von Geist auch bei diesem Thema nämlich nicht. Positiv dabei zu erwähnen ist auch der Gesang des Fares Rahmun, dessen Stimme wahrlich zu überzeugen weiß. Nun, die anderen Musiker klingen auf „Für alle Zeit“ ebenfalls richtig gut, was für eine Band, die dies nicht hauptberuflich betreibt, zusätzlich nicht selbstverständlich ist. Allerdings, dass es auf der Platte noch einen Hidden Track gibt, eine Dekade nach der Hochzeit dieser Unsitte, das nervt etwas. Ach was, das sei den vier Musikern von Geist verziehen.

Fazit: Man hört hier zwar weder Tool noch Progressive Rock auf „Für alle Zeit“ von Geist, trotzdem macht die Musik Spaß. Guten und eingängigen und mitunter auch mitreißenden Alternative Rock gibt es auf der Scheibe zu hören. Lieder, die auch mit jedem weiteren Durchgang wachsen, was in meinem musikalischen Weltbild auch ein Qualitätsmerkmal darstellt. Macht Spaß. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Für alle Zeit



Sonntag, 23. Oktober 2016

Mike Oldfield – Man On The Rocks




Mike Oldfield – Man On The Rocks


Besetzung:

Mike Oldfield – electric & acoustic guitars, bass guitar, backing vocals, keyboards


Gastmusiker:

Luke Spiller – lead vocals
John Robinson – drums
Leland Sklar – bass guitar
Matt Rollings – piano, hammond b-3
Michael Thompson – electric & acoustic guitars
Stephen Lipson – electric & acoustic guitars
Davy Spillane – whistles on "Moonshine"
Paul Dooley – violin on "Moonshine"
Bill Champlin – backing vocalist
Alfie Silas Durio – backing vocalist
Carmel Echols – backing vocalist
Rochelle Gilliard – backing vocalist
Judith Hill – backing vocalist
Kirsten Joy – backing vocalist
Jason Morales – backing vocalist
Louis Price – backing vocalist
Tiffany Smith – backing vocalist


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

CD1: 

1. Sailing (4:46)
2. Moonshine (5:49)
3. Man On The Rocks (6:10)
4. Castaway (6:34)
5. Minutes (4:51)
6. Dreaming In The Wind (5:28)
7. Nuclear (5:04)
8. Chariots (4:38)
9. Following The Angels (7:04)
10. Irene (3:59)
11. I Give Myself Away (5:10)


CD2 (Deluxe Edition):

1.Sailing (Instrumental) (4:47)
2. Moonshine (Instrumental) (5:49)
3. Man On The Rocks (Instrumental) (6:11)
4. Castaway (Instrumental) (6:38)
5. Minutes (Instrumental) (4:52)
6. Dreaming In The Wind (Instrumental) (5:33)
7. Nuclear (Instrumental) (5:04)
8. Chariots (Instrumental) (4:26)
9. Following The Angels (Instrumental) (7:06)
10. Irene (Instrumental) (3:59)
11. I Give Myself Away (Instrumental) (5:08)


Gesamtspieldauer CD1 (59:39) und CD2 (59:37): 1:59:16




„Man On The Rocks“ heißt das inzwischen bereits 25. Studioalbum des britischen Musikers Mike Oldfield. Am 3. März 2014 wurde die Scheibe auf dem Musiklabel Virgin EMI veröffentlicht, welche inzwischen einer Tochter der Universal Musik Group ist. Auf dieser Platte hört man Mike Oldfield, wie er irgendwie einen Bogen zurück in die 80er Jahre zu schlagen versucht, als er die Pop-Musik für sich entdeckte und mit jeder neuen Platte gleichzeitig auch eine Hitsingle à la „Five Miles Out“ oder „Shadow On Te Wall“ veröffentlichte.

Soweit, so gut. Nur, dass es dieses Mal mit „Man On The Rocks“ einfach nicht funktioniert. Auf diesem Album hört man Pop- bis Rock-Musik, die absolut radiotauglich ist und dabei im Mainstream der Bedeutungslosigkeit versinkt. Und das bedeutet noch nicht einmal, dass die hierauf enthaltenen Lieder schlecht sind. Sind sie nicht, aber sie sind langweilig, einfach belanglos. Großartig hängenzubleiben, das schafft keiner der Titel. Alles ist im Fluss, dieser ist jedoch begradigt und fließt in einem Betonbett. Kurz ist eine bestimmte Stelle da und dann auch schon wieder weg, einfach vergessen.

