Samstag, 19. August 2017

Ginger Baker – Beware Of Mr. Baker




Ginger Baker – Beware Of Mr. Baker


Gastauftritte:

Eric Clapton
Jack Bruce
Nick Mason
Charlie Watts
Steve Winwood
Carlos Santana
Lars Ulrich
Steward Copeland
Johnny “Rotten” Lydon
Chad Smith
… und viele, viele andere.


Regisseur: Jay Bulger


Produktion: Insurgent Media


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Dokumentation


Gesamtlaufzeit: 1:18:29



„Beware Of Mr. Baker“ ist ein Dokumentarfilm des amerikanischen Regisseurs Jay Bulger über den Schlagzeuger Ginger Baker. Im Jahr 2012 wurde der Film von der Produktionsfirma Insurgent Media veröffentlicht und in den Kinos gezeigt. Auf dem Film ist kein Konzertfilm, kein Videofilm und auch kein einziges gesamtes Lied ist hier zu hören beziehungsweise zu sehen, in dem Ginger Baker am Schlagzeug wirkt. Allerdings gibt es jede Menge Ausschnitte aus diversen Auftritten und Konzerten des Ex-Cream Schlagzeugers, die allesamt sehr eindrucksvoll geraten sind.

Der Film „Beware Of Mr. Baker“ beschäftigt sich mit dem Leben und dem Wirken dieses unfassbar guten Schlagzeugers, der sich wohl am wohlsten im Jazz gefühlt hat und immer noch fühlt. Zahlreiche Weggefährten – nicht nur Musiker, sondern auch Ex-Frauen und seine Kinder – kommen hier zu Wort und man erfährt auch viel über die Person des Ginger Baker. Früher hieß es immer, dass Schlagzeuger nicht ganz „normal“ wären. Keith Moon und John Bonham wurden mit dieser Aussage immer ins Spiel gebracht. Dafür, dass Genie und Wahnsinn oftmals sehr eng nebeneinander verbandelt sind, dafür ist Ginger Baker allerdings auch ein perfektes Paradebeispiel.

Menschlich ist und war Ginger Baker oftmals kaum erträglich, am Schlagzeug einfach nur grandios. Auch sein Hang zu Drogen spielt des Öfteren eine Rolle in dem Film, sodass sein, auf dem Cover abgedrucktes Zitat, „Gott bestraft mich für meine früheren Sünden, indem er mich am Leben hält und mir so viel Schmerz zufügt, wie er kann.“, ein gewisses Kopfnicken erzeugt. Immerhin wird Ginger Baker heute, am 19. August 78 Jahre alt und dieses Alter bei dieser Lebensweise zu erleben, zeugt von sehr viel Glück, absolut perfekten Genen – oder eben von einer göttlichen Strafe, wie er das sieht. Szenen seines Lebens sind mit gezeichneten Animationen nachgestellt, was immer sehr eindringlich wirkt und die Stimmung, die dieser Film seinen Zuschauerinnen und Zuschauern vermittelt, noch verstärkt.

Fazit: Eine tolle Dokumentation über das Leben und Schaffen des Ginger Baker ist Jay Bulger mit dem Film „Beware Of Mr. Baker“ gelungen. Auch wenn das Leben des Ginger Baker etwas mehr im Mittelpunkt steht, bekommt man doch auch einen beeindruckenden Einblick über sein Schlagzeug-Spiel, welches den Zuseherinnen und Zusehern immer wieder durch diverse Soli gezeigt wird und zu hören ist. Die Abwechslung aus realen Interview-Szenen und den gezeichneten Episoden sind ebenfalls sehr gelungen und runden das Bild dieser gelungenen Dokumentation ab. Sehr sehenswert. Zwölf Punkte.



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