Donnerstag, 20. Oktober 2016

Half Moon Run – Sun Leads Me On




Half Moon Run – Sun Leads Me On 


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Devon Portielje
Dylan Phillips
Conner Molander
Isaac Symonds


Gastmusiker:

Quatnor Quantres Ailes – strings
Tazmyn Eddy – trumpet, flugelhorn
Alex Héon-Goulet – flute


Label: Glassnote Records


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Folk Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Warmest Regards (3:14)
2. I Can’t Figure Out What’s Going On (3:15)
3. Consider Yourself (3:53)
4. Hands In the Garden (3:52)
5. Turn Your Love (4:01)
6. Narrow Margins (4:10)
7. Sun Leads Me On (4:05)
8. It Works Itself Out (4:07)
9. Everybody Wants (5:01)
10. Throes (0:54)
11. Devil May Care (2:22)
12. The Debt (4:00)
13. Trust (4:50)

Gesamtspieldauer: 47:50




„Sun Leads Me On“ heißt die zweite Studio-Veröffentlichung der kanadischen Indie- und Folk Rock Band Half Moon Run. Veröffentlicht wurde das Album im Oktober 2015 beim Musiklabel Glassnote Records. Zu hören gibt es auf „Sun Leads Me On“ warmen und weichen Folk Rock, der ab und an mal Fahrt aufnimmt, dann allerdings immer noch in der sentimentalen bis melancholischen Ecke angesiedelt ist.

Eingängig klingt das zu allermeist und durchaus auch melodiös. Besonders gut hört sich die Musik von Half Moon Run immer dann an, wenn sie diese, mit den mehr im Rock beheimateten Musikinstrumenten einspielt und auf zu viel Technik, in Form von elektronischen Beats und Sounds verzichtet. Umso trauriger ist es da fast schon, dass die erste Single-Auskopplung aus „Sun Leads Me On“ „Trust“ hieß, das letzte Lied auf der Platte. Denn gerade diese Nummer ist angefüllt mit elektronischem und etwas nervendem Schickschnack. Hiermit erwartete der entsprechende Musikmanager anscheinend den größten Erfolg. Manchmal wundert man sich schon, denn diese Nummer steht gewiss nicht stellvertretend für die Musik von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“.

Ansonsten gibt es zwei Kategorien von Liedern auf dem Album. Zum einen sind das die langsamen, melancholischen Stücke, zum anderen jene, die deutlich mehr in das Rockgenre hineinreichen. Es lohnt sich dabei öfters hinzuhören, denn die Nummern wachsen durchaus mit den Durchläufen. Besonders gelungen für meine Ohren sind das Titelstück, „Sun Leads Me On“. Eine eher ruhige Nummer. Sehr viel abwechslungsreicher ist dann das darauffolgende Lied „It Works Itself Out“. Hier gibt es die getragenen Abschnitte, wie die deutlich rockigeren Passagen in einem Lied vereint. Die Nummer geht dabei auch gut ins Ohr, für mich ganz klar der Höhepunkt des ganzen Albums. Und dass die Jungs von Half Moon Run außergewöhnlich hoch singen können, das beweisen sie in diesem Titel auch. Ebenfalls sehr gelungen ist die kurze Nummer „Throes“. Ein kleines sentimentales Piano-Stück, rein instrumental, welches wirklich etwas länger hätte sein dürfen. Negativ anzumerken ist vielleicht noch der Umstand, dass die vier Kanadier an manchen Stellen der Platte ein klein wenig zu zuckersüß klingen, aber auch das ist, wie immer – reine Geschmackssache.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus Folk Rock und Independent Rock haben die vier Kanadier von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“, ihrem zweiten Studio-Album, für ihre Hörerinnen und Hörer zusammengestellt. Abwechslungsreich ist die Scheibe, versehen mit Titeln, die zumeist gut ins Ohr gehen. An manchen Stellen wurde vielleicht mit etwas zu viel Süße gewürzt, an anderen dagegen die perfekte Mischung getroffen. Für die ein oder andere Nummer benötigt man vielleicht auch ein paar Anläufe mehr, aber dann funktioniert es eben nach dem zweiten oder dritten Durchlauf. Acht Punkte.

Anspieltipps: I Can’t Figure Out What’s Going On, It Works Itself Out, Throes



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