Mitunter wird das Ganze sogar richtiggehend unangenehm. Man hört das erste Stück „Sailing“ und fühlt sich an den deutschen Schlager erinnert. Im weiteren Verlauf der Nummer hört man schließlich auch die so typisch klingende Gitarre des Mike Oldfield, jedoch retten kann dies das Lied auch nicht mehr, wenn hier gleichzeitig weiter fröhlich ein fröhliches „Sähähäling, au, au, Sähähäling“ angestimmt wird. Schlimm. Richtig Überzeugendes kann ich auf „Man On The Rocks“ leider nicht ausmachen. Am besten klingt in meinen Ohren noch „Nuclear“. Ein Lied, welches wenigstens noch beim Hören selbst aufhorchen lässt. Der ganze Rest ist nicht immer katastrophal, allerdings immer sehr anbiedernd, dem Mainstream entsprechend, irgendwo im Niemandsland zwischen Pop und Rock angesiedelt. Mit dem Erwerb der Deluxe-Version des Albums bekommt man noch eine zweite CD mitgeliefert, auf der alle Titel nochmals instrumental nachzuhören sind. Ein klein wenig fragt man sich hier schon nach dem „Warum“. Oder versteht man die ganze Patte völlig falsch und diese ist für den Einsatz in einer Karaoke-Bar gedacht?

Fazit: „Man On The Rocks“, das fünfundzwanzigste Studio-Album des Mike Oldfield, ist alles andere als ein überzeugendes Album geworden. Darauf zu hören gibt es Allerwelts-Pop und -Rock. Langweilig zumeist, nichts enthaltend, was länger hängenbleibt. Klar, es gibt sehr viel schlechteren Pop, doch ein wenig traurig stimmt einen diese Platte dann schon. Nichtn weil sie so melancholisch oder sentimental wäre, sondern weil man weiß, was dieser Mike Oldfield schon für geniale Alben veröffentlichte. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Man On The Rocks, Castaway, Nuclear



Samstag, 22. Oktober 2016

Neil Young – Neil Young




Neil Young – Neil Young


Besetzung:

Neil Young – vocals, guitars, piano, synthesizer, harpsichord, pipe organ


Gastmusiker:

Ry Cooder – guitar
Jack Nitzsche – electric piano
Jim Messina, Carol Kaye – bass
George Grantham – drums
Earl Palmer – drums
Merry Clayton – backing vocals
Brenda Holloway – backing vocals
Patrice Holloway – backing vocals
Gloria Richetta Jones – backing vocals
Sherlie Matthews – backing vocals
Gracia Nitzsche – backing vocals


Label: Reprise Records


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. The Emperor Of Wyoming (2:19)
2. The Loner (3:55)
3. If I Could Have Her Tonight (2:21)
4. I've Been Waiting For You (2:34)
5. The Old Laughing Lady (6:05)
6. String Quartet From Whiskey Boot Hill (1:05)
7. Here We Are In The Years (3:19)
8. What Did You Do To My Life? (2:29)
9. I've Loved Her So Long (2:47)
10. The Last Trip To Tulsa (9:27)

Gesamtspieldauer: 36:26




Nachdem Neil Young im Jahr 1968 bei Buffalo Springfield ausgestiegen war, machte er sich sofort an die Arbeit, ein eigenes Album zu veröffentlichen. Nun eben als Solo-Künstler. Noch im selben Jahr wurde dieses aufgenommen und schließlich am 22. Januar 1969 veröffentlicht. Wie bei vielen Musikern und Bands wurde diese erste Scheibe nach dem hier zu hörenden Künstler benannt, kurz „Neil Young“ eben.

Etwas unschuldig klingt Neil Young hier schon noch. Zu allermeist ist es Folk Rock, den man hier zu hören bekommt. Immer wieder gibt es auch kleine, glücklicherweise sehr kurze Ausflüge in das Genre der Country Music. Zudem hört man auf „Neil Young“ manchmal auch äußerst unaufgeregten Pop, der absolut typisch für die damalige Zeit klingt. Die Stimme des Neil Young – später absolut unverwechselbar – klingt hier noch gar nicht einheitlich. Fast scheint es so, dass Neil Young auf seinem ersten Album noch auf der Suche ist, nach dem typischen und später so unverwechselbaren Klang seiner Stimme.

