Dienstag, 25. Oktober 2016

Pressurehed – Explaining The Unexpected




Pressurehed – Explaining The Unexpected


Besetzung:

Tommy Grenas – lead vocals, rhythm guitar, analog synths, cryptozoology
Len Del Rio – drums, keyboards, samples, loops, tronics, programming, ufology
Doaran Shelly – lead guitar, backing vocals, a.r.p. omni & lead vocal on “We Come In waves”, bass on “Berezovka”, telepathy
Paul Fox – bass guitar, synths, guitar, exorcism


Label: Brain Squid Music


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Electronica, Rock, Ambient, Techno


Trackliste:

1. Explaining The Unexplained (Intro) (3:36)
2. Altitude (4:36)
3. Bluff Creek, And Beyond (6:02)
4. Black Mantra (8:07)
5. One Who Has Seen (2:22)
6. Oxygen Mask (6:38)
7. The Long Count (4:48)
8. Time Stops Breathing (3:21)
9. Mokele-Mbembe (5:25)
10. Incubus (Part 1) (3:30)
11. Transgression (Part 2) (6:18)
12. Berezovka (4:37)
13. The Great Orm (3:06)
14. We Come In Waves (3:08)
15. Valiant Thor (3:54)
16. I Predict (7:02)

Gesamtspieldauer: 1:16:37



Pressurehed ist eine 1989 in Hollywood, Kalifornien gegründete Band, die für Musik steht, welche irgendwo zwischen Alternative Rock und elektronischer Musik angesiedelt ist. Die Scheibe „Explaining The Unexpected“ erschien im Jahr 1997 auf dem Label Brain Squid Music und ist dabei das dritte und bisher wohl auch letzte Album der Band, die es allerdings immer noch gibt.

Mit Space Rock, für den Pressurehed wohl am Anfang ihrer Karriere standen, hat die Musik auf „Explaining The Unexpected“ allerdings nur noch am Rande zu tun. Elektronische Klänge stehen nun im Vordergrund, die mitunter auch sehr hart eingespielt worden sein können. „Berezovka“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie knallhart und rockig Pressurehed auch klingen können. „Incubus“ hört sich dagegen absolut experimentell an. Ein Beat, der mit jeder Menge hypnotisch klingenden Sound sowie Sprachfetzen unterlegt wurde. Mit „Oxygen Mask“ bewegt sich die Band bereits im Genre des Techno, wohingegen Lieder wie „Time Stops Breathing“ und „The Great Orm“ eher dem Ambient zugerechnet werden können.

Eine ganz schön krude Mischung bekommt man hier also zu hören, die dabei oftmals leider auch nicht richtig überzeugen kann. Aber abwechslungsreich ist sie zumindest, diese Scheibe. Spannend und dabei wahrlich gelungen klingt allerdings lediglich „Bluff Creek, And Beyond“. Eine Nummer, die es sogar schafft ein klein wenig ins Ohr zu gehen. Das Lied startet sanft, klingt sphärisch, man hört eine tiefe Männerstimme und dann steigert sich der Titel in Bezug auf Rhythmik und Lautstärke enorm. Mantra-artig wird hier ein Gitarrenriff wiederholt, die Beats treiben und alles wird immer wieder von kleinen, durchaus gelungenen Auflockerungen unterbrochen. Diese Nummer lohnt sich. Mit dem ganzen Rest ist das schon deutlich schwieriger, obwohl sich unter den insgesamt sechzehn Titeln kein absoluter Ausfall befindet. Freude an elektronischen Klängen sollte man beim Hören des Albums allerdings definitiv mitbringen.

Fazit: Ziemlich schwierig, diese Scheibe musikalisch einzuordnen, da sich auf ihr sehr viele musikalische Genres vereinigt haben. Vom Hard Rock über Trance zu Techno, zurück zur elektronischen Musik bis hin zum Ambient und Pop ist auf „Explaining The Unexpected“ alles vertreten. Richtig einstellen kann man sich auf dieses Album kaum, was eher wie eine gewagte und aufregende musikalische Reise wirkt. Doch trotz aller Vielfalt, richtig mitreißen, das schaffen Pressurehed auf „Explaining The Unexpected“ leider nur an wenigen Stellen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Bluff Creek, And Beyond



(Leider kein Video verfügbar)



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