Montag, 24. Oktober 2016

Geist – Für alle Zeit




Geist – Für alle Zeit


Besetzung:

Tim Born – Gitarre
Lars Dittrich – Schlagzeug
Fares Rahmun – Gesang & Worte
Oliver Ratty – Bass


Label: Danse Macabre Records


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Wer Wenn Nicht Ich (4:40)
2. Wahnsinn (5:37)
3. Wertvoll (3:47)
4. So Viele Wie Du (6:42)
5. Leider (6:30)
6. Rhino (4:02)
7. Für alle Zeit (8:03)
8. Achtung (4:38)
9. Zauber (1:44)
10. Einssein (19:09)

Geamtspieldauer: 1:04:57




„Für alle Zeit“ heißt das zweite vollständige Studio-Album der Kölner Band Geist. Im Jahr 2007 wurde es bei Danse Macabre Records veröffentlicht. Liest man im Netz über diese Band nach, so wird dort immer von Progressive Rock gesprochen, welchen diese Band angeblich spielt. Hört man „Für alle Zeit“ fragt man sich, wo, an welcher Stelle man auf diesem Album von Progressive Rock sprechen könnte. Klar, hier und da mal ein etwas krummer Takt, aber das war es auch schon, was diesem musikalischen Genre entsprechen würde. Progressive Rock ist das noch nicht. Geist machen auf „Für alle Zeit“ guten Alternative Rock, der bis in den Hard Rock hineinreicht. Aber dazu später mehr. Kommen wir zunächst zu einem weiteren Punkt, der von dieser Band behauptet wird, wenn man Kommentare oder Rezensionen im Netz liest: „Geist klingen wie Tool!“ Definitiv nicht! Dies muss auch nichts Schlechtes bedeuten, es ist oftmals nämlich gar nicht so überzeugend, wie jemand anderes zu klingen. Keiner mag ein „Me Too“ sein. In meinen Ohren klingen Tool und Geist definitiv unterschiedlich und ich würde niemals auf die Idee zu kommen, diese beiden Bands auch nur ansatzweise zu vergleichen beziehungsweise als „ähnlich“ einzustufen. Aber ich bin auch nur ein Musikliebhaber, der viel hört. Kein Musikwissenschaftler oder Profi-Rezensent.

Doch kommen wir nun zur Musik von Geist auf „Für alle Zeit“, die sich absolut hören lassen kann, auch wenn sie nicht wie Tool klingt. Auf der Scheibe gibt es wahrlich guten Alternative bis Hard Rock zu hören, der ins Ohr und in die Beine geht. Vielleicht sogar auch in den Kopf, denn die Head-Banging-Passagen sind ebenfalls vorhanden. Also Freunde, lasst das Haupthaar fliegen. Die Musik ist definitiv keine 08/15-Musik, abwechslungsreich, vielleicht kommen dadurch auch die Assoziationen zum Progressive Rock auf, die ich hier trotzdem nicht erkennen und heraushören kann. Kein Lied ist hier stumpf nach der Devise Strophe – Refrain – Strophe – Refrain aufgebaut. Da sind die vier Musiker schon deutlich kreativer.

Ebenfalls positiv – sehr positiv sogar – zu bewerten ist der Umstand, dass Geist Deutsch singen. Dies gibt es in dem musikalischen Genre, in dem die Musiker Zuhause sind, so nicht allzu oft zu hören. Auch das hebt die ganze Band ein klein wenig höher und diesbezüglich klingen Geist überzeugend und interessanter. Nun, vielleicht haben Geist in ihren Texten ein bisschen zu viel das Thema „Liebe“ auf dem Radar. Das mag allerdings subjektiv von mir so wahrgenommen werden, platt klingen die Texte von Geist auch bei diesem Thema nämlich nicht. Positiv dabei zu erwähnen ist auch der Gesang des Fares Rahmun, dessen Stimme wahrlich zu überzeugen weiß. Nun, die anderen Musiker klingen auf „Für alle Zeit“ ebenfalls richtig gut, was für eine Band, die dies nicht hauptberuflich betreibt, zusätzlich nicht selbstverständlich ist. Allerdings, dass es auf der Platte noch einen Hidden Track gibt, eine Dekade nach der Hochzeit dieser Unsitte, das nervt etwas. Ach was, das sei den vier Musikern von Geist verziehen.

Fazit: Man hört hier zwar weder Tool noch Progressive Rock auf „Für alle Zeit“ von Geist, trotzdem macht die Musik Spaß. Guten und eingängigen und mitunter auch mitreißenden Alternative Rock gibt es auf der Scheibe zu hören. Lieder, die auch mit jedem weiteren Durchgang wachsen, was in meinem musikalischen Weltbild auch ein Qualitätsmerkmal darstellt. Macht Spaß. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Für alle Zeit



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