Das Album war zur Zeit seiner Veröffentlichung nicht gerade ein Verkaufserfolg. Verwundern muss das nicht weiter, denn die Scheibe ist eine eher langweilige geworden. Dabei ist die darauf zu hörende Musik ganz bestimmt keine schlechte, allerdings erzeugen die zu hörenden Stücke auch keinerlei Aufregung oder Verzücken. Alles läuft so ein wenig durch und natürlich ist es ganz interessant, wie der Kanadier Neil Young zu Beginn seiner Karriere klang. Und genau das, aber auch nur das, macht diese Platte zu einer, die man mal gehört haben sollte. Obwohl? Nicht ganz! „The Old Laughing Lady“ ist definitiv ein Lied, welches sich lohnt gehört zu werden und der Höhepunkt der ganzen Scheibe.

Fazit: Das Debut-Album des Neil Young ist eine sehr unaufgeregte Platte geworden. Langsam und bedächtig fließt die Musik darauf dahin. Mal ist es mehr Folk, dann ein wenig Country und auch 60ies-Pop-Klänge kann man auf „Neil Young“ vernehmen. Schlecht ist das freilich alles nicht, nur eben auch nichts Besonderes – wenn es denn nicht die erste Platte des Neil Young wäre. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Loner, I've Been Waiting For You, The Old Laughing Lady



Freitag, 21. Oktober 2016

Van Der Graaf Generator – Do Not Disturb




Van Der Graaf Generator – Do Not Disturb


Besetzung:

Hugh Banton – organs, keyboards, bass, accordion & glockenspiel
Guy Evans – drums & percussion
Peter Hammill – vocals, pianos & guitars


Label: Esoteric Recordings


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Aloft (7:19)
2. Alfa Berlina (6:39)
3. Room 1210 (6:47)
4. Forever Falling (5:39)
5. Shigata Ga Nai (2:29)
6. (Oh No, I Must Have Said) Yes (7:44)
7. Brought To Book (7:57)
8. Almost The Words (7:54)
9. Go (4:35)

Gesamtspieldauer: 57:07




„Do Not Disturb“ heißt das inzwischen bereits dreizehnte Studioalbum der englischen Progressive Rock Band Van Der Graaf Generator. Veröffentlicht wurde die Platte am 30. September 2016 auf dem Musiklabel Esoteric Records. Es ist dabei wahrlich sehr überraschend, wie eine Band, die im Jahr 1969 ihr erstes Album veröffentlichte, im Jahr 2016 die dreizehnte Platte nachschieben kann. Das im Gedenk all dieser Pausen, die Van Der Graaf Generator seit der Gründung einlegte. Es ist schon sehr beeindruckend, dass drei der langjährigen Mitglieder hier immer noch zusammen veröffentlichen und dabei überzeugende Alben vorlegen.

Nun, was soll man dazu sagen? Auf „Do Not Disturb“ klingen Van Der Graaf Generator genauso, wie sie seit bald 50 Jahren klingen. Das ist Progressive Rock, der absolut typisch nach eben diesem Van der Graff Generator klingt. Nicht immer eingängig, manches Mal sogar etwas verschroben, doch dann wieder das Ohr perfekt umschmeichelnd. Und über allem steht die Stimme des Peter Hammill, die nichts an ihrer Faszination verloren hat. Er singt, er klagt, er verzweifelt, er ist glücklich. Alles manchmal auch in einem zusammengefasst. Mag sein – und das ist sogar sicher – dass auch die Stimme des Peter Hammill so viel älter wurde, aber an ihrer Faszination hat sie nichts verloren.

Ein Lied hier besonders herauszuheben, würde dem Ganzen nicht mehr gerecht werden. Wie so oft ist es die Gesamtheit, die bei Van Der Graaf Generator wirkt. Bei „Do Not Disturb“ gilt dies irgendwie noch ein wenig mehr. Fast scheint es ja so, als ob diese Platte eine Abschiedsplatte wäre. Alles wirkt ein wenig düster, traurig und melancholisch. Und dann kommt da zum Schluss noch dieser Titel mit dem Namen „Go“, in dem Peter Hammill singt: „Time to leave, close the door.“ Tottraurig klingt dieses Lied und endet mit den Worten: "It's time to let go" und man hofft, dass dies eben nur ein Lied ist, nicht gleich ein Zeichen…

Fazit: „Do Not Disturb“ ist ein absolut typisches Van Der Graaf Generator Album geworden. Alles was man an dieser Band liebt – falls man diese Band liebt – befindet sich auf diesem dreizehnten Studioalbum. Leider, leider klingt hier so viel nach Abschied. Nach Abschied von einer großen Progressive Rock Band. Diese Platte hat keine Höhepunkte, auch keine Schwächen. Sie wirkt einfach. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Almost The Words, Go



