Mittwoch, 26. Oktober 2016

Radar Bros. – Radar Bros.




Radar Bros. – Radar Bros.


Besetzung:

Steve Goodfriend – drums, percussion
Jim Putnam – vocals, guitar, keys
Senon Williams – bass, vocals


Gastmusiker:

Walt Sevareid – guitar (track 11)


Label: Restless Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Lose Your Face Again (4:23)
2. Capital Gain (4:55)
3. Wise Mistake Of You (4:16)
4. Stay (5:19)
5. Supermarket Pharmacy (5:04)
6. On The Floor (3:32)
7. We're Over Here (4:23)
8. Distant Mine (5:09)
9. Underwater Culprits (1:55)
10. This Drive (3:13)
11. Take Stuff (3:58)
12. Goddess (5:11)

Gesamtspieldauer: 51:23




Das selbstbetitelte Album „Radar Bros.“ ist das erste Studioalbum der Independent Rock Band Radar Bros. aus Los Angeles, Kalifornien. Im Jahr 1997 erschien die Scheibe auf dem Musiklabel Restless Records. Darauf zu hören gibt es überaus zerbrechlich wirkende Musik, deren Atmosphäre durch eine sehr zurückhaltende Instrumentierung, wie durch den, am besten mit „sanft und unsicher klingend“ zu umschreibenden Gesang des Jim Putnam transportiert wird.

Laut und hektisch wird es auf „Radar Bros.“ an keiner Stelle der Scheibe. Vielmehr hört man auf dem Album auch den ein oder anderen „schrägen“ Ton, der die Musik der Radar Brothers, wie sie auch genannt werden, noch ein wenig aufpeppt. Die einzelnen Stücke sind melodisch und gehen ins Ohr, ohne sich dabei gleich zu Ohrwürmern zu entwickeln. Auch scheint man sich diese Platte erst etwas erarbeiten zu müssen, die verschiedenen Titel wirken und klingen nach mehreren Durchläufen deutlich besser, als beim ersten Auflegen. Ein klein wenig klingt die Musik der „Radar Bros.“ dabei wie die von Pink Floyd zu Beginn derer Karriere. Hier sind allerdings nicht die experimentellen und psychedelischen Lieder der Engländer gemeint, sondern ihre, auf den ersten Platten auch enthaltenen ruhigen Pop-Songs, die mal von Syd Barrett, mal von David Gilmour und mal von Rick Wright eingesungen wurden. Lediglich zu diesen Liedern lassen sich hier kleinere Parallelen finden, ansonsten klingt die Musik der beiden Bands absolut unterschiedlich.

Einige Titel auf „Radar Bros.“ überzeugen deutlich mehr, als andere. Steht die Nummer „Wise Mistake Of You“ beispielhaft dafür, dass die Radar Bros. teilweise so wie die ganz frühen Pink Floyd klingen, so sind es vor allen Dingen die Nummern „Lose Your Face Again“, „Stay“, „This Drive“ und „Goddess“, die am meisten überzeugen können. Hier hört man nun tolle Lieder, die sanft das Ohr umspielen und dort durchaus etwas nachhallen. Da sich allerdings auch unter den restlichen Stücken keine Ausfälle befinden, kann man die Scheibe genießen, ohne irgendwann aus dieser melancholisch bis sentimentalen Stimmung herausgerissen zu werden, die dieses Album sehr stark ausstrahlt.

Fazit: Für Freunde der sanften Musik ist „Radar Bros.“ von „Radar Bros.“ definitiv gut geeignet. So manche oder mancher mag sich beim Hören an die frühen Pink Floyd erinnert fühlen, die zu Beginn ihrer Karriere in den ruhigeren Stücken vielleicht die Blaupausen für die Musik der Radar Bros. lieferten. Aufgeregt klingt die Musik der Kalifornier niemals, immer ruhig und sanft und zerbrechlich. Wieder mal was für die ruhigen Stunden des Tages. Neun Punkte.

Anspieltipps: Lose Your Face Again, Stay, This Drive, Goddess



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