Donnerstag, 20. Oktober 2016

Half Moon Run – Sun Leads Me On




Half Moon Run – Sun Leads Me On 


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Devon Portielje
Dylan Phillips
Conner Molander
Isaac Symonds


Gastmusiker:

Quatnor Quantres Ailes – strings
Tazmyn Eddy – trumpet, flugelhorn
Alex Héon-Goulet – flute


Label: Glassnote Records


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Folk Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Warmest Regards (3:14)
2. I Can’t Figure Out What’s Going On (3:15)
3. Consider Yourself (3:53)
4. Hands In the Garden (3:52)
5. Turn Your Love (4:01)
6. Narrow Margins (4:10)
7. Sun Leads Me On (4:05)
8. It Works Itself Out (4:07)
9. Everybody Wants (5:01)
10. Throes (0:54)
11. Devil May Care (2:22)
12. The Debt (4:00)
13. Trust (4:50)

Gesamtspieldauer: 47:50




„Sun Leads Me On“ heißt die zweite Studio-Veröffentlichung der kanadischen Indie- und Folk Rock Band Half Moon Run. Veröffentlicht wurde das Album im Oktober 2015 beim Musiklabel Glassnote Records. Zu hören gibt es auf „Sun Leads Me On“ warmen und weichen Folk Rock, der ab und an mal Fahrt aufnimmt, dann allerdings immer noch in der sentimentalen bis melancholischen Ecke angesiedelt ist.

Eingängig klingt das zu allermeist und durchaus auch melodiös. Besonders gut hört sich die Musik von Half Moon Run immer dann an, wenn sie diese, mit den mehr im Rock beheimateten Musikinstrumenten einspielt und auf zu viel Technik, in Form von elektronischen Beats und Sounds verzichtet. Umso trauriger ist es da fast schon, dass die erste Single-Auskopplung aus „Sun Leads Me On“ „Trust“ hieß, das letzte Lied auf der Platte. Denn gerade diese Nummer ist angefüllt mit elektronischem und etwas nervendem Schickschnack. Hiermit erwartete der entsprechende Musikmanager anscheinend den größten Erfolg. Manchmal wundert man sich schon, denn diese Nummer steht gewiss nicht stellvertretend für die Musik von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“.

Ansonsten gibt es zwei Kategorien von Liedern auf dem Album. Zum einen sind das die langsamen, melancholischen Stücke, zum anderen jene, die deutlich mehr in das Rockgenre hineinreichen. Es lohnt sich dabei öfters hinzuhören, denn die Nummern wachsen durchaus mit den Durchläufen. Besonders gelungen für meine Ohren sind das Titelstück, „Sun Leads Me On“. Eine eher ruhige Nummer. Sehr viel abwechslungsreicher ist dann das darauffolgende Lied „It Works Itself Out“. Hier gibt es die getragenen Abschnitte, wie die deutlich rockigeren Passagen in einem Lied vereint. Die Nummer geht dabei auch gut ins Ohr, für mich ganz klar der Höhepunkt des ganzen Albums. Und dass die Jungs von Half Moon Run außergewöhnlich hoch singen können, das beweisen sie in diesem Titel auch. Ebenfalls sehr gelungen ist die kurze Nummer „Throes“. Ein kleines sentimentales Piano-Stück, rein instrumental, welches wirklich etwas länger hätte sein dürfen. Negativ anzumerken ist vielleicht noch der Umstand, dass die vier Kanadier an manchen Stellen der Platte ein klein wenig zu zuckersüß klingen, aber auch das ist, wie immer – reine Geschmackssache.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus Folk Rock und Independent Rock haben die vier Kanadier von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“, ihrem zweiten Studio-Album, für ihre Hörerinnen und Hörer zusammengestellt. Abwechslungsreich ist die Scheibe, versehen mit Titeln, die zumeist gut ins Ohr gehen. An manchen Stellen wurde vielleicht mit etwas zu viel Süße gewürzt, an anderen dagegen die perfekte Mischung getroffen. Für die ein oder andere Nummer benötigt man vielleicht auch ein paar Anläufe mehr, aber dann funktioniert es eben nach dem zweiten oder dritten Durchlauf. Acht Punkte.

Anspieltipps: I Can’t Figure Out What’s Going On, It Works Itself Out, Throes



Mittwoch, 19. Oktober 2016

The Pineapple Thief – Your Wilderness




The Pineapple Thief – Your Wilderness


Besetzung:

Bruce Soord – vocals, electric guitars, baritone acoustic guitar, acoustic guitar, synthesizer
Jon Sykes – bass guitar
Steve Kitch – piano, rhodes, mellotron, synths, electronic drums, percussion, hammond, strings


Gastmusiker:

Darran Charles – electric guitars
Gavin Harrison – drums, acoustic and electronic percussion
John Helliwell – clarinet
Geoffrey Richardson – violin, viola, cello
Sarah Best – backing vocals
Kate Chapman – backing vocals
Ian Ring – backing vocals
Gareth Jones – backing vocals


Label: Kscope


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Progressive Rock, New Artrock


Trackliste:

1. In Exile (5:10)
2. No Man's Land (4:17)
3. Tear You Up (4:51)
4. That Shore (4:52)
5. Take Your Shot (4:33)
6. Fend for Yourself (3:43)
7. The Final Thing On My Mind (9:53)
8. Where We Stood (3:45)

Gesamtspieldauer: 41:07




„Your Wilderness“ ist das bereits elfte Studio-Album der britischen Alternative und Progressive Rock Band The Pineapple Thief. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 12. August 2016 auf dem Label Kscope. Einige bekannte Gastmusiker tragen zum Gelingen des Albums bei, so ist zum Beispiel Gavin Harrison (Porcupine Tree, King Crimson) am Schlagzeug zu hören, genau wie John Helliwell (Supertramp) an der Klarinette und Geoffrey Richardson (Caravan) spielt Violine, Viola und Cello.

Auf „Your Wilderness“ gibt es zumeist sehr melancholische Musik zu hören, die am ehesten noch in dem Genre des New Artrock beheimatet ist. Ins Ohr geht das alles ziemlich schnell und ohne große Umwege. Man kommt dabei gar nicht umhin, Parallelen zu Procupine Tree beziehungsweise Steven Wilsons Solowerken zu ziehen. Und hier speziell zu den etwas sanfteren Titeln, die im Falle von „Your Wilderness“ auch von eben diesem Steven Wilson stammen könnten. Stammen sie aber nicht. Bruce Soord ist bei The Pineapple Thief für das Komponieren und Texten zuständig und hat nach einem eher poppigen Ausflug mit dem Album zuvor, wieder die Gefilde des Rocks erreicht. Jene allerdings, die sanft und zart klingen, die sich irgendwie zerbrechlich anhören.

Passend zu der im Herbst dunkler werdenden Welt, hört man auf „Your Wilderness“ intensive und warme Musik, die die innere Temperatur wieder ansteigen lässt und ein wohliges Gefühl vermittelt. Komplex oder frickelig klingt nichts in der Musik von The Pineapple Thief auf „Your Wilderness“. Einige der Lieder starten ruhig, nehmen dann Fahrt auf, rocken, um schließlich wieder sanft auszuklingen. Ausprobieren muss man diese Musik auch nicht, da sie bereits beim ersten Male des Hörens ins Ohr geht. Hier benötigt man nicht mehrere Durchläufe, um sich diese Musik zu „erarbeiten“. Das funktioniert im Falle von „Your Wilderness“ ganz automatisch und zwar in dem Moment von, in dem man diese Lieder zum ersten Mal hören darf. Sehr eindrucksvoll wird dies vom einzigen Longtrack des Albums belegt. „The Final Thing On My Mind“ wirkt von der ersten bis zur letzten Sekunde seiner Spieldauer. Ruhig und getragen beginnt die Nummer, nimmt dann kurzzeitig Fahrt auf, um schließlich wieder in reiner Melancholie zu versinken. Aber dieses Lied ist nicht das einzige Stück, welches „Your Wilderness“ zu einem gelungenen Erlebnis werden lässt. Es befindet sich überhaupt keine Nummer auf der Platte, die es nicht wert wäre, gehört zu werden. Da ist Bruce Soord durchaus etwas Besonderes gelungen.

Fazit: Kurz gesagt, ein „schönes“ Album ist „Your Wilderness“ von The Pineapple Thief geworden. Angefüllt ist dieses mit Musik, die ins Ohr geht und zum Träumen einlädt. Irgendetwas Negatives lässt sich da kaum finden. Vielleicht die kurze Laufzeit von unter vierzig Minuten, die in der heutigen Zeit eher selten geworden ist. Aber ansonsten? Melancholische und warme Lieder gibt es auf dem Album zu hören. New Artrock, der hier seine Wurzeln im Progressive Rock hat. Das klingt einfach überzeugend. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Final Thing On My Mind